Wer gesund ist, sich ausreichend und abwechslungsreich ernährt braucht keine Nahrungsergänzungsmittel – für Ausdauer- und Kraftsportler kann die Zufuhr allerdings einen entscheidenden Faktor für den Trainingserfolg darstellen. Wer Muskeln aufbauen und leistungsfähig bleiben möchte sollte sich deshalb Gedanken über seinen Vitamin- und Nährstoffhaushalt machen. Andere Nahrungsergänzungsmittel sind hingegen vollkommen überflüssig, wenn man die Möglichkeit hat z.B. ausreichend und abwechslungsreich zu frühstücken. Doch mal Hand aufs Herz, wer trinkt täglich frisch gepressten Orangensaft?
Am häufigsten eingenommen werden universelle Vitaminpräperate. Sie enthalten von jedem Vitamin und einigen Mineralstoffen zumeist eine Tagesdosis – das meiste dürfte allerdings ungenutzt wieder ausgeschieden werden. Die Vitamine E, C, A sowie das Spurenelement Selen haben auf den Organismus antioxidative Eigenschaften. Besonders bei hartem Training können im Körper Sauerstoffverbindungen gebildet werden, die einzelne Zellkomponenten zerstören können. Die Folge ist nicht nur eine verminderte Leistungsfähigkeit, sondern auch eine langsame Regeneration. Durch die Zufuhr von Antioxidantien können diese Prozesse blockiert werden. Wie bei den meisten Nahrungsergänzungsmitteln gibt es aber nur eine ausreichende Versorgung oder eine Mangelerscheinung – eine Einnahme darüber hinaus hat keinen positiven Effekt. Wenn Sie weitere gesundheitsbezogene Artikel lesen möchten, besuchen Sie meine Website, indem Sie auf diesen Link klicken.
Die Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin finden unter dem Oberbegriff BCAA besonders im Krafttraining ihre Abnehmer. Sie sind essenziell, was bedeutet, dass sie vom Körper nicht selbst gebildet werden können und über die Nahrung zugeführt werden müssen. Der Nutzen liegt darin, dass das Muskelgewebe vor dem Abbau geschützt wird. Tatsächlich dürften auch Sportler kaum über Mangelerscheinungen klagen können – Milchprodukte wie Magerquark enthalten genug Aminosäuren und sind als fett- und kalorienarme Nahrungsquelle ohnehin beliebt. Ähnliches gilt auch für das häufig selbst in Drogerien angebotene L-Carnitin: Für den Fettstoffwechsel ist die Aminosäurenverbindung tatsächlich unerlässlich, ansonsten ist kein Transport der Fettkörperchen vom äußeren Zellplasma zum Zellkern möglich. In Fleisch und Milchprodukten ist aber eine Menge Carnitin vorhanden. Selbst bei sportlich aktiven Menschen reicht die Versorgung aus der Nahrung vollkommen aus, lediglich Vegetarier und Veganer sollten zusätzlich Carnitin einnehmen. Eine Einnahme oberhalb der notwendigen Menge hat laut Studien keinen weiteren positiven Effekt auf den Fettabbau – was Carnitin als Nahrungsergänzungsmittel vollkommen überflüssig macht.
Ebenfalls häufig in Sportlerkreisen anzutreffen ist Coffein. Tabletten mit einem Wirkstoffgehalt von 200mg können bequem eingenommen werden – und ersetzen problemlos vier bis fünf Tassen der Volksdroge Kaffee. Neben den bekannten Eigenschaften wie eine Unterdrückung von Müdigkeit und Steigerung der Konzentration kann das Stimulans aber noch mehr: Mittlerweile gilt als nachgewiesen, dass Coffein auch den Fettabbau aktiviert und der Regenerationsphase für ein schnelleres Auffüllen der entleerten Glykogenspeicher führt. Dabei ist wird der Energieumsatz zwar nicht direkt erhöht, allerdings verschiebt sich bei der Energiegewinnung sich das Verhältnis zwischen Fett- und Glucosenutzung. Der menschliche Körper greift also zu einem größeren Anteil auf Körperfett zurück und schont im Gegenzug die menschlichen Zuckerspeicher. Allerdings: Einige Personen reagieren auf Coffein empfindlich und haben mit Nebenwirkungen wie Nervosität oder Herzklopfen zu kämpfen. Außerdem tritt schon nach wenigen Tagen ein Gewöhnungseffekt ein, der auch mit einer Steigerung der Dosis kaum kompensiert werden kann.