Patienteninformation zur BCG-Behandlung zur Prophylaxe von Blasentumoren
die BCG-Therapie (Bacillus Calmette-Guérin) ist eine bewährte Methode zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens von oberflächlichen Blasentumoren (nicht-muskelinvasives Blasenkarzinom). Sie wird eingesetzt, um das Risiko eines Wiederauftretens der Tumoren zu senken und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
BCG ist ein abgeschwächter Bakterienstamm, der ursprünglich als Impfstoff gegen Tuberkulose entwickelt wurde. In der Blase bewirkt BCG eine Aktivierung des Immunsystems, wodurch Tumorzellen gezielt bekämpft und zerstört werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant und besteht aus mehreren Instillationen des BCG-Präparats direkt in die Blase.
Die Behandlung beginnt einige Wochen nach der operativen Entfernung des Tumors (TUR-B).
BCG wird über einen Katheter in die Blase eingebracht und verbleibt dort für ca. 2 Stunden.
Patienten sollten vor und während dieser Zeit keinen Kaffee bzw. koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen.
Anschließend wird der Wirkstoff mit dem Urin ausgeschieden.
Die Therapie erfolgt in einem festgelegten Schema: Üblicherweise eine Induktionsphase mit 6 wöchentlichen Instillationen, gefolgt von Erhaltungsinstillationen über einen Zeitraum von 2 Jahren. Die Erhaltungsinstillationen werden vierteljährlich durchgeführt mit drei wöchentlichen Anwendungen (1x pro Woche).
Senkt das Risiko eines erneuten Tumorwachstums.
Reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Tumor in tiefere Blasenschichten ausbreitet.
Kann eine radikale Entfernung der Blase (Zystektomie) in vielen Fällen verhindern.
Obwohl die Therapie in der Regel gut verträglich ist, kann es zu Nebenwirkungen kommen:
Häufig: Reizsymptome wie vermehrter Harndrang, Brennen beim Wasserlassen oder Blut im Urin.
Selten: Fieber, grippeähnliche Symptome oder eine Infektion der Harnwege.
Sehr selten: Eine schwerwiegende systemische BCG-Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden muss.
Sollten starke Beschwerden auftreten, insbesondere Fieber über 38,5°C oder anhaltende Beschwerden, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf.