In der Fotografie ist Reziprozität die umgekehrte Beziehung zwischen der Intensität und Dauer des Lichts, die die Reaktion eines lichtempfindlichen Materials bestimmt.
Reziprozitätsversagen ist die Beschreibung des Films, der ungleichmäßig auf Belichtung reagiert. Normalerweise ist die Filmbelichtung ziemlich linear: Wenn Sie einen Film 1/60 s bei f/2,8 belichten, erhalten Sie die gleiche negative Dichte wie bei Belichtung bei f/4 für 1/30 s oder f/2 für 1/125 s. Wenn Sie jedoch anfangen, die Anzahl der Photonen zu verringern, die pro Sekunde auf Ihr lichtempfindliches Material treffen, sind die Dinge ein wenig nicht mehr synchron. Sie benötigen mehr Photonen, damit das lichtempfindliche Material reagiert, und müssen daher Ihre Belichtungszeit verlängern.
In der Praxis bedeutet dies, dass Sie für Langzeitbelichtungen einen Reziprozitätsfehler berechnen müssen. Die Dauer hängt von der Art des verwendeten Films ab. Mit Schwarzweiß ist es ganz einfach: Sie müssen nur die Zeiten verlängern. Bei Farbfilmen kommt es häufig zu Farbänderungen, da verschiedene Schichten mit unterschiedlichen Raten ihre Reziprozität verlieren, und Sie müssen dies mit Farbfiltern korrigieren. Dies ist ein Aspekt der Fotografie, den Digital besser macht.