André Malraux (1901–1976) war ein französischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Filmregisseur, Abenteurer und Politiker.
André Malraux, zitiert nach: Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig (Hrsg.) : Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, S. 3503, 88/2.11.1990.
EIN KLEINES EXPERIMENT:
Schließe deine Augen und erinnere dich an deinen letzten Geburtstag. Wie ging es dir? Was war das Wichtigste an diesem Tag für dich? Welche Personen waren mit dabei? Und was hast du noch ganz genau im Kopf?
Befrage anschließend eine Person, die mit dabei war, nach diesem Tag. Erinnert ihr euch an die selben Ereignisse? Welche Erinnerungen hat dein Freund bzw. deine Freundin oder dein Familienmitglied? Gibt es Unterschiede? Was fällt euch auf?
ERINNERUNG IST NICHT GLEICH ERINNERUNG
Schon in diesem kleinen Versuch erkennen wir, dass unsere Erinnerungen und unsere Einschätzungen zu vergangenen Ereignissen sehr unterschiedlich sein können. Dabei ist es nur menschlich wenn bestimmte Dinge vergessen oder unterschiedlich erinnert werden.
Nun ist es vielleicht nicht so schlimm, wenn jemand nicht mehr weiß, welche Geburtstagstorte im letzten Jahr auf dem Tisch stand oder wer dir gratuliert hat. Doch wie ist es, wenn wir darüber entscheiden müssen, wer z. B. einen Krieg begonnen hat?
Die verschiedenen Quellen, Sichtweisen, Zeitzeug:innen und Beurteilungen von historischen Ereignissen helfen uns, unsere eigene Vergangenheit zu verstehen und unsere Gegenwart zu beurteilen. Darüber hinaus können wir durch die Auseinandersetzung mit Geschichte begreifen, weshalb manche einschneidenden Ereignisse wie der Zweite Weltkrieg eingetreten sind, welche Folgen diese für die damalige Gesellschaft hatten und welche Lehren wir daraus für die heutige Zeit sowie die Zukunft ziehen können.
EIN BLICK ZURÜCK – FÜR DEN BLICK NACH VORN
Auch wenn uns gewisse historische Geschehnisse und das Handeln der beteiligten Akteur:innen heute völlig fremd erscheinen, so ist es wichtig, zu versuchen, sich in vorangegangene Zeitalter zu versetzen und für zukünftige Generationen eine Erinnerungskultur gegen das Vergessen zu schaffen, denn die Fußstapfen der Geschichte aller Epochen begegnen uns an jeder Ecke.
Nur die Auseinandersetzung mit Geschichte führt dazu, dass wir die politischen Institutionen, weltpolitischen Ereignisse, wirtschaftlichen Aspekte und gesellschaftlichen Strukturen der Gegenwart verstehen und daraus Handlungsoptionen für unsere Zukunft ableiten können. Damit einher geht die Wertschätzung von Errungenschaften, die wir heute als selbstverständlich erachten.
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