Hier stellen wir euch all unsere vergangenen Veranstaltungen vor, die ihr zum Teil auch auf unserem YouTube-Kanal finden könnt.
Online am Freitag, den 7. Mai 2021 um 19:30 Uhr | Anmeldung via ikoes@uni-siegen.de
75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur bleibt festzuhalten, dass „die gesellschaftlichen Voraussetzungen des Faschismus nach wie vor fortbestehen“ (Adorno). An diese gesellschaftlichen Wurzeln wollten Teile des antifaschistischen Widerstandes 1945 in Deutschland und Europa die Axt anlegen.
Im Vortrag werden zunächst Akteure und Akteursgruppen des Widerstandes benannt und hinsichtlich ihrer Aktivität und Konzepte charakterisiert. Darüber hinaus werden Gründe des Scheiterns des deutschen Widerstandes, Nachkriegspläne im Umfeld der NSDAP und geschichtspolitische Schwierigkeiten der Aufarbeitung in der BRD nach 1945 beleuchtet. Hieraus werden Schlussfolgerungen für die Gegenwart, in der ein Erstarken rechtsradikaler, rassistischer und antisemitischer Kräfte wahrzunehmen ist, abgeleitet und zur Diskussion gestellt.
Wir bitten um eine Anmeldung via E-Mail an ikoes@uni-siegen.de. Die Zugangsdaten werden anschließend mitgeteilt.
Für weitergehendes Interesse empfiehlt Joachim Hösler folgende grundlegende Literatur, die ihr – neben vielen anderen Werken – in der Buchhandlung Bücherkiste (http://www.buecherkiste.net) erhalten könnt. Darüber hinaus hat er auch einige Links, Filme und interessante Projekte aufgelistet:
Abendroth, Wolfgang: Antagonistische Gesellschaft und Politische Demokratie. Aufsätze zur politischen Soziologie, 2. Aufl., Neuwied und Berlin 1972
Adorno, Theodor W.: Eingriffe. Neun kritische Modelle, Frankfurt/M. 1963
Czichon, Eberhard: Die Bank und die Macht. Hermann Josef Abs, die Deutsche Bank und die Politik, Köln 1995
Doerry, Thomas: Marxismus und Antifaschismus. Zur theoretischen und politischen Auseinandersetzung des Marxismus, des Sozialismus und der internationalen Arbeiterbewegung mit dem Faschismus an der Macht (1920 bis 1984), Köln 1985
Enzyklopädie des Nationalsozialismus, hrsg. von Wolfgang Benz, Hermann Graml und Hermann Weiß, Stuttgart 1997
Frei, Norbert (Hrsg.): Hitlers Eliten nach 1945, 6. Aufl., München 2014
Gottschaldt, Eva: Antifaschismus und Widerstand. Der Kampf gegen den deutschen Faschismus 1933-1945. Ein Überblick. Vorwort von Reinhard Kühnl, Heilbronn 1985
Graml, Hermann: Widerstand, in: Enzyklopädie 1997: 309-321
Heer, Hannes: Vom Verschwinden der Täter. Der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei, Berlin 2004
Heinz-Jung-Stiftung (Hrsg.): Wer ist denn hier der Verfassungsfeind! Radikalenerlass, Berufsverbote und was von ihnen geblieben ist, Köln 2019
Helm, Sarah: Ohne Haar und ohne Namen. Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, Darmstadt 2016
Herden, Lutz: 1939 – Generäle ohne Mut. In: der Freitag, 15.8.2019
Hörster-Philipps, Ulrike: Wer war Hitler wirklich? Großkapital und Faschismus 1918-1945. Dokumente, Köln 1978
IMSF (Hrsg.): Der Staat im staatsmonopolistischen Kapitalismus der Bundesrepublik. Empirische Analysen – Fakten, unter der Leitung von Heinz Jung hrsg. vom Institut für Marxistische Studien und Forschungen, Frankfurt/M. 1982
Jungmann, Ralf: Faschistische Propaganda gegen die Sowjetunion 1933-1945, in: Marxistische Blätter 3/2021: 106-113
Kühnl, Reinhard: Der deutsche Faschismus in Quellen und Dokumenten, vierte, unveränderte Auflage, Köln 1979
Kühnl, Reinhard: Deutschland seit der Französischen Revolution. Untersuchungen zum deutschen Sonderweg, Heilbronn 1996
Kühnl, Reinhard: Faschismus – Rechtsextremismus. Ursachen – Nutznießer – Gegenpositionen. Mitschrift eines Vortrages, gehalten am 23. November 2000 im Gewerkschaftshaus München (www.gegenentwurf-muenchen.de)
Kühnl, Reinhard: Gefahr von rechts? Vergangenheit und Gegenwart der extremen Rechten. Vortrag am 7. Oktober 2004, https://www.youtube.com/watch?v=jilhnoYJm_g
Kühnl, Reinhard/Spoo, Eckart (Hrsg.): Was aus Deutschland werden sollte. Konzepte des Widerstands, des Exils und der Alliierten, Heilbronn 1995
Langbein, Hermann: … nicht wie die Schafe zur Schlachtbank. Widerstand in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern 1938-1945. Mit einem Geleitwort von Eugen Kogon, Frankfurt/M. 1980
Mammach, Klaus: Zum antifaschistischen Kampf der KPD, in: Faschismusforschung – Positionen, Probleme, Polemik, hrsg. von Dietrich Eichholtz und Kurt Gossweiler, 2., durchgesehene Aufl., Berlin 1980: 323-354
Meining, Stefan: Exklusiv – Eichmanns Komplize – NS-Schreibtischtäter diente dem BND, unter https://www.br.de/mediathek/video/report-muenchen-extra-06042021-eichmanns-geheimer-komplize-av:606cc54d7d22060013149526 (Sondersendung vom 6.4.2021, letzter Aufruf 4.5.2021)
Merson, Allan: Kommunistischer Widerstand in Nazideutschland. Mit Vorworten von Peter Gingold, Karl-Heinz Jahnke und Ralf Jungmann, 2. Auflage, Essen 2020
Metscher, Thomas: Pariser Meditationen. Zu einer Ästhetik der Befreiung, 2. Aufl., Kassel 2019
Opitz, Reinhard: Faschismus und Neofaschismus, Frankfurt/M. 1984
Opitz, Reinhard: Europastrategien des deutschen Kapitals, 1900-1945, Bonn 1994
Opitz, Reinhard: Liberalismus – Faschismus – Integration. Edition in drei Bänden, hrsg. von Ilina Fach und Rainer Rilling, Band II: Faschismus, hrsg. von Ilina Fach und Roland Müller, Marburg 1999
Schneider, Ulrich: Antifaschismus, Köln 2014
Schneider, Ulrich: 75 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg, in: Forum Wissenschaft 1/2020: 46-50
Weber, Klaus: Resonanzverhältnisse. Zur Faschisierung Deutschlands. Politisches Tagebuch, Regensburg 2018
Welzer, Harald: Die Deutschen und ihr „Drittes Reich“, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 14-15/2007: 21-28 (Zugang über www.bpb.de/apuz)
Weisenborn, Günther: Der lautlose Aufstand. Bericht über die Widerstandsbewegung des deutschen Volkes 1933-1945, vierte, verbesserte Aufl., Frankfurt/M. 1974
Widerstand und Exil der Deutschen Arbeiterbewegung 1933-1945, hrsg. von der Friedrich-Ebert-Stiftung (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung, 180), Bonn 1981
Wikipedia 2019-02-11: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Mangelsdorff
Weitere literarische Impulse
Fried, Erich: Mitunter sogar Lachen. Zwischenfälle und Erinnerungen, Berlin1986
Gingold, Peter: Paris – Boulevard St. Martin No. 11. Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik, 2., verbesserte Auflage, Köln 2009
Kuczynski, Jürgen: Memoiren. Die Erziehung des J.K. zum Kommunisten und Wissenschaftler, 3. Aufl., Berlin und Weimar 1981
Scheringer, Richard: Das große Los. Unter Soldaten, Bauern und Rebellen. Neue, vom Autor durchgesehene Ausgabe, München 1979
Scheringer, Richard: Grüner Baum auf rotem Grund, Neuss und München 1983
Schöfer, Erasmus: Die Kinder des Sisyfos. Zeitroman. Tetralogie, 4. Aufl. Berlin 2011 [zuerst ab 2001]
Weiss, Peter: Die Ästhetik des Widerstands, zweite, dreibändige Ausgabe, Frankfurt/M. 1986 [zuerst 1975, 1978, 1981]
Filme, die aufklären und Mut machen
Als der Krieg nach Deutschland kam – Tagebuch 1945. Spiegel TV, Autor Michael Kloft, Hamburg 2005 (90 Min., Aufnahmen US-amerikanischer Kameramänner von Mitte Februar bis Anfang Mai 1945)
Auschwitz vor Gericht. Strafsache 4 Ks 2/63, hrsg. vom Fritz Bauer Institut 2014
Debatte Extremismustheorie. Video auf der Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung, knapp fünfzehn Minuten, https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/200097/debatte-extremismustheorie
Der marktgerechte Mensch – Wenn der Mensch zur Ware wird. Ein Film von unten, von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 99 Min., 2020
Der marktgerechte Patient – In der Krankenhausfabrik. Ein Film von unten, von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 82 Min., 2018
Der unbekannte Soldat. Dokumentation von Michael Verhoeven, 96 Min., 2006
Langbein, Herrmann berichtet von seinem Aufenthalt in Auschwitz, ca. 14-15 Min., https://www.youtube.com/watch?v=BbUbHTbe-h4 (Aufruf 6.5.2021)
Langbein, Hermann berichtet von seinem Aufenthalt in Auschwitz II, geht u.a. der Frage nach, wie Männer der SS zu Mördern wurden, ca. 14-15 Min., https://www.youtube.com/watch?v=XRvJtj5eUgs (Aufruf, 6.5.2021)
Let’s make money – Was macht die Bank mit unserem Geld? Ein Film von Erwin Wagenhofer, 107 Min., 2009
Systemerror – Wie endet der Kapitalismus? Ein Film von Florian Opitz, 93 Min., 2018
Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit. Ein Film von unten, von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 104 Min., 2015
Wo der Himmel aufgeht. Bejarano und Microphone Mafia in Kuba. Dokumentarfilm von Tobias Kriele, 45 Min., 2018
Zeit für Zeugen – eine Hommage an Ettie und Peter Gingold. Dokumentarfilm der Ettie und Peter Gingold Erinnerungsinitiative. Autoren: Mathias Meyers und Tidi von Tiedemann, ca. 34 Min.
70 Jahre Befreiung vom Faschismus. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Lesung und Konzert vom 17. April 2015 in Fulda mit Esther Bejarano und Microphone Mafia, hrsg. von der Initiative Fulda stellt sich quer gegen Rassismus
Initiativen
Ethecon, Stiftung Ethik und Ökonomie, 2004 gegründet, übt Konzernkritik z.B. an Volkswagen, Rheinmetall, Deutsche Bank, insbesondere auch Kritik der Aufrüstung, engagiert sich für einen grundsätzlichen Wandel in Richtung einer solidarische Gesellschaft
Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V, Sitz in Berlin, 2010 gegründet, kritisiert Privatisierung öffentlichen Eigentums, engagiert sich für den Erhalt und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, www.gemeingut.org
Kinder des Widerstands, VVN-BdA, DGB…: www.kinder-des-widerstandes.de (Website wird aktuell überarbeitet, 6.5.2021)
Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V., Frankfurt/M., seit 1967 bestehende Initiative, mit Bibliothek und Archiv, Zeitschrift „Informationen“, Ausstellungen, Pädagogische Angebote, Praktika, die letzten Ausstellungen zu Frauen und zu jungen Menschen im Widerstand, www.widerstand-1933-1945.de
Zweitzeugen e.V., Vereinssitz Essen, Geschäftsführung Sarah Hüttenberend, Ruth-Anne Damm, Nina Taubenreuther, motiviert und begleitet junge Menschen, die mit Shoa-Überlebenden sprechen, sich deren Geschichte aneignen, um weiter Zeugnis ablegen zu können
8. Mai als gesetzlicher Feiertag, Petition und Initiative von Esther Bejarano am 26. Januar 2020 gestartet, derzeit knapp 130.000 Unterschriften, auf der Seiter der Petition auch ein fünfminütiger Film mit Esther Bejarano, ihr Zwischenruf in den Tagesthemen vom 27. Januar 2021, vgl. https://www.change.org/p/8-mai-zum-feiertag-machen-was-76-jahre-nach-befreiung-vom-faschismus-getan-werden-muss-tagderbefreiung-bkagvat-bundesrat, https://www.ardmediathek.de/tagesschau24/video/tagesthemen/tagesthemen/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RhZ2VzdGhlbWVuL2Y1ZTgwMTA0LTJiNTEtNDg1ZS1iZDMzLWEzN2U1YzBmNTgwNw/
Dienstag, 14. Januar 2020 | 16:30 Uhr (s.t.) | Raum: AR-NA 016 (Neuer Senatssaal)
Mit der Einführung seiner ganz und gar nicht perfekten Serienheld*innen revolutionierte der Marvel-Comics-Verlag in den 1960er Jahren das komplette Genre der Superheldencomics. Aus dem monatlichen Zusammenspiel von Editorials und Leserbriefspalten entstand ein intensiv geführter Diskurs, der weit über die Serien selbst hinausreichte. Dieser Diskurs produzierte eine „Welt des Marveltums“, in der Leser*innen zu Marvelmaniacs und Produzent*innen zu Quasi-Superheld*innen wurden. Marvel verstand es dabei wie kein zweiter Verlag, kommerzielle Erfolge durch ein ausgeprägtes Partizipationsversprechen an die Fans zu erzielen. In diesem Rahmen wurde der Kauf von Marvel-Heften und Merchandise-Produkten zwar offen als Massenkonsum diskutiert, gleichzeitig aber als eine Form des hip consumerism zelebriert, die Fans aus ihrer passiven Rolle als Konsument*innen befreien und in den Status involvierter Akteur*innen versetzen sollte. Diese Transformation prägt bis heute das Verhältnis von kulturindustrieller Produktion und populärer Rezeption.
Der Siegener Literatur- und Kulturwissenschaftler Daniel Stein beleuchtet in seinem Vortrag am Beispiel von Marvels hip consumerism das Spannungsverhältnis von Konsum und Partizipation in der Popkultur.
Dieser Vortrag findet im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „The Secret Life of Economics in Pop“ statt.
Mittwoch, 6. November 2019 | 19:00 Uhr | Raum: AR-A 1011
Soziale Bewegungen wie Fridays for Future oder Extinction Rebellion haben im Kontext der Diskussion um den Klimawandel die Frage nach einem guten und richtigen Leben für alle lautstark und provokativ neu aufgeworfen. Der politische Philosoph Michael Hirsch geht mit Adorno über Adorno hinaus und beantwortet diese Frage positiv: Ja, es gibt ein richtiges Leben im Falschen - in Gestalt einer bestimmten Negation der unübersehbaren zeitgenössischen Rückschritte auf sozialem, ökonomischem, politischem und kulturellem Gebiet. Hirsch rückt hierbei insbesondere die Intellektuellen und Wissensarbeiter*innen in den Fokus, die ein Modell für eine progressive Lebensweise bieten könnten.
Wie soll es aber angesichts von Widrigkeiten wie Produktionsstress und Konkurrenzdruck überhaupt möglich sein, weder zynisch noch heuchlerisch zu werden und weder an der Macht der anderen noch an der eigenen Ohnmacht zu verzweifeln? Welche Organisations- und Wirkungsmöglichkeiten haben Wissensarbeiter*innen in der Wissenschaft, in Verwaltungen, in der Industrie und andernorts, um an der Formulierung eines emanzipatorischen kollektiven Willens mitzuwirken? Wie soll man angesichts seines häufigen historischen Scheiterns noch an den politischen Fortschritt glauben? Und welche Vermittlungsebenen bestehen zwischen einem ethisch-richtigen Leben im „Kleinen“ und einer politischen Umarbeitung der Gesellschaftsordnung im „Großen“?
Michael Hirsch stellt seine Ideen zu diesen Herausforderungen zur Diskussion.
Dr. Michael Hirsch lehrt als Privatdozent Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen. Er lebt als freier Autor in München. Sein neuestes Buch „Richtig Falsch - Es gibt ein richtiges Leben im Falschen“ ist 2019 im Hamburger Textem-Verlag erschienen.
Donnerstag, 17. Oktober 2019 | 18:30 Uhr | Raum: Gelber Hörsaal (AR-D 5105)
Auf die Finanzkrise von 2007/08 reagierte Hollywood mit diversen mehr oder weniger kapitalismuskritischen Filmen. Dabei ging es einigen Werken wie „Margin Call – Der große Crash“ oder „The Big Short“ auch darum, Prozesse aus der Finanzwelt auf der Leinwand transparent und verständlich zu machen, quasi einen cineastischen Wirtschaftsunterricht mit den Mitteln des Unterhaltungskinos abzuhalten.
Doch nicht allen Filmen ist an Aufklärung gelegen: Das Bild vom gierigen beziehungsweise unmoralischen Spekulanten oder Banker hat in Hollywood eine lange Tradition, die im Zuge der Krise – beispielsweise in Oliver Stones zweiten Teil von „Wall Street“ – wiederbelebt wurde. Das aber ist nicht der einzige Grund für eine oft vereinfachte Kapitalismuskritik im Mainstreamfilm, denn zu fragen ist, ob es überhaupt möglich ist, mit einer konventionellen, mit Protagonisten und Antagonisten arbeitenden Erzählweise der Komplexität der Börse gerecht zu werden?
In seinem Vortrag „Das Kino im Börsenrausch. Spekulation und Narration im Hollywoodfilm“ wird der YouTuber, Filmkritiker und Literaturwissenschaftler Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“, die narrativen Strukturen bekannter Finanzweltfilme analysieren.
Dieser Vortrag findet im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „The Secret Life of Economics in Pop“ statt.
Die Marxismusforschung hat sich bislang erstaunlich wenig für die Entstehungszusammenhänge dieser so wirkmächtigen Ideenbewegung interessiert. Drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges ist es an der Zeit, endlich neue Perspektiven auf die Ursprünge und Verbreitungsgeschichte der Ideen von Karl Marx zu werfen – nicht zuletzt um eine Antwort auf die Frage zu finden, wie und warum aus Marx der Marxismus entstehen konnte. Der Vortrag spürt den Anfängen dieser politischen Weltanschauung nach, in dem er die individuellen Lebensläufe und das sozialpolitische Engagement einer Handvoll Intellektueller untersucht, die man als die europäische Gründergeneration des Marxismus bezeichnen kann: die zwischen 1845 und 1870 in Deutschland, Österreich-Ungarn, Frankreich und im Zarenreich geborenen Karl Kautsky, Eduard Bernstein, Rosa Luxemburg, Victor Adler, Jean Jaurès, Jules Guesde, Georgi W. Plechanow, Wladimir I. Lenin und Peter B. Struve. Besonderes Augenmerk liegt auf der Biografie Rosa Luxemburgs, die in dieser Gruppe als zugleich typisch und einzigartig hervorsticht.
Dr. Christina Morina studierte Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland und wurde 2007 mit einer Arbeit über den Russlandfeldzug in der deutsch-deutschen Erinnerungskultur promoviert. Sie lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist seit 2015 DAAD Visiting Assistant Professor am Duitsland Institut der Universität Amsterdam. 2017 habilitierte sich an der Universität Jena mit einer Arbeit über die Ursprünge des Marxismus. Derzeit arbeitet sei an einer Monografie zur Politischen Kulturgeschichte Deutschlands seit 1980.
Publikationen: Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr das Nationalismus (Berlin: Ullstein, 2019, mit Norbert Frei, Franka Maubach und Maik Tändler). Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte (München: Siedler, 2017). Probing the Limits of Categorization. The Bystander in Holocaust History (mit K. Thijs), New York: Berghahn Books, 2018). Das 20. Jahrhundert erzählen: Zeiterfahrung und Zeiterforschung im geteilten Deutschland (mit Franka Maubach, Göttingen: Wallstein, 2016). Legacies of Stalingrad: Remembering the Eastern Front in Germany since 1945 (Cambridge: Cambridge University Press, 2011; Paperback 2013).
Kapitalismus im Kino – Film als Medium der Organisations- und Managementkritik und was eine kritische Organisationsforschung daraus lernen kann
Filme und Serien als Medien der Populärkultur sind eine bedeutsame Instanz der Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse im Allgemeinen und von Arbeits- und Organisationsverhältnissen im Besonderen. Viele Artikulationen und Ausdrucksformen der Populärkultur, ob in der Musik, im Film, Tanz, Theater oder der Literatur, sind dabei immanent kritisch und weisen eine Nähe zu vielen Themen kritischer Management- und Organisationsforschung auf. Die ikonisch gewordene Kritik an der „großen Maschinerie“ in ‚Modern Times‘, die Darstellung von Skrupellosigkeit, Gier und Machtstreben in ‚Wall Street‘ oder die subtile Dekonstruktion des Büroalltags in ‚The Office‘ stehen hierfür nur exemplarisch. Gleichwohl begegnet Wissenschaft der Populärkultur als auch populärkultureller Kritik vielfach mit Ignoranz, Skepsis oder einer abwertenden Geste. Der Vortrag plädiert dafür, Film als Medium der Kritik für eine kritische Management- und Organisationsforschung fruchtbar zu machen und thematisiert dabei sowohl die Bedeutung des Mediums Film als auch ausgewählte Artikulationsformen von Kritik. Anhand einzelner Filmausschnitte und -szenen sollen anschließend diese Artikulationsformen verdeutlicht und diskutiert werden. Die Diskussion soll auch dazu anregen, nach weiteren kritischen Modellen zu fahnden und zu einer weiteren Erkundung des ‚Kapitalismus im Kino‘ einzuladen.
Dr. habil. Ronald Hartz lehrt und forscht an der University of Leicester in Großbritannien. Zu seinen aktuellen Forschungsinteressen zählen kritische und emanzipatorische Perspektiven auf Management und Organisation, die Bedeutung von Diskurs, Kommunikation und Ästhetik für Organisationen sowie die gesellschaftstheoretische Reflexion von Organisation.
Aktuelle Veröffentlichungen: Post-Growth Organizations. Special Issue der Zeitschrift Management Revue (zusammen mit Matthias Rätzer und Ingo Winkler); Ästhetik und Organisation. Wiesbaden: Springer VS (zusammen mit Werner Nienhüser und Matthias Rätzer); Postmoderne und Poststrukturalismus in der Organisationsforschung (in Apelt u.a.: Handbuch Organisationssoziologie).
Essen ist eine tägliche Notwendigkeit für die Ernährung des menschlichen Körpers. Zugleich ist Essen eine sozioökologische Praxis, deren Ausübung zutiefst von vergeschlechtlichten, ökonomischen Annahmen und Strukturen geprägt ist. Der Vortrag wird die vielfältigen Facetten von Ernährung und Essen aus einer feministischen Perspektive beleuchten - von der landwirtschaftlichen Produktion bis zum Endverbrauch als Mahlzeit. Eine zentrale Rolle wird dabei das Konzept von Care bzw. Sorge spielen, welches eine andere - nachhaltigere - Perspektive auf ökonomische Strukturen ermöglicht.
Suse Brettin ist Mitarbeiterin am Fachgebiet Gender und Globalisierung der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort forscht sie zu den Potentialen der Nahrungsmittelversorgung zur Förderung nachhaltiger Ernährungspraktiken. Sie beschäftigt sich darüber hinaus mit einer feministischen Perspektive auf gesellschaftliche Naturverhältnisse, insbesondere im Kontext Ernährung und interessiert sich für Fragen rund um (Re)Produktivität und Sorgearbeit.
Die Vortragsreihe "Macht und Gewalt" wendete sich fakultätsübergreifend an alle Studierenden, die sich für die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen strukturellen Ungleichheiten und systemische Benachteiligung interessieren. Sie hat einen interdisziplinären Blick auf Mechanismen geworfen, in welchen intersektional Ungleichheiten sichtbar werden - aus ökonomischer, medienwissenschaftlicher, historischer, pädagogischer, soziologischer und nicht zuletzt politischer Perspektive. Die verschiedenen Vorträge hatten die Zielsetzung, die Reflexion gewohnter, heteronormativer Wahrnehmungs- und Handlungsmuster anzuregen und ihre Entstehung und Validität zu beleuchten.
Die Veranstaltungsreihe wurde von der studentischen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Siegen, dem Gleichstellungsbüro Siegen, dem AStA der Universität Siegen, Queer-at-uni Siegen, Gestu_S und uns organisiert.
Aristokraten, Prekarier & Kapitalisten — Das Wirtschaftsleben der Vampire in der Popkultur
Der Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „The Secret Life of Economics in Pop“ widmet sich den Begegnungen von Vampirismus und Kapitalismus in Literatur, Film und Fernsehen. Vampire leben in den (pop-)kulturellen Träumen und Albträumen des Kapitalismus. Umgekehrt sind dem Kapitalismus mehr als einmal vampirhafte Züge bescheinigt worden. Der Vortrag stellt einige Wegmarken dieser Begegnungsgeschichte vor: Marx‘ metaphorische Rede vom „vampyrmäßigen“ Charakter des Kapitals, die in Literatur und Horrorfilmen verewigten vampirischen Feudalherren der Familie von Karnstein, Bram Stokers Schilderung des Grafen Dracula als Akteur auf dem Londoner Immobilienmarkt, den Vampir als postmodernen Unternehmer in Blade oder als prekären Dienstleister in Buffy und Angel. Auf diese Weise soll der Beantwortung der Frage nähergekommen werden, wie Vampire eigentlich ihren Lebensunterhalt verdienen und was sich daraus für eine Theorie und Geschichte des Kapitalismus lernen lässt.
Prof. Dr. Timo Luks vertritt gegenwärtig die Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der LMU München. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Oldenburg, Chemnitz und zuletzt Gießen tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der Industrie- und Arbeitsgesellschaft, Kapitalismustheorie, Polizeigeschichte – und der Horror (in) der Popkultur.
Zum Konzept Klasse und zum Problem der intergenerationalen Vererbung ungleicher Chancen: Classroommanagement, ganz praktisch besehen.
Das Konzept Klasse dürfte zum weltweit prominentesten Theoriebestand der Soziologie gehören. Zugleich wird es als praktisches Arbeitsinstrument kaum genutzt und prangt, weil irgendwie mit Kohlestaub und archaischer Muskelprotzerei verbunden, als Begriff nur in Titeln eher wenig beachteter Bücher.
Der Vortrag fragt: Was kann das Konzept heute noch, wie ist es in den letzten Jahrzehnten diskutiert worden? Gibt es noch die big classes? Oder sollten wir uns als Anhänger*innen einer ungleichheitssensiblen Sozialstrukturforschung doch lieber das pluraler angelegte Konzept der Klassenmilieus zu eigen machen? Und wie überhaupt funktioniert das tägliche „Classroommanagement“? Dadurch, dass das nicht Genehme exkludiert wird. Klassen passen. Oder eben nicht…
Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Zentrum für politische und soziologische Bildung im Seminar für Sozialwissenschaften ausgerichtet.
Der Kampf um die herrschende Gesellschaftsordnung ist zugleich ein Kampf um die herrschende Lebensweise. Die moderne, fortschrittliche Linke hat unter der Flagge der Demokratisierung der Gesellschaft immer um beides gekämpft: Eine gerechte Gesellschaft und ein gutes Leben für alle. Es ist heute – 100 Jahre nach Gründung der ersten deutschen Republik, mit der Einführung des Wahlrechts für alle Frauen und Männer, des 8-Stunden-Arbeitstages und des Sozialstaats – an der Zeit, energisch an dieses emanzipatorische Projekt anzuknüpfen und ein neues Kapitel in der Geschichte der demokratischen Freiheit aufzuschlagen.
Dr. Michael Hirsch ist Politikwissenschaftler und Philosoph. Er lehrt als Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen und arbeitet als freier Autor. Sein neues Buch „D – Denken: Es gibt ein richtiges Leben im falschen – Philosophische Aphorismen“ wird Anfang 2019 im Textem Verlag erscheinen. Zuletzt publizierte er im Jahr 2016 das Buch „Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft – Eine politische Philosophie der Arbeit“.
Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.
Angesichts der dramatischen Rechtsverschiebung im politischen Diskurs, rassistischer Ausgrenzung, weltweiter sozialer Ungleichheit und der globalen Klimakrise stellt sich die dringende Frage, welche Strategien und Ansätze für gegenhegemoniale, emanzipatorische Bewegungen sinnvoll sind. Neben der Klärung der empirischen Grundlagen zielte der Vortrag darauf ab, konkrete Kampagnen aus den Bereichen Antirassismus, Kritik des europäischen Grenzregimes, Klimagerechtigkeit und transnationaler Solidarität vorzustellen. Es wurden unter anderem Erfahrungen aus den Zusammenhängen des Netzwerks Afrique Europe Interact und der Klimabewegungen, wie Ende Gelände oder System Change, not Climate Change!, diskutiert.
Der Vortrag half dabei, unter anderem folgende Fragen zu erörtern:
Wie kann die nationalistische Diskurshegemonie durchbrochen werden? Welche Alternativen zum fossilistischen Kapitalismus und zur „Imperialen Lebensweise“ gibt es? Welche Kombination aus aktivistischen und wissenschaftlichen Praxen braucht es? Mittels welcher Medien, Publikationen, öffentlicher Interventionen und anderer Kommunikationskanäle können wir emanzipatorische Inhalte verbreiten, Druck aufbauen und Alternativen erarbeiten?
Dr. Alexander Behr ist Politikwissenschaftler, Übersetzer, Journalist und Dozent. Außerdem ist er Aktivist im Netzwerk Afrique Europe Interact und im Europäischen BürgerInnen Forum. Er gestaltet regelmäßig Radiobeiträge für Ö1 (Journal Panorama, Europajournal), schreibt für ORF.at und arbeitet schwerpunktmäßig zu Themen wie „Imperiale Lebensweise“, „Nord-Süd-Verhältnisse“, „Flucht und Migration“ sowie „Rechte von migrantischen Landarbeiter*innen in der industriellen Landwirtschaft“. Zuletzt erschienen: „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ (Emmanuel Mbolela, Übersetzung und Herausgabe auf deutsch, Mandelbaum-Verlag).
Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.
Am 10. Oktober 2018 fand ein Podiumsgespräch zwischen Prof. Dr. Niko Paech (Fakultät III) und Prof. Dr. Christoph Strünck (Fakultät I) zum Thema „Nachhaltigkeit als Lösung – Wirtschaft mit oder ohne Wachstum?“ statt.
Die Auswirkungen, die eine Politik des „Mehr“ und eine Wirtschaft, die auf grenzenloses Wachstum ausgerichtet ist, auf Mensch und Umwelt haben, stehen zunehmend in der Kritik. Häufig wird Nachhaltigkeit als Stichwort für die Lösung aller Probleme genannt. Doch ist Nachhaltigkeit mit Wirtschaftswachstum zu vereinbaren und wie kann Nachhaltigkeit umgesetzt werden?
Niko Paech ist Ökonom mit den Schwerpunkten Postwachstumsökonomik, Umweltökonomik sowie Nachhaltigkeitsforschung und lehrt seit 2016 an der Universität Siegen im Studiengang „Plurale Ökonomik“. Christoph Strünck ist Professor der Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpolitik und Experte für Verbraucherfragen.
Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.
Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit Dr. Michael Hirsch, kamen wir am 19. Mai 2018 erneut zusammen, um uns nun einen ganzen Tag mit Karl Marx auseinanderzusetzen. Folgendes Programm bildete den Rahmen der Konferenz:
09:30 – 10:00 Begrüßung
10:00 – 11:30 Vortrag von Dr. Judith Dellheim
12:00 – 13:00 Mittagspause
13:00 – 14:30 Vortrag von Ralf Krämer
15:00 – 17:00 Workshops
17:00 – 18:00 Gemeinsame Abschlussdiskussion
ab 18:00 Abendessen und Ausklang bei Getränken und Arbeiter*innenlieder
Dr. Judith Dellheim ist Ökonomin und Referentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Solidarische Ökonomie, Mitwirkung in den Gesprächskreisen Parteien und Bewegungen sowie Wirtschaftspolitik. Ihre Mitgliedschaften weiten sich aus auf den Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der GEW und der Partei DIE LINKE, deren Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftspolitik von Judith Dellheim als Sprecherin vertreten wird. Im Rahmen unseres Kongresses anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx hat Judith Dellheim zum Thema „Marx, Intersectionality, ‚Futter‘ für sozialistische Strategie-Arbeit“ vorgetragen.
Ralf Krämer ist Gewerkschaftssekretär im Bundesvorstand der ver.di im Bereich Wirtschaftspolitik und veröffentlicht regelmäßig Artikel, unter anderem zu Themen wie Kapitalismusanalyse, Sozialpolitik oder Industrie 4.0. Seit 2016 ist er Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE und hält regelmäßig Vorträge. Im Rahmen unserer Geburtstagskonferenz hat er zum Thema „Arbeit, Wertschöpfung und Mehrwertaneignung im digitalen Kapitalismus“ referiert.
Im Anschluss an die Vorträge fanden zwei Workshops statt, die sich einerseits mit den Grundbegriffen der Marx’schen Kapitalismusanalyse und der Aufgabe von Gewerkschaften, andererseits mit der Revolution aus mindestens zwei Perspektiven beschäftigten. Die Textgrundlagen der Workshops sowie jeweils ein aktueller Aufsatz der Vortragenden (und viel mehr) finden sich in dem Reader wieder, der den Teilnehmer*innen kostenlos ausgehändigt wurde. Über den ganzen Tag hinweg gab es die Möglichkeit, Literatur zu Marx und zum Marxismus im weitesten Sinne von der Bücherkiste zu erwerben. Gemeinsam ließen wir den Tag bei Getränken, Musik und weiteren Diskussionen ausklingen.
Ein gemeinsames Projekt der studentischen Initiative IkÖS, dem autonomen Referat Kultkaff und dem AStA der Universität Siegen.
Danke an alle an der Organisation beteiligten und insbesondere an die Referent*innen sowie die Workshopleitung!
Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.
Auftaktveranstaltung der Reihe „Alles Gut(e), Karl Marx?!“ mit Dr. phil. habil. Michael Hirsch, Philosoph und Politikwissenschaftler (Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen).
Am 3. Mai 2018 besuchte uns Michael Hirsch anlässlich des Geburtstags von Karl Marx, der sich zwei Tage später zum 200. Mal jährte. Grund genug also, sich vor Augen zu führen, dass dieser vermeintlich veraltete Philosoph und Ökonom uns nach wie vor Einiges mitzuteilen hat. Ganz im Sinne der „freien Entwicklung eines Jeden“ referierte Michael Hirsch anhand von zehn eigenen Thesen zur Aktualität von Karl Marx.
Anschließend wurde der Film „Der junge Karl Marx“ gezeigt. „Der junge Karl Marx“ ist ein Historienfilm des Regisseurs Raoul Peck aus dem Jahr 2017. Der Film beleuchtet Karl Marx’ prägende Lebenszeit zwischen 1843 und 1848.
Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.