Der Name meiner Kindertagespflege Stellaluna ist an das gleichnamige Kinderbuch von Janell Cannon angelehnt: Ein Flughund-Junges wird von seiner Mutter getrennt und alsbald von einer Vogelfamilie aufgenommen. Die Küken werden von den Vogeleltern mit Insekten gefüttert, während Stellaluna sich von Früchten ernährt. Nachts schlafen die Küken im Nest, während das Flughundkind sich an einen Ast hängt. Es werden zunehmend Unterschiede festgestellt, je älter die Kinder werden. Der Grundgedanke, den Janell Cannon herausarbeitet, ist, dass Verhalten nicht pauschal als richtig oder falsch bezeichnet werden kann. Das Buch endet daher mit der Erkenntnis, dass man trotz aller Unterschiede dennoch Freunde sein kann.
Diese Grundhaltung ist Kern meiner Arbeit, der auch den inklusiven Ansatz miteinbezieht: Jedes Kind, ganz unabhängig von geografischer und sozialer Herkunft, erfährt in meiner Stellaluna seine Darseinsberechtigung. Jedes einzelne wird mit seinem ganzen Wesen und seiner ganzen Einzigartigkeit so angenommen, willkommen geheissen und gewürdigt, wie es ist; in meinem Logo wird diese Geisteshaltung durch die bunten Küken symbolisiert und zum Ausdruck gebracht. Die Kinder lernen spielerisch gegenseitigen Respekt und Toleranz; gleichzeitig erfahren sie, dass Vielfältigkeit bereichernd ist. Gerade durch die Unterschiedlichkeiten der Menschen entsteht eine Ideenvielfalt, mit der neuen Herausforderungen begegnet werden kann.