Klares "JA"
Fehlende Wohnungen sind ein Problem für Millionen Menschen.
Aber Staat, Politik und Behörden setzen beharrlich falsche Anreize:
Fehler beim Wohnen
Deutschland zahlt Wohngeld: Mit Wohngeld werden Leute subventioniert, die sich mehr und teureren Wohnraum leisten, als sie sich eigentlich leisten können. Abgreifen, was man kriegen kann. Völlig absurd und preistreibend.
Lösung: Bei Wohnungsnot fördert man nicht die Inanspruchnahme, sondern die Bereitstellung und Schaffung von Wohnraum!
Fehler beim Bauen
Mit viel Steuergeld wird die Errichtung von Sozialwohnungen durch unmotivierte Träger und gefrustete Projektierer subventioniert. Die Planzahlen wurden und werden nie erreicht.
Lösung: Statt Großinvestoren sollten bauwillige Menschen gefördert werden. Z. B. mit Steuerabschreibungen. Für die Schaffung von Wohneigentum könnten Bürger die Kosten bis zu bestimmten Höchstgrenzen unbürokratisch von der Steuer absetzen. Es gibt keine Umverteilung, keine Bürokratie und keine extra Behörden.
Der Nutzen jedoch wäre vielfältig:
Beim Bau z.B. eines Einfamilienhauses profitiert idealerweise
Familie A (die Bauherren) vom Neubau und macht eine Doppelhaushälfte frei
Familie B zieht ins Doppelhaus und macht ein Reihenhaus frei
Familie C zieht ins Reihenhaus und macht eine Eigentumswohnung frei
Familie D zieht in die Eigentumswohnung und macht eine Mietswohnung frei
Familie E zieht in die Mietswohnung und macht eine Sozialwohnung frei
Familie F zieht in die freigewordene Sozialwohnung.
Fehler bei der Ressourceneffizienz
Statt die vorhandenen Ressourcen im Bauwesen für die Schaffung von Wohnraum zu nutzen, hat der Bund die Kommunen verpflichtet, unverzagt Tagesstätten, Horte und Krippen hochzuziehen. Zahlreiche Träger bekommen die vielen am Markt vorbei errichteten Häuser nur noch durch staatliche Bezuschussung der Elternbeiträge ausgelastet.
Lösung: Marktbedingungen akzeptieren und freiwerdende Flächen und Gebäude konsequent zu Wohnraum machen.
Fehler im Mietrecht
Insgesamt bietet das Mietvertragsrecht in Deutschland kaum Anreize, Wohnraum an Andere zu vermieten. Mietverträge ohne Rechtsbeistand zu formulieren, ist für Vermieter so gut wie unmöglich, Nebenkostenabrechnungen sind ein wiederkehrender 'Drahtseilakt'. Zudem sieht der Gesetzgeber kaltlächend zu, wenn Mietnomaden konsequenzlos wertvollen Wohnraum verwüsten oder über Monate und Jahre keinen Mietzins zahlen.
Besonders uninteressant ist die Untervermietung freier Räume, Stuben, Zimmer und Trakte z. B. an Studenten, Berufspendler oder arme Poeten. Zum einen unterliegen solche Mieteinnahmen (z.B. einer Rentnerin) der komplizierten deutschen Steuerbürokratie, zum anderen hat der Bundesgerichtshof am 26. Januar 2026 entschieden, daß man durch Untervermietung keinen Gewinn erzielen darf. Untervermietung dürfe nur dazu dienen, wohnungsbezogene Kosten zu decken.
Lösung: Mietrecht radikal entschlacken und entbürokratisieren. Miteinnahmen (evtl. analog der Aktivrente) bis zu einer Höchstgrenze steuerfrei und steuererklärungsfrei lassen.
Fehler im Baurecht
In Deutschland nennen nicht mal 50 Prozent der Bevölkerung das Heim ihr Eigen. So wenig wie in keinem anderen EU-Staat.
Selbst in Kroatien, Rumänien und Ungarn haben über 90 Prozent der Bürger Wohneigentum. Ganz sicher nicht, weil dort mehr verdient oder umverteilt wird, sondern weil Bauen günstiger und bürgerfreundlicher ist. Dort wird die Flächeninanspruchnahme (der Bauplatz) genehmigt, und fertig. Eigentumsquoten-in-europa
Lösung: Auch Deutschland sollte die Leute machen lassen, statt sie bürokratisch zu gängeln:
Wer aufwendig bauen will, baut individuell und teuer
wer schlicht bauen will, baut seriell und günstig
wer hoch hinaus will, baut mehrstöckig
wer es ebenerdig liebt, baut barrierefrei
wer große Fenster will, baut bodentief
wer kleine Luken will, baut Bullaugen und Klappen
wer eckige Häuser bevorzugt, nimmt Steine
wer Blockhäuser liebt, baut mit Stämmen
wer Lehmhütten möchte, versucht es mit Schlick und Ton.
Modern, traditionell, minimalistisch, rustikal oder futuristisch
Diversität im Hausbau muss nicht teuer sein
Eigentumsbildung entlastet den Mietmarkt
Umnutzungen im Bestand könnten ganz ohne behördlichen Gnadenakt erfolgen (Büroschreibtisch raus, Schlafsofa rein; Hobelbank raus, Esstisch rein; Theke raus, Küche rein).
Individualisten, die alte Kirchen, ehemalige Gasthäuser, Stallungen, Scheunen oder Umspannbüdchen nach eigenem Gusto umnutzen würden, gibt es genug. Doch wer sich traut, hat schnell das Bauamt am Hals.
Gut gemacht könnten 2/3 aller Bauvorschriften einem "Herbst der Reformen" zum Opfer fallen.
Viel wäre möglich, wenn der Staat die Leute gewähren ließe.
In Deutschland aber schaffen wir lieber Aktenberge statt Wohnraum.
Wir leisten uns nicht nur zu viele Verbotsparteien sondern auch übermächtige Gebots- und Regulierungsparteien, die alles kompliziert, verzwickt und teuer machen.
Warum?
Wohnen in Eintracht mit der Natur und ohne staatliche Gängelung
Baulücken schließen wo Brennesseln sprießen