ELB Kol 1:1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder,
ELB Kol 1:2 den heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater!
Paulus wurde nicht Apostel, weil ein Mensch oder ein Engel dies wollte, sondern nur deshalb, weil Gott es so wollte. Kein Mensch hätte den damals eifrigsten Christenverfolger Paulus zum Gesandten Gottes für die Nationen berufen.
Diese Berufung Gottes zeigt einerseits die große Macht Gottes, selbst seine größten Gegner zu einem Werkzeug seines Wohlgefallens zu machen, und andererseits die unfassbare Größe seiner Gnade und Barmherzigkeit! Wären die Briefe des Apostels Paulus von einem der zwölf Jünger geschrieben worden, hätten sie nicht die gleiche Wirkung gehabt. Die Briefe des "Völkerapostels" sollten auch mit dem Bewusstsein gelesen und studiert werden, dass sie von dem vielleicht eifrigsten Christenverfolger geschrieben wurden.
Die Christen zu Kolossä waren nicht heilig und treu (wie man "gläubig" auch übersetzen könnte), weil sie so vorbildliche Menschen waren, sondern weil Gott sie dazu berufen und in Christus hineinversetzt hat. Dies tat er, indem er durch seinen Geist in den Gläubigen einen neuen inneren Menschen zeugte. Allein durch diese Tatsache dürfen wir "Glieder am Leibe Christi" sein.
Durch den Heiligen Geist in uns dürfen wir Heilige und Gläubige sein, d.h. solche, die für Gott abgesondert wurden, um aus dem Vertrauen zu ihm zu leben und Botschafter seiner Liebe zu sein.
Gedanken dazu: Siehe hier →
ELB Kol 1:3 Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten,
ELB Kol 1:4 da wir von eurem Glauben in Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt,
ELB Kol 1:5 wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr vorher [schon] gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums,
ELB Kol 1:6 das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt.
Paulus hatte eine große Dankbarkeit für die Geschwister, und das spiegelte sich auch in seinen Gebeten für die Kolosser wider. Ich glaube, dass uns oft noch gar nicht richtig bewusst ist, wie reich wir durch unsere Geschwister gemacht sind. Stattdessen neigen wir oft dazu, vor allem die Fehler und Schwächen der anderen zu sehen, was dazu führen kann, dass wir uns mehr über sie ärgern, anstatt dankbar zu sein. Paulus war jedoch überaus dankbar und erkannte die wichtige Wechselwirkung zwischen den Geschwistern, die zu einer gegenseitigen Erbauung führen kann. So schreibt er in Röm 1:11-12 zum Beispiel Folgendes:
Denn mich verlangt sehr, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu stärken, 12 das heißt aber, um bei euch mitgetröstet zu werden, ein jeder durch den Glauben, der in dem anderen ist, sowohl euren als meinen.
Paulus wurde durch den Glauben der Römer getröstet, während die Römer durch den Glauben des Paulus gestärkt wurden. Wir sind nicht nur aufeinander angewiesen, sondern bereichern uns auch gegenseitig durch die Gaben, die Gott jedem Einzelnen gegeben hat, und durch die Liebe aller Heiligen! Die beiden folgenden Stellen zeigen diese Wechselwirkung sowie die gegenseitige Abhängigkeit und Bereicherung:
„Täglich sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid, Brüder, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe“ (1Kor 15:31).
„… wie ihr uns zum Teil erkannt habt, dass wir euer Ruhm sind, so wie auch ihr der unsrige seid am Tag unseres Herrn Jesus“ (2Kor 1:14).
Die Korinther waren der Ruhm des Apostels Paulus, und Paulus sowie seine Mitarbeiter waren der Ruhm der Korinther! Die unterschiedlichen Gaben dienten dazu, die Heiligen für das Werk des Dienstes und für die Erbauung des Leibes Christi auszurüsten (Eph 4:12). Wie dankbar sind wir für unsere Glaubensgeschwister? Sind wir auch dankbar für diejenigen, die ihren Glauben anders leben als wir und die in Gemeinden sind, in denen wir uns nicht wirklich wohlfühlen?
Der Grund für den Dank war der Glaube an Christus und die Liebe zu allen Heiligen, wie Paulus in Vers 4 schreibt. Dieser Glaube, oder die treue Vertrauensbeziehung, ist in Christus verankert. Ohne Gott, der Mensch wurde, die Sünde der Welt auf sich nahm und uns sein göttliches Leben schenkte, wäre eine vertrauensvolle Beziehung zum heiligen und allmächtigen Gott nicht möglich! Ohne das universelle Heilswirken Gottes hätte der Glaube keine solide Grundlage; er würde lediglich auf irgendwelchen Gefühlen oder Überzeugungen beruhen, die aber letztlich unbeständig wären. Unser Glaube ist im göttlichen Leben verwurzelt!
Die Liebe zu allen Heiligen ist ein „heikles Thema“, weil viele Gemeinschaften und Kirchen den „Kreis der Heiligen“ entweder zu eng oder zu weit zieht. Wenn die katholische Kirche den „Kreis der Heiligen“ nur auf diejenigen beschränkt, die vom Papst heilig gesprochen wurden, dann hat sie verkannt, dass die Bibel eine andere Definition für Heilige hat. Nicht jeder, der offiziell von der Kirche heilig gesprochen ist, hatte auch eine tiefgehende Liebesbeziehung zu Jesus. Darüber hinaus gibt es viele andere Menschen, die von der katholischen Kirche nicht offiziell heiliggesprochen wurden, die aber dennoch als heilig gelten, weil sie ihr Leben Gott anvertraut haben. Die Gemeinde in Korinth war zeitweise ein chaotischer Haufen, sodass die „Kirche“ sie vermutlich nie als heilig anerkannt hätte. Doch in den Augen Gottes waren sie Heilige (1Kor 1:2), weil Gott sie geheiligt hat, nicht weil sie einen heiligen Lebensstil führten. Ein geheiligter Lebensstil war das Ziel, aber nicht die Voraussetzung.
Für mich sind alle diejenigen Geschwister, die eine vertrauensvolle Liebesbeziehung zu Jesus Christus haben, unabhängig davon, aus welcher Gemeinschaft oder Kirche sie stammen. Dass jede Gemeinschaft ihre Schwächen und Irrtümer hat, ist eine andere Frage. Wir sollten die Heiligen, beziehungsweise die an Christus Glaubenden, nicht auf einen bestimmten Wissensstand oder eine spezielle Organisation reduzieren.
Wir haben Geschwister in den unterschiedlichsten Kirchen, Gemeinschaften und Denominationen. Sie alle haben ihr Leben Jesus Christus anvertraut, und das allein ist der Maßstab. Ob das bei einem Menschen zutrifft, kann letztlich nur derjenige selbst sagen. Jeder kann nur sich selbst prüfen, ob er sein Leben von ganzem Herzen Jesus geschenkt hat.
Wenn ein Mensch in meiner Gemeinschaft oder Kirche noch keine vertrauensvolle Beziehung zu Jesus Christus hat, dann ist er (noch) kein Bruder. Die Zugehörigkeit zu einer Organisation ist niemals das Entscheidende! Genau das wollen uns Sekten glauben machen: „Nur wenn du in unserer Kirche oder Organisation bist, wirst du wirklich gerettet!“
Die Liebe zu allen Heiligen ist ein grundlegendes Merkmal geistlicher Christen.
In Vers 5 erklärt der Apostel, dass die Hoffnung, beziehungsweise die Erwartung, die wir haben, im Himmel aufbewahrt ist. Paulus schreibt dazu:
„Wegen der Hoffnung, die für euch im Himmel aufbewahrt ist. Von dieser habt ihr schon vorher im Wort der Wahrheit des Evangeliums gehört“.
Die Erwartung ist ein äußerst wertvolles Gut. Sie vermittelt uns eine Zukunftsperspektive und gibt uns ein Ziel, auf das wir hinarbeiten können. Die biblische Erwartung verleiht unserem Leben einen Sinn, indem sie uns zeigt, warum alles so geschieht, wie es geschieht. Alle Ereignisse und Prozesse in unserem Leben als Christen tragen dazu bei, dass wir immer mehr in das Bild von Jesus Christus verwandelt werden.
Durch den Glauben haben wir zudem die Erwartung, dass alle Dinge uns zum Guten gereichen, wenn wir Gott lieben (Röm 8:28). Die biblische Erwartung und Hoffnung ist auch deshalb so kostbar, weil sie ein sicherer Anker für unsere Seele ist (Hebr 6:19). Das Bild des Ankers ist sehr passend, denn Schiffe, die an einem Anker befestigt sind, werden zwar hin und her getrieben, doch im Gegensatz zu unbefestigten Schiffen haben sie eine Verbindung zum festen Grund. Jede Gesellschaft und jede Epoche hat ihren eigenen Mainstream, der uns in eine bestimmte Richtung treibt, die in den meisten Fällen nicht mit der göttlichen Schöpfungsordnung übereinstimmt. Je weiter sich unsere Gesellschaft von der göttlichen Schöpfungsordnung entfernt, desto mehr steuern wir auf ein Chaos zu, das auch schwerwiegende Folgen für unsere Seelen haben kann. Durch die Entfernung von der göttlichen Ordnung kommt es zudem zu einer Relativierung unserer Identität. Der Sinn des Lebens schwindet allmählich, was zu einer Hoffnungslosigkeit führen wird.
Plötzlich fragen sich die Menschen: „Woraus besteht unsere Hoffnung eigentlich? Was ist unser Ziel? Wo gibt es noch Hoffnung? Ist Gesundheit, Konsum und Genuss wirklich alles?“ Unser Leben steuert auf das Sterben zu, egal wie gut es uns in diesem Leben ergeht. Menschen, denen dies bewusst wird, fragen sich früher oder später: „Was bringt mir die Villa, das Luxusauto, die Yacht oder der Professorentitel, wenn ich auf meinem Sterbebett liege?“ Diese Frage sollte sich jeder Mensch stellen, bevor er auf dem Sterbebett liegt – am besten schon in jungen Jahren. So kann das eintreten, was in Ps 90:12 steht:
„So lehre uns, unsere Tage zu zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.“
Wenn Gott uns lehrt, unsere Tage aus der Perspektive der Ewigkeit bewusst zu gestalten, können wir weise werden und mit einer festen Erwartung leben.
Jede Hoffnung, die auf das Sichtbare und Materielle gerichtet ist, ist vergänglich. Aber die Erwartung des ewigen Lebens in der Gegenwart Gottes bleibt durch den Glauben bestehen, und diese Erwartung hat Gott für uns im Himmel aufbewahrt!
Wenn ich einen irdischen Vergleich anstellen würde, würde mir eine externe Datensicherung einfallen. Meine Daten sind auf meinem Computer gespeichert, und um sicherzustellen, dass sie nicht verloren gehen, wenn die Festplatte beschädigt wird, habe ich eine externe Festplatte, auf der ich sie zusätzlich speichere. So kann ich sie jederzeit wiederherstellen. Sollte jedoch meine Wohnung niederbrennen und sowohl mein Computer als auch meine externe Festplatte zerstört werden, hätte ich alle meine Daten verloren – es sei denn, ich hätte sie auch an einem anderen Ort, etwa in einer Cloud, gesichert.
Unsere Hoffnung wird jedoch nicht in einer Cloud oder Wolke aufbewahrt, sondern im Himmel. Dort ist sie viel sicherer geschützt als in einer Cloud!
Die feste Hoffnung entsteht jedoch nur durch das göttliche Wort der Wahrheit, das wir ausschließlich im Evangelium, also in der frohen Botschaft der Bibel, finden. Jegliche Hoffnung außerhalb des Wortes Gottes ist trügerisch, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich solche Hoffnungen in Luft auflösen.
Das ist einer der Gründe, warum das Evangelium so unschätzbar wertvoll ist: Es vermittelt uns eine untrügerische und dauerhafte Hoffnung. Danken wir unserem Gott bewusst dafür, dass Er uns eine so wunderbare Hoffnung geschenkt hat.
Warum wird das Evangelium als das Wort der Wahrheit bezeichnet? Können nicht auch andere Botschaften die Wahrheit enthalten? Sollte man nicht eher sagen, dass die Bibel, wie viele andere Bücher auch, nur einen Teil der Wahrheit enthält und nicht "die Wahrheit" ist?
Diese Fragen können aufrichtig gestellt werden, wenn man noch nicht erkannt hat, was oder wer die Wahrheit ist. Allerdings werden solche Fragen manchmal auch mit dem gleichen Misstrauen gestellt, das in 1Mo 3:1 sichtbar wird, wo die Schlange fragt:
"Hat Gott wirklich gesagt ...?"
Zuerst muss man klären, ob die Bibel tatsächlich das Wort Gottes ist. Auf diese Frage gibt es keine "wissenschaftlich" beweisbare Antwort. Jeder muss sie für sich selbst beantworten, indem er die Bibel, insbesondere die vier Evangelien, unvoreingenommen liest und sich fragt, ob dies wirklich nur menschliche Worte sein können.
Es gibt zahlreiche deutliche Hinweise darauf, dass die Bibel das Wort Gottes ist:
Die Bibel enthält jahrtausendealte Prophezeiungen, die nachweislich erfüllt wurden.
Kein anderes Buch konnte das Leben eines Menschen so detailliert vorhersehen wie das Alte Testament das Leben von Jesus Christus.
Keine andere Botschaft ist so befreiend und beglückend wie das Evangelium, weil es als einzige die Schuldfrage löst und uns allein durch Glauben und Vertrauen das göttliche Leben und die Gerechtigkeit Gottes schenkt.
→ Siehe auch: Die Realität und Einmaligkeit der Bibel und Die Einmaligkeit des Evangeliums.
In den Versen 5-6 macht Paulus deutlich, was das Wort Gottes bewirkt:
" ... wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr vorher [schon] gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt."
Als Paulus diesen Brief schrieb, waren die Auswirkungen des Wortes Gottes in der Nationenwelt noch relativ bescheiden. Es gab natürlich in der Provinz Asia, in Mazedonien, Griechenland und in Italien schon etliche christliche Gemeinden, aber in Bezug auf die Gesamtbevölkerung waren die Christen immer noch eine deutliche Minderheit. Die Verbreitung des Alten Testaments kam hauptsächlich durch die Juden zustande, wobei sie die Bibel vornehmlich in den Synagogen lasen und weniger unter die Heiden brachten. Neutestamentliche Texte waren noch sehr dünn gesät, und trotzdem war das Zeugnis der ersten Christen teilweise sehr stark und vollmächtig. Die „Sekte der Nazaräer“ (Apg 24:5) sorgte im römischen Reich schon für Gesprächsstoff, aber trotzdem war das Wort Gottes noch relativ dünn gesät, und aus menschlicher Sicht war das Christentum eine Zeiterscheinung, die sich mit der Zeit wieder verlieren würde. Vor allem dann, wenn Christen verfolgt wurden, konnte es nicht besonders attraktiv sein, Christ zu sein.
Doch die Kirchengeschichte lehrt etwas Anderes! In den meisten Fällen war es so, dass die Märtyrerkirche einen großen Zuwachs hatte. Das widerspricht jeder menschlichen Logik, denn wenn etwas schwierig und unangenehm ist, dann lässt man es lieber sein. Einen schmerzvollen Weg wählt der Mensch nur dann, wenn er dazu genötigt wird. Viele Märtyrer jedoch starben aus Liebe zu Jesus Christus! Sie folgten Jesus Christus nicht, weil dadurch ihr Leben einfacher wurde, sondern weil sie die alles übertreffende Liebe Jesu Christi erlebt haben.
Die Prophezeiung Jesu in Bezug auf sein Wort hat sich bis heute bewahrheitet! Er sagte die gewichtigen Worte:
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (Mk 13:31)
Als Jesus diese Worte sagte, war seine Anhängerschaft noch sehr klein und im Vergleich zur gesamten Weltbevölkerung geradezu unbedeutend! Heute werden keine Worte so häufig gelesen und studiert wie die Worte von Jesus Christus! Mit dieser Verheißung hat Jesus Christus sich als wahrer Prophet erwiesen.
Auch wenn das Wort Gottes mit allen Mitteln bekämpft wird, so hat es doch die größte Verheißung und die größte Zukunft. Noch können wir hier in Europa das Wort Gottes frei und offen verkündigen (die christlichen Flüchtlinge in den Asylzentren jedoch nicht mehr). Aber vermutlich kommt schon bald die Zeit, wo man hier das Wort Gottes auch nicht mehr ertragen kann, und dann kommt es auch im christlichen Abendland zu einer Christenverfolgung, bei der das Wort Gottes unterdrückt wird. Man wird versuchen, das Wort Gottes zu eliminieren, aber das wird nie gelingen! Selbst wenn man alle Bibeln dieser Welt beseitigen könnte, wäre das Wort Gottes trotzdem noch in vielen Menschenherzen präsent. Das Wort Gottes ist nicht auszurotten, und es wird immer das bewirken, was dem Herrn gefällt. Das hat der Herr schon durch Jesaja prophezeit:
"Denn wie der Regen fällt und Schnee vom Himmel kommt und nicht wieder dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie zum Sprossen bringt, so dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so wird das Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe. (Jes 55:10-11) (ELB)
Wenn wir das Evangelium weitergeben, machen wir oft die Erfahrung, dass die gute Botschaft Gottes nicht verstanden oder nicht angenommen wird. Viele Menschen lassen sich aus verschiedenen Gründen nicht auf das Evangelium ein:
Einige sind so zufrieden mit ihrer aktuellen Situation, dass sie keine Notwendigkeit sehen, etwas in ihrem Leben zu ändern. Dies betrifft oft die Privilegierten dieser Welt. Sie erkennen nicht ausreichend, dass sie sterblich sind und dass sie während des Sterbeprozesses alles verlieren werden, was sie aktuell genießen. Sie bedenken nicht, dass sie sterblich sind und deshalb werden sie auch nicht weise (Ps 90:12).
Viele spüren unbewusst, dass ihr egoistisches Ich bedroht ist, wenn sie sich auf ein Leben mit Gott einlassen. Dieser Unannehmlichkeit weichen sie lieber aus, als sich darauf einzulassen. Mit ihrer Ahnung haben die Menschen durchaus recht; wer sich auf Gott einlässt, muss seinen Egoismus ablegen, und das ist oft nicht einfach. Doch der Herr Jesus Christus schenkt uns dazu eine innere Freude und einen Frieden, die letztendlich eine höhere Lebensqualität bieten als ein egoistisch geführtes Leben, weil ein Leben aus der Liebe mehr Erfüllung schenkt als alles andere!
Die meisten Menschen glauben genau zu wissen, was für sie selbst das Beste ist, und deshalb wollen sie sich nicht in ihrer Lebensführung belehren lassen. Doch wenn es einen Schöpfer gibt, der uns Menschen geschaffen hat und eine Bestimmung für uns hat, dann weiß dieser Schöpfer am allerbesten, was für uns das Beste ist. Leider wir sind oft so von uns selbst überzeugt, dass wir nur uns selbst vertrauen. Die meisten Kinder sind überzeugt, dass tägliches Essen von Eis und Schokolade ihr Glück am besten fördert. Die Mutter jedoch weiß, dass ihre Kinder auch Früchte und Gemüse essen müssen, um gesund zu bleiben. Die Mutter hat recht, auch wenn das Kind es nicht einsehen will. Genauso weiß auch unser Schöpfer, was wirklich gut für uns ist.
Viele Menschen spüren bewusst oder unbewusst, dass sie, wenn sie sich mit Gott und seinem Wort einlassen, mit Forderungen konfrontiert werden, die sie überfordern. Sie merken, dass sie nicht in der Lage sind, die Gebote Gottes einzuhalten, und mit ihren Befürchtungen haben sie sogar recht! Diesbezüglich sind sie oft ehrlicher als so mancher Christ! Während einige Christen noch glauben, den Anforderungen der Bibel durch Disziplin und Fleiß irgendwann genügen zu können, spüren Nichtchristen, die sich mit der Bibel auskennen, dass sie damit überfordert sind, und sie haben recht! Kein Mensch kann den Anforderungen Gottes auch nur ansatzweise genügen, und Gott weiß das schon lange. Er will nicht, dass wir aus eigener Kraft seinen Ansprüchen gerecht werden. Gott möchte, dass wir auf sein Wirken vertrauen, seine Vergebung und seinen Schuldenerlass für uns in Anspruch nehmen. Wir dürfen erkennen, wie er alles für uns getan hat und uns seine Gerechtigkeit schenkt, wenn wir ihm vertrauen. Gott schenkt uns seinen Geist, und durch Christus in uns können wir mit Freude im Herzen die Gebote Gottes erfüllen, weil die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen wurde.
Aufgrund all dieser Hindernisse ist es ein Wunder Gottes, wenn man die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt hat. Um die Gnade Gottes zu erkennen und zu verstehen, bedarf es Demut und ebenfalls der Gnade Gottes.
Die Gnade Gottes kann nur in der Wahrheit erkannt werden, und sie ist nur in Jesus Christus erkennbar. Nur wenn man verstanden hat, dass der Sohn Gottes auf die Erde kam, um uns von unserer Sünde zu befreien, kann man auch die Gnade Gottes erkennen und verstehen. Das ist das Eine! Das Andere gilt genauso: Wir müssen auch selbst wahrhaftig werden. Wir müssen gegenüber Gott, uns selbst und unseren Mitmenschen wahrhaftig sein. Dort, wo noch vertuscht wird und wir nur das hören wollen, was uns gefällt, lieben wir noch den Selbstbetrug und damit auch die Lüge!
Wenn wir uns selbst betrügen und nicht ganz wahrhaftig werden, erkennen wir die Gnade Gottes auch nicht wirklich. Dadurch versperren wir uns selbst den Weg zu der wahren Lebensfülle! Wie oft musste Paulus die Gläubigen daran erinnern, dass ihnen Gnade und Frieden geschenkt wurden. Gleichzeitig wollte der Apostel damit auch sagen, dass die Christen immer mehr aus dem Bewusstsein der Gnade heraus leben sollten. Wir Gläubigen haben das große Vorrecht, in allem von der Gnade her zu denken und jeden Menschen von der Gnade her zu sehen! Wenn wir das vollständig gelernt haben, werden Stolz, Hochmut und Verachtung zu Fremdwörtern. Wer von der Gnade her denkt und lebt, definiert seinen Selbstwert nicht mehr über Leistung und hat es auch nicht mehr notwendig, andere zu verurteilen!
ELB Kol 1:7 So habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist
ELB Kol 1:8 und uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.
Die Gemeinde in Kolossä hatte die Gelegenheit, von einem Diener Jesu Christi zu lernen. Epaphras war ein geschätzter Mitarbeiter und ein treuer Diener Christi. Gemäß verschiedenen Lexika war der Name Epaphras eine Abkürzung von Epaphroditus. Dieser Name wiederum ist mit der griechischen Liebesgöttin Aphrodite verbunden. Viele vermuten, dass es sich hierbei um ein und dieselbe Person handelt. Die Eltern von Epaphroditus gaben ihm möglicherweise diesen Namen, um ihn der Aphrodite zu weihen.
Doch Gott hatte Erbarmen mit diesem Sohn und berief ihn in den Leib seines geliebten Sohnes. Während es bei Aphrodite vor allem um erotische Liebe ging, verkörpert Jesus Christus eine göttliche und vollkommene Liebe, die sogar Feinde lieben kann. Gott rief Epaphroditus aus der weltlichen und sinnlichen Liebe in die göttliche Liebe. Es ist daher möglich, dass es zu einem Namenswechsel kam, sodass er nicht mehr Epaphroditus, sondern Epaphras genannt wurde. Aber beweisen lässt sich die These nicht.
Epaphras könnte mit „der Liebliche“ oder „der Anmutige“ übersetzt werden. Paulus bezeichnet ihn als einen geliebten Mitsklaven. Zuerst erkannte Epaphras, dass er von Gott geliebt wurde. Dieses Erkennen und das Wirken des Heiligen Geistes veränderten ihn so sehr, dass er zu einem Mitsklaven des Paulus wurde. Epaphras stellte sich als Sklave Jesu Christi vollständig in seinen Dienst. Jesus war sein Herr, der ihm zeigte, was zu tun war. Als zielorientierter Mensch stellte sich Epaphras vermutlich auch immer wieder folgende Fragen:
Wie kann ich jeden Menschen vollkommen in Christus darstellen?
Wie kann ich dazu beitragen, dass Menschen eine Vertrauensbeziehung mit Jesus Christus eingehen?
Wie kann ich zur Ehre Gottes leben?
Wie kann das Wort Gottes in den Menschen Raum gewinnen, damit sie in das Bild Jesu verändert werden?
Wie kann ich leben, damit andere die Liebe Gottes erkennen?
Epaphras diente Gott so hingebungsvoll, dass die Kolosser von ihm entscheidende Dinge lernten. Man vermutet, dass er der Gründer der Gemeinde in Kolossä war. Dadurch erkannten sie die Wahrheit des Wortes und die Gnade Gottes, wie es aus den vorherigen Versen hervorgeht. Wenn wir von ganzem Herzen Sklaven Jesu Christi sind und uns ganz in seinen Dienst stellen lassen, wird die Liebe Jesu Christi durch uns sichtbar. Eine authentische Liebe erzeugt den größten Lerneffekt! Sie motiviert andere zur Nachahmung! Das bedeutet nicht, dass man einen Menschen kopiert, sondern dass man die Liebesmotive nachahmt, die sich bei jedem Menschen anders auswirken. Die Liebe Gottes ist nicht eintönig oder langweilig; sie ist so kreativ, dass sie sich in jedem Glied des Leibes Jesu Christi anders zeigt! Aber die Liebe ist ansteckend und motiviert mehr als alles andere! Die Liebe Jesu Christi machte aus Epaphras auch einen treuen Diener Christi für die Kolosser.
Epaphras berichtete Paulus und seinen Mitarbeitern von der Liebe, die die Kolosser hatten. Bereits in Vers 4 lobt Paulus die Liebe dieser Geschwister zu allen Heiligen. Hier in Vers 8 spricht er von der Liebe im Geist! Der Geist ist wie der Wind, unsichtbar. Wie man beim Wind nur seine Auswirkungen und nicht den Wind selbst sehen kann, so ist es auch beim Geist. Die Liebe des Geistes ist mit natürlichen Augen nicht sichtbar. Ich vermute, dass selbst unsere Seelen nur die Auswirkungen der Liebe des Geistes erkennen können. Unsere Seelen haben die Liebe des Geistes erkannt, indem sie die Auswirkungen der Liebe Gottes gesehen haben. Die größte Auswirkung der Liebe Jesu Christi durfte ich dort erkennen, wo er für mich am Kreuz gestorben ist, noch bevor ich von ihm wusste! Sein stellvertretendes Sterben war eine Auswirkung seiner Liebe. Nur so konnte meine Seele die vollkommene Liebe Gottes in ihrer Tiefe erkennen. Ob meine Seele die Liebe Gottes ohne Golgatha hätte erkennen können, bezweifle ich.
Die Liebe des Geistes umfasst sowohl die barmherzige Liebe, wie sie in 1. Korinther 13 beschrieben wird, als auch die erziehende und leidenschaftliche Liebe aus Hohelied 8:6-7. Die Liebe des Geistes verkündigt Christus, um jeden Menschen in Christus vollkommen darstellen zu können! So schreibt Paulus in Vers 28:
"... den wir verkündigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen in Christus darstellen." (Kol 1:28)
Die Liebe des Geistes schaut nicht mehr auf das Äußere, sie beachtet nicht mehr, was ein Mensch geleistet hat oder wie begabt er ist. Stattdessen sieht sie in jedem Menschen ein von Gott geliebtes Wesen, das zu seiner Zeit vollkommen in Christus dargestellt wird. Diese Sichtweise ermöglicht auch die Feindesliebe, und sie ermöglicht Gebete wie das von Stephanus aus Apg 7:60b:
* "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!"
Dieses Gebet hat auch dazu beigetragen, dass einem Saulus von Tarsus, der bei dieser Steinigung seine Zustimmung gab, diese Sünde nicht angerechnet wurde. Die Liebe des Geistes ist an keine Bedingungen gebunden. Sie liebt unabhängig von allen Umständen! Die Liebe des Geistes ist auch die Liebe Gottes, die niemand auslöschen kann, und daher kann uns auch keine Macht im Universum von der Liebe Gottes trennen (Röm 8:38-39).
Gläubige Christen, die von der Liebe des Geistes erfüllt sind, lassen sich ihre Verbundenheit mit anderen Geschwistern nicht nehmen, auch wenn es Dinge gibt, die menschlich betrachtet zu einer Trennung führen könnten. Natürlich führt Gott uns manchmal so, dass sich unsere Wege trennen, aber selbst wenn Glieder am Leib Christi keine äußere Gemeinschaft mehr haben, sind sie durch Christus dennoch miteinander verbunden!
ELB Kol 1:9 Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis,
ELB Kol 1:10 um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes,
Ab Vers 9 wird deutlich, welche Anliegen Paulus in Bezug auf seine Geschwister ganz wichtig waren. Nachdem die Kolosser mit der Liebe des Geistes erfüllt wurden und Paulus dies erfahren hatte, sah er und seine Mitarbeiter ihren Auftrag darin, unaufhörlich für die Kolosser zu beten. Wir hätten vielleicht für Bewahrung, Segen und Freude für die Kolosser gebetet, aber Paulus hatte andere Prioritäten! Drei Dinge waren ihm an dieser Stelle wichtig:
Die Erkenntnis seines Willens
Die Erfüllung mit aller Weisheit
Das geistliche Verständnis
An dieser Stelle habe ich mir die Frage gestellt: Stehen diese Dinge auch ganz oben auf meiner Gebetsliste? Ich muss zugeben, dass meine Prioritäten oft anders aussehen!
Wenn in einer Gemeinde die Liebe zu allen Heiligen vorhanden ist, ist das schon sehr schön und ein Grund zur Freude. Wahrscheinlich gibt es nicht viele Gemeinden, von denen man sagen könnte, dass sie eine große Liebe zu allen Heiligen haben. Dieses Prädikat ist an sich schon etwas sehr Erfreuliches, und wenn es vorhanden ist, bemühen sich die Geschwister einander wohlzutun und sich gegenseitig zu wertschätzen. Es entwickelt sich eine große Sensibilität für die Geschwister, auch für Brüder und Schwestern, die ihren Glauben anders leben als wir selbst. In dieser zartfühlenden Liebe neigen wir aber auch zu einer Harmoniebedürftigkeit, die nicht immer der göttlichen Liebe entspricht.
Damit die Liebe im göttlichen Sinne umgesetzt werden kann, braucht es die Erkenntnis seines Willens, die Fülle der Weisheit und das geistliche Verständnis! Nur ein "Gutmeinen" ist für die göttliche Liebe zu wenig. Die Liebe kann nur dann richtig umgesetzt werden, wenn wir auch mit diesen drei Eigenschaften erfüllt sind. Ohne die Erkenntnis seines Willens wird die Liebe falsch umgesetzt, und ohne göttliche Weisheit macht unsere Liebe das Gute zum falschen Zeitpunkt und am falschen Ort!
Die drei Punkte beinhalten auch drei Stufen, wobei Paulus hier mit der obersten Stufe beginnt. Die Erkenntnis seines Willens beinhaltet ein Wissen über das, was Gott will und beabsichtigt. Somit geht es hier auch um ein Wissen um die Ziele Gottes. Die Weisheit ist in der Lage, mit den richtigen Maßnahmen das Ziel anzusteuern und auch zu erreichen, und das geistliche Verständnis kann die Zustände richtig beurteilen und die Dinge auch differenzieren. Wir müssen also das Ziel kennen, die Weisheit haben, wie das Ziel erreicht werden kann, und mit dem geistlichen Verständnis können wir den aktuellen Zustand analysieren. Es geht Paulus um nichts Geringeres als um das geistliche Wachstum. Daher möchte ich diese drei Punkte etwas näher beleuchten:
Wer ganz mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt ist, hat sich auch mit dem Willen Jesu Christi und dem Willen des Vaters eins gemacht. Diese Einswerdung setzt mehrere Dinge voraus:
Das Kennen der Ziele und Absichten Gottes! Nur wer die Ziele Gottes kennt und sich mit seinen Absichten beschäftigt hat, kann sich auch mit seinem Willen eins machen. Der Wille Gottes wird uns an vielen Stellen der Bibel gezeigt, und es ist ratsam, über diesen Willen nachzudenken. Einige wesentliche Inhalte seien hier erwähnt:
"Geht aber hin und lernt, was das ist: 'Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer'; denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder." (Mt 9:13)
Schlachtopfer wurden in den meisten Fällen dargebracht, um die eigene Sünde auf das Opfer zu übertragen und so eine Sühnung zu erlangen. Es war eine Art Bezahlung für die eigene Schuld. Seit Golgatha wissen wir jedoch, dass Gott selbst dieses Opfer für uns erbracht hat. Deshalb geht es nicht mehr darum, die Sühnung für die Sünden selbst zu bewerkstelligen, sondern als Erlöste Barmherzigkeit zu erweisen und Sünder zur Buße bzw. zum Umdenken zu rufen.
Doch im Alten Testament mussten die Opfer noch dargebracht werden, und deshalb stellt sich die Frage, wie diese Aussage aus Hosea 6:6 damals zu verstehen war. Das Volk Israel brachte haufenweise Opfer dar und dachte, damit sei alles erledigt und der HERR müsste mit ihnen zufrieden sein. Doch aus Gottes Sicht hatten andere Dinge viel größere Priorität. Für ihn war wichtig, dass sein Volk ihn erkannte und aus dieser Erkenntnis heraus Liebe und Barmherzigkeit praktizierten. Die Opfer sollten nur das Sündenbewusstsein erzeugen, das wiederum die Erkenntnis erzeugt, ganz von der Gnade und dem Erbarmen Gottes abhängig zu sein.
Der Begnadigte praktiziert dann auch die Liebe und Barmherzigkeit, sofern er die Gnade auch verstanden hat. Wer Liebe und Barmherzigkeit übt, ist in den Augen Gottes schon viel weiter fortgeschritten als derjenige, der nur Opfer darbrachte, um Gott damit zufriedenzustellen. Diese Haltung zeigt letztlich auch, dass man Gott dem Wesen nach nicht richtig verstanden hat und deshalb keine Erkenntnis Gottes besitzt. Wie oft bringen auch wir noch unsere "Opfer" und meinen dann, dass Gott mit uns jetzt zufrieden sein müsste. Wenn wir meinen, Gott müsse mit unserer frommen Leistung zufrieden sein, definieren wir uns noch immer über unsere Leistung und praktizieren gleichzeitig kaum Barmherzigkeit, weil wir im Verborgenen denken, die anderen müssten sich nur einfach auch so bemühen wie ich, dann hätten sie nicht solche Probleme, wie sie es gerade haben. Gerade solchen Menschen ruft Hosea diesen Vers zu!
Das Geheimnis seines Willens ist, dass alles in Christus zusammengefasst wird (wörtlich "aufgehauptet wird", das heißt, das All unter einem Haupt, nämlich Christus, zusammenzufassen). Das schreibt Paulus in Eph 1:9, und damit bringt er zum Ausdruck, welches Ziel Gott im Auge hat.
Der Wille des Herrn ist, dass wir nicht unbesonnen, sondern verständig sind (Eph 5:17). Unbesonnenheit zeichnet sich durch Gedankenlosigkeit aus, bei der man die biblische Gesinnung oder Denkweise nicht beachtet. Man könnte es auch als fehlendes Mitdenken (oder fehlende Buße) bezeichnen. Es ist also der Wille des Herrn, dass wir aus diesem Zustand der "Gedankenlosigkeit" (in Bezug auf göttliche Gedanken) herauskommen und verständig werden. Das griechische Wort für Verstehen lautet "syniēmi" (siehe auch G4920) und beinhaltet das Zusammenführen oder Zusammenbringen geistlicher Dinge. Dabei werden die Dinge in den richtigen Bezug gesetzt und entsprechend eingeordnet. Wer geistliches Verständnis erlangt hat, kann auch erkennen, was zusammengehört. Viele Zustände und Verhaltensweisen verstehen wir nicht, weil wir die Zusammenhänge nicht erkannt haben, und dann fehlt es uns am entsprechenden Verständnis.
"Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung – dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet (1Thes 4:3)". Wer um den Willen Gottes weiß, dem ist auch bewusst, dass für Gott unsere Heiligung ein ganz zentrales Anliegen ist. Interessanterweise wird die Heiligung auch hier mit dem Abstandhalten von Hurerei in Verbindung gebracht. Die Hurerei beinhaltet einerseits den außerehelichen Geschlechtsverkehr und andererseits auch den Götzendienst, weil es sich hier um eine geistliche Hurerei handelt. Dabei verbindet man sich mit fremden Götzen und Göttern.
Da, wo wir uns von jeglicher Form der Hurerei distanzieren und unsere Sinne ganz auf den himmlischen Vater und somit auch auf sein Wort fokussieren, kann der Prozess zur vollkommenen Heiligung stattfinden. Dadurch werden wir zu denen, die sich ganz Gott weihen und sich ihm zur Verfügung stellen.
"Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch (1Thes 5:18)".
Dankbarkeit ist nicht nur der Wille Gottes für uns; sie bereichert unser Leben und macht uns zu viel zufriedeneren Menschen. Wer Gott dankbar ist, bezeugt damit auch, dass er alles als ein Geschenk Gottes wahrnimmt und dass er in allem von Gott abhängig ist. Die Abhängigkeit von Gott ist die schönste Abhängigkeit, die es gibt! Dankbarkeit gegenüber unseren Mitmenschen fördert die Wertschätzung und somit auch die Liebe. Undankbarkeit hingegen fördert Unzufriedenheit, Geringschätzung und Missachtung, was letztendlich zu Enttäuschung, Bitterkeit und Hass führen kann.
In 2Kor 6:16 steht, dass Gott unter uns wohnen und wandeln will. Was könnte schöner sein, als wenn der Gott der Liebe unter uns wohnt und wandelt? Durch den Christus in uns hat Gott Wohnung in uns genommen, und wir dürfen ein Tempel des Heiligen Geistes sein (siehe auch 1Kor 6:19). Wenn wir dem Heiligen Geist in allen Kammern unseres Herzens zu 100% Raum geben würden, wären wir auch zu 100% mit göttlicher Liebe, Frieden und Freude erfüllt. Dieser Zustand ist so herrlich, dass wir uns nichts anderes mehr wünschen würden. Doch ich vermute, dass dieser Zustand in unserer Zeit hier auf Erden kaum möglich sein wird. Dennoch ist es ein Zustand, dem wir nachjagen sollen (siehe auch Phil 3:14).
In 1Tim 2:4 schreibt Paulus: "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen".
Für uns ist es wichtig zu erkennen, was Gott in Bezug auf uns will, aber auch in Bezug auf andere Menschen. Eigentlich könnte man sagen, dass es für uns völlig ausreichend wäre, wenn wir wissen, was Gottes Wille für uns ist. Tatsächlich sollte uns zuerst einmal klar werden, wie der Wille Gottes für uns persönlich aussieht, aber die Erkenntnis darüber, was der Wille Gottes für alle Menschen ist, hat auch eine ganz praktische Bedeutung für uns selbst:
Der Wille Gottes für alle Menschen gilt auch für mich!
Der Wille Gottes für alle Menschen offenbart mir Sein Bestreben. Als Kind Gottes, das mit den Gedanken Gottes mitdenkt, mache ich mich mit Seinem Bestreben eins, das heißt, Sein Bestreben wird auch zu meinem Bestreben. Wenn das bei mir der Fall ist, wünsche ich mir, dass mein Leben zur Verherrlichung Gottes dient, sodass ich zu einem Brief Jesu Christi werde, der von allen Menschen gelesen werden kann (2Kor 3:2).
Der Wille Gottes für alle Menschen offenbart mir jedoch nicht nur Sein Bestreben für alle Menschen, sondern auch Sein Ziel für alle Menschen. Nur wer Gottes Ziel für alle Menschen erkennt, weiß auch, in welchem Zustand die Geschöpfe in der Vollendung sein werden. In der Vollendung der Heilsgeschichte Gottes gibt es keinen bipolaren Zustand, sondern nur den Zustand, der uns in 1Kor 15:28 beschrieben wird, wonach Gott alles in allem sein wird.
Wer in der Unendlichkeit einen bipolaren Zustand sieht, behauptet indirekt, dass der Wille des Geschöpfes letztlich stärker ist als der Wille Gottes. Wer in der Ewigkeit einen geteilten Zustand sieht, der niemals aufgelöst werden kann, verkündigt eine Ohnmacht Gottes in Bezug auf einen Teil Seiner Geschöpfe. Er bezeugt damit, dass der Feind Gottes es fertiggebracht hat, einen beachtlichen Teil – viele vermuten den größeren Teil – auf seine Seite zu ziehen, so dass dadurch indirekt ein beachtlicher Teilsieg Satans propagiert wird.
Wenn Satan den größeren Teil der Menschheit in den Abgrund treiben konnte, dann hat er eigentlich den Sieg. Es spielt dabei keine Rolle, ob er und alle unendlich Verlorenen ewig gequält werden, während eine Minderheit im ewigen Glück verweilt. Wenn Satan nur einen kleineren Teil der Menschen in das endlose Verderben ziehen kann, dann hätte Gott ebenfalls nur einen Teilsieg erreicht und in der Vollendung keinesfalls den absoluten Triumph erzielt.
Das Bild eines endlos quälenden Gottes erzeugt in uns ein verzerrtes Gottesbild. Es zeigt uns einen Gott, der ohne Ende, ohne Zweck und ohne jegliches Ziel quält. Es ist an sich schon eine Ungeheuerlichkeit, unserem Gott – der die Liebe in Person ist – ein ziel- und zweckloses Verhalten zu unterstellen. Jedes Gericht Gottes und auch alle Seine Feuergerichte verfolgen ein Ziel: das Ziel des Zerbruchs und der Demütigung, in dem zu Seiner Zeit echte Demut und Umkehr stattfinden wird.
Ein Gott, der will, dass alle Menschen errettet und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, ist ein Gott, der ein Ziel verfolgt. Wer darf dann noch behaupten, dass Gott dieses Ziel eines Tages nicht mehr anstrebt? Ändert sich Sein Wille diesbezüglich? Gibt Er irgendwann einmal auf? Kapituliert Er vor dem Willen Seiner Geschöpfe, sodass der Wille des Geschöpfes letztlich stärker als Gottes Wille wird?
Die Bibel bezeugt uns mehrfach, dass Gott alles, was Er will, auch tun wird und dass für Ihn keine Sache unmöglich ist (Jes 46:9-10; Ps 135:6; Eph 1:11; Röm 9:14-19). Der Wille Gottes für alle Menschen offenbart mir das Wesen unseres Gottes, und somit kann sich mein Gottesbild immer mehr dem biblischen Gottesbild annähern.
Wenn wir erkannt haben, was der Wille Gottes für uns ist, denken wir vielleicht: "Jetzt ist alles klar! Packen wir’s an!" Das erinnert mich an die Zusage des Volkes Israel an Josua, das sagte:
"Alles, was du uns geboten hast, wollen wir tun, und wohin irgend du uns senden wirst, wollen wir gehen". (Jos 1:16b)
Nachdem Josua am Ende seines Lebens das Volk vor fremden Göttern warnte und ihnen auch sagte, dass sie dem Herrn nicht dienen können (Jos 24:19), antwortete Israel auch wieder:
"Nicht also, sondern wir wollen dem HERRN dienen". (Jos 24:21b)
Josua wusste, dass Israel aus eigener Kraft nicht treu sein konnte, auch wenn sie es wollten. Ohne den Geist Gottes kann niemand treu bleiben! Nicht einmal Petrus vermochte seinem Herrn aus sich selbst heraus treu zu bleiben. Wir denken vielleicht auch, dass wir in der Lage sind, dem Herrn treu dienen zu können. Aber so wie Josua zu seinem Volk sagen musste, "ihr könnt dem Herrn nicht dienen", so sagt auch der große "Josua" Jesus Christus zu uns:
"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun". (Joh 15:5)
Selbst der Sohn Gottes in seiner Weisheit sagte:
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was er sieht den Vater tun; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn". (Joh 5:19)
Wenn selbst der sündlose Sohn Gottes nichts aus sich selbst tun konnte, wieviel mehr wir? Doch das ist uns anfänglich viel zu wenig bewusst. Wir denken wie Israel:
"Da wir die Gebote und den Willen Gottes jetzt kennen, wollen wir ihn auch umsetzen und unsere Seele traut sich das ein stückweit selbst zu."
Wir bemühen uns nach bestem Wissen und Gewissen, aber wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann merken wir auch, dass es nicht gelingen kann. Zuerst machen wir uns selbst neue Regeln und strengen uns noch mehr an, bis wir merken, dass wir dazu einfach nicht in der Lage sind. Denken wir nur an die Aussagen der Bibel, nie eine Frau (oder einen Mann) im Herzen zu begehren oder nie einen Menschen zu verachten oder von ganzem Herzen demütig zu sein oder die Feinde zu lieben usw. usf.
Sobald die Hoffnung erloschen ist, aus eigener Kraft die Gebote Gottes einhalten zu können, stehen wir vor einer ganz entscheidenden Weichenstellung! Entweder geben wir auf oder wir fragen uns, was Gott uns damit sagen möchte.
Gläubige, die aufgeben, machen dann den Fehler, dass sie andere Geschwister anschauen und feststellen, dass diese auch noch viele Fehler machen und dass sie selbst im Vergleich mit anderen gar nicht so schlecht abschneiden. Der Vergleich unter Sündern beruhigt sie dann immer wieder. Sie sagen sich: "Wenn der oder die errettet wird, dann reicht es für mich allemal." Mit einem solchen Denken gibt man indirekt zu, dass man sein Vertrauen immer noch auf die eigene Leistung setzt. Das ist aber noch kein Leben "aus Glauben"! Jesus hat uns das Ziel vorgegeben und alles, was darunter ist, ist nicht befriedigend:
"Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist". (Mt 5:48)
Was für eine unglaubliche Gleichung und was für ein ungeheurer Anspruch! Wer eine kleine Ahnung von der Gerechtigkeit und Vollkommenheit Gottes hat, der müsste eigentlich sofort erkennen, dass seine Seele und sein Geist nie und nimmer in der Lage sein werden, diese Vollkommenheit aus eigener Kraft zu erreichen. Dazu möchte ich folgende Grafik zeigen:
Für ein Leben in der Ewigkeit kann es nichts anderes geben als die göttliche Vollkommenheit. Alles andere wäre eine unvollkommene und unbefriedigende Ewigkeit.
Wenn Paulus davon spricht, dass wir mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis erfüllt werden sollen, bedeutet das unter anderem auch, dass wir aus der totalen Abhängigkeit von Jesus Christus heraus leben müssen, bzw. dürfen. Ohne eine vollkommene Liebesbeziehung zum Vater und zum Sohn können wir seinen Willen niemals vollkommen umsetzen.
Diese Liebesbeziehung zum Vater beinhaltet natürlich auch das Beachten der Worte Gottes; es beinhaltet auch das Studieren der göttlichen Weisheit (mehr dazu siehe hier!)
Diese Liebesbeziehung schenkt uns auch das geistliche Verständnis! Das griechische Wort "synesis" (σύνεσις) finden wir im Neuen Testament 7-mal und beinhaltet ein Erkennen von dem, was zusammengehört. Spontan fällt mir da das Bild eines Puzzles ein. Bei einem Puzzle gibt es viele verschiedene Teile, und dann geht es darum, herauszufinden, welche Teile zusammenpassen und an welcher Stelle sie sich zusammenfügen lassen.
Nachfolgend versuche ich, dieses geistliche Verständnis etwas zu veranschaulichen:
ELB Kol 1:11 gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und [aller] Langmut, mit Freuden
ELB Kol 1:12 dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht;
ELB Kol 1:13 er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.
ELB Kol 1:14 In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Wie so oft in der Bibel, sehen wir auch hier, dass diese alles umfassende Kraft ein Geschenk Gottes ist, weil sie uns durch die Macht seiner Herrlichkeit gegeben ist. Irrtümlicherweise gehen wir manchmal davon aus, dass diese Kraft (gr. dynamis) besonders dann in uns wirksam ist, wenn wir uns stark fühlen! Dabei ist es genau umgekehrt: In unserer Schwachheit kommt die Kraft Gottes zur Vollendung (2Kor 12:9)! Das heißt auch, dass wir uns dann in der Regel nicht kräftig fühlen.
Gott hat es in seiner göttlichen Herrlichkeit wohlgefallen, die Schwachen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen, mit seiner Kraft zu beschenken.
Ausharren bedeutet nicht, in schweren Zeiten "auf die Zähne zu beißen" und sich selbst zu trösten, indem man sich sagt: "Irgendwie halte ich das schon durch!" Wer im biblischen Sinn ausharrt, hält am Vertrauen auf Gott fest, auch wenn er vielleicht am Verzweifeln ist und die Wege Gottes mit ihm selbst nicht verstehen kann. Hiob verstand den Sinn seines schweren Schicksals nicht, aber er harrte aus, indem er am Glauben festhielt und sagte:
"Und ich, ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen!" (Hi 19:25)
Das griechische Wort "hypomone" bedeutet wörtlich "unten bleiben". Hiob blieb "unter dieser Wegführung", obwohl er mit Gott zeitweise haderte. Wenn er gesagt hätte: "Mit diesem Gott will ich nichts mehr zu tun haben!", dann hätte er nicht mehr ausgeharrt.
Die Langmut ist ein geduldiges, mutiges Ertragen! Sie ist von Sanftheit geprägt und gerät nicht schnell in Zorn!
In 1Thes 5:18 schreibt Paulus auch, dass "die Dankbarkeit für alles" dem Willen Gottes entspricht. Diesen Aspekt habe ich bereits hier unter Punkt 5 näher beleuchtet!
Das Erbe ist eigentlich ein Los, das Gott uns zugeteilt hat.
ELB Kol 1:15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.
ELB Kol 1:16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen;
ELB Kol 1:17 und [er] ist vor allem, und alles besteht durch ihn.
ELB Kol 1:18 Und [er] ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe;
ELB Kol 1:19 denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen
ELB Kol 1:20 und durch ihn alles mit sich zu versöhnen - indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.
ELB Kol 1:21 Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken,
ELB Kol 1:22 hat er aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen,
ELB Kol 1:23 sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
ELB Kol 1:24 Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde.
ELB Kol 1:25 Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden,
ELB Kol 1:26 das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist.
ELB Kol 1:27 Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
ELB Kol 1:28 Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen;
ELB Kol 1:29 wozu ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.