Die Anzahl der absolvierten Einsätze im bisherigen Turnierverlauf ist für die Finalteilnehmer nicht gleich. Jedes verlorene Spiel muss mit weiteren gewonnenen Spielen ausgeglichen werden - ein Opfer, das man für die zusätzlichen Chancen erbringen muss.
In den Chance 3-Spielen könnten beide Teilnehmer taktisch extrem defensiv auftreten (vrgl. Catenaccio im Fußball).
Jedes "Spiel" muss einen Sieger haben. Da deshalb Tiebreak-Kriterien zwingend erforderlich sind, sollten sie transparent sein und ausschließlich auf den sportlichen Leistungen der Teilnehmer beruhen.
Die für den Spannungsbogen und die Manipulationssicherheit des Turniers zwingend erforderliche Reihenfolge der 3 Finalspiele führt zu unterschiedlichen Erholungsphasen der 3 Finalteilnehmer. Daher sollte vor dem Finale eine ausreichende Regenerationsphase eingeplant werden. Die anderen Teilnehmer warten dadurch lange auf den nächsten Einsatz.
Für alle Teilnehmer außerhalb des Finales wird kein Rang ermittelt.
Bei gleicher Teilnehmeranzahl sind etwa dreimal so viele Spiele zu absolvieren wie beim einfachen KO-System.
Die Art und Weise, wie ein Teilnehmer die Spiele im Verlauf des Turniers gewonnen oder verloren hat, wird nicht im Endergebnis berücksichtigt.
Hervorragende Planbarkeit des gesamten Turnierverlaufs mit größtmöglichem Gestaltungsspielraum für den Veranstalter, ohne sich dadurch zwangsläufig ein Fairness-Problem einzuhandeln.
Es gibt ein festes Turnierschema, welches bereits bei der Turnierplanung bekannt ist. Eine turnierbegleitende bildliche Darstellung des gesamten Turnierverlaufs ist ein automatischer Bestandteil der Vorlagen und kann jederzeit veröffentlicht oder ausgedruckt werden.
Supereinfache Bedienung und sofortige Einsetzbarkeit bei Verwendung der Excel-Vorlage
Die Setzlistenempfehlung sorgt für ausgeglichene Begegnungen und einen Spannungsbogen über den gesamten Turnierverlauf - dazu die Teilnehmer, dem (systematisch verschachtelten) Setznummernschema folgend, in der Reihenfolge ihrer Spielstärke eintragen (Nr. 1 = stärkster Teilnehmer).
Mittels der Setzlisten können Spiele gegen Teilnehmer des gleichen Sportvereins in Richtung Turnierende verlagert werden.
Bei Vorhandensein von ausreichend Ressourcen sehr kurze und kompakte Turniere durchführbar, da theoretisch alle Spiele jeder Runde parallel ablaufen können.
Die Vorrunde hat durch das Prinzip der Baumvererbung die identische Rundenanzahl wie ein Einfach-KO-Turnier. Nur für die beiden spannendsten Turnierbestandteile (Play-in Turnier und Finale) werden darüber hinaus zusätzliche Runden benötigt.
Frühes Aufeinandertreffen zweier Spitzenteilnehmer führt nicht zwangsläufig zu einer schlechten Schlussplatzierung für den Verlierer.
Auch die besten Teilnehmer haben mal einen schlechten Tag - hier sind 2 Patzer erlaubt.
Bei Einfach-KO-Turnieren ist für Einsteiger oft bereits der erste Gegner deutlich zu stark - als zwangsläufige Folge des gängigen Setzverfahrens. Hier trifft er spätestens in Chance 3 auf vergleichbare Gegner.
Jedes gewonnene Spiel verlängert den Turnieraufenthalt des Teilnehmers - viel höhere Motivation im Vergleich zu den sonstigen "Trostrunden" ist die Folge. Das fördert den Ansporn, diesen Sport weiter zu betreiben und an späteren Turnieren regelmäßig teilzunehmen.
Die besten Teilnehmer kommen häufiger zum Einsatz.
Spannende, zuschauerfreundliche Spiele, schließlich führt jede Begegnung zum Ausscheiden bzw. Abstieg eines Teilnehmers. In den 3 Finalspielen treffen die wahrscheinlich besten Teilnehmer direkt aufeinander und der Turniersieger wird im fairen Jeder gegen Jeden-Modus ermittelt. Die Entscheidung über den Turniersieg fällt erst im letzten Spiel des Turniers. Der Gewinner dieses Spiels wird Turniersieger.
Jedes Spiel hat eine entscheidende Bedeutung für beide Teilnehmer, somit gibt es keine Gefahr von taktischen Überlegungen, Königsmachermöglichkeiten oder betrügerischem Zusammenspiel.
Das Ergebnis der Vorrunde entscheidet bei Gleichstand im Finale, kann also im späteren Turnierverlauf noch eine entscheidende Rolle spielen.
Fairplaymäßig potenziell problematische Konstellationen sind nahezu ausgeschlossen. Es gibt vermutlich keine Möglichkeit, sich mit einer taktischen Niederlage zu Turnierbeginn eine bessere Ausgangsposition für den Rest des Turniers zu verschaffen. Bei den Spielen der beiden oberen Chancen gibt es vermutlich keine für den Spielfluss problematischen Konstellationen, bei denen beide Teilnehmer das drohende Ausscheiden unbedingt abwenden möchten.
Freilose folgen gleichermaßen dem Vererbungsprinzip und somit "profitieren" auch die unteren Chancen von den Freilosen der oberen Chancen.
Die Auswirkungen der gewählten Verteilung der Freilose in den Setzlisten können anhand der Vorlage vorab getestet werden - eine gleichmäßige Verteilung ist im Sinne der Fairness anzustreben. Bei der Betrachtung der Freilose sollte immer die bisherige Turnier-Gesamtanzahl des jeweiligen Teilnehmers herangezogen werden.
In der Regel werden sich die Freilose in der wichtigen Turnierendphase nicht vollständig ausgleichen - dann am besten zwischen den Teilnehmern mit der geringsten Anzahl auslosen.
Doppelte Begegnungen ganz vermeiden oder zumindest so weit wie möglich in Richtung Turnierende verlagern
Freilose im Rahmen der Möglichkeiten gleichmäßig verteilen
Der Erholungszustand der Teilnehmer eines Spiels sollte nicht zu stark voneinander abweichen.
Falls einzelne Spiele deutlich länger dauern sollten als andere, hat der Veranstalter die größtmögliche Transparenz, die Spielreihenfolge flexibel anzupassen.
Bei einer sehr großen Anzahl an Teilnehmern empfiehlt sich die Durchführung von Qualifikationsturnieren im 3-Chancen-KO-System - entweder bis zum Ende der Vorrunde oder alternativ bis zum Ende des Play-in Turniers. Die verbliebenen Teilnehmer aus diesen Qualifikationsturnieren gehen dann wieder unbelastet ins eigentliche Turnier.
Tipps für Groß-Events (Team-Turniere an verschiedenen Orten und mehreren Tagen)
Da die Baumstruktur und die Anzahl der Spiele von vornherein feststehen, können die Spielorte im Voraus vollständig durchgeplant werden. Den wichtigsten Spielen werden dabei die größten Arenen zugewiesen.
Jedes Team hat mindestens 3 Spiele. Deshalb kann der Karten-Vorverkauf für diese Spiele Monate im Voraus erfolgen. Karten werden i.d.R. für das Wunsch-Team gekauft, da die Gegner für das zweite und dritte Spiel von Sieg oder Niederlage abhängen. Da die Spielorte unterschiedliche Kapazitäten haben, muss beim Vorverkauf von der jeweils geringsten Kapazität der infrage kommenden Spielorte ausgegangen werden. Die Hälfte dieser Kapazität kann je Team in den Vorverkauf. Der Überhang kann dann kurzfristig verkauft werden.
Nach jedem Sieg eines Teams kann unmittelbar für das dann zusätzlich hinzukommende Spiel dieses Teams der Kartenvorverkauf beginnen.
Für die Zuordnung der Spielorte (falls weit auseinanderliegend) werden die Teilnehmer auf Basis der Reihenfolge der Einträge in Setzliste 1 (von oben nach unten, nicht auf Basis der Rangliste) in 8er Gruppen eingeteilt. Diese ergeben sich jeweils aus einem eigenen geschlossenen KO-Baum bis Runde 3. Durch das Prinzip der Baumvererbung spielen in den ersten 3 Runden ausschließlich Teilnehmer innerhalb der jeweiligen 8er-Gruppe gegeneinander, egal wie die jeweiligen Begegnungen enden. Dadurch kann vom Veranstalter sichergestellt werden, dass sich die Austragungsorte dieser Spiele in geografischer Nähe befinden – gute Planbarkeit auch für Fans und die Teamunterkünfte.
Dazu werden die Spielorte entsprechend der Anzahl der Gruppen geclustert und jeder Gruppe Spielorte in möglichst enger räumlicher Nähe zugeordnet. Die Spielorte der obersten und untersten 8er-Gruppe können dabei am weitesten entfernt voneinander sein, da sie erst spät im Turnierverlauf aufeinandertreffen. Die Spielorte benachbarter Gruppen sollten dagegen näherliegend gewählt werden, da diese (entsprechend des KO-Baums in Chance 1) bereits in Runde 4 aufeinandertreffen können.
Die identischen Vorlagen können auch für 2 Chancen- Turniere verwendet werden, falls gewünscht. Dabei werden die Spiele der 3. Chance einfach nicht ausgefüllt (diese Teilnehmer wären dann ja bereits ausgeschieden). Die ersten beiden Finalspiele sind Freilosspiele (Gewinner ist jeweils der Teilnehmer der 1. oder 2. Chance).
Ein Einfach-KO-Turnier ist mit der Vorlage natürlich auch problemlos umsetzbar (Spiele der 2. Chance entfallen entsprechend).
Dann bleibt mir nur noch viel Spaß und sportlichen Erfolg bei Verwendung der Excel-Vorlagen zu wünschen.
Bitte meldet eventuelle Fehler der Vorlagen an die folgende Mailadresse:
TimesChange@web.de
🇩🇪 Urheberrechtserklärung
Alle Inhalte dieser Webseite sowie die angebotenen digitalen Produkte (insbesondere die Turniersystem-Excel-Vorlagen) unterliegen dem Urheberrecht von "Weidner Accounting & Tax Solutions", soweit nicht anders gekennzeichnet.
Eine Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung oder sonstige Nutzung ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung nicht gestattet.
Die Veröffentlichung der Vorlagen auf Gumroad dient ausschließlich dem rechtmäßigen Erwerb zur privaten oder internen geschäftlichen Nutzung. Jede unautorisierte Weitergabe, insbesondere der Verkauf oder die öffentliche Zugänglichmachung, ist untersagt und wird rechtlich verfolgt.
© 2025 Weidner Accounting & Tax Solutions. Alle Rechte vorbehalten.