Anmerkung: Basierend auf dem anonymen Schreiben der Gruppe “Kultur-Ausgleich jetzt!” vom Juli 2024 haben sich untenstehende Unterzeichner*innen zusammengeschlossen. Die Argumente und Forderungen aus dem ursprünglichen Brief wurden überarbeitet und ergänzt.
Für ein neues Luzerner Theater sind wichtige Punkte zu klären und strukturelle, sowie kulturpolitische Diskussionen ehrlich zu führen. Denn ohne einen neuen Kulturkompromiss, rückt ein neues Luzerner Theater in weite Ferne. Die Gruppe «KULTUR-AUSGLEICH jetzt!» stellt darum folgende Forderungen:
Für die Nutzung der Räumlichkeiten in einem neuen Luzerner Theater soll eine breit abgestützte und legitimierte Nutzungsrechtskommission für lokale Vereine und Veranstalter:innen gegründet werden. Die Vergünstigungen müssen erheblich sein und die Raumnutzungen durch lokale Produktionen aktiv gefördert werden.
Damit echte Kooperationen mit Vereinen, Festivals und Kulturproduktionen ermöglicht werden können, hat ein neues Theater ein dazu definiertes Budget vorzusehen. Koproduktionen sollen aus dem Betriebsbudget des neuen Luzerner Theaters finanziert werden.
Für die strategische Begleitung eines neuen Luzerner Theaters soll ein Begleitgremium aus lokalen Kulturakteur:innen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund gegründet werden. Dieses Gremium gewährleistet den Lokalbezug und unterstützt die Ausrichtung des Theaters entsprechend den Bedürfnissen der Stadt Luzern.
Das Luzerner Theater soll seine bestehenden Strukturen reflektieren und neue Arbeits- und Produktionsbedingungen erarbeiten, welche einen nachhaltigen, gerechten Theaterbetrieb für alle Angestellten und Gastkünstler:innen gewährleisten. Die Stadt Luzern hat ihre Einhaltung zu kontrollieren und sicherzustellen.
Ein Theaterneubau soll an die Bedingung geknüpft werden, dass für die Finanzierung des kulturellen Mittelbaus eine langfristige und rechtlich verankerte Lösung geschaffen wird. Das Budget zur Förderung der Kultur ausserhalb der vom Zweckverband Grosse Kulturbetriebe geförderten Institutionen soll um denselben Beitrag wie die Steigerung der Betriebskosten für das neue Luzerner Theater erhöht werden.
Wir fordern eine Strategie für den Erhalt alternativer und günstiger Kulturräume in der Innenstadt. Für lokale Kulturproduktionen sind erschwingliche Probe- und Veranstaltungsmöglichkeiten zu gewährleisten.
Eleonora Camizzi - Editorin, Regisseurin, Videotechnikerin | Savino Caruso - Theatermacher, Kameramann | Simone Felber - Musikerin | Beatrice Fleischlin - Perfomer*in, Regisseur*in | Benedikt Geisseler - Veranstalter | Nina Langensand - Schauspielerin, Performancekünstlerin | Raphael Loher - Musiker, Komponist | Benjamin Rapp - Musiker, Chorleiter | Fabian Riccio - Veranstalter, Musiker | Léon Schulthess - Theaterschaffender, Politaktivist | Meret Siebenhaar - Musikerin | Marco Sieber - Theaterschaffender, Fotograf, Veranstalter, Verein Kulturlandschaft | Lea Stadelmann - Musikerin, Chorleiterin | Dominik Unternährer - Kulturschaffender, Veranstalter | Anna von Siebenthal - Perfomerin, Bildende Künstlerin
Unterstützer:innen
in alphabetischer Reihenfolge
Jonas Albrecht, Fabio Amarilli, Elio Amberg, Florestan Berset, Lukas Blattner, Carlo Brülhart, Regula Bühler, Andrea Buck, Orpheo Carcano, Lea Egloff, Christoph Erb, Michael Eigenmann, Vera Frasson, Amadeus Fries, Nils Fischer, Anna Gallati, Cornelia Gassler, David Glanzmann, Carola Glättli, Kevin Graber, Josianne Gsponer, Tobias Habermacher, Roman Hodel, Valentin Humbel, Anja Ineichen, Alexander Karl, Caroline Käch, Matthias Koch, Silvan Koch, Lynne Kopp, Daniela Künzli, Nora Lin Mahnig, Lea Mathis, Felix Mechelke, Ilaria Rabagliati, Jan Rucki, Vincent Rigling, Gregory Schärer, Silvan Schmid, Walid Serageldine, Silke Strahl, Sebastian Strinning, Manuel Steinmann, Pablo Stalder, Irina Ungureanu, Nora Vetter, Philippe Weizenegger, Nik Wiler, Tobias Wiler, Hannah Wirnsberger
Liste wird fortlaufend aktualisiert