Der Eingriff der zur Sterilisation führt heißt Vasektomie - Durchtrenntung der Samenleiter. Die Vasektomie ist
unkomplizierter Eingriff für Männer, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben. Im Vergleich zur Sterilisationsoperation bei Frauen ist die Vasektomie einfacher und kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Im Folgenden bieten wir Ihnen einen Überblick über den Ablauf, die Durchführung und mögliche Risiken dieses minimalinvasiven Verfahrens.
Dauerhafte Verhütungsmethode für Männer
Hohe Zuverlässigkeit in der Verhütung
Geringes Risiko für Nebenwirkungen
Kein Einfluss auf die sexuelle Leistungsfähigkeit
Keine Hormone oder regelmäßige Verhütungsmittel erforderlich
Kürzere Erholungszeit im Vergleich zu weiblicher Sterilisation
Der Eingriff ist keine Kassenleistung, d.h. die Kosten werden weder von den gesetzlichen noch von den privaten Krankenversicherungen bezahlt. Sie schli
eßen mit uns einen privaten Behandlungsvertrag ab. Es wird nach der GOÄ abgerechnet. Dies sind die zu erwartenden Kosten:
67,61€ Voruntersuchung und Aufklärungsgespräch
337,19€ Operation - Vasektomie, einschließlich Material
26€ Kosten des Pathologen für die Untersuchung der Samenleiter
21,44€ Nachuntersuchungen
15.41€ 2x Untersuchung der Samenflüssigkeit
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483€ Insgesamt
Ziel des Eingriffs ist die dauerhafte Zeugungsunfähigkeit. Der Entschluss zur Sterilisation soll endgültig sein, abgeschlossen Familienplanung.
Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie, dauert 30 bis 40 min.
Für den Eingriff benutzen wir spezielle Instrumente, die für die sog. non-Skalpelle Vasektomie angefertigt sind.
Der Hodensack wird an einer oder zwei Stellen mit einer Länge von etwa 1 cm eröffnet, um an die Samenleiter zu kommen.
Die Samenleiter werden über diese Öffnungen etwas hervor gezogen, von Hüllmaterial befreit und durchtrennt. Die Enden werden verschorft (koaguliert). Der untere Teil des Samenleiters wird mit Hüllmaterial des Samenstrangs wieder abgedeckt. Somit kann verhindert werden, dass die Samenleiter wieder zusammen wachsen. Es wird von jedem Samenleiter ein kleines Stück zur Untersuchung durch einen Pathologen eingesendet. Dies dient der Bestätigung und Beweis, dass die Samenleiter wirklich durchtrennt wurden. Während des Eingriffs können wir uns unterhalten, wenn Sie möchten. Vielleicht wollen Sie aber auch lieber für sich bleiben und in Ruhe gelassen werden.
Die Sexualität wird in der Regel nicht beeinträchtigt. Die Gliedversteifung bleibt unverändert. Beim Samenerguss werden Sie keinen Unterschied feststellen. Die Samenflüssigkeit wird überwiegend von der Prostata und den beiden Samenblasen gebildet, die sich im kleinen Becken nahe der Harnblase befinden. Nur ein ganz geringer Teil der Samenflüssigkeit kommt aus dem Hoden mit den Spermien zusammen. Das ist jedoch so wenig, dass Sie den Unterschied nicht feststellen können. Auch das Verlangen (Libido) nach Geschlechtsverkehr bleibt gleich. Es gibt keine hormonellen Störungen durch den Eingriff. Nur Spermien sollten dann nach 3 bis 4 Monaten nicht mehr zu finden sein, was ja das Ziel des Eingriffs ist. Es ist auch nicht zu erwarten, das Männer, die sich sterilisieren lassen, psychisch nicht mehr damit klar kommen, weil ihnen nun bewußt wird, dass sie nun unfruchtbar sind.
Die Zeugungsunfähigkeit stellen wir anhand einer Samenprobe fest, die wir unter dem Mikroskop untersuchen. Erst wenn wir keine Spermien mehr feststellen können, kann von davon ausgegangen werden, dass Sie nicht mehr zeugungsfähig sind.
Nach dem Eingriff muss solange verhütet werden, bis der Arzt die Zeugungsunfähigkeit bestätigt hat. Die erste Samenprobe soll frühestens nach 10-12 Wochen untersucht werden. Es ist mindestens eine zweite Probe erforderlich. Von der Zeugungsunfähigkeit kann erst dann ausgegangen werden, wenn zwei Samenproben hintereinander keine Spermien mehr zeigen.
Es gibt keine Erfolgsgarantie. Auch nach Monaten oder Jahren ist eine erneutes Zusammenwachsen der Samenleiterenden möglich (Spät-Rekanalisation). Dies ist jedoch extrem selten. Sollte sich daraus eine Schwangerschaft ergeben, besteht kein Anspruch auf Entschädigungszahlungen und Unterhaltszahlungen.
Bitte Hodensack mit einem Einmalrasierer trocken rasieren
Auf Kaffee verzichten, normal frühstücken,
Medikamente, die die Blutgerinnung oder Blutplättchen Funktion beeinträchtigen wie ASS, Chlopridogel, Marcumar, Eliquis etc. müssen abgesetzt werden
alle sonst üblichen Medikamente weiter einnehmen
Vor der OP kann eine Pille oder auch Spritze zur Beruhigung gegeben werden
Sollten Sie sich ausruhen und für den Rest des Tages nicht viel umher laufen
5 Tage schwere körperliche Arbeit vermeiden und keinen Sport treiben
Eine Krankschreibung ist nicht möglich!
Duschen ist am zweiten Tag nach der Operation möglich
Zur Verlaufsbeobachtung nach 6-8 Tagen vorstellen
Anrufen bei starkem Beschwerden, Unwohlsein, Fieber, starker Schwellung etc. unter der Ihnen mitgeteilten Handynummer! Dies können Sie im Notfall auch zu Unzeiten tun, also nachts oder am Wochenende. Unter der Ihnen dann mitgeteilten Handynummer ist Dr. Hopp dann jederzeit erreichbar.
Einblutungen in den Hodensack
Mäßige Schmerzen über zwei Wochen lang
Entzündung der Wunden
Diese nach dem Eingriff auftretende Erscheinungen sind üblich und treten bei fast allen Patienten auf. Sie sind harmlos und bedürfen keiner Therapie.
Leichte bis mäßige Schwellung des Hodensacks
Leichte bis mäßige Schmerzen für einige Tage
Stellenweise oder größere Blaufärbung der Haut des Hodensacks
Rötung der Wunden
Empfindlichkeit des Hodensacks und Leisten für einige wenige Wochen
Auftreten von kleinen Knötchen an den Samenleiter Ende
Entzündung des Hodens oder Nebenhodens
Anhaltende Schwellung des Hodens
Flüssigkeitsansammlung um den Hoden
Einblutung in den Samenstrang
Vereiterung, Abszeßbildung des Hodens oder Nebenhodens
Schwere Nachblutung mit starker Schwellung des Hodensacks
Durchblutungsstörung eines Hodens mit Hodenschrumpfung
Dauerhafte Empfindlichkeit des Hodensacks
Wenn die gewünschte Zeugungsunfähigkeit nicht erreicht wird, kann dies folgende Ursachen haben:
Samenleiter wurde nicht durchtrennt, Fehler beim Eingriff
nicht zu erkennender doppelter Samenleiter auf einer oder beiden Seiten
Zusammenwachsen der durchtrennten Samenleiterenden oder
Fistelbildung zwischen den Samenleiterenden (Rekanalisation)
Oder ist es besser, wenn sich die Frau sterilisieren lässt? Ein Vergleich Sterilisation von Mann gegenüber OP bei der Frau. Mehr Info
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