Das passiert jedem mal. Selbst dem besten Reiter.
Du musst dir bewusst sein, dass es im Umgang mit Pferden immer Situationen geben wird, die dir selbst beängstigend vorkommen können. Egal, ob du schon einmal schlimm gestürzt bist oder du dir das ,,nur" in deinem Kopf vorstellst.
Ganz gleich wie, du hast Angst und wirst unsicher. Und diese Unsicherheit schlägt sich auf dein Pferd nieder.
Jetzt ist die spannende Frage: Wie kannst du deine Ängste auflösen?
Wie kannst du dich selbst entspannen und dich runterfahren und somit auch deinem Pferd Sicherheit geben?
Diese Fragen beschäftigen mich selbst auch sehr, weshalb ich mich dazu entschieden habe, eine Ausbildung zum Reitcoach im Bezug auf Angstreiter zu erlernen.
Kurz zu mir:
Ich bin Jessica, 23 Jahre alt und reite seitdem ich denken kann. Regelmäßige Reitstunden nehme ich seitdem ich 11 Jahre alt bin. Mein größter Traum war immer ein eigenes Pferd. Diesen Traum habe ich mir 2021, vor genau drei Jahren erfüllt. Und das mit einem Pferd, das ich eigentlich gar nicht wollte. (Genaueres erfährst über mich erfährst du auf der übernächsten Seite.)
Ich wollte ein erfahrenes Pferd, am liebsten Wallach, ab 8 Jahren bis ca. 10 Jahren...
Tja, was habe ich mir gekauft? Ein vierjähriges Pferd, was keine Ahnung vom Reitpferde-Dasein hatte. Lediglich angeritten im Schritt, Trab und Gallopp. Wie er so vor mir stand und gleich auf mich zukam und gekrault werden wollte, wusste ich, das ist meiner.
Mit seinen 4 Jahren musste er natürlich noch alles lernen. Ich habe so viel mit ihm gearbeitet, ihn eingeritten, ihm die unterschiedlichsten Situationen gezeigt und mittlerweile sind wir auf einem guten Weg und haben eine vertraute Verbindung miteinander.
Wenn du mir im Alltag folgen möchtest, schau doch gern auf meiner Instagram-Seite vorbei.
Auf unserem Ausbildungsweg gab es viele Hürden zu überwinden.
Mein Pferd war sehr schreckhaft und vor allem Geräusche hinter ihm, brachten ihn komplett aus der Fassung. Ich bin selbst ein relativ unsicherer Mensch, ich bin auch schreckhaft, was für ein eh schon schreckhaftes Pferd nun auch nicht besonders erfolgsversprechend klang.
Einmal ist mir mein Pferd sogar abgehauen. Über die Straße. Weißt du, wie ich Herzrasen hatte? Mein Herz ist mir in die Hose gerutscht, weil ich dachte, es könnte sonst was passieren. Mein Pferdchen war schlau und ist nach Hause gerannt. Aber ich? Ich hatte Schweißperlen an Stellen, da wusste ich nicht mal, dass man dort welche haben kann.
Ich habe mich dann natürlich wieder an die Arbeit gemacht, meinem Kopf zu erklären, dass das eine einmalige Sache war und ich davor keine Angst haben brauche. Aber erkläre das mal deinem inneren Ich, versuche da klar zu denken und dich abzulenken.
Jeder hat Situationen erlebt, die eben nicht so gut abliefen und automatisch merkt sich das unser Gehirn und setzt uns da einen Katt hin, weil es sagt: ,,Hier ist schon mal was passiert, vermeide das lieber".
Wenn du die Situation aber vermeidest, wird dieses Gefühl, diese Angst, nie besser werden.
Daher suchst du dir jemanden, der dir helfen kann, deine Angst in den Griff zu bekommen.
Ich habe viel gelernt, ich habe mich weitergebildet, ich habe Theorie und Praxis miteinader vermischt.
Ich kann dir aber eins sagen: Dein Pferd ist NICHT das Problem. Das ist nur dein Kopf.
Klar kannst du nach einem schweren Sturz nicht sofort wieder aufs Pferd und klar entwickelst du dann eine Angst. Die Angst, dass sich diese Situation wiederholen könnte.
Aber wir müssen an uns selbst arbeiten, uns Mut machen und wieder Vertrauen finden. Nur so funktioniert das Reiten.
Meine Arbeit als Reitcoach besteht nun darin, allen Reitern, die bei ihren Pferden Angst haben, sei es beim Reiten, beim Longieren, beim Ausreiten oder auch einfach nur im alltäglichen Umgang beizustehen und denen Tipps mit auf den Weg zu geben, wie sie an sich arbeiten können und die Zeit beim Pferd wieder genießen können.
Ich will hier gar nicht so viel vorweg nehmen, also nehme gern Kontakt mit mir auf, wir vereinbaren ein Erstgespräch, du kannst mir deine Probleme erzählen und wir schauen gemeinsam, wie wir diese lösen können.
Wir Menschen müssen uns erst eingestehen, dass wir der ,,Fehler" sind. Wir müssen an uns arbeiten, erst dann können wir anfangen, mit dem Pferd zu arbeiten.
Die Gespräche können auch nur online stattfinden, in dem wir zum Beispiel Video chatten. Das kann einem schon sehr viel helfen.
Wir arbeiten an deinen Gedanken, versuchen diese umzustrukturieren, wir schauen, wie wir uns im Alltag fühlen, wie wir mit anderen Menschen arbeiten, haben wir vielleicht Stress? Wir ordnen eigene Gedanken und Gefühle.
Dann können wir uns Aufgaben stellen und die versuchen zu lösen. Du wirst merken, du wirst selbstsicherer und von Mal zu Mal wirst du wieder Motivation finden, diese Aufgaben mit deinem Pferd anzugehen.