Die KKW Tihange 2 und Doel 3 sind als "Schrottreaktoren" in den Medien verschrien. Grund sind die bei einer Routineüberprüfung festgestellten "Risse" im Druckbehälter. Diese Feststellung beruhte auf einem neuen Ultraschall-Testverfahren welches die Wasserstoffeinschlüsse im Stahl sichtbar machte. Dabei handelt es sich um ein strukturelles Problem im Stahl welches bei Schmieden der Bauteile entstanden ist. Das sind keine "Risse" im Sinne von spröden Autoreifen sondern Wasserstoffeinschlüsse im Gefüge des Stahls. Das muss keine Beeinträchtigung der Betriebssicherheit bedeuten, wenn die Struktur des Stahls sich im Betrieb nicht weiter verschlechtert. Um das heraus zu finden wurde eine Expertenkommission berufen die den Zustand der Druckbehälter beurteilen sollte. Der Bericht ist beigefügt und hat weitgehend Entwarnung gegeben. Auf Basis dieses Berichts wurde die Erlaubnis zum Weiterbetrieb der Reaktoren durch die Belgische Aufsichtsbehörde erteilt.