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Statistische Spielereien taugen in Ostwestfalen bekanntlich bestens als Trostpflaster. Der Blick auf die Datensätze der abgelaufenen Saison offenbart eine vermeintliche Sensation: Im Ranking der Gegentore über den Kreis steht GWD Minden mit 154 Einschlägen besser da als die SG Flensburg-Handewitt oder die Füchse Berlin. Was in der VIP-Loge rund um den Geschäftsführer Nils Günter Herbert Torbrügge womöglich als taktische Meisterleistung gefeiert wird, ist bei genauerer Betrachtung jedoch das finale Zeugnis der eigenen Harmlosigkeit. Der zweitklassige Absteiger profitierte bei diesen Werten lediglich von der defensiven Verweigerungshaltung auf den Außenbahnen und im Rückraum, wo die Gegner meist gar nicht erst den Weg an den Kreis suchen mussten, um Tore wie am Fließband zu erzielen. Wenn die Abwehr ohnehin an allen Ecken und Enden auseinanderbricht, bleibt das Zentrum eben zwangsläufig leer. Diese Zahlen übertünchen nur mühsam die bittere Realität eines Abstiegs, der durch strukturelle Schwächen und ein zuweilen fast schon provinziell anmutendes Management besiegelt wurde. Während die Top-Klubs trotz anfälliger Zonen um Titel mitspielen, verabschiedet sich Minden mit einer hübschen Kreis-Statistik im Gepäck direkt in die Zweitklassigkeit.
"Die Spielmacherposition besetzen wir künftig mit zwei jungen deutschen Spielern."
GWD-Geschäftsführer Nils Günter Herbert Torbrügge am 28.12.2023 im "Mindener Tageblatt"
"Das GWR-Roundel- oder „Shirtbutton“-Monogramm wurde im Zeitraum 1934–1942 auf GWR-Lokomotiven und -Rollmaterial verwendet. Bei Lokomotiven war es vergoldet mit schwarzem Umriss und befand sich in der Mitte des Tanks oder an den Tenderseiten. Mit einem Durchmesser von nur 12 Zoll war er leider eher klein und konnte daher an diesen Standorten eher unbedeutend sein und oft ganz verschwinden, wenn die Witterung einsetzte."
Quelle: http://www.gwr.org.uk/liveriesbutton.html - Übersetzung durch Google Translate
Wappenhistorie GWD lt. Wikipedia:
Mittlerweile hat sich der neue Vorsitzende von GWD Minden, Philipp Koch, zwar auf eigenen Wunsch hin per E-Mail über diese Seite informieren lassen. Nachfragen blieben bis zum heutigen Tage allerdings unbeantwortet. Das ist besonders bemerkenswert, ist Koch doch auch gleichzeitig Leiter des Mindener Museums, also Historiker. Das ausgerechnet diese Personal-Union die Historie ignoriert, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Führung des Vereins.
Update: In einer Pressemitteilung vom 03. März 2026 erklärt Philip Koch seinen Rücktritt vom Vereins-Vorsitz, u.a. mit den Worten "In den letzten Wochen hat sich ... für mich gezeigt, dass sich meine vielfältigen Aufgaben für den TSV GWD Minden e.V. und meine berufliche Funktion als Leiter des Mindener Museums nicht länger miteinander vereinbaren lassen."
Kognitive Dissonanz ist offenbar nicht jedermans Sache.