Bericht zum Messebesuch "Sprungbrett"
Am 10. Juni 2022 fand in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen die „Sprungbrett“-Messe statt. Dort gab es viele Stände, organisiert von Menschen, die verschiedenste Berufe vorstellten und diese den Jüngeren näherzubringen versuchten. Diese Ausbildungsmesse soll helfen, Horizonte zu erweitern und Träume zu pflanzen, wie der Karriereweg einmal aussehen soll.
Neben allerlei naturwissenschaftlichen Weiterbildungsmöglichkeiten, IT-Berufen, sozialen Berufen oder auch Universitäten mit riesiger Auswahl an Studiengängen, wurde auch der Beruf als Redakteur/in bei der Rheinpfalz vorgestellt. Hierfür ist es äußerst wichtig, sehr gute Deutschkenntnisse in Sprache und Schrift zu haben. Aber auch Kommunikationsstärke, Kreativität, kulturelles Interesse, Flexibilität sowie eine gewisse Organisationsfähigkeit sind Eigenschaften, die für diesen Beruf fundamental sind. Vor allem bei der Rheinpfalz ist natürlich auch ein grundlegendes Interesse am Lokalgeschehen in der Pfalz wichtig. Gründliche Recherche spielt ebenfalls eine Rolle.
Um einen festen Platz in der Redaktion zu erhalten, ist es notwendig entweder ein abgeschlossenes Redaktionsvolontariat, ein vergleichbares Studium oder langjährige Erfahrung in Lokalredaktionen mitzubringen. Üblich ist nach dem (Fach)Abitur ein sechs- bis achtsemestriges Bachelor-Studium. So kann beispielsweise Germanistik oder Journalismus studiert werden, aber es gibt noch viele weitere Studiengänge, die gewählt werden können. Ein Fach, welches in der Schule bereits sehr hilfreich sein kann, ist Deutsch. Falls die Schule allerdings nach der Mittleren Reife abgebrochen wurde, bietet sich als Alternative auch eine duale Ausbildung an, die insgesamt etwa 2,5 Jahre dauert. Dort lernen die Auszubildenden viele verschiedene Abteilungen und die Tätigkeiten im Verlag kennen. Diese Tätigkeiten lassen sich als folgende zusammenfassen: Zum einen muss eine Redakteurin bzw. ein Redakteur viel recherchieren und die Quellen korrekt angeben, sodass diese ohne Schwierigkeiten nachverfolgt werden können. Außerdem werden in dem Beruf viele Artikel und Texte verfasst. Daher sollte eine gewisse Begeisterung mitgebracht werden. Dabei ist es notwendig, anpassungsfähig zu sein, um sich auf ein Thema und auf eine Zielgruppe abstimmen und seinen Schreibstil verändern zu können. Auch das Korrekturlesen ist ein wichtiger Bestandteil des Berufes, denn Fehler in veröffentlichten Texten sollten dringend vermieden werden. Da es aber immer sein kann, dass diese übersehen werden, müssen mehrere Personen einen Text durchlesen. Dafür muss ein/e Redakteur/in dies dann auch bei anderen tun. Doch neben Recherchen stehen auch Interviews häufig auf dem Tagesplan. Dabei kann eine berühmte sowie private Person befragt werden, jedoch muss die interviewende Person darauf achten, dass die Fragen interessant sind, sodass die Leser/innen einen Blick auf das Interview werfen. Doch arbeitet ein/e Redakteur/in schließlich nicht vollkommen alleine: Redaktionsmeetings müssen ebenfalls wahrgenommen werden, denn dort werden häufig neue Ideen diskutiert, Themen besprochen und weitere Vorgehen geplant. Der/die Chefredakteur/in verteilt dort die Aufgaben an die restlichen Redaktionsmitglieder und koordiniert die Arbeitsabläufe.
Der Alltag kann dabei etwa so aussehen: Morgens um etwa 8/9 Uhr werden E-Mails beantwortet, später könnte ein Meeting folgen. Dort wird ein neues Thema besprochen und anschließend beginnt die Recherche für einen neuen Artikel oder die Vorbereitung eines Interviews. Mittags gibt es die Mittagspause und nach der Erholung ist ein Korrekturlesen an der Reihe. Auch das Schneiden von Interviews in Form eines Videos könnte ein mögliches Arbeitsgebiet darstellen. Abends werden dann neue E-Mails beantwortet und der Tag ist dann etwa um 17:30/ 18 Uhr vorbei.
Zu Weiterbildungsmöglichkeiten zählen zum Beispiel Spezialisierungen innerhalb des Berufes als Redakteur/in. Da gibt es zum Beispiel den/die Online-Redakteur/in, Radioredakteur/in sowie technische/n Redakteur/in. So bieten sich zahlreiche Karrierechancen im Radio-, TV-, Online- und Printbereich. Zukunftsperspektiven finden sich dabei am meisten als Online-Redakteur/in, da Printmedien mit der Zeit immer mehr schwinden und von der Digitalisierung in den Hintergrund gedrängt werden. So könnte auch das Mitwirken in einem Podcast der Rheinpfalz angestrebt werden. Alles in allem gibt es also genug Möglichkeiten sich weiterzubilden. Voraussetzung ist dafür einzig und alleine der Spaß am Schreiben und an Kommunikation und ein gewisses Knowhow sollte natürlich ebenfalls nicht fehlen.
Liebe Leserinnen und Leser,
die Frage, was ihr später einmal machen wollt, ist euch allen sicherlich schon des Öfteren begegnet. Für viele ist diese wahrscheinlich bereits lästig geworden, anderen fürchten sie vielleicht sogar, da durch sie ein Gefühl des unangenehmen Stresses ausgelöst wird. Ihr fühlt euch gehetzt, bedrängt und habt keine Antwort auf die immer und immer wieder auftauchende Frage, die euch den letzten Nerv raubt. Oft ist Unsicherheit der Grund dafür, dabei muss das doch gar nicht sein, oder? Egal wie jung oder alt ihr sein möget, falls ihr euren Karriereweg, genauso wie ich, auch noch nicht Schritt für Schritt geplant habt, macht euch bloß keine Sorgen, denn das ist vollkommen in Ordnung! Lasst euch nicht von eurer Familie oder euren Freunden stressen, denn euch wird sich ein Weg offenbaren, vielleicht könnt ihr ihn nur gerade einfach nicht sehen. Demnach ist es natürlich immer hilfreich, eine Jobmesse zu besuchen oder sich einen Steckbrief zu einem Berufsbild durchzulesen, sei es eine Ausbildung oder ein Studienplatz. Informiert euch, setzt euch aber nicht unter Druck, denn so kommt ihr noch langsamer voran und findet womöglich keinen Traumberuf vor, sondern bloß völliges Chaos im Kopf und dazu noch Angst vor der Zukunft, die euch bevorsteht. Es gibt unzählige Möglichkeiten und ich bin mir sicher, eine von ihnen wird für euch bestimmt sein und ihr werdet Zugang zu dieser erhalten, ohne euch vorher den Kopf zu zermartern. :-)
Malika G., 10a