Der Aufbau der Bodenplatte beginnt mit den Erdarbeiten der Baugrube – bei einer gut geplanten Bodenplatte naturgemäß nicht so tief wie bei einem Kellerbau. Die Umrisse der Bodenplatte werden abgeschalt. Unter das Fundament auf die Sohle der Baugrube wird eine „Sauberkeitsschicht“ aus Kies von etwa 20 Zentimeter Dicke gelegt, die mit einer Folie bedeckt wird. Nach der Bewehrung durch Stahlgitter werden Leerrohre für den Strom-, Gas- und Telekommunikationsanschluss gelegt. Dann folgt die Betonierung und nach der Trocknung kann auch schon der individuelle Hausbau beginnen.
Unabhängig davon, ob man sein Fertighaus auf einen Keller oder direkt auf eine Bodenplatte baut, sollte der Bauherr unbedingt auf die Qualität des Fundaments achten. Schließlich trägt das Untergeschoss beziehungsweise die Bodenplatte die große Last des gesamten Hauses inklusive Inneneinrichtung & Co.
Außerdem ist das Fundament der Feuchtigkeit und Kälte des Erdreichs ausgesetzt. Nicht wenige Bauherren glauben dennoch, bei der Bodenplatte ein Schnäppchen machen zu können. Es sollte jedoch nicht der Preis, sondern die Qualität das entscheidende Kriterium bei der Auswahl einer geeigneten Fachfirma sein. Als Laie sollte man ohne fachmännische Unterstützung auch nicht auf die Idee kommen, die Bodenplatte selbst zu gießen. Schlimmstenfalls ist das Fundament dann gänzlich untauglich und man geht unnötige Risiken für den Geldbeutel sowie für die eigene Gesundheit und die der Familie ein.
Kein Haus wird einfach so auf die grüne Wiese gebaut. Es braucht ein zuverlässiges Fundament - entweder in Form einer Bodenplatte oder eines Kellers. Ein kellerloses Haus steht auf einer Gründung, also einem Fundament, das die Lasten ableitet. Aufgabe ist die Lastenverteilung, die Wärmedämmung und der Schutz vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Die Bodenplatte wird aus Stahlbeton vor Ort gegossen und besitzt bei Bedarf eine unterseitige Dämmung. Meist wird sie mit einem umlaufenden Streifenfundament ausgeführt. Die Bodenplatte selbst ist dann einige Zentimeter dünner. Auch unter einen Keller wird eine Bodenplatte als Fundament gesetzt. Eine Fundamentplatte kostet je nach Größe und Qualität bei 100 Quadratmetern Fläche durchschnittlich 8.000 bis 10.000 Euro.
Über umfassende Serviceleistungen wie eine Preisgarantie und Termintreue hinaus, sollte der Hersteller der Bodenplatte auch die Produktqualität nachweisen können. Das tut er vor allem mit einem gewissenhaften Vorgehen auf der Baustelle: Als erstes muss der Baugrund anhand eines Bodengutachtens für bautauglich befunden oder aber dahingehend nachgebessert werden. Dann wird die Standhaftigkeit des Untergrundes mithilfe eines Lastplattendruckversuchs oder wenn nötig mittels einer Rammkernsondierung überprüft. Ist die Standhaftigkeit gewährleistet, können die Bauarbeiten beginnen.
Den Auftakt der eigentlichen Bauarbeiten für die Bodenplatte bildet das Auftragen der sogenannten „Sauberkeitsschicht“ aus Schotter sowie einer Trennlage, die zumeist eine Folie ist. Erst dann wird die 20 Zentimeter dicke Betonplatte gegossen. Hierbei werden die Anschlüsse für Wasser und Abwasser sowie für Gas und Strom bereits bedacht und eingebaut. Auch die Zugänge für Medien wie Telefon und Internet werden heute bei einer hochwertigen Bodenplatte von Anfang an mit eingeplant.
Je nach Wunsch und Bedarf des Bauherrn werden zudem weitere Materialien zum Dämmen und Abdichten eingebaut, um garantiert die Vorgaben des Energieberaters einzuhalten sowie um die Frostsicherheit und die fachgerechte Ausführung der Entwässerung inklusive etwaiger Rückstauverschlüsse zu gewährleisten. Schließlich werden bei einer sicheren Bodenplatte auch alle Vorgaben aus der Baugenehmigung, wie etwa die Höheneinordnung, berücksichtigt.
Baufamilien sollten sich genauestens über die Leistungen des Tiefbauers beziehungsweise der Fachfirma für den Keller oder die Bodenplatte informieren. Ein qualifizierter Baupartner steht seinen Kunden gerne Rede und Antwort.