Die Ahnentafel - nur ein überflüssiger "Fetzen" Papier…???
Zu einem Rassehund gehört die Ahnentafel wie zu uns Menschen der === Personalausweis!
Leider viel zu oft hört man Rassehundelieber und zukünfige Käufer von Rassehunden sagen:
"Papiere - brauch ich nicht - ich will ja nicht Züchten oder austellen - ich möchte nur einen Familienhund und
wozu brauche ich dann eine Ahnentafel?!"
Die meisten Rassehundliebhaber können mit Ausstellung und Zucht nichts anfangen und
es ist ihnen oft auch egal ob die Vorfahren ihres Welpen irgendwelche Titel besaßen -
aber diese Titel und Ausstellungsergebnisse werten den Rassestandard des Hundes und
sind für die Erhaltung dieses Standards. Für den Züchter und letztlich auch den Käufer eines Rassehundes sehr wichtig -
weil nur die Ahnentafel und die Zucht am Rassestandard garantieren auch dem Käufer einen Rassehund zu erwerben,
der auch wie einer nach heutig gültigem Standard aussieht - sonst könnte man ja auch einen Mischling kaufen.
Wenn es also ein Rassehund mit der entsprechenden Optik nach Standard und
den auch speziellen Charaktereigenschaften dieser Rasse sein soll - dann sind zwingend auch Papiere erforderlich!
Das also die Ahnentafel nur ein unnötiger "Fetzen" Papier ist ein schwerer Irrtum!
Es zählen nicht nur die Titel oder das Prestige einer Ahnentafel sondern eben ganz andere wichtige Dinge!
Aufbau einer Ahnentafel:
Eine normale Ahnentafel ist in drei Bereiche aufgeteilt.
Zum einen die Daten des Rasse-Hundes/Welpen mit Angaben über
- Name
- Zwingername
- Geschlecht
- Geburtsdatum
- Farbe (ausgeschrieben oder in Form eines Farbcodes)
- Rasse (ausgeschrieben oder in Form eines Codes)
- Registrierungsnummer bzw. die Chip-Nr.
Weiter sind die Daten der Ahnen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und manchmal sogar UrUrgroßeltern mit -
Name, Zwingername, Farbe und Zuchtbuchnummer zu finden.
Mindestens drei Generationen der Ahnen müssen eingetragen sein.
Und auch die Daten des Züchters und der ausstellende Rassehundeverein sind angegeben.
Die Bedeutung der Ahnentafel darf also nicht unterschätzt werden -
Abstammungspapiere zeigen eine lückenlose Reihe von Vorfahren auf und beweisen, dass der Hund reinrassig ist.
Die Ahnen des Hundes wurden demnach alle von ausgebildeten Zuchtwarten für zuchttauglich befunden und
auf Ausstellungen von Zuchtrichtern nach dem Rassestandard beurteilt -
sie entsprechen dem Rassestandard und weiter sind alle in der Ahnentafel vorkommenden Vorfahren,
deren Züchter (die sich an Zuchtrichtlinien ihres Rassehundevereins zu halten haben) bei einem Verein registriert.
Nur die Ahnentafel garantiert, dass kein einziger Vorfahres ihres neue Lieblings aus Vermehrerhänden kommt!
Züchter können anhand der Ahnentafel die Zuchtlinien des Rassehundes einsehen, Inzucht vermeiden und gesunde Linien
miteinander kombinieren.
Da es sich auch bei Rassehunden um Lebewesen und Geschöpfe der Natur handelt kann es trotz
aller Bemühungen des Züchters passieren, dass versteckte Erbfehler erst nach Generationen auftreten und sich bei den
Nachzuchten zeigt.
Die Ahnentafel zeigt dem Züchter eventuell über welche Linien bestimmte Defekte vererbt werden konnten und
er kann handeln, indem er betroffene Tiere aus der Zucht nimmt bzw. weitere Züchter,
welche mit Tieren aus diesen Linien züchten, darüber informiert.
Bei Kauf von Rassehunden ohne Papiere ist gar nichts nachzuvollziehen - weder Abstammung,
noch Gesundheit noch eventuelle Erbkrankheiten und auch "Hobbyzüchter" ohne Papiere können nicht nachvollziehen
ob Hunde an Erbkrankheit verstorben sind und diese sich bereits an die zum Kauf angebotenen Welpen weiter vererbt haben.
Deshalb kauft man den Rassehundwelpen nur beim Züchter mit Ahnentafel und erkundigt sich am besten
vor Kauf bei einem Rassehundeverein!