Feminismus oder Kontrolle?
Ein Kopftuchverbot hat nichts mit Frauenrechten zu tun
Im Moment ist das Kopftuchverbot wieder „voll im Gange“. Alle sprechen darüber und wie so oft geht es angeblich immer um den Schutz von Mädchen. Spoiler: Geschützt werden sie nicht. Kontrolliert aber schon.
Denn feministische Politik macht keine Politik gegen Frauen. Sie schränkt nicht ihre Selbstbestimmung ein. Genau das aber tut ein Kopftuchverbot.
Selbstbestimmung – ja vielleicht, aber nur wenn sie uns passt?
Feminismus bedeutet Entscheidungsfreiheit. Nicht „zieh das an“, nicht „zieh das aus“, sondern die Möglichkeit selbst entscheiden zu können.
Ein Kopftuchverbot sagt jedoch: „Wir wissen es viel besser als du!“
Und zwar ausschließlich bei muslimischen Mädchen. Christliche Kreuze? Kein Problem. Jüdische Kippa? Diskussion möglich. Aber beim Islam ist plötzlich Schluss mit religiöser Mündigkeit – vor allem unter 14.
Warum eigentlich? Woher kommt diese Sonderbehandlung?
„Das Kopftuch sexualisiert Frauen“ – bitte was?
Dieses Argument ist nicht nur absurd, es ist verachtend gegenüber muslimischen Frauen.
Ein Kleidungsstück sexualisiert niemanden. Sexualisierung entsteht im Kopf derjenigen, die Frauenkörper bewerten, kontrollieren und objektifizieren.
Wenn ein Kopftuch angeblich „zu sexualisierend“ ist, dann liegt das Problem nicht beim Tuch – sondern bei einer Gesellschaft, die selbst Kinder nicht in Ruhe lassen kann.
„Wir verbieten das Kopftuch, damit Mädchen nicht diskriminiert werden“
Das ist ungefähr genauso logisch wie: „Wir verbieten Miniröcke für Frauen – damit sie nicht belästigt werden können.“
Diskriminierung verschwindet nicht, weil man sichtbare Minderheiten unsichtbar macht. Sie verschwindet nur, wenn Diskriminierende Konsequenzen tragen.
Die Verantwortung, nicht diskriminiert zu werden, liegt NICHT bei Mädchen.
Nicht bei ihrer Kleidung. Nicht bei ihrer Religion. Nicht bei ihrer Existenz.
Welcome to reality: Mehr Ausgrenzung, mehr Spaltung
Ein Kopftuchverbot stärkt keine Mädchen. Es stärkt Vorurteile.
Es erzählt wieder und wieder dieselbe Geschichte:
„Der Islam ist automatisch schlecht“; „Muslimische Mädchen werden immer gezwungen“; „Muslimische Frauen sind grundsätzlich unterdrückt“
Das ist nicht Feminismus. Das ist Rassismus der als feministisch verkauft wird.
Ja, es gibt Mädchen, die gezwungen oder unterdrückt werden. Das ist schlimm – und darf man auch auf gar keinen Fall schön reden.
Aber das gibt es überall dort, wo auch das Patriarchat wirkt. Und genau da liegt das Problem.
Was ist mit den Männern?
Was mich besonders stört:
Anstatt bei Männern anzusetzen – bei Vätern, Brüdern, religiösen Autoritäten, bei sexistischem Verhalten – sind wieder einmal die Mädchen die sich anpassen müssen.
Warum keine:
verpflichtenden Workshops zu Antisexismus?
Aufklärung über Religionen und Feminismus?
Gespräche mit betroffenen Mädchen?
Warum reden immer alle über sie, aber nie mit ihnen?
Kopftuchverbot? – Danke, Nein!
Ein Kopftuchverbot ist keine Lösung. Es ist Symbolpolitik.
Es grenzt aus, statt zu schützen.
Es vereinfacht komplexe Probleme, um sich als Retter:innen zu präsentieren.
Es beginnt mit dem Verbot eines Symbols einer einzigen Religion.
Und dann? Wo führt die Reise hin?
Feminismus, der kontrolliert statt zu stärken, ist kein Feminismus.
Wer Mädchen Rechte nimmt, um sie angeblich zu schützen, hat den Sinn von Gleichberechtigung nicht verstanden.
Theresa Bröderbauer 7B
14.Jänner.2026
Okay, mal ehrlich: Beim Wort Feminismus denken viele direkt an Stress, Diskussionen oder irgendetwas Extremes. Aber actually? Feminismus ist einfach nur der Wunsch nach Gleichberechtigung für alle. Kein Drama, kein Hate – nur Fairness.
Kurz gesagt:
👉 Alle Geschlechter sollen die gleichen Rechte, Chancen und Freiheiten haben.
Früher durften Frauen nicht mal wählen oder selbst entscheiden, was sie machen wollen. Ziemlich wild, oder? Durch Feminismus hat sich viel verändert – aber perfekt ist es noch lange nicht.
Auch heute gibt’s Dinge, die einfach nicht fair sind:
Frauen verdienen oft weniger als Männer
Mädchen werden schnell gejudged wegen Aussehen oder Klamotten
Jungs hören Sachen wie „Heul nicht“ oder „Sei ein Mann“
Sexistische Sprüche sind leider immer noch normalisiert
Und genau da setzt Feminismus an. Er sagt: Nein, so darf das nicht sein.
Feminismus ≠ Männerhass
Ganz wichtig:
Feminismus ist nicht gegen Jungs oder Männer.
Im Gegenteil – er hilft auch ihnen.
Zum Beispiel:
Jungs dürfen Gefühle zeigen, ohne ausgelacht zu werden
Niemand muss in eine Rolle passen, die sich falsch anfühlt
Jede Person darf sie selbst sein
Win-win für alle
Was hat das Ganze mit uns Jugendlichen zu tun?
Spoiler: Sehr viel.
Ob in der Schule, auf TikTok, Insta oder im echten Leben:
dumme Kommentare
Bodyshaming
Rollenklischees
Hate im Netz
Feminismus bedeutet, hinzuschauen, nicht wegzusehen und füreinander einzustehen. Schon kleine Dinge machen einen Unterschied.
Feminismus heißt:
✨ Respekt
✨ Gleichberechtigung
✨ Freiheit
Es geht nicht darum, besser zu sein als andere – sondern endlich gleich.
Und ehrlich: Eine Welt, in der alle fair behandelt werden? Klingt nach einem ziemlichen Vibe.
Von Hila Safi 3A
13.Jänner.2026
Selbstbewusstsein – warum es (wirklich) jeden von uns betrifft
Hand aufs Herz:
Wer hat sich nicht schon mal gedacht „Was denken die anderen jetzt?“ oder „Lieber nichts sagen, bevor es peinlich wird“?
Selbstbewusstsein ist so ein Wort, das man ständig hört – aber selten richtig versteht. Viele denken dabei an laute Leute, die immer im Mittelpunkt stehen oder scheinbar nie unsicher sind. Doch echtes Selbstbewusstsein hat damit oft wenig zu tun.
Selbstzweifel gehören zum Alltag
Gerade in der Schule gibt es viele Situationen, die am Selbstvertrauen kratzen:
Noten, Vergleiche, Erwartungen von Lehrkräften, Eltern oder Freunden. Social Media macht es nicht besser – dort wirken alle immer selbstsicher, erfolgreich und perfekt. Spoiler: sind sie nicht.
Viele Jugendliche zweifeln regelmäßig an sich selbst, auch wenn sie das nach außen nicht zeigen. Man hält sich im Unterricht zurück, meldet sich nicht, obwohl man etwas weiß, oder traut sich nicht, die eigene Meinung zu sagen. Nicht, weil man nichts zu sagen hätte – sondern aus Angst, etwas falsch zu machen.
Selbstbewusstsein heißt nicht „perfekt sein“
Wichtig zu wissen:
Selbstbewusstsein bedeutet nicht, alles zu können oder immer sicher zu sein. Es heißt, sich selbst ernst zu nehmen – mit Stärken und Schwächen.
Niemand ist perfekt. Und niemand muss es sein. Fehler machen gehört dazu. Wer glaubt, erst perfekt sein zu müssen, um sich zu trauen, wartet meistens sehr lange.
Mut ist kein Talent – man kann ihn üben
Mut ist ein Teil von Selbstbewusstsein. Und Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz Angst etwas zu versuchen:
eine Frage stellen, ein Referat halten, eine Idee äußern oder einfach „Nein“ sagen.
Jeder kleine Schritt zählt. Und ja, manchmal klappt nicht alles sofort. Aber genau daraus wächst Selbstvertrauen.
Schule ist mehr als Noten
Schule ist nicht nur ein Ort für Arbeiten, Tests und Zeugnisse. Sie ist auch ein Ort, an dem Persönlichkeiten entstehen. Wenn mehr Menschen sich trauen, sie selbst zu sein, profitieren alle davon:
Unterricht wird lebendiger, Gespräche ehrlicher und das Miteinander respektvoller.
Warum dieser Artikel?
Dieser Text soll keine schlauen Regeln aufstellen. Er soll zeigen:
Unsicherheit ist normal. Selbstzweifel sind nichts, wofür man sich schämen muss. Und man ist damit nicht allein.
Selbstbewusstsein entsteht nicht über Nacht – sondern Schritt für Schritt. Und jeder Schritt, so klein er auch wirkt, ist wichtig.
Ein Gedanke zum Schluss
Wenn du dich oft unsicher fühlst, Angst hast, dich zu melden oder an dir zweifelst: Du bist nicht komisch, nicht schwach und nicht allein.
Vielleicht ist genau heute ein guter Moment, dir selbst ein bisschen mehr zuzutrauen.
Also: Traut euch. Und wenn ihr dabei Support braucht – ich bin da.
Und vielleicht fängt Selbstbewusstsein genau hier an.
Von Hila Safi 3A
10.Jänner.2026