Vielfältige Bewirtschaftung statt einseitiger Nutzung
Im Gegensatz zu reinen Marktfruchtbetrieben setzen wir bewusst auf über 15 verschiedene Kulturen. Diese Vielfalt umfasst neben klassischen Ackerkulturen auch Arznei- und Gewürzpflanzen wie Pfefferminze, Melisse und Johanniskraut. Weite Fruchtfolgen, unterschiedliche Aussaat- und Erntezeitpunkte sowie variierende Bestandsstrukturen fördern nicht nur die Bodenqualität, sondern schaffen auch abwechslungsreiche Lebensräume für Insekten, Feldvögel und Niederwild.
Geschlossene Kreisläufe zum Schutz von Boden und Umwelt
Ein zentraler Vorteil unseres Betriebes ist die konsequent umgesetzte Kreislaufwirtschaft:
Milchviehhaltung mit rund 630 Kühen inklusive Nachzucht sowie Schweinezucht und -mast liefern wertvolle organische Dünger
Biogasanlage: Nutzung von Wirtschaftsdüngern und pflanzlichen Reststoffen, Rückführung der nährstoffreichen Gärreste auf die Flächen
Reduzierung mineralischer Düngung und nachhaltige Förderung von Humusaufbau und Bodenleben
Diese Bewirtschaftungsweise trägt langfristig zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, zur Schonung der Ressourcen und zur Wertstabilität der verpachteten Flächen bei.
Aktiver Schutz von Flora und Fauna
Der Erhalt und die Förderung der Biodiversität sind feste Bestandteile unserer Bewirtschaftungsstrategie. Dazu gehören unter anderem:
Stilllegungs- und Extensivierungsflächen, die gezielt als Rückzugsräume für Wildtiere und Insekten dienen
Anlage und Pflege von Blühflächen, Randstreifen und strukturreichen Ackerrandbereichen
Teilnahme an Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (z. B. KULAP)
Feldhamster-Schutzmaßnahmen, wie angepasste Bewirtschaftung, Ernteverzichts- bzw. Schutzstreifen und reduzierte Bodenbearbeitung auf ausgewählten Flächen
Zeitlich und räumlich angepasste Arbeitsgänge zur Schonung von Brut- und Setzzeiten
Diese Maßnahmen erfolgen nicht isoliert, sondern sind in den gesamten Betriebsablauf integriert und werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Verantwortung über die Fläche hinaus
Mit der Energieerzeugung aus Biogas sowie einem eigenen Kantinenbetrieb übernehmen wir Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über die Verwertung bis hin zur regionalen Versorgung. Die landwirtschaftlichen Flächen werden dabei stets als langfristige Lebens- und Produktionsgrundlage verstanden, nicht als kurzfristiges Nutzungsobjekt.