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Als Politiker und insbesondere als zukünftiger Bürgermeister kann ich nicht an der Tatsache vorbeigehen, dass unsere Bürger in der Gemeinde Neuburg dreimal so viel für Trinkwasser bezahlen wie die Nachbarn in Ruhstorf. Mit einem Preis von ca. 4,50 Euro pro Kubikmeter (inkl. Grundpreis) ist unser Wasserpreis einer der höchsten in ganz Deutschland. Für eine Familie mit 2 Kindern sind das Mehrkosten von über 500 Euro im Jahr.
Unsere Gemeinde hat – zusammen mit Nachbargemeinden - den Zweckverband Wasserversorgung Unteres Inntal (ZWUI) beauftragt, uns mit Trinkwasser zu versorgen. Das ist eine wichtige Aufgabe der Grundversorgung. Wasser ist essenziell. Darüber gibt es überhaupt keine Frage. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine möglicherweise verfehlte Investitionsstrategie des ZWUI akzeptiert werden darf.
Der ZWUI ist ein kleiner Verband, der jährlich nur etwa 750.000 Kubikmeter Wasser verkauft. Der Erlös beträgt 3 Mio. Euro. Dem stehen ungeklärte Investitionen und Schulden gegenüber, die uns alle belasten:
Massive Investitionspläne: Die Gesamtinvestitionen bewegen sich auf die 30 Millionen Euro zu.
Schuldenrisiko: Es ist zu erwarten, dass in der Bilanz schon am Ende des Jahres 20 Millionen Euro Schulden stehen werden.
Ungeklärtes Wasserwerk: Wir müssen wissen, warum in Fürstenzell ein Wasserwerk für 13 Millionen Euro gebaut wird, obwohl wir in Neukirchen ein voll funktionierendes Wasserwerk haben. Allein diese Investition erhöht den Wasserpreis um mehr als 1 Euro pro Kubikmeter.
Finanzielle Gefahr für Neuburg: Wenn zusätzliche Umlagen erforderlich werden, um den Wasserpreis nicht in unzumutbare Höhen zu schrauben, ist unsere Gemeinde Neuburg als quasi-Gesellschafter des ZWUI mit ca. einem Viertel der Ausgaben zu beteiligen. Das könnte zu einer finanziellen Katastrophe für die Gemeinde werden.
Heute: Hochbehälter Scheuereck: 2 x 500 cbm
Ersatzbeschaffung Hochbehälter Scheuereck: 13 Mio. Euro
Die Pläne für Investitionen und Umweltmaßnahmen werden in der Öffentlichkeit nicht klar kommuniziert. Es entstehen gravierende Fragen, die unsere Zukunft betreffen:
Tiefe Bohrungen: Ich will wissen, warum inzwischen in unserer Gemeinde Neukirchen an der dritten Bohrung nach tiefem Grundwasser gearbeitet wird.
Umweltbedenken: Dafür werden pro Bohrung mindestens 1 Million Euro aufgewendet. Ich möchte als Bürgermeister wissen, warum diese Bohrungen im geschützten, tiefen Grundwasser notwendig sind und warum Umweltschäden erzeugt werden. Das Wasserwirtschaftsamt hatte 1992 bei Erschließung unserer Quelle ausdrücklich auf schonende Nutzung hingewiesen.
Quellengebiete: Wir wissen nicht, warum man von den drei Brunnen-Einzugsgebieten in Kematingen, Fürstenzell und Neukirchen mindestens ein Gebiet stilllegen will.
Alternativen: Ich möchte wissen, welche Alternativen untersucht wurden.
Wir brauchen den Zweckverband Wasserversorgung Unteres Inntal und die Solidarität der Gemeinden, die diesen Verband tragen. Aber die Arbeit des Verbandes muss auf einer transparenten und klaren betriebswirtschaftlichen Basis vonstattengehen.
Meine Arbeitserfahrungen um solide Planung und juristisch einwandfreie Umsetzung sind jetzt gefragt.
Als zukünftiger Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen:
1. Transparenz durch unabhängige Prüfung
Sofortige Expertenprüfung: Ich werde eine sofortige, unabhängige Expertenprüfung der gesamten Investitionsstrategie des ZWUI, inklusive der Projekte in Fürstenzell und Neukirchen, beantragen. Die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen eindeutig belegt werden.
Nein zu ungeprüften Investitionen: Die Vertreter der Gemeinde Neuburg am Inn im Verbandsrat des ZWUI werden keinen weiteren Investitionen zustimmen, solange die Pläne nicht von unabhängiger Seite überprüft und wirtschaftlichere Alternativen auf den Tisch gelegt wurden.
Offenlegung der Schulden: Ich muss die Frage stellen, wer das Risiko dieser 30 Millionen Euro Schulden trägt, und wie es mit den Preisen weitergeht. Wir müssen die Betriebswirtschaft des ZWUI transparent verstehen.
2. Alternativen zur Kostenexplosion
Kooperationen prüfen: Ich werde als Verhandlungsführer prüfen, warum nicht Wasser von den drei weiteren großen Versorgern – der Ruhstorfer Gruppe, den Stadtwerken Passau und Waldwasser – hinzugekauft wird. Wir müssen die Möglichkeiten der regionalen Kooperation nutzen, um die Versorgungssicherheit gemeinsam zu erhöhen und die Bürger finanziell zu entlasten.
Wahrheit über Brunnenbohrungen: Es ist dringend zu klären, ob die kostspieligen und umweltsensiblen Tiefbohrungen im geschützten Grundwasser wirklich die einzige Option sind.
3. Gerechte Kostenverteilung
Analyse der Kostenstruktur: Durch meine Expertise im juristischen Bereich werde ich die Gebührenstruktur der Wasserversorgung transparent und gerecht neu prüfen lassen. Die Verluste aus der Nachkalkulation ab 2027 dürfen nicht zu einer massiven Preiserhöhung führen, die allein die Bürger trifft.
Ziel ist es, dass Neuburg und seine Ortsteile eine zukunftssichere, unabhängige und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung erhalten, die finanziell stabil und transparent verwaltet wird.
Keine Preiserhöhungen mehr: Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Preiserhöhungen aufhören und die Differenz zu den Nachbarn nicht immer größer wird.
Trinkwasser ist ein hohes Gut – es verdient den Sachverstand und die Verlässlichkeit, die ich ins Rathaus bringe.
Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters.
Und ich sage klar:
Die Entwicklung bei unserer Wasserversorgung ist ein zentrales Zukunftsthema für unsere Gemeinde.
Die Zahlen zeigen eine gefährliche Richtung.
Und wir müssen jetzt handeln:
Die offiziellen Daten zeigen:
2014: 141 Liter pro Person und Tag
2021: 135 Liter
2022: 129 Liter
2023: 127 Liter
Das ist ein Rückgang von fast 10 % in neun Jahren.
Besonders auffällig:
Der stärkste Rückgang begann genau im Jahr der massiven Preiserhöhung, 2022.
Die Menschen reagieren auf hohe Preise – sie sparen.
Das ist vernünftig.
Aber hier beginnt das Problem.
Unsere Wasserversorgung hat eine andere Kostenstruktur als andere Unternehmen:
Fast alle Kosten sind Fixkosten:
Leitungsnetz
Brunnen
Wasserwerke
Kredite
Abschreibungen
Personal
Diese Kosten bleiben gleich – egal, wie viel Wasser verbraucht wird.
Der aktuelle Preis von 4,50 € pro Kubikmeter besteht ungefähr aus:
0,25 € variable Kosten
4,25 € Fixkostenanteil
Das bedeutet:
Rund 3,23 Millionen Euro Fixkosten pro Jahr.
Wenn weniger Wasser verkauft wird passiert Folgendes:
Die gleichen Fixkosten verteilen sich auf weniger Kubikmeter.
Der Preis steigt automatisch.
Wenn der Verbrauch weiter nur um 1,6 % pro Jahr sinkt, steigt der Preis allein dadurch in fünf Jahren auf rund 4,86 € pro Kubikmeter.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt.
3. Gleichzeitig werden neue große Investitionen beschlossen.
Zum Beispiel das Wasserwerk Scheuereck.
Solche Projekte bedeuten:
neue Kredite
höhere Abschreibungen
dauerhaft höhere Fixkosten
Das heißt:
Wir haben zwei Effekte gleichzeitig:
Weniger Verbrauch
Mehr Fixkosten
Beides treibt den Preis weiter nach oben.
Das ist keine normale Entwicklung.
Das ist eine strukturelle Preisspirale.
Unser Brunnen in Neukirchen ist der wichtigste Standort für den gesamten Zweckverband.
Nach den vorliegenden Zahlen wird dort dauerhaft mehr gefördert als genehmigt.
Das ist für mich nicht akzeptabel.
Unser Grundwasser ist unsere wichtigste Ressource.
Ich will nicht, dass unsere Quelle dauerhaft übernutzt wird.
Und ich will nicht, dass unser Wasser faktisch „sozialisiert“ wird, ohne dass wir als Gemeinde Kontrolle ausüben.
Als Bürgermeister werde ich:
vollständige Transparenz zur Fördermenge verlangen
die Genehmigungslage prüfen lassen
den Schutz unseres Grundwassers zur Priorität machen
Wir zahlen große Investitionen mit für andere.
Aber haben wir als Gemeinde wirklich einen Vorteil davon?
Sind alle Projekte zwingend notwendig?
Wurden Alternativen geprüft?
Jede neue Investition erhöht die Fixkosten.
Und höhere Fixkosten bedeuten höhere Wasserpreise.
Ich werde keine weiteren Investitionen akzeptieren,
solange Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit nicht offen und transparent nachgewiesen sind.
Ein normales Unternehmen müsste bei dauerhaften Verlusten Insolvenz anmelden.
Hier passiert das nicht.
Warum?
Weil alle Verluste automatisch auf die Verbraucher umgelegt werden.
Fehlentscheidungen führen nicht zu Konsequenzen im System –
sondern zu höheren Preisen für die Bürger.
Das ist kein gesunder Zustand.
Sinkender Verbrauch + steigende Fixkosten = steigender Preis.
Und steigender Preis führt wieder zu sinkendem Verbrauch.
Das verstärkt sich gegenseitig.
Wenn wir das nicht stoppen, geraten wir in eine dauerhafte Preisspirale.
Und genau das will ich verhindern.
Das Thema Wasser betrifft jeden Haushalt.
Es geht um:
Schutz unseres Grundwassers
faire Preise
verantwortungsvolle Investitionen
volle Transparenz
Ich verspreche:
✔ 100 % Transparenz über die Kostenstruktur
✔ aktive Kontrolle im Zweckverband
✔ Schutz unseres Brunnens
✔ keine neuen Fixkosten ohne klaren Nachweis
✔ wirtschaftliche Vernunft statt Automatismus
Ich kandidiere nicht, um zuzusehen.
Ich kandidiere, um Verantwortung zu übernehmen.
Unser Wasser ist zu wichtig,
um es einfach weiterlaufen zu lassen wie bisher.