Abgesehen von Harry Potter das magischste Buch, das ich kenne.
Beginn des Buches
Zunächst einmal werden die Hauptcharaktere, Meggie und Mo Folchart, gut beschrieben. Es fängt ziemlich gemütlich an und es dauert fast bis zur Mitte an, bis das eigentliche Hauptthema angesprochen wird (Ich gehe jedoch davon aus, dass die Meisten vor dem Lesen einen Blick auf den Klappentext geworfen haben sollten). Das macht das buch aber keinesfalls schlecht, - denn spannend wird es schon deutlich vorher.
Einstieg in die Geschichte
Ich war einfach nur beeindruckt, als es richtig mit der Story losging. Die Geschichte hat mich schon mit der Vorstellung der Charaktere tief in ihren Bann gezogen, dass ich dachte: "Oha, das kann wirklich etwas werden!" Und es wurde etwas. Denn einfach alles, sowohl das plötzliche Auftauchen von Staubfinger, als auch der Überfall bei Elenor hatten es in sich. Ständig fragt man sich als Leser, was genau da eigentlich los ist, und auch die spätere Auflösung dieser Frage ist alles andere als enttäuschend.
Schreibstil
Auch mit diesem Punkt geht der Flow der positiven Berichte über dieses Buch weiter. Der außergewöhnliche Schreibstil lässt die Szenen noch lebendiger wirken, als sie durch die Handlung ohnehin schon sind. Und sehr lebendig wirkende Buchszenen passen auch sehr zur Story dieses Buches (kleiner anteaser).
Charaktere
Was auch immer Cornelia Funke zu sich genommen hat, als sie diese Charaktere erfunden hat, ich will es auch haben. Es ist wirklich überraschend, wie genau die Charaktere hier in ihren Element bleiben. Es wirkt fast so, als hätte Cornelia Funke sich nicht nur ein paar Notizen zu jeder Figur gemacht, sondern über jede/m gleich ein ganzes Buch geschrieben und alles in Tintenherz zusammentreffen lassen (noch ein kleiner anteaser).
Storyline
Am Anfang funktioniert in diesem Buch noch einfach alles. Die Chemie zwischen den Personen stimmt, die Story ist spannend und ziemlich stimmungsvoll. Doch irgendwann passieren viele Dinge, die man meiner Ansicht nach gut hätte weglassen können. Zum Beispiel wiederholen sich manche Ereignisse ständig. Ein Beispiel: Statt dem Satz "Ausführlich erzählte Mo die ganze Geschichte" wird komplett geschrieben, wie Mo die ganze Geschichte erzählt. Ein oder zwei Mal kann das, denke ich, nicht schaden, aber auf Dauer wird es langweilig. Außerdem ist die zweite Gefangennahme ziemlich lasch umgesetzt und wirkt auf Zwang und so schnell wie möglich fertiggeschrieben. Im Grunde ist das aber jammern auf hohem Niveau, zumal es auch ziemlich schnell wieder besser wird. Das Ende ist richtig gut und episch gelungen. Meistens sage ich dann an dieser Stelle: "...und deswegen hätte man auch noch mehr dazu schreiben können", das würde dieses Buch jedoch zu sehr in die Länge ziehen. Es ist genau so aufgebaut, dass gerade nicht übertrieben und auf keinen Fall untertrieben wird.
Abschließende Bewertung
Damit bekommt Tintenherz insgesamt 88 / 100 Punkten und ist eines der besten Bücher, die ich kenne. Dringende Kaufempfehlung!