Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Am 13.06.1900 gründeten mehrere Kaninchenzüchter im Gasthof Pfauen einen Verein. Zum 1. Vorstand wurde Karl Schopfer gewählt. 7 Jahre waren nötig, um weitere Mitglieder zu gewinnen.

Am 01.08.1907 wurde Wilhelm Öhler zum 1. Vorstand gewählt. Unter seiner Leitung wurden neue Rassen gezüchtet und immer mehr Züchter konnten hinzugewonnen werden. Aufgrund der guten züchterischen Erfolge konnte

der Verein auch auf großen Ausstellungen, wie zum Beispiel an der Gauausstellung des Württembergischen -Schwarzwald-Gaues erfolgreich sein.

1911 musste Wilhelm Öhler sein Amt als 1. Vorstand aus gesundheitlichen Gründen niederlegen; er wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

Sein Nachfolger war Josef Jauch, aber bereits ein Jahr später stellte er sein Amt zur Verfügung, weshalb am 06.07.1912 Adolf Klauser das Amt übernahm. Ihm gelang es die Landesausstellung nach Schwenningen zu holen, welche in der Bürkturnhalle durchgeführt wurde. Durch diese erfolgreiche Landesausstellung ging es mit dem Kaninchenzüchterverein Züchterisch wie auch mit der Zahl der Mitglieder ständig aufwärts.

Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges stagnierte jedoch das Vereinsleben. Zwischenzeitlich hatten sich in Schwenningen zwei Vereine gebildet, die am 20.05.1920 zusammengeführt werden konnten.

Zum 1. Vorstand wurde Josef Thoma gewählt. Zu dieser Zeit hatte der Verein 200 Mitglieder.

Aufgrund der guten Zuchterfolge gewann der Verein immer mehr an Ansehen, dadurch konnte die Preisrichtergruppe Schwenningen gegründet werden.

1929 wurde Wilhelm Lauffer zum 1. Vorstand gewählt. Ihm gelang es, ein Grundstück an der Dauchinger Straße zu erwerben. Durch tatkräftige Mithilfe der Mitglieder konnte schon sehr bald das Vereinsheim „Hasenhaus“ gebaut werden, welches 1930 feierlich eingeweiht wurde.

In den folgenden Jahren wurden viele Ausstellungen erfolgreich mit Tiermaterial beschickt, so auch die Weltausstellung in Leipzig. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges riss in den Kaninchenzüchterverein Schwenningen tiefe Wunden, einige Kameraden fielen, andere wurden als vermisst gemeldet. In den Kriegsjahren wurde das Vereinsheim von der Deutschen Wehrmacht und nach Kriegsende von der Französischen Armee beschlagnahmt Erst nach Genehmigung durch die Französische Besatzungsmacht konnte Willibald Stöckler den Verein wieder neu bilden. Ihm gelang es auch, wieder Züchter zu gewinnen, die dem Verein wieder Ansehen und Erfolge verschafften.1950 feierte der Verein sein 50-jähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum war mit einer Landesrammlerschau verbunden, die im Beethovenhaus stattfand. Anlässlich dieses Jubiläumsaktes wurden verdiente Mitglieder geehrt, u. a. wurde Wilhelm Lauffer und Max Samrock die goldene Ehrennadel überreicht. 1954 übernahm der damalige Ehrenvorstand, Wilhelm Lauffer nochmals das Amt des 1. Vorstandes. Während seiner Amtszeit wurde das Vereinsheim durch einen Umbau erweitert, welcher 1955 feierlich eingeweiht wurde.

1960 feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen, welches mit einer Landeshauptversammlung in der Neckarquelle verbunden war. Anlässlich dieses großen Festbanketts wurden die Mitglieder Willibald Stöckler, Paul Schlenker und Richard Jäckle mit der goldenen Ehrennadel sowie Wilhelm Lauffer und Max Samrock mit der Erwin-Bader-Medaille ausgezeichnet.

Nach dem Tod des Ehrenvorstandes Wilhelm Lauffer übernahm Willibald Stöckler wieder den Vorsitz. Aus gesundheitlichen Gründen stellte er jedoch sein Amt am 28.01.1966 zur Verfügung. Für seine aufopfernde Tätigkeit zum Wohl des Vereins wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. Als neuer Vorstand wurde Wilhelm Jauch gewählt. Während seiner Amtszeit wurde zuerst der ältere Teil des Vereinsheims vom Keller auf renoviert sowie die Abortanlage von außen nach innen verlegt. Zwischenzeitlich wurde auch eine Frauengruppe gegründet und schließlich hatte der Verein auch Jugendliche hinzugewinnen können. In den folgenden Jahren waren die Schwenninger Kaninchenzüchter immer wieder erfolgreich bei den Kreis-, Landes- und Bundesschauen.

Am 06./07.12.1975 wurde in der Messehalle A und B das 75-jährige Bestehen des Kaninchenzüchtervereins Schwenningen gefeiert. Dieses Jubiläum wurde mit einer Kreisverbandsschau verbunden. Anlässlich der 75-jährigen Jubiläumsschau wurden Wilhelm Jauch, Willi Martin, Gustav Mauch und Martin Jäckle die goldene Ehrennadel überreicht. An dieser Schau wurden 1.875 Tiere und 32 Produkte der Frauengruppe ausgestellt.

Nur Kenner der Szenerie wissen, welche Arbeit und wieviel Idealismus hinter solch einer Veranstaltung stecken. Vor allem, weil es immer schwieriger wurde, einen Ausstellungsraum für die Schauen zu bekommen.

So konnte 1976 der Traum der Züchter, eine eigene Ausstellungshalle zu haben, verwirklicht werden. Von einer zum Abbruch stehenden Maschinenhalle wurden Bauholz und Ziegel beschafft. Wie in den vergangenen Jahren wurde wieder mit vereinten Kräften die Ausstellungshalle gebaut. Bereits im November 1976 konnte in der eigenen Ausstellungshalle die erste Lokalschau abgehalten werden.

Bereits 2 Jahre nach dem Bau der Ausstellungshalle wurde in das Vereinsheim eine Warmwasserheizung eingebaut. Auch musste der Parkplatz, der inzwischen zu klein wurde, neu befestigt und vergrößert werden.

Am 10.03.1979 stellte Wilhelm Jauch sein Amt nach 13-jähriger Vorstandschaft zur Verfügung, ebenso gab Willi Martin sein Amt als Kassier ab. Dieser wurde aufgrund seiner 30-jährigen Vereinsarbeit vom Vereinsvorsitzenden geehrt.

Wilhelm Jauch wurde für seine langjährige aufopfernde Tätigkeit zum Ehrenvorstand ernannt und erhielt am 14.05.1979 durch den Landesverbandsvorsitzenden, Walter Kölz, eine Urkunde überreicht, durch die er zum Altmeister ernannt wurde.

Als sein Nachfolger wurde Rudolf Lengert zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Schon ein Jahr danach wurde das Dach des älteren Teils des Vereinsheims erneuert. In diesem Zusammenhang wurde das Vereinsheim auch innen neu gestaltet.

1984 wurde Ernst Götz sein Nachfolger im Amt. Er bemühte sich besonders um den Zusammenhalt im Verein.

Die Geselligkeit kam jedoch nie zu kurz. Maiwanderungen, Ausflüge und gute K

ontakte zu anderen Zuchtvereinen wurden gepflegt und gemeinsame Helferfeste nach den Jungtier- und Lokalschauen veranstaltet.Am 04.03.1994 gab er sein Amt an Peter Heintzel ab, der dies bis zum 31.10.1996 innehatte. Sein Nachfolger wurde Klaus Hohmann. Unter diesen Vorständen wurde die neue Zuchtanlage geplant und unter der Führung einer Vierergruppe 2000 fertig gestellt.Am 30.01.1998 hat der Kaninchenzüchterverein Schwenningen dem langjährigen Vereinsvorsitzenden und Ehrenvorstand Wilhelm Jauch eine besondere Ehrung zugedacht, indem die von ihm vorangetriebene Ausstellungshalle seinen Namen erhielt.Am 01.04.1998 wurde der Grundstein für eine neue Zuchtanlage gelegt. Dies war schon immer der Wunsch von den Züchtern. 4 Boxen á 16 qm wurden nach neuestem Stand an der Ausstellungshalle angebaut. Ein darüber gelegenes Heulager erleichtert den Züchtern die Arbeit. Ein Jahr dauerten die Arbeiten an der Zuchtanlage, die mit vereinten Kräften der Mitglieder fertig gestellt wurde. Daran schloss sich die Renovierung der Ausstellungshalle und des Vereinsheims an.Der Verein ist mit Recht stolz auf sein eigenes Vereinsgelände und das schmucke Vereinslokal; in dem auch die Mittel für den Zuchtbetrieb erwirtschaftet werden.

Im September 2000 feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum.

Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine Kreis-Jugend-Jungtierschau der Kreisverbände Rottweil-Tuttlingen der Kaninchenzüchter und Schwarzwald der Geflügelzüchter durchgeführt. Monatelange Planung und harte Arbeit

waren der großen, wunderschönen Jubiläumsfeier vorangegangen, an denen zahlreiche Ehrengäste am Festabend begrüßt werden konnten, darunter u. a. der damalige Landesverbandsvorsitzende Manfred Rommel, der Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen, Dr. Manfred Matusza und viele Kreis- und Vereinsvorstände mit deren Mitgliedern. Mit einer Ausstellungszahl von 211 Kaninchen und 100 Geflügel konnte der Verein in seiner eigenen Vereinsanlage stolz auf sich sein. In einem ehrwürdigen Rahmen konnten verdiente Mitglieder und die Gewinner der Ausstellung geehrt werden. Mit diesem Jubiläum verbunden, wurde auch das 25-jährige Bestehen der Frauengruppe gefeiert.

Im Januar 2001 wurde der erst 21-jährige Holger Haller zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt, der sein Amt bis heute inne hält. Unter seiner Führung und der großen Anzahl von Helfern und Gönnern konnte u. a. ein Kinderspielplatz errichtet werden, welcher im Sommer 2003 mit einem Tag der offenen Tür unter Besichtigung der Zuchtanlage feierlich eingeweiht werden konnte. Auch wurde die Küche des Vereinsheims komplett neu renoviert und vergrößert. Im Laufe der letzten Jahre ist es auch wieder gelungen, neue Züchter und Mitglieder zu gewinnen.

Aufgrund des Todes des Ehrenvorsitzenden Wilhelm Jauch wurde 2003 die „Wilhelm-Jauch-Gedächtnisschau“ eingeführt. Mit den befreundeten Vereinen C5 Bad-Dürrheim, Z 504 Dauchingen und Z 295 Tuningen konnte seither regelmäßig diese Schau durchgeführt werden. Alljährlich freut man sich auf den gemeinsamen „Wettkampf“ um den “Wilhelm-Jauch-Gedächtnispokal“. Und jeder wird uns Recht geben, dass es keine bessere Art geben kann, unseren Wilhelm im Gedächtnis zu behalten und auch in Zukunft ihn und seine Verdienste um den Kaninchenzüchterverein Z 148 Schwenningen zu würdigen.

Nun sind bereits wieder fast 5 Jahre vergangen und im Verein ist wieder viel geschehen, was sich zum Erzählen lohnt. Erneut konnten wieder Neuerungen durchgeführt werden. Die Bestuhlung in der Gaststätte erfreut sich eines neuen Bezuges, der in seiner "Frische" neue Farbe ins Vereinsheim bringt. Parallel hierzu wurden neue Vorhänge samt Stores erworben.

Für unsere Gäste wurde eine gänzliche neue Lüftung in unser Vereinsheim eingebaut, da die alte bereits viele Tausende Betriebsstunden hinter sich gebracht hatte und uns bis dahin einen sehr guten Dienst erwiesen hatte. Aber alles Gute hat auch mal sein Ende. Seitdem hat sich die Luftsituation in unserem Lokal um ein erhebliches verbessert. Dies wird bekräftigt durch das neu eingeführte Nichtraucherschutzgesetz, welches auch von uns umgesetzt wurde.

In mühevoller Arbeit wurde der Innenhof unserer Vereinsanlage gänzlich neu gerichtet. Der bisherige Belag (eine Mischung aus kleinen Kieselsteinchen, Sand, Schmutz etc.) musste weichen und wurde durch feste Steine ersetzt. Dies führt dazu, dass an schlechten Tagen das Regenwasser gänzlich ablaufen und nicht mehr in Form von großen "Pfützen" den Platz und vor allem das Schuhwerk verunstalten kann.

2006 wurde unser Verein, wie auch ein Großteil unseres Landkreises, von einem schweren Hagelunwetter heimgesucht. Mit viel Glück konnten wir behaupten, bei ca. 100 beschädigten Ziegeln, mit dem sprichwörtlichen "blauen Auge" davon gekommen zu sein. Allerdings war uns zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass das Dach unseres Lokals neu gedeckt werden muss, vor allem weil die bisher benutzten Ziegel nicht mehr hergestellt werden. Im Mai 2008 war es nun soweit, und seitdem erstrahlt das Dach unserer Vereinsheimes in neuem Antlitz.

Über den Verein selber können wir mit Stolz behaupten, dass er in den vergangenen Jahren einen erheblichen Aufschwung erleben durfte. Nicht weniger als 30 neue Mitglieder, davon 4 neue Züchter konnten wir bei uns aufnehmen. Dies ist nicht zuletzt dem zu verdanken, dass die Züchter und Mitglieder verstärkt Werbung für den Verein machen...

und sind wir doch mal ehrlich:

Wenn ein Mitglied keine Begeisterung für seinen Verein und der damit verbundenen Geselligkeit verspürt, macht dieser auch keine Werbung. Aber genau diese Begeisterung und die Überzeugung, einem super "Haufen" anzugehören, macht unseren Verein so lobenswert !