Strawberry als Reservat mit integrierter Stadt
Unser Strawberry Reservat ist Heimat für verschiedene Stämme, die friedlich zusammenleben sollen. Nicht nur Indianer leben in der Stadt Strawberry, denn Jedermann kann dort ansässig werden und arbeiten. Indianer sind auf das Reservat angewiesen und haben keine Rechtsansprüche auf das Land außerhalb des Reservats.
Unser Indianerreservat in Strawberry ist inspiriert von historischen Vorbildern, in denen Indianer und Amerikaner in enger Nachbarschaft lebten. Ein vergleichbares reales Beispiel ist das Pine Ridge Indianerreservat. Pine Ridge war eine Stadt innerhalb des Reservats, die sowohl von Lakota Sioux als auch von Weißen und anderen Nicht-Indianern bewohnt wurde.
Arbeit in der Stadt
Indianer können als Gesetzeshüter arbeiten und haben die Autorität, eigene Stadtgesetze aufzustellen und durchzusetzen, solange sie im Rahmen der US-Gesetze bleiben. Arbeitsmöglichkeiten umfassen Berufe wie Arzt (Schamane), Schreiner, Jäger, Koch, Pferdetrainer und mehr.
Es gibt außerdem keine Scheu vor dem Dollar, denn historisch gesehen hatten Indianer bereits eigene Währungen und haben im Laufe der Zeit die Nutzung des Dollars akzeptiert.
Alle Indianer waren gezwungen die Schule zu besuchen. Die Bildungsweise der Schulen war oft mangelhaft und die Schulzeit kurz. Die Bildung der einzelnen Indianer war daher unterschiedlich hoch. Oft hatten sie Schwierigkeiten mit der Englischen-Grammatik, da es in den Indianischen Sprachen weniger Worte als im Englischen gibt. Dennoch waren sie mit der Kultur der Weißen und dem Christentum vertraut und konnten sich entsprechend anpassen.
Durch die Schulpflicht sollten die indigenen Kinder ihre indianischen Sprachen und Kulturen verlieren.
Im Jahr 1899 trugen viele Indianer im Alltag westlich geprägte Kleidung wie Hemden, Hosen, Kleider und Hüte aus Baumwolle und Wolle, da diese praktisch und bequem war.
Bei Feierlichkeiten und Ritualen hingegen kleideten sie sich in traditionellen Kostümen mit Tiermasken und Federschmuck aus Leder und natürlichen Materialien.
Innerhalb des Reservats war eine Mischung aus westlicher und traditioneller Kleidung üblich. Diese Kombination ermöglichte es den Indianern, ihre kulturelle Identität zu bewahren und gleichzeitig die Vorteile praktischer westlicher Kleidung zu nutzen.
Anerkennung und Eingrenzung durch die Regierung
Viele Indianerstämme lebten in Reservaten, die ihnen von der US-Regierung zugewiesen wurden. Durch den Indian Appropriations Act von 1851 wurden Reservate formell geschaffen. Im Laufe der Jahre führte die US-Regierung zahlreiche Verträge mit den Stämmen, um deren Land zu erwerben und sie auf Reservate umzusiedeln.
Indianer hatten keinen vollen Zugang zu den Bürgerrechten, die anderen amerikanischen Staatsbürgern zustanden. Erst mit dem Indian Citizenship Act von 1924 wurden alle Indianer offiziell zu US-Bürgern erklärt.
Innerhalb der Reservate hatten viele Stämme eine gewisse Autonomie und konnten ihre internen Angelegenheiten selbst regeln. Dies schloss traditionelle Regierungsformen und die Anwendung eigener Gesetze ein.
Einschränkungen und Assimilation
Dawes Act von 1887: Dieses Gesetz zielte darauf ab, die kollektiven Landbesitze der Indianer zu zerschlagen und das Land in Parzellen aufzuteilen, die dann einzelnen Familien zugewiesen wurden. Der "überschüssige" Boden wurde an weiße Siedler verkauft. Ziel war es, Indianer zur Assimilation zu bewegen und das traditionelle Stammesleben zu zerstören.
Indianer-Schulen:
Kinder wurden oft gezwungen, Internate zu besuchen, wo sie westliche Bildung und Kultur aufgezwungen bekamen und ihre eigene Kultur und Sprache unterdrückt wurden. Diese Schulen sollten die Indianerkinder "zivilisieren" und in die weiße Gesellschaft integrieren.
Wirtschaftliche Bedingungen
Lebensunterhalt: Viele Indianer lebten von der Landwirtschaft, Jagd und Handwerk, obwohl die Bedingungen in den Reservaten oft schwierig waren. Die Regierung bot in einigen Fällen Lebensmittelrationen und finanzielle Unterstützung, doch dies reichte oft nicht aus, um ein angemessenes Leben zu führen.
Handel und Arbeit: Indianer handelten mit Weißen und nahmen auch an der städtischen Wirtschaft teil. Sie arbeiteten in verschiedenen Berufen, sowohl innerhalb der Reservate als auch in nahegelegenen Städten.
Soziale Anerkennung und Diskriminierung
Integration: In einigen Regionen, insbesondere in und um Reservate, lebten Indianer und Weiße nebeneinander und es gab wirtschaftlichen Austausch. Doch vielerorts erlebten Indianer Diskriminierung und wurden sozial ausgegrenzt.
Kultureller Einfluss: Trotz der Unterdrückung ihrer Kultur schafften es viele Indianer, ihre Traditionen und Bräuche weiterzugeben und zu bewahren. Dies geschah oft im Verborgenen oder im Rahmen traditioneller Zeremonien und Feste.
Die Situation der Indianer im Jahr 1899 war also von einem Spannungsverhältnis zwischen eingeschränkter Anerkennung und starker Eingrenzung geprägt. Die Politik der US-Regierung zielte weitgehend auf Assimilation und die Auflösung traditioneller Lebensweisen ab, was zu erheblichen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen für die indianischen Gemeinschaften führte.
Die Bureau of Indian Affairs (BIA) wurde 1824 von der US-Regierung gegründet, um die Indianer Stämme und ihre Reservate zu verwalten. Um 1899 konzentrierte sich die BIA darauf, die indigene Bevölkerung zu integrieren und eine stabile Koexistenz zu gewährleisten. Dazu gehörten Maßnahmen wie die Verwaltung von Land, Bildungssystemen und wirtschaftlichen Ressourcen.
Die BIA verfolgte das Ziel, Indianer durch Maßnahmen wie den Dawes Act von 1887 in die amerikanische Gesellschaft zu integrieren. Land, das zuvor gemeinschaftlich genutzt wurde, wurde auf einzelne Familien aufgeteilt, um den Übergang zur Landwirtschaft zu fördern. Gleichzeitig sorgte die BIA dafür, dass Kinder in von der Regierung kontrollierte Schulen geschickt wurden, um sie für das Leben in der modernen Gesellschaft vorzubereiten.
Nicht alle Indianer widersetzten sich der BIA. Viele arbeiteten mit der Behörde zusammen, insbesondere in Bereichen wie der Polizeiarbeit in den Reservaten, wo Indianer als Polizisten dienten. Diese Rolle gab ihnen eine gewisse Kontrolle über ihr eigenes Umfeld. Auch Stammesführer nutzten die Zusammenarbeit, um Ressourcen wie Nahrungsmittel oder medizinische Versorgung für ihre Gemeinschaften zu sichern.
Einige sahen die BIA als notwendigen Partner, der Unterstützung bot, während andere die Behörde skeptisch betrachteten. Die BIA schränkte viele traditionelle Bräuche ein, was zu Widerstand führte. Religiöse Zeremonien wurden oft verboten, und kulturelle Praktiken wie das Sprechen indigener Sprachen waren in den Schulen nicht erlaubt. Dennoch entschieden sich viele, im Rahmen der gegebenen Strukturen das Beste für ihre Gemeinschaften herauszuholen.
Das Leben in den von der BIA verwalteten Reservaten war durch strenge Regelungen geprägt:
Bewegungsfreiheit: Viele Indianer durften die Reservate nicht ohne Erlaubnis verlassen. Ein sogenannter "Pass" musste von den Indianeragenten der BIA ausgestellt werden, um Reisen außerhalb des Reservats zu erlauben.
Landwirtschaft und Wirtschaft: Die BIA förderte den Ackerbau als primäre Lebensgrundlage. Dies stand im Widerspruch zu den traditionellen Jagd- und Sammelaktivitäten vieler Stämme, die dadurch ihre gewohnte Lebensweise aufgeben mussten.
Gesetz und Ordnung: In den Reservaten wurden die Gesetze von der BIA durchgesetzt. Stammesrecht wurde weitgehend durch amerikanisches Recht ersetzt, was zu Spannungen führte. Indianer Polizisten spielten hier eine Schlüsselrolle, um diese Ordnung aufrechtzuerhalten.
Die BIA war um 1899 eine zentrale Behörde zur Verwaltung der Indianer, mit dem Ziel, diese in die amerikanische Gesellschaft zu integrieren. Während einige Indianer mit der BIA kooperierten und Vorteile sahen, führte der Verlust von Traditionen und Land zu Unmut und Widerstand. Dennoch war die Beziehung zwischen der BIA und den Indianer vielfältig, von Anpassung bis hin zu Ablehnung geprägt.
Die Aufgaben der BIA auf dem Server werden durch das Strawberry Office geführt.
Aktivisten Indigener Kultur & Rechte
Es gab im Jahr 1899 in den USA Personen verschiedener ethnischer Hintergründe, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzten. Darunter waren weiße, schwarze und einige asiatische Aktivisten und auch christliche Missionare.
Helen Hunt Jackson (weiße Schriftstellerin): Sie schrieb A Century of Dishonor (1881), ein Buch, das die Misshandlungen indigener Völker dokumentierte.
John Collier (späterer Leiter des Bureau of Indian Affairs, BIA): Schon um die Jahrhundertwende begann er, sich für indigene Selbstbestimmung einzusetzen.
Society of American Indians (SAI) (gegründet 1911, aber mit Vorläufern um 1899): Hier arbeiteten indigene und nicht-indigene Menschen zusammen für indigene Bürgerrechte.
Christliche Missionare: Während viele Missionare die Assimilation förderten, gab es einige, die sich für indigene Rechte und gegen Landraub einsetzten.
Schwarze Aktivisten: Es gibt einige Berichte, dass prominente Schwarze Intellektuelle (z. B. W. E. B. Du Bois) indigene Anliegen thematisierten, da sie Parallelen zwischen den Kämpfen der Schwarzen und der indigenen Bevölkerung sahen.
Landrechte: Viele indigene Gebiete wurden durch Gesetze wie den Dawes Act (1887) aufgespalten und verkauft.
Bürgerrechte: Indigene Menschen waren zu dieser Zeit oft keine US-Bürger, was sie rechtlich benachteiligte.
Schutz vor Gewalt: Viele Sheriffs und Behörden ignorierten Gewalt gegen indigene Menschen.
Kulturelle Selbstbestimmung: Die US-Regierung verbot indigene Sprachen und Traditionen in Internaten.
Die US-Regierung behandelte viele indigene Aktivisten und deren Unterstützer mit Misstrauen oder Ignoranz.
Das Bureau of Indian Affairs (BIA) unterstützte meist die Assimilation, nicht den Schutz indigener Kulturen. Reformorientierte BIA-Mitarbeiter wurden oft ausgebremst.
Sheriffs und lokale Behörden duldeten oft Gewalt gegen indigene Gemeinschaften und ihre Unterstützer.
Gesellschaftliche Reaktionen
Viele weiße Amerikaner standen solchen Aktivisten ablehnend gegenüber, da sie den Fortschritt der Siedler nicht infrage stellen wollten.
Einige Zeitungen (vor allem christliche) berichteten jedoch positiv über den Kampf für indigene Rechte.
Die politische Elite ignorierte das Thema meist oder sprach sich für Assimilation aus.
Insgesamt war es für nicht-indigene Aktivisten in dieser Zeit schwer, Unterstützung zu finden, aber sie legten einen wichtigen Grundstein für spätere Reformbewegungen.
Strafverfolgung
Die Behandlung indigener Menschen in Bezug auf Kriminalität war um 1899 stark von Rassismus, Ungleichheit und der US-Politik der Assimilation geprägt. Die Strafverfolgung funktionierte je nach Gebiet unterschiedlich, aber generell hatten indigene Menschen vor dem Gesetz oft wenig Rechte oder Schutz.
Indigene Völker hatten traditionell ihre eigenen Rechtssysteme, basierend auf Stammesgesetzen, Ältestenräten oder spirituellen Praktiken. Doch die US-Regierung versuchte, diese Strukturen zu untergraben:
1885 führte der Major Crimes Act dazu, dass schwere Straftaten wie Mord oder Vergewaltigung in indigenen Gebieten unter die Kontrolle der US-Justiz fielen, nicht mehr unter das Stammesrecht.
Viele indigene Gemeinschaften wurden in "Reservate" gezwungen, wo BIA-Agenten und Bundesgerichte über Strafsachen entschieden.
Ergebnis:
Indigene Menschen hatten weniger Kontrolle über ihre eigenen Gesetze.
Häufig waren sie unfairen Prozessen ausgesetzt, geführt von nicht-indigenen Richtern und Beamten.
Indigene Verdächtige: Wurden oft schnell verurteilt, manchmal ohne Beweise oder mit voreingenommenen Geschworenen. Es gab viele Fälle, in denen sie für Verbrechen härter bestraft wurden als Weiße.
Weiße Täter: Gewalt gegen indigene Menschen wurde selten bestraft. Viele Siedler, Soldaten oder Kopfgeldjäger konnten ungestraft indigene Menschen angreifen oder töten.
Sheriffs und Bundesmarschälle: Waren oft korrupt oder ignorierten Gewalt gegen indigene Menschen. In einigen Gegenden arbeiteten sie mit Viehdieben oder illegalen Siedlern zusammen.
Ein Beispiel:
Der Wounded Knee Massaker-Prozess (1890): US-Soldaten töteten über 250 Lakota, darunter Frauen und Kinder. Keiner der Täter wurde bestraft, stattdessen erhielten einige Medaillen.
Die US-Regierung setzte indigene Polizeieinheiten ein, um Reservate zu kontrollieren.
Diese Polizisten waren oft gezwungen, ihre eigenen Leute zu verhaften, besonders wenn sie sich gegen US-Gesetze stellten (z. B. Verbot traditioneller Zeremonien).
1890 wurde der Lakota-Führer Sitting Bull von BIA-Polizisten getötet, als sie ihn wegen angeblicher Aufstände verhaften wollten.
Viele indigene Menschen wurden in überfüllte Gefängnisse gesteckt, die oft weit von ihren Heimatorten entfernt waren.
In einigen Fällen wurden sie auf "Strafmissionen" geschickt, wo sie unter Zwang arbeiten mussten.
Das Justizsystem der USA behandelte indigene Menschen 1899 extrem ungerecht. Es gab kaum Schutz für indigene Opfer, aber harte Strafen für indigene Täter – oft ohne faires Verfahren. Gleichzeitig untergrub die Regierung die traditionellen Stammesgesetze, was indigene Gemeinschaften weiter schwächte.