Malen und Zeichnen im Wald
Malen und Zeichnen im Wald
Ab 2008 habe ich die meiste Zeit im Wald gezeichnet und gemalt. Handschriftliche, naturkundliche Notizen habe ich im Wald erst ab 2019 im Rahmen der Kartierung des Grünen Besenmooses in separaten Notizheften regelmäßig geführt. Im Waldtagbuch von 2008 bis 2011 habe in den ersten 5- 10 Minuten vor dem Motiv meine Gedanken und Beobachtungen in den Skizzenbüchern festgehalten bevor ich mit dem Malen begann. Beim Malen habe ich die Notizen dann oft ganz oder teilweise übermalt und so unter Farbe versteckt, was ich ich im Rückblick etwas bedauere. Tatsächlich hat jede Beobachtung, jede Begegnung mit Pflanzen oder Tieren im Wald einen eigenen Wert.
Abgesehen davon können selbst private naturkundliche Aufzeichnungen für spätere Generationen von großem Interesse sein. Ein Beispiel dafür sind die Aufzeichnungen von Gilbert White (1720-1793) aus Selbourne in Großbritannien ("The natural history of Selborne").
Meine Skizzen sind auch ein Zeugnis für den Zustand der Wälder um Maulbronn zu einer Zeit, in der deutliche Anzeichen des Klimawandels mehr und mehr sichtbar werden. Die Zusammensetzung und das Aussehen unserer Wälder wird sich in den kommenden Jahrzehnten stark ändern und das nicht nur durch immer mehr und größere Windräder.
Douglasien, Tannen und Kiefern - Im Schänzle 07.02.2016
Ein Gouachebild entsteht: in Gouache kann man Farbschichten in gewissem Umfang übermalen, somit kann ein Bild ähnlich wie in der Ölmalerei vom Hintergrund zum Vordergrund erarbeitet werden.