sagt Friedhelm Holterhoff aus Drensteinfurt / Münsterland
Durchs Münsterland weht ein frischer Wind.
Doch bei der Windenergie setzt die Politik auf große Abstände und Distanzen.
Dadurch verkommt das Klimapaket zur Posse.
Die selbst gesteckten Klimaziele für 2030 sind so unerreichbar.
Der Strom wird so teuer, wie nie.
Die Energiewende böte die einmalige Gelegenheit, Strom dort zu produzieren, wo er gebraucht wird. So ließen sich überkommene Monopole und die Konzentration auf dem Energiemarkt aufbrechen.
Elektrische Energie offshore oder in der freien Natur zu fabrizieren ist ineffizient.
Diese Pseudo-Ästhetik verteuert Energie unnötig. Windräder auf Abstand zu energiehungrigen Städten und Industrieparks zu halten, ist politisch grottenfalsch; auch weil die Infrastruktur zur Netzeinspeisung auf See, in Dörfern und Landschaft überhaupt nicht vorhanden ist.
Die Metropolen betreiben eine Art Klimakolonialismus zu Lasten des ländlichen Raumes und des maritimen Ökosystems. KRITISCHE INFRASTRUKTUR über hunderte Kilometer Landschaft muss den Strom zu den Verbrauchern leiten. Hochstromtrassen, Schneisen, Leitungen und Masten sind schweineteuer und machen die Umwelt nicht schöner.
Ich sage: Wenn schon Abstand, dann bitte zur Natur und nicht zu Konsumenten, Produzenten und Verbrauchern.
Seit Jahren sind Stadtmauern und Wachtürme total aus der Mode. Die Menschen brauchen nicht mehr den Schutz vor Hunnen und marodierenden Heeren. Die Menschen brauchen Energie.
Windmühlen wären eine lohnende Alternative zu Wachtürmen und Schießscharten. Sie per Gesetz von Wohn- und Industriegebieten fern zu halten, ist irre. Kommunen, Verbrauchern und Unternehmen sollte erlaubt sein, vor Ort ausreichend Anlagen zur Stromerzeugung zu bauen, statt teuren Strom aus der Nordsee oder aus naturnahen Konzentrationszonen über schäbige, kostspielige und anfällige Infrastruktur herbeizuschaffen.
Mehr Windräder ermöglichen zudem mehr grünen Wasserstoff, der ebenfalls direkt vor Ort produziert werden sollte. Wasserstoff mal kurz auf minus 250 Grad Celsius herunter zu frosten, um ihn dann in flüssiger Form kreuz und quer durch die Republik transportieren zu können, ist weit weniger klimafreundlich, als Produktion an Ort und Stelle.
Nutzung der Windkraft auf dem Hof Holterhoff-Schürmann in Walstedde
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