Seit 2018 spiele ich fast wöchentlich verschiedenste Arten von Pen & Papers. Zu denen gehört D&D, Cuthullu und Mausritter. Meisten leite ich hierbei die Abendteuer, aber habe auch schon Erfahrung als Mitspieler sammeln können. Mein Größtest Pen & Paper Projekt ist die Welt Eshos, die das d&d 5e System nutzt, aber in einer komplett eigenen Welt spielt die von den Jahreszeitenhöfen regiert werden und viele homebrew Klassen und Völker besitzen.
Münzen der Jahreszeitenhöfe
Western One-Shot
Illustration - Lady Elisabeth Priscilla Cornelia Montgomry Kent von Ustella zu Offenbach (Eladrin Gunslinger)
Jährlich zu meinem Geburtstag leite ich auch einen One-Shot spezifisch zu einem Thema. Das Thema für 2026 war der Wild-West wobei ich hierfür eine Welt erschaffen habe die sich stark an den Beginn des 20.Jahrhunderst orientiert. Der Twist hierbei war, dass sich inspiriert von den Konzepten von Shaun Keenan in dieser Welt auch Dinosauriere befinden.
Die Gruppe, bestehend aus fünf Spieler*innen, spielt auf einem von 2 Kontinten. Igios ist ihr Heimatskontinent und sie sind nach Eporis ausgewandert. Eporis ist geprägt von Prärien, Grenzstädten, Minen und Wüsten und besitzt damit ein typisches "Wilder Westen" Setting. Magie ist hier eher selten und die Industrialisierung beginnt gerade mit dem Nutzen von Dampmaschienen, Runentechnik und der neuerung der Eisenbahn.
Vor allem die Eroberung der "Wilden" und "Tierrischen" durch die Völker aus Livaria und Oboron, aber auch die Vereinten Nationen von Gastar ist ein wichtiger Punkt in dieser Welt. Da ich mir auch Gedanken darüber gemacht habe wie ich mit der Thematik der Indigenen umgehen möchte. Ich wollte sie nicht herauslassen oder ignorieren um so nicht die historische Auslöschung zu reproduzieren, aber habe ich sie auch nicht als Hinderniss bei der Entdeckung von unbekannten Gebiten genutzt, sondern eher als Händler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen, Siedler*innen, Verbündete aber auch potenzielle Rivalen. So ist die Gruppe auf verschiedene Stämme und Kulturen getroffen.
Für die Organisation des kompletten One-Shots war ich natürlich auch zuständig. Ich habe dafür gesorgt, dass wir einen Termin zum Treffen hatten und alle Spieler*innen haben vor ab von mir ein PDF mit Hintergrundinformationen zu der Welt und spezifischen Hintergrundinformationen passend zu ihrer Backstory erhalten, so dass sie diese genauer ausarbeiten konnten. Hinzu kamen noch die Illustrationen der jeweiligen Charakter für den One-Shot (die man links und rechts sehen kann). Auch für die Charaktererstellung gab es 3 Termine die ich angeboten habe um bei dieser Behilflich zu sein für Anfänger. Denn die Gruppe bestand aus sehr erfahrenen Spieler*innen aber auch totalen Anfängern, die in diesem One-Shot ihre ersten Erfahrungen mit Dungeons and Dragons sammeln durften.
Die Gruppe starte damit das sie alle von einer Gangstergruppe entführt wurden, aus unterschiedlichsten Gründen. Zwei von ihnen (Sarah und Rorek) sind Wissenschaftler die im Namen der Eisenbahngesellschaft die Landschaft und vor allem die Gegebene Fauna mit den Dinosaurieren erkunden. Ebenfalls an Dinosaurieren interesiert ist die adelige Dinosaurierjägerin (Lady Elisabeth). Um den Schutz der Einheimischen und Dinosaurier hingegenbemüht ist John Molder als Warbear ist dies auch kein Wunder. Eine Person die vor allem für viel lustige Situation gesorgt hat war der Priester in Form von Bruder Matthew Mendez Matos, der der Cetosha dient. Die Cetosha ist eine Religion die ich mir eigens für diesen One-Shot ausgedacht habe und bei der es vor allem um Weiblichkeit geht, so wird vor allem die Periode geheiligt.
Illustration - John Molder (Wearbear Gunslinger)
Illustration - Bruder Matthew Mendez Matos (Cleric Orc)
Das ganze World-Building und auch die Kreation der Cetosha geschah in Obsidian, was mir besonders geholfen hat. Da ich auch einmal schnell in der Bahn oder im Bus mir Ideen notieren konnte und diese dann später weiter ausarbeiten.
Cetosha
Die Cetosha ist der Glaube an die Weltenmutter und entstammt aus dem Süden von Igios genauer aus Obron, findet aber auch in den anderen Länderen anklag. Ihre Anhänger betrachten alle Wesen ob gut oder böse als Kinder der Mutter. Rituale betonen Geburt, Menstruation und Menopause. Die Nacktheit vor der Weltenmutter ist auch von äußerster wichtigkeit, weshalb Gebete in der Form vollzogen werden wie die Mutter einen geboren hat nämlich nackt. In dieser Religion besitzen Frauen, besonders ältere, höchste Autorität. Zentrale Feste die ich mir für eine realistischere Religion ausgedacht habe ist die erste Sonne (Geburt), Blutung der Schwestern (Menstruation) oder die Segnung der Kinder, wo vor allem Mutterschaft, Fruchtbarkeit und der Schutz der Gemeinschaft, im Sinne eines Matriachats gefeiert wird. Männer gelten hier als die, die nicht gebären können, weshalb ihre heilige Pflicht im Schutz der Kinder und Frauen liegt und sie vor allem für diese sterben sollen. Unfruchtbare Frauen werden als Kriegerinnen geweiht und als Stille Frucht geehrt. Die Tempel sind ähnlich dargestelltn und zeigen vor allem Darstellungen von Geburt.
Die Kreation dieser Religion hatte mir sehr viel Spaß gemacht, da hierdurch auch einmal die weiblichkeit geehrt wurde und so eine neue Ebene mit eingebunden werdne konnte.
Illustration - Rorek Stormbreaker (Zwerg Ranger)
Zur Einbindung der Dinosauriere. Ich hatte vor dem One-Shot gar keine Ahnung über Dinosauriere und hatte mich im Zuge dessen sehr viel über diese Informiert, was meine Größte Herausforderung an diesem Projekt war. Allerdings fande ich dieses Zusammen Spiel von Wild West und Dinosaurien einfach ein cooles Konzept, welches man in einem One-Shot genauer entdecken konnte. Hierbei ist mir nach dem One-Shot auf jeden Fall aufgefallen, dass das Balancing von Dinosaurieren zu Wild-West gar nicht so einfach ist, da schnell eines der beiden Themen Überhand nehmen kann. Ich habe Dinosauriere vor allem als Reittier und Arbeitstiere verwendet, dessen Lebensraum durch die Eisenbahnen bedroht wird. Ähnlich wie die Bisons in Amerika, hierbei habe ich mich auch auf Indigene Literatur und Erfahrungsberichte bezogen um diesem ein bisschen mehr Realismus zu verleihen.
Illustration - Sarah Clifton (Elfin Sorcerer)