Lincoln wuchs in armen Verhältnissen auf, was ihn stark beeinträchtigte. Er war oft auf sich allein gestellt, da seine Mutter viel arbeiten ging und sein Bruder im Gefängnis war. Seinen Vater? Den durfte er nie kennenlernen.
Er lebte sein Leben und ging zur Schule, doch in der fünften Klasse, als er auf eine neue Schule kam, änderte sich alles. Dort wurde er gemobbt und schikaniert, doch er wehrte sich nie.
Lincolns Mutter wusste davon nichts. Er wollte sie in all dem Stress nicht zusätzlich mit seinen Schulproblemen belasten. Ein Jahr später kam Lincolns Bruder aus dem Gefängnis. Lincoln erzählte ihm alles: die Probleme mit der Mutter und das Mobbing in der Schule. Dem Bruder war klar, dass er Lincoln helfen musste. Er wollte es wiedergutmachen, dass er all die Jahre im Gefängnis gewesen war und nicht für ihn da sein konnte.
Lincolns Bruder versuchte, mit den Mobbern zu reden, doch es brachte nichts. Sie machten immer weiter. Lincoln war frustriert und traumatisiert. Schließlich rutschte er in die Kriminalität ab. Er begann, Menschen zu bestehlen – meist nur Geld, keine Handys. Er tat es, um seiner Mutter zu helfen.
Mit 14 Jahren kam Lincoln durch seinen Bruder in eine Gang. Seine erste Gang war Marabunta Grande Dort war er lediglich der „Runner“. Es war seine erste Gang, und aufgrund seines jungen Alters wurde er von den meisten ernsthaften Aktivitäten ferngehalten.
Ein halbes Jahr später wechselte er zu den Bloods. Dort arbeitete er sich langsam hoch, gewann Vertrauen im Ghetto und innerhalb der Gang. Er startete eigene Aktionen und motivierte andere, gemeinsam mit ihm etwas aufzubauen.
Sein Bruder verließ schließlich den Staat und ging nach Mexiko. Für Lincoln war das nicht leicht, doch er versprach ihm, weiterzumachen und das umzusetzen, was sein Bruder ihm beigebracht hatte.