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McGinn´s Position zu Saul Kripke

 

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Bettina Müller, M.A.

 

Einleitung

 

In der folgenden Arbeit sollen Collin McGinn, Wittgenstein on Meaning und Saul Kripke, Wittgenstein. Über Regeln und Privatsprache diskutiert werden. Hierbei wird McGinn mit seiner Kritik an Kripke in Frage gestellt . Um die beiden Positionen zu erläutern, soll  Wittgensteins Privatsprachenargument dargestellt und exemplarisch Michael Esfelds Kripke 20 Jahre Regelfolgen nach Kripkes Wittgenstein und Klaus Puhl zum Regelfolgen herangezogen werden. Esfelds Aufsatz zeigt eben auf, wie weit die Diskussion um Kripke vorangeschritten ist. Es soll ganz knapp Saul Kripke erläutert werden. Dies soll deswegen in verkürzter Form geschehen, da Kripke viel zitiert und diskutiert ist und dem in der Darstellung hier nicht viel neues hinzuzufügen ist. Um McGinn pointiert zu kritisieren, soll anhand eines Aufsatzes von Hans Sluga, „Wittgenstein and Pyrrhonism“, der Frage nach skeptischen Elementen bei Wittgenstein nachgegangen werden. Hans Sluga beschreibt gekonnt den Einfluss von Mauthner auf Wittgenstein und findet ein abgewogenes Urteil. Die Frage nach skeptischen Elementen soll herangezogen werden, um McGinn hier anzugreifen und zu destruieren, da er Kripke an dieser Stelle kritisiert. Hierbei finde ich den Ansatz von Sluga gut, da er auch mit philosophiegeschichtlichen Argumenten kommt und die Möglichkeit einer skeptischen Position aufzeigt.

 

1. Wittgensteins Privatsprachenargument

1.1 Das Privatsprachenargument

Zu Wittgensteins Privatsprachenargument wird bekanntermaßen viel geschrieben. Sehr oft wird das Thema der privaten Sprache mit dem Thema des Regelfolgens direkt miteinander verknüpft. Stewart Candlish teilt die Auseinandersetzung um das Privatsprachenargument in drei Phasen ein, in eine orthodoxe, dessen Repräsentant Robert Fogelin war, in eine Gruppe prominenter Oxfordprofessoren und in eine neuere Gruppe, die auf die Debatte von Saul Kripke zurückzuführen sei.[1]

Als zentrale Stelle des Privatsprachenargument wird immer wieder Satz 202 angeführt, dass der Regel zu folgen glauben nicht dasselbe sei, wie einer Regel zu folgen.

 

„Darum ist >der Regel folgen< eine Praxis. Und der Regel zu folgen glauben ist nicht: der Regel folgen. Und darum kann man nicht der Regel >privatim< folgen, weil sonst der Regel zu folgen glauben dasselbe wäre, wie der Regel folgen.“

 

Candlish führt an, dass dies so sogar im Zusammenhang mit Schmerzen zu sehen sei.

 

„ Man fühle unmittelbar, was Schmerzen sind; man brauche der Empfindung nur einen Namen zu geben, und auf der Stelle seien die Regeln für den späteren Gebrauch des Namens festgelegt. Dass sich dieser Eindruck einer Einbildung verdankt, versucht Wittgenstein ebenso deutlich zu machen wie die Einsicht, dass sich auch die Identität der Schmerzen erst aus einer gemeinsamen Praxis der Äußerung, des Reagierens und des Sprachgebrauchs herleitet.“[2]

 

Auch das Gefühl „E“ gehört in die kritische Diskussion um die private Sprache und ist kein Argument für ein privates Sprechen. Man kann dem Zeichen „E“ keine private Bedeutung geben. Candlish ordnet die Diskussion um das Zeichen „E“ dem Bereich Erinnerungsskeptizismus zu.

 

Wichtig ist auch zu wissen, was Wittgenstein unter einer möglichen Privatsprache versteht – das wird ziemlich genau dahingehend abgegrenzt, dass dies Worte seien, zu denen nur der Sprechende Empfindung hat – Satz 243:

 

„ […]  Die Wörter dieser Sprache sollen sich auf das beziehen, wovon nur der Sprechende wissen kann; auf seine unmittelbaren, privaten, Empfindungen. Ein anderer kann diese Sprache also nicht verstehen.“

 

Eine Robinson Crusoe – Sprache, eine erfundene Sprache,  alle anderen Möglichkeiten schließt Wittgenstein somit im Prinzip aus.

 

1.2 Das Regelfolgen

1.2.1 Klaus Puhl

Ludwig Wittgenstein stellte eine Reihe von Bemerkungen zum Regelfolgen auf und Klaus Puhl schrieb einen bemerkenswerten Aufsatz hierzu: „Regelfolgen“[3]. Neben einleitenden Bemerkungen hält Puhl fest, dass Wittgenstein keine Definition[4] des Regelbegriffs abgibt, er auch keine Wesensbestimmung anbringt, sondern lose miteinander verbundene Merkmale aufzeigt. Und ex negativo werden die größten Irrtümer wie Expliziertheit, Determiniertheit und Vollständigkeit aufgezeigt:

 

Expliziertheit:

Mit Expliziertheit einer Regel ist gemeint, dass ein Sprecher einer Sprache eine Regel kennt, wenn er sie anwendet, und zwar in einer expliziten Form. Und das ist nicht der Fall. Jeder Sprecher einer Sprache kann seine Sprache sprechen, ohne der expliziten Kenntnis der Grammatikregeln. Allein das Verhalten muss als regelfolgend erkennbar sein.

 

Determiniertheit:

Mit Determiniertheit ist gemeint, dass die Regel, nach der jemand handelt vonvornheren vorgegeben sein muss.

Wittgenstein geht so weit, dass er die Möglichkeit einräumt, beim Spielen die Regeln zu erfinden - "make up the rules as we go along" z.B. könnte man sich ein Ballspiel vorstellen, bei dem man beim Spielen die Regel ständig neu erfindet.

 

Vollständigkeit:

Mit Vollständigkeit ist gemeint, dass alle Aspekte des regelfolgenden Verhaltens durch die Regel bestimmt sein müssen.

PU 84 und PU 83 argumentieren gegen ein Vollständigkeitsprinzip. Es ist nicht alles von Regeln begrenzt - so gibt es z.B. beim Tennis keine Regel, wie hoch ein Ball zu werfen ist. Obwohl diese Regel nirgends exemplifiziert ist, gibt es z.B. die Regel, "wirf den Ball so hoch du kannst!" Nach PU 85 wird eine Regel mit einem Wegweiser verglichen. Er zeigt zwar den Weg, ob man nun aber neben dem Weg geht, ob man eine Abkürzung benutzt oder den Weg auf allen vieren geht, bleibt jedem selber überlassen. Man könnte kaum die verschiedenen Möglichkeiten ausschließen, mit denen man den Weg gehen kann. Dies ist eine gute Metapher, der Wegweiser lässt keinen Zweifel offen und lässt gleichzeitig alles offen.

 

Puhl hält weiter fest, dass der Gebrauch für die Bedeutung des Regelausdruckes und seiner Normativität wesentlich sei, nicht im Befolgen ausdrücklich festgelegter Regeln! Nach einer Diskussion von Kripke hält Puhl zusammenfassend fest, dass Wittgensteins Regelfolger nicht das egozentrische Subjekt des tractatus sei, sondern ein aktives und soziales Wesen.

 

Für die Diskussion von Saul Kripke bietet sich Michael Esfeld an.

 

1.2.2 Michael Esfeld

In seinem Aufsatz: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein[5], konstatiert Esfeld, dass das Problem des Regelfolgens in das Zentrum der Sprachphilosophie gerückt sei. Sein Diskussionsbericht möchte sagen, worin dieses Problem besteht. Er distanziert sich jedoch davon, eine Exegese von Kripke darzulegen oder die Frage zu beantworten, ob Kripke Wittgenstein richtig wiedergibt.

 

Mit Regelfolgen ist nach Esfeld zusammenfassend dies gemeint:

 

„Wenn eine Person über einen Begriff verfügt, dann hat sie die Fähigkeit, diesen Begriff in unbestimmt vielen neuen Situationen zu verwenden. Wenn eine Person beispielsweise über den Begriff »Baum« verfügt, dann weiß sie in unbestimmt vielen neuen Situationen, mit denen sie konfrontiert ist, von welchen Dingen es korrekt ist, zu sagen, „Dies ist ein Baum“, und von welchen Dingen es nicht korrekt ist, dieses zu sagen. Das kann man so ausdrücken: Indem eine Person einen Begriff gebraucht, folgt sie einer Regel, die sagt, was korrekt und was inkorrekt in der Verwendung des betreffenden Begriffs ist.“[6]

 

Gebraucht eine Person einen Begriff, fährt Esfeld weiter fort, folgt sie einer Regel, die besagt, was korrekt oder inkorrekt ist. Das Problem des Regelfolgens ist, wie wir im Umgang mit Begriffen bestimmter Bedeutungsregeln folgen. Dieses Problem kann unter zwei Aspekten betrachtet werden – dem Infinitiv- und dem Normativitätsaspekt.

Der Infinitiv-Aspekt besagt, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, Dinge zu formulieren und doch stimmen diese Möglichkeiten mit der einen Möglichkeit überein.


“Jede dieser Weisen stimmt mit der Regel überein, welches dieses Endliche instantiiert, unter einer Interpretation dessen, was diese Regel ist.”[7]


Der Normativitätsaspekt fragt danach, was bestimmt, welches die korrekte Weise ist, einen Begriff in einer neuen Situation zu verwenden:


“Was bestimmt, welches die korrekte Weise ist, einen Begriff in einer neuen Situation zu verwenden, so dass die betreffende Person einer Regel folgt im Sinne dessen, dass ihr eine Unterscheidung zwischen korrektem und inkorrektem Regelfolgen zur Verfügung steht?”[8]

Für diese zwei Aspekte gibt Esfeld 3 Lösungsvorschläge an. Die direkte Lösung, die skeptische und die pragmatische Lösung.

 

Die direkte Lösung meint, dass  es Wahrheitsbedingungen für Aussagen gibt, die Personen Überzeugungen mit einer bestimmten Bedeutung zuschreiben, dass es semantische Fakten unabhängig vom Begriffsgebrauch gibt. Hierunter fallen auch biologistische Vorstellungen, die u. a. auch von McGinn vertreten wird.

 

„Wenn das biologische Funktionskonzept auf die Semantik übertragen wird, dann ist die Idee, dass (a) mentale Eigenschaften von Personen einschließlich der Eigenschaft, Überzeugungen zu haben, funktionale Eigenschaften im biologischen Sinne sind und dass (b) auch deren semantischer Aspekt durch deren biologische Funktion verstanden werden kann.“[9]


Esfeld wendet gegen die direkte Lösung ein, dass die Bedeutungen unsere Überzeugungen feingliedriger sind als der Bezug zur Welt. Des Weiteren sind biologistische Funktionen keine Normen.

 

„Wenn ein bestimmtes Verhalten dem Überleben und der Reproduktion eines bestimmten Organismus förderlich ist, folgt daraus nicht die Norm, dass es für den Organismus korrekt ist, sich in der betreffenden Weise zu verhalten. Selbst wenn biologische Funktionen in gewisser Weise normativ vom Standpunkt der Evolution aus sein sollten, bleibt die Frage bestehen, wie ein denkendes Wesen von seiner Perspektive aus eine Unterscheidung zwischen  korrektem und inkorrektem Regelfolgen zur Verfügung haben kann.“[10]

 

Die skeptische Lösung beinhaltet einen skeptischen Lösungsansatz. Während die direkte Lösung Wahrheitsbedingungen angibt, erkennt die skeptische Lösung lediglich Behauptbarkeitsbedingungen an.

 

„Dass eine Person eine Überzeugung mit einer bestimmten Bedeutung hat, ist genau dann behauptbar, wenn die Person an einer sozialen, sprachlichen Praxis teilnimmt, in der sie von anderen Personen so behandelt wird, dass sie Überzeugungen des betreffenden Typs hat.“[11]

 

Die skeptische Lösung lässt den Schluss von Behauptbarkeits- zu Wahrheitsbedingungen

nicht zu, da es für die Gemeinschaft kein solches Kriterium gibt. Durch den Gebrauch wird festgesetzt, was der korrekte Gebrauch ist.

 

Die pragmatische Lösung ist eine Zwischenform und erkennt im Gegensatz zur skeptischen Lösung Wahrheitskriterien an.

 

Diese drei Lösungen lassen sich in Verbindung mit dem Infinitäts- und Normativitätsaspekt nochmals deutlich gemacht werden:

- die direkte Lösung bezieht sich unmittelbar auf den Infinitätsaspekt. Die unendlich vielen Möglichkeiten werden so eingeschränkt, dass die Bestimmtheit der Bedeutung unserer Überzeugung rekonstruiert werden kann.

„Eine direkte Lösung bezieht sich unmittelbar auf den Infinitäts-Aspekt. Sie versucht, etwas aufzuweisen, das die unendlich vielen logisch möglichen Bedeutungen soweit einschränkt, dass die Bestimmtheit der Bedeutung unser Überzeugungen rekonstruiert werden kann. Wenn dieser Aufweis gelingt, dann gibt es etwas, das den semantisch korrekten Gebrauch eines Begriffes für unbestimmt viele neue Situationen festlegt.“
[12]

-die skeptische Lösung bestreitet dies. Normativität bezieht sich ausschließlich auf Übereinstimmung zwischen Individuum und Gemeinschaft.

„Eine skeptische Lösung geht davon aus, dass es so etwas nicht gibt. Daraus wird der Schluss gezogen, dass es keine rationalen und normativen Kriterien für den zukünftigen Gebrauch eines Begriffes gibt; die Normativität bezieht sich ausschließlich auf die jeweilige Übereinstimmung zwischen Individuum und Gemeinschaft.“
[13]

- eine pragmatische Lösung setzt beim Normativitäts-Aspekt an. Hierbei ist zentral der Aspekt der Sanktionen. Bestärkungen oder Zurückhaltungen regeln den korrekten Gebrauch.

Eine pragmatische Lösung setzt beim Normativitäts- im Unterschied zum Infinitäts-Aspekt an. Zentral ist das Konzept von Sanktionen. Sanktionen im Sinne von Bestärkungen oder Zurückhaltungen bestimmter Handlungsweisen sollen einer Person ein Kriterium der Unterscheidung zwischen dem zur Verfügung stellen, was die Person selbst für korrekt hält, und dem, was korrekt ist in den Augen anderer. Sanktionen sollen auf diese Weise für die beteiligten Personen den Spielraum möglicher Bedeutungen eingrenzen: Sie sollen den beteiligten Personen ein praktisches Wissen vermitteln, welches es ihnen ermöglicht, einer Regel ohne Interpretation zu folgen, und welches festlegt, was der korrekte Gebrauch eines Begriffes in unbestimmt vielen neuen Situationen ist.“[14]

 

2. Wittgenstein ein Skeptiker?

2.1 Skeptizismus

Skeptizismus ergibt sich aus der Kritik an der Leistungsfähigkeit menschlichen Erkenntnisvermögens. Historisch wird Sextus Empiricus als entschiedenster Vertreter der antiken Skepsis genannt. Descartes, ein Philosoph der Neuzeit, der zwar bekannt ist für seinen Zweifel ist z.B. kein Skeptiker, da er den Zweifel aufheben möchte. In der neueren Diskussion ist vor allem Gettier mit seinen „Gettierproblemen“ bekannt geworden.[15]

 

2.2 Wittgenstein as a Pyrrhonian Scepticist

Ein aufschlussreicher Aufsatz Pyrrhonian Scepticism zum Skeptizismus findet man bei Hans Sluga, der der Frage nachgeht, ob Wittgenstein ein Skeptiker war, und wie sein Verhältnis zu Mauthner sei.

Skeptizismus, subsummiert Sluga zu Beginn seines Aufsatzes, zeigt die Grenzen und Möglichkeiten menschlichen Wissens. Mit Robert Fogelin gesprochen gebe es zwei Arten von theoretischem Skeptizismus. Die erste stellt philosophische Theorie überhaupt in Frage, die zweite kümmert sich um Teilgebiete wie Logik, Ethik oder Metaphysik. Er erinnert auch an Philosophen, die selbstbeschränkende Argumente benutzen und bezeichnet diese als Pyrrhonische Skeptiker, in diese Richtung ordnet er auch Ludwig Wittgenstein ein, da er sehr in einem skeptischen Ton schreibt. So lehrt uns z. B. Wittgenstein, dass metaphysische Sätze unsinnig sind. Ebenso wird das Regelfolgen und die Diskussion um die Privatsprache als skeptisch charakterisiert.

 

„But he also writes much of the time in a strikingly sceptical tone of voice. His tractatus proposes, for instance, to show us, that metaphysical claims are strictly senseless. And what are we to say to his “sceptical” arguments against the possibility of an essentially private language? Do these not amount to a philosophical skepticism concerning necessity and private experience.”[16]

 

Als weitere Indizien für einen skeptischen Ansatz wird der tractatus herangezogen, da Wittgenstein sagt, die philosophischen Probleme bestünden aus Missverständnissen der Logik der Sprache, oder den Philosophischen Untersuchungen, Satz 128, dass Thesen der Philosophie nicht zu diskutieren seien, weil alle mit ihnen einverstanden wären. Soweit Slugas´ Darstellung von Fogelin.

Wittgenstein als ein Pyrrhonischen Skeptiker geht auf Fritz Mauthner zurück, und der Lektüre des Buches Contributions to a critique of language. In diesem Buch beschreibt Mauthner sein Engagement bezüglich des Pyrrhonischen Skeptizismus.

Mauthner war von Schopenhauer und Mach beeinflusst und fand, dass auch Schopenhauer ein Pyrrhonischer Skeptiker sei. Schopenhauers Pessimismus war ein Skeptizismus, der die Philosophie übersteigt. Mach, Leser Schopenhauers, war Mauthners Professor in Prag und hatte auch Mauthner einen großen Einfluss. Mach erlebte, wie Mauthner seine Ziele teilte – die Wissenschaft von metaphysischen Elementen zu befreien.

Liest man den tractatus, so beginnt Wittgenstein damit, dass alle Philosophie Sprachkritik sei, jedoch nicht im Sinne Mauthners. Sluga merkt jedoch an, dass nur der ungeübte Leser eine Gegnerschaft Wittgensteins erkennt, wer aufmerksam liest, weiß, dass Wittgenstein im Vorfeld der kleinen Runde gedenkt, deren Gedanken ihn beim Schreiben beeinflusst haben: Frege, Russel Moore, Hertz – Philosophen, die er lobt, jedoch durchaus ebenso kritisiert. Sluga gibt hierfür Beispiele. So kann man diese Kritik an Mauthner nicht pauschalisieren, im Gegenteil – Mauthners Schatten lägen über Wittgensteins Formulierungen, z. B. die Sätze 4.002 oder 5.5563. Mach habe Metaphern von Sextus Empiticus, dem wichtigen Exponenten der Pyrrhonischen Skeptik übernommen, diese übernahm wiederum Mauthner von Mach und Wittgenstein dann von Mauthner.

 

„„If I want to rise up in the critique of language, which is the most important business of thinking mankind, I must destroy language step by step behind me, and within me, I must break the rungs of the ladder as I step on them.” (1.1)”[17]

 

Sluga sieht durchaus Differenzen zwischen Mauthner und Wittgenstein, er hält jedoch fest, dass ein Argument für die skeptische These spricht, nämlich, dass Philosophie Sprachkritik sei. Weitere Argumente der Nähe zwischen Wittgenstein und Mauthner findet man, wenn man Mauthner bezüglich der Philosophischen Untersuchungen liest. So finden sich bei Wittgenstein und bei Mauthner ähnliche Auffassungen von der Sprache. Für Mauthner sei Sprache weniger eine Repräsentation, als vielmehr ein Kommunikationsmittel. Als solche existiert sie als soziale Realität. Auch Formulierungen von Mauthner, eine Regel sei nichts anderes als ein Ausdruck unseres Gebrauchs unserer Sprache entsprechen Überzeugungen von Wittgenstein aus den Philosophischen Untersuchungen.

Sluga hält fest, wenn man das Verhältnis von Mauthner und Wittgenstein kritisch betrachtet, so sei Mauthner der gründlichere pyrrhonischer Skeptiker, während Wittgenstein Elemente dieser Skepsis nur vereinnahmt habe.

Am Ende seines Aufsatzes diskutiert Sluga die Frage, ob man den Wittgenstein des tractatus nach Fogelin nicht als Skeptiker, jedoch den Wittgenstein der Philosophischen Untersuchungen als Pyrrhonischen Skeptiker einschätzen kann. Der Wittgenstein des tractatus hat nach Fogelin cartesische Züge. Cora Diamond sieht auch zwei Wittgensteins, jedoch ist für sie auch der erste Wittgenstein ein pyrrhonischer. Sluga selber sieht eher skeptische Züge beim gesamten Wittgenstein – eine Einteilung in pyrrhonischer Skeptiker oder nicht habe eher didaktische und begrenzte Züge:

 

„We are forced to conclud at this point that there are possibly as many distinct kinds of skepticism as there are creative skeptical thinkers, and that the attempt to tabulate the forms of skeptical thoughts in advance and to divide them neatly into philosophical and Pyrrhonian can have only limited and didactic function.”[18]

 

 

3. Saul Kripkes Position

 

Kripke ordnet den Satz 201,  „Unser Paradox war dies: eine Regel könnte keine Handlungsweise bestimmen, da jede Handlungsweise mit der Regel in Übereinstimmung zu bringen sei.“, als zentrales Motiv der Philosophischen Untersuchungen ein. Dies sei außerdem ein wichtiger Beitrag zur Philosophie, da man darin eine neue Form des philosophischen Skeptizismus sehen kann.

 

Das Problem soll anhand eines mathematischen Beispiels dargestellt werden, obwohl das skeptische Problem bei jeder sinnvollen Verwendung der Sprache vorkommen kann. Das Beispiel ist bekannt und viel diskutiert und dargestellt, hier nochmals in Kürze:

 

Kripke bringt einen exzentrischen Skeptiker ins Spiel, der den Sprachgebrauch von Addition und der gleich erläuterten Quaddition durcheinander bringt oder: skeptisch beleuchtet.

68 plus 57 sollte eigentlich 125 ergeben, Kripke oder der Skeptiker definieren die Addition um und sagen, ab einem gewissen Wert, 57,  sei die Antwort 5.

 

Addition: 68 + 57 = 125

Quaddition: 68 * 57 = 5 – dies laut Definition: x * y = 5, x, y > 57

 

Der Sprachgebrauch, so der Skeptiker weiter, sei nun so, dass ich mit der neuen Definition meinen früheren Sprachgebrauch falsch interpretiere. Er nimmt noch das Hilfsmittel LSD oder einen Tobsuchtsanfall(!), was einen dazu verleitet habe, die frühere Verwendung misszuverstehen.

 

Gedanke ist also der, dass man die Vorstellung hat, z.B. eine Quaddition sei das Gemeinte und durch irgendetwas, z.B. einen Anfall habe sich der bisheriger Sprachgebrauch verändert. Ebenso gibt es andere Beispiele der früheren und der jetzigen Sprachverwendung,  so z.B. das Beispiel „Grün“. Stelle ich mir „Grün“ vor, so rufe ich mir etwas ins Bewusstsein, wie ich das Wort gebrauche. Vielleicht aber meinte ich mit „Grün“ in der Vergangenheit eigentlich „Glau“.

 

Der Skeptiker, den Kripke hier beschreibt ist auch durch und durch „skeptisch“. Vorschriften, die „5“ oder „125“ als Antworten erzwingen oder rechtfertigen, sind in Frage gestellt. Er stellt eine Hypothese auf, die den Sprachgebrauch verändern. Der Terminus „plus“ oder „grün“ oder „Tisch“, den man in der Vergangenheit verwendete, war in Wirklichkeit das genannte „quus“ (oder „glau“ oder „Tishul“). Frühere Arten der Sprachverwendung sollen in Frage gestellt werden, sonst werde man dem Problem nicht gerecht. Auch behavioristische Einschränkungen werden vom Skeptiker nicht akzeptiert. Es ist auch keine erkenntnistheoretische Frage, da die Erkenntnis nicht ausreicht zu entscheiden, ob ich glau oder blau gemeint habe.

Dies ist meiner Meinung ein Beitrag zum Bedeutungsskeptizismus von Seiten Kripkes.

 

Kripke findet weitere skeptische Elemente bei Wittgenstein beim Thema des Lesens. So sei es ein Unterschied, ob man liest oder nur zu lesen glaubt – und er rekurriert damit außerdem auf den Satz 202 der PU.

 

„Im allgemeinen gibt es keinen bestimmbaren Augenblick, in dem das geschieht; nach dem Urteil des Lehrers hat der Schüler „lesen gelernt“, wenn er die entsprechenden Leseprüfungen häufig genug bestanden hat. Vielleicht gibt es einen bestimmbaren Augenblick, in dem der Schüler zu erstenmal das Gefühl hat: „Jetzt lese ich!“, doch das Vorkommen eines solchen Erlebnisses ist weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für das Urteil des Lehrers, jetzt könne der Schüler lesen.“ [19]

 

Ähnliches findet man in Satz 156 in den PU:

 

„Vergleiche nun mit diesem Leser einen Anfänger. Er liest die Wörter, indem er mühsam buchstabiert. – Einige Wörter aber errät aus dem Zusammenhang; oder er weiß das Lehrstück vielleicht zum Teil schon auswendig. Der Lehrer sagt dann, dass er die Wörter nicht wirklich liest (und in gewissen Fällen, dass er nur vorgibt, sie zu lesen).“ [20]

 

Dies leitet zu McGinns These über, dass sich Saul Kripke geirrt haben soll.

 

 

4. McGinns Kritik an Kripke

Liest man McGinn, so ist man einerseits an Kripke erinnert, da er seitenweise Kripke rezipiert und kritisiert, andererseits fällt dem geübten Leser auf, dass Michael Esfeld dem Text auch sehr nah ist, allerdings mit einer neutralen Abwehrhaltung, dass Esfeld nicht interessiert, ob Kripke nun Wittgenstein wiedergebe oder ob nicht. Dies ist ungefähr der Vorwurf McGinns an Kripke, dass das, was er schreibe, mit Wittgenstein nichts zu tun habe. Wittgenstein habe auch keine skeptischen Ansätze und Kripke findet, dass mit Satz 202 die Argumentation Wittgensteins komplett sei, während in den nachfolgenden Sätzen wichtiges zur Privatsprache gesagt werde.

 

So hält McGinn fest, dass Kripke ein Problem aufwirft, das wenig mit Wittgensteins Argumentation zu tun hat:

 

„For what Kripke has done is to produce an impressive and challenging argument which bears little affinity with Wittgenstein´s own problems and claims: in an important sense Kripke and the real Wittgenstein are not even dealing with the same issues. (they have a different “problematic”).”[21]

 

McGinn hält sich weiter daran auf, dass es nicht nur den Satz 202 gebe, sondern auch den Satz 201 und dort wird ein “misunderstanding”, ein Missverständnis beschrieben – hieran will McGinn Kripkes Argumentation ad absurdum führen.

Erstens mache Wittgenstein klar, dass das Paradox von einem Missverständnis her kommt, zweitens, das Verhältnis zwischen einer Regel folgen und Interpretieren/Deuten.

 

„First, Wittgenstein makes clear immediatly that the stated paradox arises from a „misunderstanding“, i.e. a false presupposition; so he cannot really be endorsing the paradox, as Hume embraces his own sceptical claims about causation. Second, when we ask what the misunderstanding is we are told that it is the mistake of assuming that grasping a rule is placing an interpretation upon a sign, i.e. associating it with another sign – an assumption which Wittgenstein thinks we are by no means compelled to make.”[22]

 

Ich finde, dass sich McGinn hier irrt und Kripke nicht wirklich destruieren kann. Wittgenstein nimmt mit anderen Worten vorweg, was er in 202 auf den Punkt bringt. Einer Regel folgen und Deuten beschreibt Wittgenstein in antimetaphysischer Abwehr als ein „Ersetzen“. Dies wird in Satz 202 zugespitzt, dass einer Regel zu folgen glauben nicht dasselbe ist wie der Regel zu folgen.

 

Desweiteren findet McGinn, dass sich Kripkes Irrtum anhand des „Lesens“ bei Wittgenstein zeigt. Kripke würde das skeptische Paradox auch an Wittgensteins Diskussion des Lesens ansetzen, betrachtet man jedoch den Text, so beschreibe Wittgenstein nur, was der Leser tue, entwerfe jedoch kein Paradox. Dies macht McGinn an einem einzigen Teilabschnitt der PU fest

 

„Kripke´s misinterpretation comes out clearly in his remarks about Wittgenstein´s treatment of “reading”. Wittgenstein to be propounding his paradox for reading – reading is not an individualistic fact but is to be understood in terms of social assertibility conditions. But when we consult the text we find that what Wittgenstein is opposing is a particular family of views about the sort of fact reading is – that it consists in an inner process: conscious, queer, or physical – and advising us to look to what the reader does: (...)”[23]

 

Frage an McGinn, ob er es sich auf diese Art nicht zu leicht mit dem Text macht und Kripke nicht der gekonnte und bessere Leser der Philosophischen Untersuchungen ist. McGinn bleibt bei der Position, dass das Paradox nicht das zentrale Thema der Philosophischen Untersuchungen sei.

 

McGinn geht jedoch noch weiter und bestreitet, dass Wittgenstein ein epistemologischer Skeptiker sei. Dabei habe ich oben erläutert, dass er durchaus in die skeptische Richtung passt:

 

„It would also be wrong to interpret Wittgenstein as an epistemological sceptic. As I emphasised in Chapter 1, Wittgenstein´s denial that our use of words is founded on reasons is not intended sceptically: the traditional sceptic makes an inappropriate and impossible demand on our epistemic concepts, and the right response to him is to question the need for what he says there isn´t.”[24]

 

McGinns Position ist letztlich, dass Wittgensteins Argumentation mit Satz 202 nicht komplett sei, es müsse mehr argumentative Arbeit hierfür geleistet werden. Damit zeigt er sich zumindest als Skeptiker einer Gegnerschaft zum Privatsprachenargument, oder als möglicher Vertreter einer privaten Sprache –

 

„The divergence between Kripke´s interpretation and mine shows up sharply in our different views of the way 202 relates to the later sections dealing (explicitly) with private language (243f)“[25]

 

weiter unten:

 

“202 sets the stage for that argument without actually completing it; more argumentative work has to be done befor the possibility of a private language can bei excluded.”[26]

 

Hierbei zeigen sich für mich mehrere Kritikpunkte an McGinn. Zum einen rezipiert er Saul Kripke ausführlich, um dann seinen eigenen Ansatz dagegenzustellen – im Prinzip wiederholt er die Gegenposition und lässt seinen Text damit aufleben. Zum anderen gibt es Positionen, die bei Wittgenstein skeptische Elemente sehen, zum dritten erwägt er die private Sprache und zeigt damit, dass eigentlich er und nicht Kripke an Wittgenstein vorbeigeht.

 

 

 

Schluss:

 

Wie schon am Ende erwähnt, wurde in dieser Arbeit Collin McGinn kritisiert. So ist die Herangehensweise McGinns nicht besonders eigenständig - ausführlich wird Kripke dargestellt, um ihn dann an wenigen Argumenten in Frage zu stellen. Kripke würde zu wenig mit Wittgenstein argumentieren und Wittgenstein entwickle überhaupt kein skeptisches Paradox, außerdem könne man Wittgensteins Argumentation nicht an Satz 202 festmachen, sondern müsse weitere Sätze der Philosophischen Untersuchungen heranziehen. Dies Argumentation habe ich versucht in Frage zustellen – so wurde das Privatsprachenargument, das Regelfolgen und Kripke nochmals dargestellt, Wittgenstein im Zusammenhang mit Mauthner skeptische Elemente nachgewiesen und damit McGinns Position angegriffen, der den genialen Ansatz von Kripke nicht verstehen möchte. Letztlich ist Wittgenstein berühmt für seine Argumentation, dass es keine private Sprache gibt – will man das Gegenteil behaupten, bräuchte man einen ähnlichen, konträren Ansatz wie Kripke, den jedoch liefert McGinn m.E. nicht.

 

 

Literatur:

Boghossian, Paul A. In: The Philosophical Review, Vol. 98, No. 1 (Jan., 1989), pp. 83-92

Cade Hetherington, Stephen Kripke and McGinn On Wittgensteinian Rule-Following

Candlish, Stewart, Wittgensteins Privatsprachenargumentation, S. 144, in: Ludwig Wittgenstein, Klassiker auslegen, Eike v. Savigny, Berlin 1998

Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003

Kripke, Saul, Wittgenstein. Über Regeln und Privatsprache, Frankfurt 2006

McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984

Puhl, Klaus, Regelfolgen in: Ludwig Wittgenstein, Klassiker auslegen, Eike v. Savigny, Berlin 1998

Sluga, Hans, Wittgenstein and Pyrrhonism in: Pyrrhonian Scepticism, edited by Walter Sinnott-Armstrong, Oxford Press 2004

Wittgenstein, Ludwig Werkausgabe Bd 1, S. 319 Frankfurt 1984

 

Copyright Bettina Müller Juni 2009

 

 

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Bettina Müller



[1] Candlish, Stewart, Wittgensteins Privatsprachenargumentation, S. 144, in: Ludwig Wittgenstein, Klassiker auslegen, Eike v. Savigny, Berlin 1998

[2] Candlish, Stewart, S. 146

[3] Puhl, Klaus, Regelfolgen in: Ludwig Wittgenstein, Klassiker auslegen, Eike v. Savigny, Berlin 1998

[4] Kommentar: eine lose Sammlung von Kommentaren zum Regelfolgen kann eine Definition ergeben -

[5] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003 S. 128 - 138

[6] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128f

[7] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[8] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[9] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[10] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[11] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[12] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[13] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[14] Esfeld, Michael: Regelfolgen 20 Jahre nach Kripkes Wittgenstein, Zeitschrift für philosophische Forschung, 57,  2003, S. 128 ff

[15] Das Gettierproblem behandelt die Frage nach wahrem, gerechtfertigtem Glauben und hat eigentlich das ideale Wissensideal impliziert. Ich erwähne es hier nur im Bereich des Skeptizismus, da es Wahrnehmungen in Frage stellen kann. Gettierbeispiele sind - Wir sehen eine Scheune und schließen daraus, es ist dort eine Scheune - ohne zu wissen, dass wir durch eine Landschaft fahren, auf der zu 99% Scheunenattrappen aufgestellt sind, und zufälligerweise dies eine Scheune war (Goldman 1976; s. Pollock 181). Wir sehen im Fernsehen im Wimbledon Finale McEnroe als Gewinner und schließen daraus, dass er diesjähriger Gewinner ist, was wahr ist, obwohl, was wir nicht wussten, der Fernsehfilm das Wimbledon Finale vom letztem Jahr zeigte, damals war er es auch (Dancy 25).

 

 

[16] Sluga, Hans, Wittgenstein and Pyrrhonism in: Pyrrhonian Scepticism, edited by Walter Sinnott-Armstrong, Oxford Press 2004, S. 100

[17] Sluga, Hans, Wittgenstein and Pyrrhonism in: Pyrrhonian Scepticism, edited by Walter Sinnott-Armstrong, Oxford Press 2004, S. 103

[18] Sluga, Hans, Wittgenstein and Pyrrhonism in: Pyrrhonian Scepticism, edited by Walter Sinnott-Armstrong, Oxford Press 2004, S. 115

[19] Kripke, Saul, Wittgenstein. Über Regeln und Privatsprache, Frankfurt 2006, S. 62/63

[20] Wittgenstein, Ludwig Werkausgabe Bd 1, S. 319 Frankfurt 1984

[21] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 60

[22] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 68

[23] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 69

[24] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 72

[25] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 91

[26] McGinn, Colin, Wittgenstein on Meaning, Aristotelian Society Series Volume 1, London 1984, S. 92

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