Eine wahre Fundgrube für Surviver und Kräutersammler !
Im Zuge von zu erwartender , steigender Arbeitslosigkeit und damit einher gehenden HARTZ 4 Beziehern möchte ich diese Seite erstellen , auf der ich essbare Wildkräuter und Heilpflanzen vorstellen .
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die Brennnessel <<<<<<<<<<<<<<<
Ersatzfrikadellen mit Brennessel
Bratlinge Zutaten: 2 - 3 Doppelhände voll Brennnesselblätter 1 große Zwiebel 2 Kartoffeln 2 Möhren Semmelbrösel 1 Ei 1 EL Sesam und / oder gehackte Sonnenblumenkerne Salz, Pfeffer, Muskat, 1 gestrichenen Teelöffel Senf, Brennnesseln (als Spinat zubereitet, ca. 10 Min köcheln) Kurz abkühlen lassen und dann klein schneiden. Möhre , Kartoffeln fein raspeln und die Zwiebel klein hacken. Möhre, Zwiebel, Sesam, Senf und Ei mit den Brennnesseln in einer Schüssel verrühren. Die Gewürze und die Semmelbrösel dazugeben so dass eine leicht formbare Masse entsteht. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Bratlinge mit der Hand formen und in der heißen Pfanne bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten braun braten. Guten Hunger !
Enthält ca. 30 % Eiweiß, 25 % – 33 % Öl, 74 % bis 83 % Linolsäure, ca. 0,9 % Linolensäure, Tocopherol (Vitamin E): geschätzt als Radikalenfänger, Karotinoide wie ß-Karotin und Lutein: Beides anerkannte Wirkstoffe zur Erhaltung der Sehkraft und zur Vorbeugung gegen Makuladegeneration.
Frisch gesammelte Brennnesselsamen in einer Eisenpfanne (ohne Fett) auf kleiner Flamme rösten, bis sich die Samen zwischen zwei Fingern von den kleinen Stielen reiben lassen. Alle Samen von den Stielen reiben und noch einen Augenblick weiter rösten, bis es etwas mehr in der Pfanne knistert. Die Pfanne vom Herd nehmen, die gerösteten Samen über Salat, Butterbrot oder ein anderes beliebiges Gericht streuen. Während Brennnesselsamen sonst recht geschmacksneutral sind, sind sie geröstet zwar leicht bitter aber auch recht würzig. Auch als Notnahrung und bei längeren Wanderungen auch im Outdoor zu empfehlen :-)
Brennnesselpulver
Am besten sammelst du die dickeren, weiblichen Samen, welche in dichten Trauben wachsen. Sie sind ergiebiger weil nährstoffreicher. 100 Gramm Brennnesselsamen haben circa 4 Kcal (17kj) Ende Juli, Anfang August kannst du mit der Ernte beginnen. Je nach Empfindlichkeit deiner Hände kannst du sie so pflücken oder auch die Rispen mit der Schere direkt in einen Korb schneiden. Für ganz Empfindsame sollen Gummihandschuhe helfen. (Habe ich gehört) Um sie für ca, 1 Jahr haltbar zu machen kannst du sie auch an der Luft trocknen. Dazu legst du sie am besten auf eine unbehandelte Holzplatte in die Sonne. Wenn die Samen sich bei leichtem draufklopfen lösen ist der Trockenprozess abgeschlossen. Nun kannst du sie "abribbeln" und die Spelzen und kleinen Stielchen wegblasen. Nun in dunkle, luftdichte Gläser abfüllen und fertig ist die "Notnahrung". Um nun Brennnesselpulver her zu stellen wirft man die Samen am besten in eine alte Kaffeemühle. dieses Pulver kann man dann in allerlei Gerichte streuen.
Chips von der Brennnessel herstellen ist zwar etwas mühsam, aber es lohnt sich.
Mühsam deshalb weil man die Blätter am besten einzeln frittieren soll :-)) Für solche und ähnliche Sachen habe ich eine kleine Gußpfanne. In ihr erhitze ich ca 1 cm hoch eingefülltes billiges Rapsöl. Dann lege ich 1 Blatt mit der Oberseite ins Öl, Sowie die Feuchtigkeit über die Kapillaren aus der obenliegenden Unterseite verdampft ist (2-3 Sek) hebe ich es zum Abtropfen auf einem Geschirrtuch mit einer Gabel heraus. Alternativ geht auch eine Spitzzange. Wenn du genug Blätter für einen Fernsehabend frittiert hast fehlt nur noch etwas Salz drüber und los!
Brennnesseltee
Einen gehäuften Esslöffel getrockneter Brennnesselblätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und für 10 Minuten ziehen lassen : Fertig Die Wirkung: Er ist harntreibend. Darum eignet sich das grüne Aufgussgetränk, um Blase und Harnwege zu reinigen, Entzündungen vorzubeugen und zu bekämpfen. Also hat Brennnesseltee die Wirkung eines natürlichen Keimkillers.
Löwenzahn
Neben der Brennnessel ist der Löwenzahn eine unserer wichtigsten Survivalpflanzen. Das wussten schon unsere Großeltern im Hungerwinter 1946. Damals hat er so manchen Magen gefüllt und auch als Kaffee- und Honigersatz hergehalten. Aber auch Heute, in Zeiten der voll gedeckten Tische hat er noch seine Liebhaber.
Deshalb hier einige Rezepte
Vorweg, als kleinen Tip: Ist dir der Löwenzahn zu bitter? Dann lass Ihn etwa eine Stunde in Salzwasser ziehen.
Fangen wir an mit dem: Wurzeltee an. Die Wurzel trocknen, anschießend klein schneiden mit heißem Wasser aufgießen abseihen und als Löwenzahnwurzeltee trinken.
Weiter mit : Löwenzahnkaffee
Zuerst werden die Wurzeln gewaschen und auf Küchenpapier zum abtrocknen gelegt. Sind sie abgetrocknet werden die Wurzeln in möglichst kleine Stücke geschnitten (Wiegemesser) und zum rösten in eine fettfreie Pfanne gegeben. Mit dem Holzspatel "oft" umrühren, damit nichts anbrennt. Nach dem rösten gebe ich einen gehäuften Teelöffel pro Tasse in die Kanne und überbrühe ich die gerösteten Wurzelstücke mit heißem Wasser. Mehr Wurzelstücke würden keinen Sinn ergeben , denn der Geschmack hängt nicht von der Quantität sondern von der Dauer des ziehen lassens ab.
Normaler Löwenzahntee
Für einen Liter Tee wird eine Handvoll frischer Blätter benötigt. Wer es nicht mag (Bitterstoffe) schneidet die dicke Mittelader heraus. Die Blätter werden in Streifen geschnittenen mit einem Liter heißem Wasser übergossen, abgedeckt und 10 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht trinkfertig.
Rezept : Für die Herstellung von Löwenzahnhonig braucht man 5 Dinge. 300 g Löwenzahn - Blütenköpfe, an einem sonnigen Tag geerntet (alles Grüne entfernen), 1,5 -2 Kg Zucker (je nach Geschmack) 2 Zitronen, 1 Liter Wasser und gute Laune. 1 Liter Wasser, die in Scheiben geschnittenen Zitronen und Blütenblätter 30 Minuten kochen. Sud durch ein Stofftuch abseihen. Dann mit Zucker 1 Stunde langsam kochen. Immer in der Nähe des Herdes bleiben, der Sud kann überschäumen. Gelierprobe machen! Großen Topf verwenden und den Rand innen immer wieder mit kaltem Wasser und Pinsel zurückstreifen. .
2. Für die Herstellung von dunklem Löwenzahnsirup. Dafür brauchen wir : 200 - 250 Löwenzahnblüten (dieses mal mit den Blütenböden), 3/4 Liter Wasser, 1/2Liter Apfelsaft, 1 kg Zucker, 1 Zitrone. Die Blüten in einen Topf geben und mit dem 3/4 Liter Wasser bedecken, Deckel drauf und 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend kurz aufkochen und langsam wieder abkühlen lassen. Über Nacht mit den Zitronenscheiben und dem Apfelsaft ziehen lassen. Einmal kurz aufkochen und den Sud durch ein Tuch abseihen. Dann den Zucker zugeben und nach nochmaligen aufkochen auf kleiner Flamme reduzieren. bis er die gewünschte Konsistenz hat. Ab und an durch eine Gelierprobe testen,
Löwenzahnknospen
Leider nur im Frühling: Löwenzahnknospen vorsichtig abknipsen, waschen und trocken tupfen. Butter mit einer Prise Salz in die Pfanne, Knospen anbraten. Eine interessante Beilage.
Löwenzahn gebraten
Ihr braucht : 1 kg Löwenzahn, ca. 2 cm von der Wurzel abgeschnitten, 300 ml Rapsöl, 3 große Zwiebeln, in Spalten geschnitten, 3-4 Priesen Salz, Pfeffer (nach Geschmack), 1 gestrichenen Teelöffel Zucker eine Messerspitze Muskat und den Saft einer Zitrone.
Und so geht´s
Als Erstes waschen und putzen wir den Löwenzahn. Dann wird er in Salzwasser 15 Min. gekocht. Nach dem herausnehmen trocken tupfen. Die Zwiebeln haben wir vorher glasig geschwitzt und beiseite gestellt. (Wer es mag kann sie auch braun und knusprig anbraten) Aber vorsichtig, sie werden schnell bitter. Nun wird der Löwenzahn klein geschnitten und im selben Öl wie die Zwiebeln kurz angebraten. Zum Schluss kommen die Zwiebeln und die Gewürze dazu. Dann unter ständigem rühren mit dem Zitronensaft ablöschen. Funktioniert kalt als Salat oder warm als Mahlzeit.
Brennnessel - Giersch - Löwenzahn Suppe
Zutaten: 1 Handvoll Brennnesseln, Giersch, 1/2 Handvoll Löwenzahn Blätter, etwas Liebstöckel, 3 EL Öl,1 Knoblauchzehe gehackt,1 Zwiebel gehackt, 2 EL Mehl,1 Liter Wasser, 1 Gemüsebrühwürfel oder gekörnte Brühe, Salz und Pfeffer, 1/2 Becher Sahne, Milch oder Schmand.
So wird´s gemacht
Die Kräuter waschen und klein schneiden. Knoblauch und Zwiebel im Öl glasig dünsten. Das Mehl dazugeben und zu einer "Einbrenne" verrühren. Wasser hinzugeben die Einbrenne aufrühren. Brühwürfel und Wildkräuter zufügen. Zum Kochen bringen und 10 Min. kochen lassen und pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sahne oder Milch einrühren und die Suppe nochmals aufschlagen. Als Einlage eignen sich gebratene Löwenzahnknospen oder Brennnesselsamen.