Grüezi! Mein Name ist Nico Röösli.
Mitte der 2000er-Jahre in Luzern geboren und in Rothenburg aufgewachsen, bin ich tief in der Zentralschweiz verwurzelt. Mittlerweile lebe ich im idyllischen Schachen nahe dem Entlebuch.
Mein Weg in den Pflegeberuf war nicht von Anfang an vorgezeichnet: Nach einer ursprünglichen Ausbildung im Handwerk spürte ich den Wunsch nach einer neuen, sinnstiftenden Herausforderung. Im November 2018 wagte ich den Quereinstieg in die Pflege – eine Entscheidung, die meinen Blick auf das Leben grundlegend verändert hat.
Seit meinem Einstieg arbeite und lerne ich im Luzerner Kantonsspital (LUKS). Hier habe ich meine Ausbildungen absolviert und mir fundierte Fachkenntnisse in der Pflege und Betreuung erarbeitet. Heute bin ich im LUKS Luzern in den spezialisierten Fachbereichen Hämatologie, Gastro- und Nephrologie sowie in der allgemeinen inneren Medizin tätig. Täglich begleite ich Menschen mit den unterschiedlichsten Diagnosen in verletzlichen und zutiefst persönlichen Momenten.
Im Jahr 2025 stand der Abschluss meiner Ausbildung zum diplomierten Pflegefachmann HF an der XUND bevor. Für meine Diplomarbeit wählte ich ein Thema, das mir aufgrund einer persönlichen Erfahrung im Pflegealltag besonders am Herzen lag: Die Herausforderungen in der Sterbebegleitung. Ich wollte damit das Erlebte verarbeiten und tiefer in die Bereiche Palliative Care, Tod und Trauer eintauchen.
Aus dieser Arbeit entstand eine Idee. Als Präsident der Samariter Rothenburg, wo wir jährlich einen öffentlichen Bevölkerungsvortrag organisieren, beschloss ich, mein Wissen und meine Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Am Dienstag, 3. Februar 2026, feierte mein Vortrag im Pfarreiheim Rothenburg vor rund 100 Gästen eine berührende Premiere. Das überwältigende Interesse und die zahlreichen positiven Rückmeldungen haben in mir einen Entschluss ausgelöst: Diese wichtige Botschaft darf nicht in einer Schublade verschwinden – ich möchte sie weiter in die Welt hinaustragen.
Das Lebensende und das Sterben betreffen uns alle – ausnahmslos. Und doch ist dieses Thema in unserer Gesellschaft nach wie vor oft von Angst, Unsicherheit und Schweigen umgeben. Mit meinem Vortrag möchte ich Berührungsängste abbauen, Impulse geben und den Mut für einen offenen Dialog schaffen. Eine würdevolle Sterbebegleitung beginnt lange vor dem letzten Atemzug: Sie beginnt im Hier und Jetzt, wenn wir lernen, hinzusehen und einander zuzuhören.
Premiere 03.02.2026 im Pfarreiheim Rothenburg