Amateurfunk ist ein Funkdienst für technische Studien und Experimente. Er dient zur Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen und zur Förderung der Völkerverständigung.
Die Teilnahme am Amateurfunk ist an eine Prüfung bei der Regulierungsbehörde für Post- und Telekommunikation und Zuteilung eines amtlichen Rufzeichens gebunden. Der Missbrauch von Amateurfunk-Rufzeichen ist strafbar. Die Prüfung umfasst die Fächer Technik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde. Während für die Prüfung nach Klasse E weitreichende Grundkenntnisse abgefragt werden, müssen für die Klasse A umfassende Kenntnisse nachgewiesen werden.
Die jeweiligen Berechtigungen für den Sendebetrieb ergeben sich auf dem Amateurfunkgesetz AFuG und der Amateurfunkverordnung AFuV. Für die Klasse E ist der Betrieb nach einer Änderung der AFuV im Bereich von 144-146 MHz und 430-440 MHz (2m und 70cm) mit maximal 75 Watt, (10m) 28 MHz -29,7 MHz, (15m) 21,0-21,450 MHz, (80m) 3500 bis 3800 kHz und (10GHz) 10,0-10,5 kHz mit maximal 100 Watt PEP (Spitzenwert der abgestrahlten Leistung) beschränkt. Mit einer weiteren Änderung der AFuV wurde eine neue Einsteigerklasse N geschaffen.
Folgende Betriebsarten stehen zur Verfügung:
Sprechfunk in FM (Frequenzmodulation), AM (Amplitudenmodulation, SSB (Einseitenbandmodulation).
Digitaler Sprechfunk wird zur Zeit mit den per Software definierten Systemen DMR, D-Star, und C4FM ausgeführt.
Packet-Radio eine digitale Datenübertragung (Text und Bild) mit Übertragungsraten bis 9K6 (9Kilobit pro Sekunde).
APRS eine digitale Übermittlung von Standortdaten mit Kartendarstellung auf einem Bildschirm und Text-Kurzmeldungen.
CW die Übermittlung von Morsezeichen
SSTV Übertragung von Standbildern
ATV Amateurfunkfernsehen Übertragung von bewegten Bildern
Über die gesetzlichen Bestimmungen für die elektromagnetische Verträglichkeit in der Umwelt informieren wir auf unserer EMV-Seite.
Der praktische Funkbetrieb zwischen Amateurfunkstationen erfolgt direkt von Station zu Station oder via Relais-Stationen.
Damit Funkverbindungen in Wettbewerben als Punkte anerkannt sind, werden die Verbindungsdaten per QSL-Karten ausgetauscht.