Ein Lotto Kiosk bzw. eine Lottoannahmestelle ist ein Ort, wo man Lotto 6aus49 spielen kann.
Die voran erwähnten Begriffe bestehen aus unterschiedlichen Wörtern mit verschiedenen Bedeutungen.
Diese werden nun im Folgenden näher erklärt:
Unter einem Kiosk (frz. = kiosque, italienisch = chiosco, originär aus dem osmanischen = Köšk, Gartenpavillion) versteht man heute eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens, einer Bude oder eines Ladengeschäftes.
Unter einer Annahmestelle versteht man einen Ort, wie zum Beispiel ein Geschäft, ein Büro oder Ähnliches, an dem gewisse Sachen entgegengenommen und/oder abgegeben werden können.
Beim Lottospiel ( franz. = Lot = Anteil, Los, Schicksal / italienisch = lotto) handelt es sich eine Auslosung, ergo um ein Glücksspiel. Hierbei setzt ein Glücksspieler mit einen finanziellen Einsatz auf das Ziehen vorher gewetteter Zahlen aus einer beschränkten Zahlenmenge. Entsprechend eines festgelegten Spielplans kann unter entsprechend richtig getippter Ziffern - den sogenannten Gewinnzahlen - ein bestimmter Geld- bzw. Sachgewinn eingeheimst werden. Das Ergebnis ist hierbei dem Zufall überlassen.
Das Lottospiel hat seinen Ursprung im 15. Jahrhundert in Genua, Italien . Hier diente das Lottolos anfangs der Ermittlung neuer Ratsmitglieder. Daraus entwickelte sich ein reger Wettbetrieb, welcher in den heutigen geläufigen Lotterien sowie dem bekannten Lotto, wie Lotto 6aus49, mündete.
Im Verlauf der folgenden Jdh. veränderte sich das Lottospiel und entfaltete sich zu seiner derzeitigen in der Bundesrepublik Deutschland gespielten 6aus49 Variante. Diese Form des Zahlenlottos beruht auf dem 6 aus 49 System (6 zu ziehende Zahlen aus insgesamt 49 verfügbaren Kugeln) und wird seit dem 9.10.1955 in der Bundesrepublik von dem DLTB veranstaltet.
Ein Lottokiosk, auch Lottobude genannt, ist die Essenz der zuvor beschriebenen Begrifflichkeiten. Eine Stelle, wo man das deutsche Lotto 6 aus 49 wetten bzw. seinen Lottoschein abgeben kann.
Damit eine Lotto Annahmestelle offiziell sein kann, muss eine Konzession vorliegen. Diese muss beim DLTB bzw. der regionalen Lottogesellschaft beantragt und von selbiger ausgestellt worden sein.
Je nach Standort gibt es unterschiedliche Anzahl an Annahmestellen, weil die Lizenzvergabe räumlich beschränkt sind. Großstädte haben demnach mehr Kioske mit Lizenzen als kleinere Orte.
Lottoannahmestellen platzieren sich strategisch dort, wo ein reger Verkehr von Kunden besteht. Deswegen begegnet man Annahmestellen bevorzugt im Eingangsbereich von größeren Supermärkten und/oder Shoppingcentern, da dort jeden Tag sehr viel „spielwillige“ Kundschaft vorbeischaut.
Ein alleinstehendes Geschäft funktioniert seltener, außer es geht in diesem Fall um einen Laden, bei dem auch zusätzliche Produkte wie Tabakwaren,Schreibwaren oder Getränke zu kaufen sind. Dabei handelt es sich dann um den allerorts bekannten Kiosk oder Spätie.
Vor allem in kleinen Dörfern eignet sich diese Kombination einer Lotto Annahmestelle und der Verkauf von Büchern, Zeitschriften, Schreibwaren, Tabak und Getränken.
Bei offiziellen Lotto-Annahmestellen kann man Lotto 6 aus 49 oder Eurojackpot wetten. Bei diesen beiden Lottospielen handelt es sich um aktive Lotterien, bei denen man aus 49 Zahlen Sechs ankreuzt (Lotto) oder aus 50 Nummern 5 auswählt und zusätzlich aus 8 sogenannten Zusatzzahlen 2 tippt (Eurojackpot). Ebendiese werden auf dem entsprechenden Lottospielschein vermerkt und rechtzeitig vor Beginn der Auslosung abgegeben.
Darüber hinaus kann man dort auch die Glücksspirale, das Spiel 77 und die Super6 spielen. Hierbei handelt es sich um passive Lotterien, das heißt man ersteht Lose, die schon mit einer Losnummer bedruckt ist, welche dann an der jeweiligen Verlosung partizipieren.
Darüber hinaus können zusätzliche Angebote des deutschen Lotto- und Totoblocks genutzt werden. Dazu zählen z.B. Rubbellose und Keno.