Der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt ist Realität. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) macht in einem Bericht vom Februar 2026 deutlich: Artenverlust ist ein systemisches Risiko für Wirtschaft, Versorgungssicherheit und gesellschaftliche Stabilität
.
Was global geschieht, entscheidet sich lokal.
Jede Bauleitplanung.
Jede Verkehrsentscheidung.
Jede Flächennutzung.
Aber auch jede Blühfläche.
Jede Hecke.
Jede naturnahe Wiese.
2. Unsere Gemeinde hat Verantwortung übernommen
Im Januar 2022 wurde beschlossen, Biodiversität strukturell in der Gemeinde zu verankern:
Biodiversitätsstrategie
"Natur dahoam" Gemeinde Neuburg am Inn
Nach über zwei Jahren intensiver Arbeit wurde die Biodiversitätsstrategie „Natur dahoam!“ einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet.
Die Strategie wurde bundesweit ausgezeichnet und im Rahmen eines Bundesförderprogramms als eine von drei Initiativen in Deutschland besonders gewürdigt und gefördert. Das ist fachlich wie politisch ein starkes Signal.
3. Die soziale Wirkung: Mehr Zusammenhalt in der Gemeinde
Was oft unterschätzt wird:
Diese Biodiversitätsstrategie hat unsere Gemeinde auch sozial verändert.
Bürgerinnen und Bürger haben sich aktiv eingebracht.
Landwirtschaft, Vereine, Naturschutz, Verwaltung und Politik haben gemeinsam gearbeitet.
Workshops und Projekte haben Menschen zusammengeführt.
Die Umsetzung hat Engagement freigesetzt und Vertrauen geschaffen. Sie hat Dialog ermöglicht – auch dort, wo Interessen unterschiedlich sind.
Diese soziale Dynamik ist ein enormer Wert für unsere Gemeinde. Und genau deshalb muss sie langfristig abgesichert werden.
Biodiversität ist nicht nur Umweltpolitik. Sie ist auch Gemeinschaftspolitik.
4. Die Realität: Blühwiese und Schwerverkehr
Wir sehen Blühflächen.
Und wir sehen zweispurigen Schwerverkehr durch den Ort.
Diese Paradoxie ist Realität moderner Kommunalpolitik.
Gerade deshalb braucht es klare Strukturen, damit Biodiversität nicht vom Tagesgeschäft verdrängt wird.
5. Die Arbeitsgruppe – jetzt dauerhaft verankern
Es gibt bereits eine engagierte Arbeitsgruppe Biodiversität.
Diese Gruppe hat entscheidend dazu beigetragen, dass aus einer Idee eine fachlich fundierte Strategie wurde
"Natur dahoam".
Mein Ziel ist klar:
Diese Arbeitsgruppe soll dauerhaft institutionalisiert werden.
Nicht als formeller Ausschuss des Gemeinderates.
Aber eng angebunden an den Gemeinderat.
Mit klarer Aufgabenbeschreibung.
Mit geregelter Berichterstattung.
Mit transparenter Arbeitsstruktur.
Die Leitung dieser Arbeitsgruppe wird nicht beim Bürgermeister liegen. Der Vorsitz soll von einer fachlich kompetenten Persönlichkeit übernommen werden, die die Fähigkeit besitzt, unterschiedliche Interessen konstruktiv zusammenzuführen und Projekte voranzubringen. Das stärkt Professionalität und Glaubwürdigkeit.
6. Struktur heißt auch: eigenes Budget
Langfristige Arbeit braucht finanzielle Absicherung.
Deshalb wird eine eigene Budgetposition im Gemeindehaushalt geschaffen.
Dieses Budget dient:
Projektentwicklung
Bürgerbeteiligung
Fachberatung
Bildungsmaßnahmen
Kooperationsprojekten mit Landwirtschaft und Vereinen
Biodiversität darf nicht vom Zufall oder von Einzelengagement abhängen. Sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen.
7. Mein klares Versprechen
Als Bürgermeisterkandidat stehe ich dafür:
Die Biodiversitätsstrategie wird weiterentwickelt.
Die Arbeitsgruppe wird strukturell verankert.
Eine feste Budgetposition wird eingerichtet.
Biodiversität wird Querschnittsaufgabe der Gemeinde.
Unser Ziel:
Eine wirtschaftlich starke, sozial verbundene und ökologisch verantwortliche Gemeinde.
Biodiversität beginnt vor Ort.
Und sie braucht Organisation.