Die aus stark schamottiertem Ton aufgebauten Stücke werden zunächst in einem Elektro- Ofen roh gebrannt, ganz oder teilweise mit speziellen Raku- Glasuren glasiert und in den Raku Ofen, der in unserem Fall mit Gas beheizt wird, eingesetzt.
Nach 2-3 Stunden ist eine Temperatur von etwa 970 Grad C erreicht. Nun werden die Stücke rot glühend aus dem Ofen entnommen. Kleinere Stücke kann man dabei mit speziellen Zangen anpacken, große und schwere Stücke muß man vielleicht mit Asbestanzug und -handschuhen aus dem Ofen heben. Die Stücke werden evtl. durch Schwenken an der Luft oder durch Ansprühen mit einem feinen Wassernebel etwas abgeschreckt und dann in feinem Sägemehl eingebettet, die sofort entstehenden Flammen werden unter Sägemehl erstickt. Den Glasuren und dem Ton der Stücke wird dadurch Sauerstoff entzogen. Durch diese Reduktion bilden sich z.B. aus den in den Glasuren enthaltenen Metalloxiden reinmetallische Niederschläge. Der Reduktionsprozess kann durch Auf- und Abdecken des Sägemehls etwas gesteuert werden.
Die Raku- Glasuren ziehen sich beim Abkühlen etwas stärker zusammen als der Ton, wodurch in der Glasur Sprünge entstehen, die durch die Schwarzfärbung der unglasierten Teile stärker hervortreten.
Schließlich werden die immer noch sehr heißen Stücke in Wasser getaucht. Der dadurch entstehende Luftabschluß und die schnelle Abkühlung auf Raumtemperatur verhindert eine Reoxidation. Große, schwere Stücke muß man eventuell mit einer Brause schnell abkühlen. Letztendlich werden die Stücke vom Ruß und anderen anhaftenden Verunreinigungen gereinigt.
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