14. Dezember 2025
Termin heute 13 Uhr im Leipziger Osten, Frau Merkel abholen.
Die Kellerausstellung war bis in die frühen Morgenstunden gelaufen und als alle Gäste nach Hause gegangen waren, hatte
Frau Merkel dem Kurator unermüdlich in den Ohren gelegen mit ihren Vorstellungen über den Ausflug in die Leipziger City.
An Schlaf war kaum zu denken. Zumindest hatte er es geschafft, sich in die Horizontale zu begeben. Als ich reinkam, blätterte er in "Portraits Leipziger Künstler". Frau Merkel stand schon parat und es ging los. Über den Johannisplatz, zum Weihnachtsmarkt auf dem Augustusplatz - Glühwein trinken und durchs Märchenland spazieren - am Stadtgeschichlichen Museum vorbei und zum Schluss Ausruhen bei den Pusteblumenbrunnen.
Verbale Reaktionen gab es kaum. Ganz in der Nähe des Startpunkts die einzige ausformulierte Meinung, mit Verurteilung der Corona-Maßnahmen und den Verantwortlichen. Der PCR-Test taugt nichts, Kinder und Rentner einzusperren war ein Verbrechen, Fauci wird aktuell verhört und es muss Konsequenzen geben.
Auf dem Weihnachtsmarkt verstand nicht jeder die Botschaft
der Aktion:
"Sind Sie in der Corona-Zeit stehen geblieben? Das hier ist ein Weihnachtsmarkt, das ist unangebracht!"
"Bisschen zu spät für dein Plakat, du Idiot!"
Hingegen zeigte sich ein Besucher des Stadtgeschichlichen Museums aufgeschlossen: "Weiter so mit dieser Polit-Kunst!"
Einige lächelten amüsiert und machten ein Foto. Was die allermeisten taten: schweigen und abwenden.