Fotografie • Videografie • Dokumentation
Fotografie • Videografie • Dokumentation
Fotodokumentation von Veranstaltungen
Japan-Festival im Felsenkeller Leipzig (11.07.2026)
Slawische Nacht und Kellerausstellung zur Jüdischen Woche (27.06.2026)
Liebe Teilnehmer des DANCE SPORT FESTIVALS,
die Fotos vom Veranstaltungstag Freitag, 26. Juni finden Sie hier:
https://sites.google.com/view/marco-struckmann/startseite/dance-sport-festival
1 Foto als Download und zur freien Verwendung erhalten Sie für 6,50 €. Kontaktieren Sie mich gerne per Mail oder Telefon.
Meine Angebote:
· Event-Fotografie
· Tanzsport-Fotografie (ab 6,50 € / Foto)
· Musikvideo-Produktion (190 €)
· Outdoor-Shooting/Location-Shooting
· Fotografie/Videografie für Website, social media, Werbemittel
· Editing
· Fotojournalismus
· Aufnahmen im Bereich Kunst
Für Anfragen, Bookings und weitere Informationen kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.
Auch dokumentarische Arbeiten mit künstlerischem oder gesellschaftlich-kulturellem Hintergrund liegen mir am Herzen. So sind diese Bücher von mir entstanden:
PORTRAITS LEIPZIGER KÜNSTLER - Einblicke in die Arbeit von bildenden und darstellenden Künstlern aus Leipzig
TONELLI'S - Ein dokumentarischer Bildband mit Interviews
CORONA-ZEIT Die Chronik zur Fotoausstellung in zwei Bänden
Unter anderem ließen sich Hans-Joachim Maaz, Gerd Lehmann, Sebastian Bronst,
Michael Fischer-Art und Bartłomiej Kiszka von mir interviewen. Ich bin für das entgegengebrachte Vertrauen und diese Zeit dankbar (Das Wort "Erfahrungen", welches hier ursprünglich stand, möchte ich nicht benutzen, weil es gerne im Zusammenhang mit Unreife und Abhängigkeit verwendet wird. Eher glaube ich an Prozesse des Lernens und der Veränderungen und an die Seele eines Menschen). Da das Führen von Interviews vor laufender Kamera nicht zu meinen Schwerpunkten gehört, bildete ein Gespräch mit dem Schriftsteller Peter Völker im Frühjahr 2026 eine Art Schlusspunkt.
Seit 2024 begleite ich das Peer Projekt Leipzig (https://www.suchtzentrum.de/safe) kameratechnisch bei bestimmten Anlässen.
Alle weiteren Themenfelder finden Sie auf den Unterseiten.
Herzlichen Dank für die Dokumentation unserer Finissage zur Ausstellung „Streetwise“ | Graffiti au pochoir | Get together der Teilnehmenden der Galerie Éphémère aus dem Jahr 1991 am 26. Juli 2024 im Innenhof (Leibniz-Forum) am Campus Augustusplatz. Der Film ist für unser Archiv ein wertvolles historisches Dokument und für die Organisatorinnen und alle Teilnehmenden eine schöne Erinnerung an diese Veranstaltung!
Dr. Simone Tübbecke
Öffentlichkeitsarbeit und Kunstvermittlung
Kustodie | Kunstsammlung der Universität
Ich hatte da so eine Idee: für meinen Bluessong "Hab 20 Schweine" wollte ich ein kleines Video auf einem Bauernhof drehen. Mit Marco Struckmann hatte ich einen kompetenten Partner gefunden, der meine Ideen sehr gut umgesetzt hat. Alles hat gepasst und hat Spaß gemacht.
Ingo Paul
Da hat Marco Struckmann eine feine Publikation gezaubert, einen dokumentarischen Bildband, der sich mit der popkulturellen Historie der Stadt Leipzig in liebevoller Weise auseinandersetzt. Dafür wurde vom Herausgeber der Live-Ort TONELLI´S exemplarisch herausgegriffen, Akteure der Liveszene durften ihre Sichten auf das Kleinod im Herzen der Stadt und die eigenen Beiträge zur Entwicklung erinnern. All dies unterlegt Struckmann mit Bildern, die nach Tanzschweiß duften, nach Lebensfreude und Rock and Roll.
Und da in unserer Zeit immer schneller und lauter im immer engeren Takt diverse Kühe durchs Weltdorf Leipzig getrieben werden, damit die Menschen permanent emotional aufgeladen und ausgeliefert bleiben, ist Struckmanns Arbeit umso wichtiger. Sie hält die Zeit an, sie lässt in Erlebnissen und Erfahrungen schwelgen, sie traut den Menschen zu, sich ihrer eigenen Welt sicher zu bleiben. Ohne Einordnung, ohne Schulmeisterei, ohne Besserdenk.
Dafür ist Marco Struckmann zu danken. Und Tonelli ist ebenfalls zu danken, für all die wundervoll durchzechten Nächte und die großartige Musik.
Volly Tanner, Juni 2026
Seit drei Jahren ist der Leipziger Fotograf und Videograf Marco Struckmann für unseren gemeinnützigen Kulturverein Klub Polski e. V. auf dem Gebiet der Dokumentation unserer kulturellen Vereinsarbeit tätig. Mit seinen Fotografien und Dokumentationsfilmen über unsere Kulturveranstaltungen unterstützt Marco Struckmann unseren Verein vor allem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.
Mit seiner professionellen und durchdachten Herangehensweise gelingt es Herrn Struckmann jedes Mal, den Charakter und die Atmosphäre unserer Veranstaltungen auf ganz besonders authentische Weise wiederzugeben sowie stimmungsvolle Momente einzufangen.
Besonders bei der dokumentarischen Begleitung der Veranstaltungsreihe ,Slawische Nacht‘, einem von Klub Polski seit vielen Jahren organisierten Festival für Musik und Kultur aus Osteuropa, zeigt Herr Struckmann ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Kreativität und wird bei allen Teilnehmern des Festivals für seine stets freundliche, sympathische und zuverlässige Art sehr geschätzt. Die Film- und Fotoaufnahmen von Herrn Struckmann überzeugen vor allem durch ihre hervorragende Qualität, ihren hohen dokumentarischen Wert und ihre authentische Atmosphäre sowie durch Herrn Struckmanns Gefühl für unwiederbringliche und ganz besondere Momente. Die Aufnahmen werden von unserem Verein sowohl im Bereich Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, als auch für die Dokumentation unserer Veranstaltungen bei den Förderstellen der Stadt Leipzig und des Freistaats Sachsen genutzt.
Hervorheben möchten wir außerdem die Teilnahme von Herrn Struckmann an unserem langjährigen internationalen Kunstprojekt ,Kellerausstellung‘. Hierbei brachte sich Herr Struckmann sowohl als Veranstaltungsfotograf, als auch als teilnehmender Künstler ein. Seine ausdrucksvollen Fotografien zu den verschiedensten Themenbereichen und die Präsentation seines Buchs ,Portraits Leipziger Künstler‘ fanden beim Publikum in unserer Kellergalerie großen Anklang.
Wir freuen uns über die langjährige wertvolle Zusammenarbeit mit Herrn Struckmann und auf zukünftige fotografische und filmische Dokumentationen unserer ,Slawischen Nächte‘ und ,Kellerausstellungen‘.
Henrietta Meyer / Slawische Nacht
Bartlomiej Kiszka / Kellerausstellung
Leipzig, 22.06.2026
Es ist erstaunlich, wie sich die Dinge ändern können. In der Coronazeit wurden die Maßnahmebefürworter nicht müde zu behaupten, dass uns Corona noch lange beschäftigen wird. Corona sei eine Zeitenwende, ein historischer Moment, eine Jahrhundertpandemie. Nichts würde bleiben wie es war. Doch schon fünf Jahre nach der Jahrhundertpandemie möchten die Wortführer von damals gar nicht mehr gern daran erinnert werden. Corona wäre ja nun schon lange vorbei und geklärt. Ihre Version der Geschichte, nach der bis auf ein paar kleine Ausnahmen alles korrekt ablief und viele Menschenleben gerettet wurden, scheint nicht richtig gut zu altern. Es gärt und brodelt im Topf der alten Narrative, aber der Deckel wird noch drauf gehalten.
Die Gegenseite ist nun sogar mit einem kritischen US-Gesundheitsminister ausgestattet. Trotzdem fehlt es ihr an Durchschlagskraft. Aus meiner Sicht kommt man mit pauschalen Ansätzen nach dem Motto "Das war alles gelogen" nicht voran. Die Erinnerung an jene Zeit schrumpft auf eine kompakte und leicht zu transportierende Erzählung, in der die eigene Sichtweise bevorteilt wird. Corona-Aufklärung heißt nicht nur, Lügen, Korruption und Straftaten aufzudecken. Corona-Aufklärung heißt auch, sich richtig zu erinnern. An alles. An wichtige Details. Und auch daran, dass Corona-Kritiker nicht immer richtig lagen.
Ich bin ein Musiker, der zu Beginn der Coronazeit sozusagen auf die Protestbühne geschubst wurde. Ich profitierte davon, dass fast alle anderen Musiker eine entsprechende Positionierung für karriereschädigend hielten. Heute frage ich mich vor jedem Auftritt, ob ich Lieder spielen sollte, die mit Corona zu tun haben. Ich freue mich auf Publikum, von dem ich annehme, dass es sich immer noch für das Thema interessiert. Von daher habe ich Ende 2024 auch gern zugesagt, bei der Finissage von Marco Struckmanns Corona-Foto-Ausstellung einen musikalischen Beitrag beizusteuern. Das Kernstück eines solchen thematisch gerahmten Auftritts ist mein Pandemie-Charts-Medley, in dem ich von mir verfasste Parodien jener Zeit zu einem kurzen chronologischen Abriss der Coronazeit kombiniere. Die Leute lachen nicht nur über die musik-kabarettistischen Pointen, sondern auch darüber, wie schnell man teils skurrile Details aus der Zeit des Corona-Regimes vergisst.
Zum Beispiel vergessen viele, dass der erste Lockdown lediglich Zeit für die Organisation von Beatmungsgeräten und Krankenhaus-Kapazitäten verschaffen sollte. Man wollte die sogenannte Verdopplungszeit auf 14 Tage verlängern und stellte das Ende der Maßnahmen für die Erreichung des Zieles in Aussicht. Die rasche Abnahme der Neuinfektionen wurde als Erfolg gewertet, aufgrund dessen sich Frau Merkel in internationaler Anerkennung sonnte. Die CDU errang damals in wenigen Wochen 12 Prozentpunkte Zuwachs in den Umfragen. Die Bevölkerung stand zu über 80 % hinter der Regierung. Der grundlegende Kurs stand fest, während man den liberal agierenden Schweden im Frühjahr 2020 die Katastrophe prophezeite. Entscheidend dürfte gewesen sein, dass man die Saisonalität des Virus damals nicht anerkannte. Im Sommer 2020 war kaum noch Virus da. Zur Aufrechterhaltung der Alarmstimmung nutzte man zum Beispiel kumulative Kurven, den abstrakten R-Wert, den Blick auf die Südhalbkugel und ein fragwürdiges Testsystem. Im Sommer 2020 diskutierte das "querdenkende" Lager über falschpositive PCR-Tests. Die Idee von der Laborpandemie erschien plausibel. Existierende Pläne für einen weiteren Lockdown im Herbst wurden von der einen Seite als Verschwörungstheorie abgetan und von der anderen Seite als Bestätigung dafür gesehen, dass alles eine geplante Inszenierung sei. Weder noch.
Ich war überrascht davon, dass dann im Herbst 2020 auch im eigenen Bekanntenkreis Leute heftig erkrankten und musste meine Ansicht revidieren, dass das Virus im Sommer versickert ist.
In Prag wurde im Juni 2020 offiziell das Ende der Pandemie auf der Karlsbrücke gefeiert. Doch im Spätherbst braute sich in Tschechien eine Welle zusammen, die das Land zwischenzeitlich auf Platz 1 der weltweiten Todesstatistik brachte, wie auch immer man zu diesen Erhebungen stehen mag.
Die PCR-Tests waren dort nicht zu 0,5% positiv wie im Sommer, sondern zu 25%. Entlang der tschechischen Grenze bildeten sich in Deutschland sogenannte Hoch-Inzidenz-Gebiete. Manchen Coronisten brachte das auf die Idee, dass dies etwas mit den dortigen AfD-Wahlergebnissen zu tun haben könnte. Durch die Infektionszahlen geriet der im Frühjahr neben Laschet noch als "Öffner" bekannte sächsische Ministerpräsident Kretschmer unter Druck und verscherzte es sich mit vielen Landsleuten. Von Sachsen ging nicht nur der zweite Lockdown aus, sondern auch ein gewisser Stimmungsumschwung in der breiten Bevölkerung, der sich in größer werdenden Protesten auch auf lokaler Ebene äußerte. Der erste Corona-Winter brachte eine Politik, die man als wildes Umherschlagen bezeichnen muss: Maskenpflicht im Freien, 15km-Regel, Weihnachts-Besuchs-Regeln und Silvester-Knall-Verbot.
Und so ging es dann weiter. Mehr noch als über die Nebenwirkungen der Impfung staunte der Beobachter über deren Nichtwirkung. Spätestens Ende 2021 hatten die meisten Geimpften eine Infektion durchgemacht, welche eben gerade nicht harmloser als bei Ungeimpften verlief. Statt des versprochenen Pandemie-Endes durch Impfung kam die nochmalige Impfung - Booster genannt, dann 3G und dann 2G. Und dann kam auch noch entgegen allen vorherigen Versprechen die wahnwitzige Idee einer Impfpflicht mit einem Impfstoff auf, der weder schützte noch hätte schützen müssen, weil die ab 2022 kursierende Variante Omikron eh nur noch wenige schwere Fälle verursachte.
Erfolgreich verdrängt von allen Seiten wurde, dass die Spaziergänger-Bewegung im Januar 2022 auf dem Höhepunkt der Impfpflicht-Diskussion so viele Menschen spontan auf die Straße brachte, wie noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es sind nicht nur die Behörden, die ungern an den kalten Schweiß jener Tage zurückdenken, an denen die Machtlosigkeit der Polizei gegen die verbotenen Demonstrationen vorgeführt wurde. Es sind auch die Maßnahmegegner, die im zur Gewohnheit gewordenen Deutschland-Bashing so tun, als hätte es irgendwo auf der Welt eine ähnlich massive Bewegung gegeben. Die gab es nicht. Deutschland war Widerstands-Weltmeister, obwohl die Maßnahmen keineswegs die strengsten der Welt waren. Vielleicht waren es dank deutschen Duckmäusertums die am besten eingehaltenen. Aber Fakt ist, dass viele deutsche und österreichische Kleinstädte in der Corona-Zeit die größten Demonstrationen ihrer Geschichte erlebten, und dies, obwohl die Spaziergänge in der Regel gegen die Verordnungen verstießen.
Die Flurbegradigung in der Geschichte ist mir aus eigener Erfahrung bekannt. Ich habe als Jugendlicher die Vorwendezeit, die Demonstrationen im Oktober 1989 und die Wende in der DDR hautnah miterlebt. Es dauerte nicht lang, bis die wichtigen Details jener Wochen in einer vereinfachten Erzählung untergegangen sind. Die kollektive Erinnerung unterscheidet heute kaum mehr zwischen den Tagen im Oktober und den Tagen ab der Maueröffnung im November. So scheint es, als wären die Menschen für die Wiedervereinigung auf die Straße gegangen. Und ironischerweise entspricht das der Erzählung der damaligen SED-Hardliner, nach der es sich bei der Wende um eine Konterrevolution handelte.
Fotos und Videos können wichtige Gedächtnisstützen sein, wenn es darum geht, sich ein möglichst vollständiges Bild von der Geschichte zu machen. Sie können dazu beitragen, dem allzumenschlichen Hang zu widerstehen, Geschichte in einfache Erzählungen zu hämmern, die das vorgefasste Weltbild bestätigen.
Insofern danke ich Marco Struckmann für seine Dokumentation der Zeitgeschichte und wünsche eine gute Verbreitung des Anliegens.
Yann Song King, Juli 2026