Nachfolgend erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen
- Was ist Ganzheitsmedizin?
- Warum eine ganzheitliche Massage?
- Warum ganzheitliche Physiotherapie?
- Ausbildungsverlauf
- Myo-Fasziale Atlas-Therapie
- Skoliose-Therapie in 3 D
- Myo-Fasziale Wirbelsäulentherapie
- Myo-Fasziale Regulation des dritten Pulses
Was ist Ganzheitsmedizin?
Die Ganzheitsmedizin versucht Körper, Geist und Seele wieder in Einklang miteinander zu bringen und Gesundheit ursächlich wiederherzustellen! Neben anderen Verfahren der Naturheilkunde werden z.B. Klass. Homöopathie, Chiropraktik, Akupunktur und chinesische Medizin, diverse Ausleitungsverfahren. Bachblüten angewendet. Eines der ältesten Naturheilverfahren ist dabei die Massage, die seit Jahrtausenden im "Altertum"
(Antike) ihren festen Platz hatte und noch hat: in Indien, China, Thailand, Bali, Japan, Ägypten, Griechenland und Rom (römisches Reich) .
Die ganzheitlich physikalische Therapie ist zur Ergänzung der Ganzheitsmedizin geeignet. Sie ist bemüht, körperliche und seelische Spannungen und Blockaden aufzufinden, zu lindern und zu beseitigen.
Starke Verspannungen führen häufig zu einer muskulären, bindegewebigen, muskelsehnigen und muskelhüllenbedingten Dysbalance (nennt sich nun umfassend bezeichnet: MYO-FASZIALE DYSBALANCE) und somit oft zu einer veränderten Statik der Wirbelsäule, welches z.B. Symptome wie allgemeine Rückenbeschwerden mit Ausstrahlungen in den Kopf oder den Schulter-Arm-Bereich (Taubheit oder Kribbeln und Stechen im Arm-Hand-Bereich) oder Beckenschmerzen mit Ausstrahlung in den Ischiasbereich, Bandscheibenbeschwerden, Herz-, Magen- und Verdauungsbeschwerden auslösen kann! Ganzheitliche Massagetechniken, die Myo-Fasziale ATLAS-THERAPIE, die MYO-FASZIALE Wirbelsäulentherapie, die Skoliosetherapie in 3D, dehnende und kräftigende Bewegungsübungen, sowie sensibilisierende Atemführung können helfen, die Statik der Wirbelsäule wieder neu zu ordnen, indem sie Spannungen und Energieblockaden abbauen.
Warum eine ganzheitliche Massage?
Der hauptsächliche Unterschied zwischen der "klassischen" (oder besser: der sogenannten klass.) Massage und der ganzheitlichen Massage ist der, dass heutzutage bei der "klass." Massage mit Zeittakten (15 oder 20 Min. für eine Teil- oder 30 Min. für eine Ganzmassage) gearbeitet wird, die zu kurz gefasst sind (Sparen am falschen Platz!) und somit uneffektiv, unkreativ und sogar kontraproduktiv sind!
Diese Kurzzeittakte setzen den Behandler unter Druck (Stress), in dieser kurzen Zeit auch ein gutes Ergebnis zu erzielen, (welches zeitlich kaum möglich ist!). Dieser innere Druck wird auf den Klienten / Patienten oftmals durch schnelles, unruhiges Massieren übertragen, und ruhige und ausgleichende und tief entspannende Techniken und Wirkungen entfallen praktisch zwangsläufig! (Keine oder sehr geringe Tiefenwirkung!).
Im Gegensatz dazu wählt die Ganzheitsmethode große Zeitintervalle, die Raum lässt sowohl für Ent-spannung, Wohlbefinden, sich fallen lassen können und somit auch Los-lassen, als auch für eine spezielle und eine allgemeine Tiefenwirkung!
Denn eine größere Quantität (längere Zeit) ist wesentliche (nicht alleinige!) Voraussetzung für eine bessere Qualität (Tiefenwirkung und Heilung!) .Diese Urform der Massage, d.h. die klassische Massage der Antike, war immer ganzheitlich! (Heutige Kurzzeit-Massagen als "klassisch" zu bezeichnen, kommt fast einem Etikettenschwindel gleich!).
Ein weiterer Wirkungsaspekt der ganzheitlichen Massage ist die Fähigkeit zu sensibilisieren, d.h. Denken und Fühlen zu einen, so dass der menschliche Geist lernt, leichter loszulassen! ENT-SPANNUNG bedeutet LOS-LASSEN, (körperlich, geistig & emotional), dies ist ein Grundprinzip jeglicher ganzheitlicher Behandlung und auch des Taoismus (einer philosophischen Richtung Chinas, welche sich mit dem Aspekt der Ent-spannung und des Los-lassens spirituell und philosophisch beschäftigt).
SIEBEN
Der Himmel ist unvergänglich, die Erde besteht immerfort.
Warum ist dies so?
Sie sind ungeboren,
Darum allzeit lebend.
Die Weisen treten zurück, und doch sind sie voraus.
Wenn das Selbst aufgegeben wird, wird es verwirklicht.
Wenn das Ich überschritten wird, gewinnt man Erfüllung.
Lao Tse, Dichter & Philosoph. Mitbegründer des Taoismus.
Aus dem "Tao Te King" (ca. 600 v.Chr.).
Die entsprechende Symptomatik entscheidet, welche der folgenden Techniken anzuwenden oder
gar zu kombinieren sind:
Klassische Massage, Ganzheitliche Massage, Segmentmassage, Bindegewebsmassage,
Reflexzonenmassage, Sehnenansatz- und Sehnenursprungsmassage, Akupressur, Shiatsu,
Yin Shin Jyutsu (Meridianbehandlung, Japan), Atemtherapie, Bewegungstherapie / Krankengymnastik,
Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses, Myo-Fasziale Atlas-Therapie, Skoliosetherapie in 3 D, Myo-Fasziale Wirbelsäulentherapie,
Mikromassage, Fasziales Stretching.
Empfohlene Behandlungsdauer: 30, 45, 60, 75, 90 oder 120 min.!
Ausbildungsverlauf
Herr Jürgen Valtinke besuchte 1983 die Kneipp-Massageschule in Boppard / Rhein. Nach erfolgreichem Abschluß des Staatsexamens arbeitete er ein halbes Jahr in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik (Otto-Fricke-Krankenhaus) in Bad Schwalbach / Taunus, bevor er zwei Jahre in Bonn im Johanneshospital beschäftigt war. Seit 1987 ist er selbständig in Bonn - Bad Godesberg tätig.
Seit 1977 machte er Erfahrungen im Bereich des Yoga, Tai Chi Chuan und der Atemtherapie. Von 1979 -1981 war er als Yoga-Lehrer in Bonn tätig. Seit 1990 unterrichtet er wieder Yoga und energetische Körperarbeit. Diverse Kurse ergänzten seine Kenntnisse auf dem Gebiet ganzheitlich orientierter Körperarbeit:
Akupressur und die Kunst des Zen (1983, Hr. H. Kutzke, Bonn)
Atemtherapie (1984/85, Fr. F. Hock, Bad Schwalbach/Taunus)
Rehabilitation auf neurophysiologischer Basis nach Bobath und Brunkow
(1984/85, Fr. E. Maddox, Bad Schwalbach/Taunus)
Afrikanischer Tanz (1987/89, Fr. Ch. Steffan, Bonn)
Konzentrative Bewegungstherapie (1990, Fr. A. Kruse, Bad Honnef)
Yin Shin Jyutsu (1990/91, Fr. M. Bernickel, Bonn)
Schamanische Rituale und Trancetanz (1991, Hr. H. Christof, Hilterscheidt/Eifel)
Dehnungstechniken der Extremitäten (1992, Hr. R. Fröhlich, Bonn)
Atemmassage (1992, Hr. B. Blum, Bonn/Hamburg)
Lymphdrainage (1992, Fr. Wittlinger, Heidelberg, Walchsee/Tirol)
Rückenschule (1992, Fr. D. Jerusalem, Bonn)
PNF - (Propriozeptive Neuromuskul. Fascilitation) (1992, Fr. H. S. Reichel, Bonn)
Akupressur & Shiatsu (1993, Fr. P. E. Schneider, Köln)
Fußreflexzonenmassage (1993, Hr. P. Bouchett, Bonn)
Shiatsu und die Lehre nach den fünf Elementen (1995-1996, Hr. H. Greinus, Aachen)
Lehrtätigkeit für Shiatsu und ganzheitliche Massage (1996-1999, Indonesien [Bali], Philippinen (Manila, Laguna [LUZON-Island] & Boracay [Panay-Island]), Vietnam (Saigon, Hoh-Chih-Minh-Stadt & Hanoi) und Brasilien (Lencois))
Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses (1993/94, Hr. V. M. Mokrus, Hofbieber/Rhön, Köln)
Trancetanz & Geistheilung (1994/95, Don Pedro, Köln)
Shiatsu & die 5 Elemente der chin. Medizin (1995/96, Hr. H. Greinus, Aachen)
Reiki (Grad 1 & 2) (1996, Fr. R. D'Afganistan, Bonn-Wachtberg)
Serielle Lehrtätigkeit für Massage & Shiatsu (1996/2001, - auf Bali/Indonesien & auf den Philippinen)
Ortho-Bionomy @ (03-06/1998, Fr. A. Cabart)
IOKAI Meridian-Shiatsu (Mai 2000/2005, Hr. J. Bolt, Fr. F. v. Hoegen, Hr. K. Sazaki)
Sanjo-Konduktive Körpertherapie (2003/04, Hr. H. Greinus, Aachen)
T.C.M. - Seminar (März 2005, Shanghai-Shuguang-Hospital, Shanghai, China)
Pilates (Juni 2005, Fr. K. Lindner-Janssen)
Traditionelle medizinische Thai-Massage (Juni 2005, Hr. H. Möller, Hr. M. Patanant)
Hot-Stone-Massage (03.2007 - Jens Günther, über den VPT)
Manuelle Therapie (08.2007- 01.2011, VPT, W. Röhrig)
Myo-Fasziale Atlas-Therapie (2010- 2011, selbstentwickelte Therapie)
Entwicklung der Skoliose-Therapie in 3 D (2011, selbstentwickelte Technik)
Sehr geehrte Damen & Herren,
hiermit möchte ich Sie über drei neue therapeutische Techniken informieren:
Die „MYO-FASZIALE ATLAS-THERAPIE“, welche über sanfte Wirbel- und Wirbelsäulenmobilisierung und Myo-Fasziale Lösungstechniken bei diversen Symptomen helfen kann:
(häufige Spannungen im Bereich des Os HYOID und des Musculus Glossopharingeus und der gesamten Pharingealmuskulatur und angrenzender Bereiche destabilisieren und dysbalancieren den gesamten HWS-Bereich, vor allem aber die obere HWS und können vielfältige Symptome auslösen):
Die „MYO-FASZIALE ATLAS-THERAPIE“
kann helfen bei:
· Durchblutungsstörungen im Kopfbereich ( Gehirn )
· Gleichgewichtsstörungen und Schwindelgefühle
· Konzentrationsstörungen und nachlassender Merkfähigkeit
· Tinnitus im Anfangsstadium durch wirbelfunktionelle Stressbelastung
· Schleudertrauma
· Anhaltender, sich wiederholender Kopfschmerz bis hin zu Migräne
· Nackenschmerzen und steifem Nacken
· Rückenschmerzen und Lumbago ( Hexenschuß )
· Bandscheibenvorfall und Skoliose
· Eingeklemmte Spinalnerven und Beckenschiefstand
Der Atlas trägt nicht nur den Kopf, sondern kann, wenn er sich nicht in der normalen Lage befindet, verantwortlich sein für eine ganze Anzahl schmerzhafter Beschwerden und Erkrankungen.
Die „Drei-Dimensionale-Skoliose-Therapie“ oder „SKOLIOSE-THERAPIE in 3 D“ kann nach dem Prinzip der „Konduktiven Körpertherapie“ und dem Prinzip „Schlingentisch“ in 3 D segmental, parasegmental, diagonal & Wirbelsäulenzonen-übergreifend (LWS-BWS, z.B. ) auf fein-mechanische, energetische und elektrische Weise Spannungsmuster ausgleichen, welches gleichzeitig zur automatischen Statikaufrichtung und Skolioseverbesserung führen kann.
Die „Nebenwirkungen“: Verbesserung oder Aufhebung und Ausbalancierung von Facettengelenkblockaden, anderen Wirbelblockaden, Druckverminderung auf die Bandscheiben und die Spinalnerven.
Die „Myo-Fasziale Wirbelsäulentherapie“ kann durch Triggerpunktbehandlungen, Myo-Fasziale Lösungs- & Massagetechniken, konduktive & fasziale Techniken, Dehnungs- & Kräftigungsübungen die Statik der Wirbelsäule verbessern, wodurch sich auch Wirbelblockaden und deren Nebenwirkungen reduzieren lassen können.
Diese Therapien sind IGEL-Leistungen.
Bei Interesse und Fragen: juergenvaltinke@t-online.de
Mit freundlichem Gruß
Jürgen Valtinke
Praxis für ganzheitlich, physikalische Therapie
53179 Bonn - Tel. 0228 – 35 62 50 .
Vorteile der Skoliose Therapie in 3D:
Üblicherweise geht der Therapeut mit vorgefertigter Meinung, einem Therapieplan und gezielter Technik an die Symptome heran und untersucht und behandelt. Doch jeder Körper ist absolut einzigartig und baut sehr individuelle Spannungsmuster auf - welche sowohl statische, als auch psychosomatische und andere Gründe haben.
Dies ist nicht meßbar! Nur fühlbar (Mikro-senso-mechanik) durch die sensible Hand des Therapeuten, welcher die Schwerkraft des Körpers aufhebt und die Linien der Reaktion (Vektoren der Bewegung - vectors of movement) spürt und mit sanften Impulsen unterstützt. Der Prozeß nimmt seinen Lauf und die Statik kann sich wie von selbst ausbalancieren.
Keine Kopf- und Computergesteuerte Technik (KG, MT, usw.) wird jemals die Tiefe, wechselhafte Intensität und Verschaltungskomplexität auf neuronaler und myo-faszialer Ebene berechnen und beschreiben können, geschweige denn therapeutisch in dieser Dimension nutzen können. Alle KG- & MT- Techniken können nur nachgeordnet sein: Es steht sozusagen 3 : 1 für die passive Therapie! Weil die aktive Therapie dies niemals leisten kann! (Eine Chance: Bringen Sie 2. 700 Mikrosensoren in den menschlichen Körper ein und messen und beschreiben Sie! Aber Sie haben damit noch nicht 1 mm be“hand“elt!).
Dazu sind alleine die „sogenannten passiven Techniken“ , welche gerne von der Fachpresse als solche „diffamiert“ werden, in der Lage! z.B.:
Skoliose-Therapie in 3 D, Konduktive Körpertherapie-Sanjo, Myo-Faszialer Regulation des dritten Pulses, Orthobionomy®
Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses
Fünf Gramm Druck maximal
Von der Aura des Geheimnisvollen umgeben ist die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses.
Das liegt nicht nur an vermeintlich heiligen Namen, sondern auch an den überaus feinen, kaum wahrnehmbaren Manipulationen, die der Therapeut im Bereich von Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein vornimmt.
Dabei wird ein dem Körper innewohnender Flüssigkeitsrhythmus unterstützt und wiederbelebt.
Annalis Niang-Prendina hat sich mit dieser bei uns noch wenig verbreiteten Körpertherapie beschäftigt und sich behandeln lassen.
Der Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses wurde erstmals von dem amerikanischen Osteopathen William Garner Sutherland entdeckt. Als Student stellte er fest. dass die Vorstellung vom festen unbeweglichen Schädelknochen nicht stimmt. Noch heute ist das Bild von einer kompakten, das Hirn schützenden Knochenschale weit verbreitet.
Falsch! Der Schädel besteht aus sieben das Gehirn umschließenden Knochen und vielen großen und kleinen Gesichtsknochen,die scharnierartig ineinandergreifen und an den Nahtstellen beweglich sind.Beim Erwachsenen beträgt die Beweglichkeit 0,1 bis 1 Millimeter. Sutherland legte bei seinen Untersuchungen Eisenbänder in verschiedenen Richtungen straff um seinen Kopf.Dabei spürte er, dass sich das Volumen des Schädels in einer regelmäßigenFrequenz vergrößert und verkleinert. Gleichzeitig stellte er fest, dass der Druck auf die verschiedenen Schädelknochen reproduzierbare Beschwerden auslöst.
Über die nächsten dreißig Jahre lernte er, wie winzigen Bewegungen der Schädelknochen mit reinen Händen zu fühlen und gleichzeitig diese knöchernen Strukturen bei Blockierungen wieder in Bewegung zu bringen. Im Zusammenhang mit den Beobachtungen am Skelett, insbesondere am Schädel und am Kreuzbein, entwickelte Sutherland in der Folge die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses. „Eine Therapie der Resonanz”, so der Facharzt für Kinderheilkunde R. Merkel:„ Die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses gehört nicht zu Körpertherapien, die umschulen, umstrukturieren und konditionieren. Es ist eine Kontaktaufnahme mit einem dem Körper innewohnenden Rhythmus, einem Instinkt, einem Mantra.”
Sensibler Rhythmus der Hirnflüssigkeit
War Sutherland mit seiner Entdeckung der Zeit voraus? Einer Zeit die vor allem an den direkt eingreifenden Therapien mit Soforterfolg, wie bei den Chiropraktikern, festhielt?
Heute erst scheint das Terrain für die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses geebnet: Körpertherapien sind allgemein im Trend, das Interesse an leinstofflichen Prozessen ist gewachsen, und bei vielen Therapeuten besteht mehr und mehr das Bedürfnis, mit subtilen Bewegungen zu arbeiten. Sutherlands Arbeit wird heute von Dr. John Upledger, seinem wichtigsten Schüler, fortgeführt.
Immer mehr Therapeuten werden zur Zeit am Upledger-Institut in Florida ausgebildet. Auch in Europa wächst das Interesse an dieser faszinierenden Therapie.
Der menschliche Organismus ist ein Zusammenspiel von rhythmischen Körgerfunktionen unterschiedlichster Art. Der Herzhythmus zum Beispiel bringt Blut in Bewegung, die Tätigkeit der Lungen bewirkt ein gleichmäßiges Ein- und Ausatmen. Das sind zwei leicht wahrnehmbare Rhythmen. Andere Körperrhythmen dagegen sind weniger offensichtlich.
Die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses beschäftigt sich mit dem Rhythmus der Hirnflüssigkeit, die im Schädelinnenraum und entlang der Wirbelsäule pulsiert. Nur großer Sensibilität und viel Übung ist diese langsame, rhythmische Bewegung zu fühlen. Sie bringt die untereinander beweglichen Schädelknochen, die Wirbelkörper und das Kreuzbein in Schwingung und setzt sich von da aus wie eine Wasserwelle über den ganzen Körper fort. Ist dieser Bewegungsrhythmus und die damit verbundene Frequenz gestört, wirkt sich das negativ auf das körperliche und physische Wohlbefinden aus.
Hier setzt die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses mit feinsten manuellen Manipulation ein. Diese subtilen Berührungen mögen im Gegensatz zum Bild des harten Schädels stehen, aber sie stimmen durchaus mit der geringen Beweglichkeit der Knochen umd der Feinheit des Flüssigkeitspulses überein. Die Berührungen des Therapeuten sind in der Regel so fein, dass sie vom Patienten als sehr angenehm empfunden werden.
Das Ziel der Therapie ist der gesunde, regelmäßige Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses. So können die Heilungsprozesse körpereigener Selbstregulierungsmechanismen, wie etwa das Immunsystem, das Hormonsystem oder die Stressverarbeitung in Gang kommen.
Heilung von Migräne und Kopfschmerzen
Hirn und Rückenmark schwimmen im Hirnwasser, sie werden von dieser Flüssigkeit getragen, geschützt und gleichzeitig mit Nährstoffen versorgt und entschlackt. Die Hirnflüssigkeit wird in einem Drüsengewebe im Hirn produziert und von den Hirnvenen abgesondert. Durch die ständige Produktion und den ständigen Abfluß des Hirnwassers nimmt sein Volumen innerhalb der Hirnhäute mit einer regelmäßigen Frequenz von sechs- bis zwölfmal pro Minute ab und zu.
Im Bereich dieser Frequenz ist der Rhythmus bei jedem Menschen individuell. Bei akuten Krankheiten stellt man eine Abweichung von diesem individuellen Rhythmus nach oben, bei chronischen Krankheiten nach unten fest.
Ungeübte Hände können den Rhythmus kaum wahrnehmen. Nicht zu verwechseln ist er mit dem Klopfen des Blutes im Kopf. Der Rhythmus des Blutes ist nach körperlicher Anstrengung stark spürbar, der Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses reagiert auf solche Einflüsse nicht: Er ist beim gesunden Menschen konstant.
Dieses mit Ebbe und Flut vergleichbare rhythmische Pulsieren bewegt die einzelnen, mit Bindegewebe verbundenen Knochen von Schädel bis Kreuzbein. Das ist sozusagen die Geographie des Systems, innerhalb dessen das Hirnwasser fließt und und das der Therapie ihren Namen verlieh.
Am Schädel ist ein Ausdehnen und Kleinerwerden des Volumens um Bruchteile von Millimetern zu fühlen, an der Wirbelsäule und am Kreuzbein sind es winzige
Drehbewegungen. Sind die Knochen durch Verhärtung des Bindegewebes nicht mehr zueinander elastisch, entsteht ein Flüssigkeitsdruck.
Dieser Druck wird auf Hirn und Nervengewebe weitergegeben. Symptome, die sich als Folge einer solchen Blockierung entwickeln können sind Krampfleiden, Migräne, Kopfschmerzen, Allergien, Ohrenrauschen oder Skoliose.
Bei kindern sind es Lernprobleme oder die sogenannte Hyperaktivität. Ursache für die Störung kann eine chronische Muskelverspannung im Kopf oder Rücken sein, oft liegt die Ursache aber auch im Erlebnis von Schlägen, Stürzen oder Unfällen.Beim Neugeborenen kann eine Blockierung bereits als Folge der Geburt auftreten. Während der Embryo im Fruchtwasser schwimmt, entwickelt sich der Schädel in Kugelform und gibt dem Gehirn den größtmöglichen Bewegungsraum.
Bei der Geburt wird der Kopf in der Regel im Geburtskanal zusammengepresst.Dabei entsteht die kurzzeitig deformierte Koopfform des Neugeborenen. Aus diesem starken Zusammenpressen kann eine Störung des Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses resultieren.
Der Weg zum Therapeuten kann auf Grund der oben genannten Krankheitsbilder oder mittels medizinischer Diagnose erfolgen. Oft führt dahin aber auch ein inneres Ungleichgewicht mit all seinen nicht medizinisch erfassbaren Merkmalen. Die Therapie ist für alle Altersgruppen
geeignet. Abhyana R. Merkel: „Besonders schön und erfolgreich ist die Arbeit mit Kindern und Säuglingen.” Kinder reagieren viel unbefangener auf Rerührungen und können sich leichter entspannen. Der thrapeutische Erfolg trifft meist bei Kindern schneller ein. Denn die Verkrampfungen und Verhärtungen sind jünger und daher weniger stark als bei Erwachsenen.
Blockierung im Myo-Faszialen-Konzept wird gelöst
Zu Beginn einer Behandlung untersucht der Therapeut zunächst verschiedene Körperbereiche auf ihre Resonanz zur Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses. Dazu legt er die Hände leicht auf, insbesondere an Schädel und Kreuzbein: Das sind die Bewegungen am stärksten.
„Das Einstimmen auf diese subtile Eigenbewegung ist eine völlig neue Dimension der Wahrnehmung für die Hande des Therapeuten. Ist der Rhytmhus erst einmal gefunden, lässt er nicht mehr los”, sagt Abhyana R. Merkel. Erst nach dem meditativen Einstimmen auf diese Eigenbewegungen des Körpers erfolgt die eigentliche therapeutische Arbeit.
Die Arbeit ist eine indirekte Technik. Statt durch die Widerstände, Blockaden und den damit verbundenen Schmerz zu gehen, betont die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses die Bewegungen, die der Körper bereits kann, und führt ihn so durch die Widerstände. Die indirekte Technik lässt sich mit einem einfachen erzieherischen Beispiel erklären: Ein ungeschicktes Kind wird bestimmt weniger Geschirr zerschlagen, wenn es für seine Erfolge mehr gelobt und für
seine Mißerfolge weniger getadelt wird. Es mag erstaunen, aber der Körper reagiert genauso.
Der Therapeut legt also seine Hände da auf, wo er eine Ungleichmäßigkeit oder eine Blockierung in der Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses festgestellt hat. Das kann an einer Knochenverbindung am Schädel, aber auch an der Wirbelsäule oder am Kreuzhein sein. Es bedeutet einfach, dass an dieser Stelle die Pendelbewegungen von Ausdehnung und Kleinerwerden des Schädels oder die Drehbewegung der Wirbelsäule und des Kreuzbeins nur in eine Richtung erfolgt oder blockiert ist.
Zum Beispiel: Am Kreuzbein ist eine Richtung der Drehbewegung weniger ausgeprägt als die andere.
Bewegung bis in ihrem extremsten Ausschlag. Das sind jedoch immer nur Bruchteile von Millimetern: Die Richtung des Extremausschlages ist die Richtung der Erleichterung, eben die ausgeprägte Richtung. In der Folge der Phase der Eigenbewegung des Kreuzbeins in „Richtung der Blockierung” hält die Hand mit einem Druck von höchstens fünf Gramm weiterhin im Extremausschlag „Richtung der Erleichterung” fest. In der nächsten Phase wird der Körper von sich aus noch stärker in diese ausgeprägte Richtung gehen. Wieder hält der Therapeut den Extremausschlag fest.
Dieses Halten in der „Bewegungsrichteng der Erleichterung” wird über mehrere Zyklen nicht aufgegeben. Dabei lockert sich das umgebene Gewebe und das Kreuzbein kannnn schließlich von selbst in die „Richtung die Blockierung”, die jetzt nicht mehr blockiert ist, gehen. Dieser Prozess wird an verschiedenen Stellen so lange wiederholt, bis eine Gleichmäßigkeit der Bewegung in alle Richtungen auftritt.
Viel Sensibilität erforderlich
Die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses ist eine stille Arbeit, die viel Einstimmung erfordert und den Patienten bei den lange dauernden Berührungen ins Zeltlose versinken lässt. Der Rhythmus ist der „Heiler” selbst. Durch das Lösen der Blockierungen leistet der Therapeut nur beistehende Vorarbeit. Er bringt damit den ganzen Körper in Schwingun, in Vibration und Resonanz mit diesem Rhythmus und überlässt den Patienten in den darauffolgenden Tagen der „Selbstheilung”.
Bei Kindern dauert die Therapie sechs bis acht Wochen mit zwei Sitzungen wöchentlich. Bei Erwachsenen sind Therapiedauer und Sitzungsrhythmus individuell: Sie bewegen sich zwischen zwei und zwanzig Sitzungen, zwischen einmal wöchentlich und einmal monatlich.
Die Myo-Fasziale Regualtion des dritten Pulses ist keine Selfmade-Therapie! Der subtile Rhythmus kann nur von einem erfahrenen Therapeuten erfühlt und gelenkt werden und es solltne daher von einer Eigenbehandlung dringend abgeraten werden, da die beschriebenen Manipulationen tiefreichende Veränderungen in Bewegung setzen können.
Annalis Niang-Prendina