Generell findet sich Acrylamid in stärke- oder zuckerreichen Lebensmitteln, die auch Eiweiß enthalten und in sehr trockener Atmosphäre erhitzt werden. Die Messwerte in einer Produktgruppe, ja sogar innerhalb einer Charge, können stark schwanken.
Eine Übersicht bietet das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Neu hinzugekommen sind im Dezember 2002 Meßwerte für Babykost. Die meisten im Fernsehmagazin PlusMinus getesteten Gläschen lagen mit Werten von vier bis 34 µg/kg am Rande der Nachweisgrenze. Die einzige Ausnahme waren Babykekse und daraus hergestellte Produkte, die Werte zwischen 20 und 374 µg/kg aufwiesen. Neu ist, dass auch bei der Herstellung von Vollrohrzucker 1000 bis 2700 µg/kg Acrylamid entstehen können. Es findet sich dadurch auch in Produkten, die mit solchem Vollrohrzucker gesüsst sind. Allerdings gibt es - herstellungsbedingt - auch Vollrohrzucker mit sehr niedrigen Werten von 50 bis 100 µg/kg. Rohrohrzucker ist nicht belastet. Daten dazu hat der Hersteller Rapunzel veröffentlicht.
Ist Bio besser?
Der Gehalt an Acrylamid hängt nicht vom ökologischen Anbau ab. Bio-Produkte sind ebenso belastet wie konventionelle. Alle Hersteller bemühen sich um eine Senkung der Gehalte in den einschlägigen Lebensmitteln. Allerdings sind zahlreiche Bio-Hersteller beim Umgang mit ihren Messergebnissen offener als konventionelle Firmen.
Wie kann ich mich schützen?
Wenn Sie Ihre Essgewohnheiten nicht ändern, haben auch bei immer neuen Acrylamid-Meldungen kein erhöhtes Krebsrisiko. Denn diese jetzt bekanntgewordenen Mengen Acrylamid haben Sie schon bisher zu sich genommen. Durch die Änderungen der Herstellungsbedingungen sinken die Gehalte und Ihr Risiko langfristig.
Wer solange nicht warten und sein persönliches Risiko schnell minimieren will, kann den Verzehr besonders hoch belasteter Produktgruppen und einzelner Produkte einschränken. Empfehlenswert ist dies sicher bei Kleinkindern und Kindern, weil sie auf Schadstoffe empfindlicher reagieren als Erwachsene.
In der eigenen Küche tragen vor allem niedrigere Temperaturen beim Backen und Fritieren zur Verringerung der Acrylamidwerte bei. „Vergolden statt Verkohlen“ heißt das Motto.
Das Essen ist ein wichtiger Akteur in unserer Gesundheit. Eine schlechte oder übermäßige Ernährung könnte zu Mangelernährung oder Übergewicht, die auch bei anderen Krankheiten führen könnte. Sie legen Wert auf Ihre Gesundheit? Klicken Sie auf diesen Link, um unsere Website zu besuchen.