Sprichwörter und Redensarten
Weihnachten
Markt und Strassen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt´s wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)
Lesetraining
P/ 31
P/ 29
Luat eienr Stduie der Cambridge Unievrstiät speilt es kenie Rlloe
in welcehr Reiehnfogle die Buhcstbaen in eniem Wort vorkmomen, die eingzie whctige Sahce ist, dsas der ertse und der lettze Buhcstbaen stmimt. Der Rset knan in eienm völilegen Duchrienanedr sein und knan trtozedm prboelmols gelseen wreden. Das ist, wiel das menchsilche Ague nicht jeedn
Buhcstbaen liset. Ertsuanlcih, nihct?
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Geschichten auf Reisen (Geschichten schreiben)
Der Clown im Estrich
Die drei Freundinnen Fatina, Hüveysa, und Amina hatten sich am Abend bei Ilana getroffen, um zusammen das Supertalent zu schauen. Ilanas Eltern waren im Theater, so hatten die vier Mädchen das ganze Hause für sich. Anschliessend würden alle hier schlafen.
Sie sassen gemütlich in den bequemen Sesseln des dunklen Wohnzimmers und knabberten Chips, welche Fatina in einem grossen Sack mitgebracht hatte. Plötzlich zischte Ilana: „Still! – hört ihr das Geräusch?“ Niemand wagte zu atmen. Ilana flüsterte: „Vom Estrich – ich habe das Gefühl, es kommt vom Estrich.“ Sie stellte dabei den Ton des Fernsehers auf „stumm“.
Die anderen drei Mädchen schauten sie komisch an und dachten: „Was hört die da?“ Ilana stellte den Ton auf „laut“ und sie schauten weiter.
Plötzlich hörten es alle vier - „Badabumm“, – und noch einmal, „Badabumm“. Wie ein schleifendes Echo hallte das Geräusch nach. Sie standen auf und machten überall Licht. Sie schauten in den anliegenden Zimmern nach. Sie wagten kaum zu atmen und hatten sehr grosse Angst. Trotzdem gingen sie die Treppe hoch; sie hielten einander an den Händen und Ilana zog die Leiter zum Estrich herunter. Hüveysa half ihr dabei, da die Feder, welche die Treppe oben hielt, sehr schwer ging und quietschte. Niemand sprach ein Wort.
Ilana ging zuerst hinauf und schaltete das Licht ein. Die alte Lampe flackerte. Sie schauten sich um. Amina entdeckte alte Spielschachteln unter einer Decke. Die drei anderen Mädchen kamen zu Amina und wählten ein Spiel aus. Ilana hob den Deckel ab, der voller Staub war. Hüveysa nahm das Blatt heraus, das oben auf dem Brettspiel lag. Es war die Spielanleitung - aber Amina konnte die Schrift gar nicht lesen.
Die Mädchen vergassen die unheimlichen Geräusche und begannen das Spiel auszupacken. Plötzlich hörten sie nochmals das grausame Geräusch mit dem quietschenden Echohall hinten-drein. Fatina zuckte zusammen und warf sich in Aminas Arme.
Ilana stand auf und polterte: „Ich bin kein Angsthase!“. Sie beugte sich um die Ecke und schaute nach hinten. Ein Killerclown stand da!
Ilana zuckte im ersten Moment zusammen, aber dann ging es wieder. Der Killerclown kam langsam zu ihnen und flüsterte: „Ich will mit euch spielen.“
Vor dem Haus hörte man ein Auto auf die Einfahrt einbiegen – der Motor wurde ausge-schaltet – das waren die Eltern, die nach Hause kamen. Die vier Mädchen mussten sehr schnell hinunterrennen. Vorher verabschiedeten sich von dem Killerclown. Sie setzten sich schnell vor den Fernseher und assen Chips. Ilanas Mutter öffnete die Türe und rief: „Ihr müsst ins Bett! Morgen ist Schule!“ Sie gingen ins Bett und schwatzten noch sehr lange, bis sie endlich einschliefen.
Der sonderbare Estrich
Heute stand das Unihockeyturnier gegen Bleienbach an - ich musste unbedingt mein Material bereitmachen, damit alles für den wichtigen Kampf da war. Die Kleider und die Schienbeinschützer waren in meinem Schrank. Ich nahm sie heraus und legte sie auf das Bett.
Aber mein neuer Stock - er war für den Wettkampf zugelassen mit hun-dertdrei Zentimetern Länge und dreihundertachtzig Gramm Gewicht, war nicht hier im Zimmer. Ich hatte den Stock noch gar nie benutzt. Unten auf dem weissen Schaft war auch das Prüfzertifikat aufgeklebt, ganz nahe bei der roten Netzkelle. Gewöhnliche Stöcke wurden für dieses Spiel nicht akzeptiert. Wahrscheinlich waren auch die knallroten Hallenschuhe mit dem Stock oben im Estrich.
Ich stieg in Gedanken an das nahende Turnier auf den Estrich. Als ich oben war und die Türe aufstiess, schlug mir ein muffiger Geruch entgegen. Ich knipste das Licht an und fühlte gleich, dass ich nicht alleine im düsteren Dachraum war. Ich schaute mich suchend um, sah aber nichts. Also beschloss ich, trotz dem mulmigen Gefühl, die Tasche mit meinem Material zu suchen.
Hinten, an der Aussenwand, stand die grüne Holzkiste mit dem gewölbten Deckel. Das war der Platz für meine Sportgeräte. Ich musste einige Spinnweben, die zwischen den dunklen Balken und Gartenstühlen gespannt waren, mit den Händen wegschieben, damit sie mir nicht ins Gesicht wischten.
Als ich die schwere, staubige Kiste öffnete, die hinten an der Wand stand, stockte mir der Atem und ich kippte vor Schreck fast um. In der alten Holziste war nicht wie gedacht der neue Unihockeyschläger mit den zehn Unihockeybällen, sondern zehn Vampirgebisse und ein schwarzer Vampirumhang mit einem roten Innenfutter.
Also öffnete ich die kleinere Kiste daneben, aber auch dort war nicht das erwartete Sportmaterial. Ganz in Panik öffnete ich eine Kiste nach der anderen, bis alle offen standen, aber ich fand nur Vampirsachen. Ich war verzweifelt, in einer Vierteistunde fing das Training an! Ich durchsuchte den ganzen Estrich nach der Person, die ich zu fühlen glaubte. Nichts, nicht die geringste Vampirhand fand ich. Nur Spinnweben und Staubschwaden umgaben mich. Ich begann zu schwitzen und um Luft zu ringen.
Und dann plötzlich rief Mama: „Emma, komm wir müssen zum Training fahren, sonst kommen wir zu spät!“ Ich antwortete: „Gerade, ich muss nur noch schnell den Schläger holen.“ Ich war verzweifelt.
Und nun rief die gleiche Stimme nochmal, aber was ganz anderes: „Emma, komm - du musst jetzt in die Schule!“ Ich rieb mir verschlafen die Augen und war froh, dass es nur ein Albtraum war.
Beispiele „direkte Rede“
Emil meinte: „Ich glaube, ich habe gewonnen.“
Anna antwortete: „Du Lügner!“
Peter fragte: „Ist es schlimm?“
„Das ist nichts“, erklärte Karin.
„Bist du blöd?“, schrie Carla.
„Sei ruhig!“, polterte Mia.
„Ich brauche“, jammerte David, „eine Pause.“
„Meinst du“, wollte Eva wissen, „das geht so?“
„Ja“, brummte Lucas, „schau her!“
Im Nebel
Hermann Hesse
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
SCHREIBWELT
Geschichten auf Reisen:
- vier Schritte des Schreibens 1) Ideenstube
vorbereiten, sammeln
2) Schreibatelier
entwerfen, formulieren
3) Konferenzraum
überarbeiten (Inhalt)
4) Korrektorat
überarbeiten (Sprache)
Inhalte
- Orte: auf einer Insel / im Wald oder Urwald / in einer Höhle /
auf dem Pausenplatz / in der Stadt / auf dem Sportplatz /
auf dem Estrich / in einer Menschenmenge / auf einem Schiff
- Art: Krimi / Tiergeschichte / Abenteuergeschichte /
Gespenster- oder Gruselgeschichte
2. November 2018: die Kinder ergänzen ihre Pultbücher (zusätzlich oder austauschen).
Steckbriefe (Fehler-Selbstkorrektur)
Jeans (de Gènes), Leggins, T-Shirt, Pullover (pull over), Jogging-Hosen,
ich ziehe Kleider an, ich ziehe mich um, ich kann gut schreiben,
ich habe blondes Haar und ein bisschen blaue Augen, ich habe Termine
ich habe Freizeit, ich mache Hausaufgaben, ich habe Spass, ich habe Angst vor Spinnen, ich habe einen Wunsch,
ich habe Geheimnisse, ich habe einmal / ein Mal Schule, ich bin mit Freunden zusammen, am Nachmittag, am Abend,
ich spiele Eishockey, ich mache Sport, ich spiele Geige am Dienstag, die Mannschaft
ich kann singen und tanzen, ich kann gut zeichnen, das Zeichnen gefällt mir, ich kann Fahrrad fahren, ich fahre Rad,
ich bin zuhause / ich bin zu Hause, ich gehe spazieren, ich tanze tamilisch
Geschichten schreiben
Korrektorat
der Karton, das Kreuz, die Viertelstunde, der Albtraum, das Wickelbaby, in der Nähe, der Bär lebt in der Höhle, die
Ordnung, der Besuch, er kommt zu Besuch, der Unterricht, der Revolver, das Team, am Ende, das Ende, das Gewehr,
fahren, zeichnen - gezeichnet, verzweifeln, entdecken, er besucht, nachsitzen, glänzen,
endlich, es war einmal,
Er sagt: „Ich komme."
Zahlen 1 -10 auschreiben ..... acht Uhr am Abend