Die Prinzipien dieser Theorie finden sich in Schulen mit positiven Disziplinierungssystemen wieder, die versuchen, das Verhalten durch Belohnungen und Sanktionen zu verändern. Im Computerbereich kann spielbasiertes Lernen ähnliche Ergebnisse erzielen, wenn Spieler für richtige Antworten belohnt werden. Viele Quiz-(Reaktions-)Systeme lassen sich dieser Lerntheorie zuordnen, die auf die berühmten Pawlowschen Experimente mit Hunden, Futter und Glockengeläut zurückgeht.
Piaget identifizierte kognitive Entwicklungsstrukturen, bei denen Individuen ihre eigene interne Wissensstruktur (Schema) kreieren und dann versuchen, neue Informationen in das bestehende Schema einzuordnen (Assimilation) oder neue Schemata zu entwickeln, wenn sie nicht in die bestehenden Strukturen passen (Akkommodation). Der Kognitivismus befasst sich vor allem mit der Art und Weise, wie Lernende Wissen erwerben. Dies ist in der Regel im Bereich der Informatik von grundlegender Bedeutung, da die Fähigkeit, Wissen zu erzeugen und zu manipulieren, im Mittelpunkt des Handelns der Lernenden steht. Effektive Tutorensysteme basieren auf dieser Theorie.
Individuen konstruieren ihr eigenes Wissen. Die Interpretation von Wissen durch eine Person wird durch ihre Erfahrungen, ihre Umgebung und ihre Überzeugungen beeinflusst.
Im Klassenzimmer impliziert die konstruktivistische Sichtweise des Lernens verschiedene Lehrpraktiken. Normalerweise bedeutet es, die Schüler zu ermutigen, aktive Techniken (Simulationen, Experimente, Problemlösungen in der realen Welt) zu verwenden, um mehr Wissen zu schaffen und dann darüber zu reflektieren und zu sprechen, was sie tun und wie sich ihr Verständnis verändert. Der Lehrer stellt sicher, dass er/sie die bereits bestehenden Vorstellungen der Schüler versteht, und leitet die Aktivität so an, dass sie diese anspricht und darauf aufbaut.
Baut auf dem Konstruktivismus auf, indem er davon ausgeht, dass Individuen besonders effektive mentale Modelle konstruieren, wenn sie ein sinnvolles Produkt herstellen; der von Seymour Papert geprägte Begriff wurde insbesondere durch IT-vermitteltes Lernen angewandt und untersucht. Heutzutage ist der Konstruktivismus eng mit den Ideen des spielerischen und problembasierten Lernens verbunden. Blockbasierte Programmierumgebungen wie Scratch, App Inventor und die Maker-Bewegung basieren auf konstruktivistischen Prinzipien.
Es ist plausibel, dass verschiedene Arten des Lernens zu verschiedenen geeigneten lerntheoretischen Ansätzen passen.