Ich heiße Gaspare Pajetta. Ich bin am 27. Juni 1925 in Taino, in der Provinz Varese, geboren. Ich habe zwei ältere Brüder, Gian Carlo und Giuliano. Meine Eltern heißen Elvira Berrini Pajetta und Carlo Pajetta.
Meine Familie glaubt an Demokratie und Freiheit. Mit 15 Jahren besuche ich ein privates Gymnasium. Mit zwei Freunden schreibe ich eine kleine Zeitung gegen das faschistische Regime.
1943 bin ich Mitglied der Kommunistischen Partei. Nach dem Waffenstillstand schließe ich mich den Partisanen in Piemont an. Mein Deckname ist „Sergio“. Ich kämpfe gegen die Nazis im Strona- und Ossolatal.
Am 13. Februar 1944 stehen wir in Megolo vor den Feinden. Mit dem Kommandanten Beltrami entscheide ich, nicht zurückzuweichen. Der Kampf dauert zwei Stunden. Zwölf von uns bleiben, um den Rückzug der anderen zu sichern. Wir sind umzingelt. Ich werde getroffen, lehne mich an einen Baum und schieße weiter – bis eine tödliche Kugel mich trifft.
Heute liege ich in Megolo begraben. Ich bekomme posthum die Silbermedaille für militärische Tapferkeit.