120. Geburtstag am 13. Februar: Georges Simenon
120. Geburtstag am 13. Februar: Georges Simenon
Am 13. Februar 2023 jährt sich der Geburtstag von Georges Simenon zum 120. Mal. Aus diesem Anlass findet im März in Lüttich, der Geburtsstadt des Autors, das Festival „Le Printemps Simenon“ („Der Simenon-Frühling“) statt. Zudem kooperiert der HOFFMANN UND CAMPE Verlag, in dessen Programm das Gesamtwerk Georges Simenons erscheint, mit Thalys und VISITWallonia.
Am Freitag, den 13. Februar 1903 wird Georges Simenon in Lüttich geboren, in der Rue Léopold unweit des Rathauses. Bald zieht die Familie nach Outremeuse, das Quartier der kleinen Leute jenseits der Maas. Hier entdeckt der junge Simenon als Lokalreporter sein Talent zum Schreiben, hier lernt er das Bohème-Leben kennen. Mit 19 nimmt Georges Simenon den Nachtzug von Lüttich nach Paris, um sich ins pralle Leben der wilden Zwanziger zu stürzen. Simenon avanciert in Paris zum meistgelesenen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Doch seine Heimat Lüttich verliert er nicht aus dem Kopf; die Erinnerungen an Outremeuse inspirieren viele seiner Werke. Der wallonischen Stadt an der Maas fühlte sich der Kosmopolit Simenon stets verbunden: „Ich fühle mich überall, wo ich bin, als Lütticher.“
Premiere: Simenon-Festival in Lüttich
Anlässlich des 120. Geburtstags von Georges Simenon am 13. Februar 2023 wird diese Verbindung nun mit dem Festival „Le Printemps Simenon“ vom 8. bis 11. März 2023 enger geknüpft. Dafür organisieren der Sohn des Schriftstellers, John Simenon, über sein Unternehmen Simenon.tm, und die Lütticher Universität ULiège in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Lüttich ein anspruchsvolles und vielfältiges Kulturereignis in Lüttich rund um Georges Simenon und sein Gesamtwerk. So wird der Lüttich-Rundgang auf den Spuren von Georges Simenon erneuert und digital erweitert, und eine Ausstellung im Museum Grand Curtius widmet sich dem fotografischen Werk von Simenon aus den 1930er Jahren. Neuere Projekte wie Comic-Adaptionen machen die Aktualität Simenons sichtbar.
Aktionen zum Simenon-Geburtstag
Den 120. Geburtstag Simenons feiern der HOFFMANN UND CAMPE Verlag, das Zugunternehmen Thalys und der Tourismusverband VISITWallonia mit einer besonderen Aktion: An Thalys-Reisende in der Premium-Klasse zwischen Köln, Lüttich und Paris werden an diesem Tag Maigret-Romane aus dem Programm von HOFFMANN UND CAMPE verteilt. Bei einer Verlosung gibt es außerdem eine Wochenend-Reise auf Simenons Spuren in Lüttich zu gewinnen. Im Lauf des Jubiläums-Jahres werden die drei Kooperationspartner mit weiteren Aktionen das Andenken Simenons feiern.
Romane zum 120. Geburtstag beim HOFFMANN UND CAMPE-Imprint ATLANTIK
Im März 2023 erscheinen im HOFFMANN UND CAMPE-Imprint ATLANTIK unter dem Motto „120 Jahre Simenon – ein Leben in Romanen“ neben Stammbaum vier weitere Werke des Ausnahmeautors, die Stationen seines bewegten Lebens aufgreifen: Neben dem in Brüssel angesiedelten Roman Der Untermieter, der die fesselnde Geschichte eines Mörders erzählt, dessen Tarnung stückweise auffliegt, ermittelt Kommissar Maigret in Fontenay-le-Comte in einer Mordserie (Maigret hat Angst), auf einem zwielichtigen Schloss (Maigret und die Affäre Saint-Fiacre) und in Maigret im Gai-Moulin tatsächlich ein weiteres Mal, unter anderem in einem Nachtclub, in Lüttich.
Der belgische Schriftsteller Georges Simenon ist einer der erfolgreichsten, meistübersetzsten, meistverfilmten Autoren des 20. Jahrhunderts. In seinem umfangreichen Werk – bestehend aus 75 Maigret-Romanen, 117 weiteren Romanen und mehr als 150 Erzählungen – spürte Simenon unermüdlich dem nach, was den Menschen ausmacht. Seine Romanfigur Jules Maigret machte Simenon weltberühmt: Den etwas behäbigen, aber gutmütigen und in seinem Menschengespür unübertroffenen Kommissar führen die Ermittlungen immer wieder vom Pariser Hauptquartier Quai des Orfèvres in die anderen Regionen Frankreichs, aber auch in die Niederlande und in Simenons Geburtsstadt Lüttich. Wie kaum ein anderer Autor vermag Simenon seine Leserschaft bereits auf den ersten Seiten seiner Werke in den Bann zu ziehen, da er die Atmosphäre ihrer Schauplätze und den Menschenschlag der Bewohner mit meisterhaftem Gespür einfängt und vermittelt. Auch wenn er seiner Geburtsstadt Lüttich mit knapp zwanzig Jahren den Rücken kehrte, lässt Simenon die Erinnerung in Werken wie Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien, Zum Roten Esel, Die Verbrechen meiner Freunde, Stammbaum oder Das ungesühnte Verbrechen wieder aufleben.
Weitere Informationen über Georges Simenon und sein Gesamtwerk bei HOFFMANN UND CAMPE finden Sie hier.
HOFFMANN UND CAMPE | 17.01.2023