Das Wandthermostat BHT-002 GBLP gibt es bei Amazon oder Ebay für 35 bis 45 Euro. Der Hersteller ist nicht herauszubekommen, das Gerät wird unter den Marken Beca, Hotowell, Moes, Qiumi oder anderen geführt. Wir kauften die Version für Elektroheizungen bis 16 Ampere, der zusätzlich ein Temperatursensor für den Boden beiliegt. Thermostate der BHT-002-Serie gibt es in unterschiedlichen Variationen für Wasserboiler und andere Verbraucher.
Das Gerät lässt sich in einer gewöhnlichen Unterputzdose befestigen, als Heizelement nutzt man elektrische Schlaufenheizungen unter dem Fliesenspiegel oder die recht beliebten IR-Heizfolien, die man schwimmend unter Parkett-, Laminat- oder Vinylboden verlegt. Derartige Folien in unterschiedlichen Leistungsstufen pro Quadratmeter bekommt man mit vorkonfektionierten Anschlüssen im Netz und kann sie direkt am Thermostat anschließen. Die maximale Leistung darf dabei 3800 Watt nicht überschreiten.
Das BHT-002 GBLP wirkt überraschend hochwertig. In einem festen Rahmen aus weißem oder schwarzem Kunststoff ist ein aus den meisten Winkeln gut ablesbares Monochrom-LCD verbaut. Es zeigt die am Thermostat gemessene Temperatur oder die Solltemperatur an und gibt Auskunft über den aktuellen Betriebszustand. Über fünf Touch-Felder am unteren Rand lassen sich Einstellungen vornehmen – noch bequemer geht es per App.
Im Handzettel zum Thermostat wird für die Installation im Smart Home auf die für iOS und Android verfügbare App My SmartThermostat verwiesen. Diese scheint nur eine Kopie der Tuya Smart-Live-App zu sein, über die man zusätzlich einen Reigen anderer Smart-Home-Komponenten einbinden kann. Der Anlernprozess hakt im ersten Anlauf: Erst bei der Einrichtungsvariante, in der das Thermostat temporär als WLAN-Access-Point fungiert, klappt alles. Das Thermostat ist danach im WLAN des Routers angemeldet und lässt sich über die Smart-Live-App problemlos steuern.
Im Thermostat kann man feste Betriebszeiten hinterlegen. Das Gerät unterscheidet dabei zwischen Werk-, Sams- und Sonntagen, die sich jeweils in drei Tagesphasen unterteilen lassen. So kann man den Boden unter der Woche schon um 6 Uhr auf Temperatur bringen, während man am Sonntag erst ab 11 Uhr warme Füße bekommt. Einige Basiseinstellungen sind nur am Gerät selbst möglich, zum Beispiel die Abschaltschwelle durch die am Fußbodensensor gemessene Temperatur oder der Schwellenwert für die Frostwächterfunktion.
Will man den Thermostat ins Smart Home integrieren, geht das mit der Tuya-App. Mit ihr lassen sich beispielsweise Automationsregeln erstellen, die das Einschalten der Heizung bei sonnigem Wetter verhindern oder nur dann, wenn das Smartphone sich innerhalb eines vorher gesetzten Geofencing-Bereiches befindet. Über den chinesischen Cloud-Service lässt sich das Thermostat mit IFTTT, Alexa und Google Home verknüpfen und so noch tiefer ins Smart Home einbinden. Eine Steuerung der Temperatur auf Zuruf ist uns im Test nur über Googles Sprachdienst gelungen, über Alexa ließ sich die Heizung per Sprache lediglich ein- oder ausschalten.
Schon ohne die WLAN-Funktion bekommt man mit dem BHT-002 GBLP ein schickes wie funktionales Thermostat. Mit der Cloud-Anbindung lässt es sich zudem gut in den smarten Alltag integrieren. (sha@ct.de)
BHT-002 GBLP
WLAN-Wandthermostat
Hersteller
Beca, Hotowell, Moes, Qiumi und andere
Lieferumfang
Thermostat, Bodensensor
Last maximal
16 Ampere, 3800 Watt
Standby
1,2 Watt
Preis
40 €