Wir sind aktiv – hier findet Ihr Neues und Interessantes.
Der Berliner Patient
Vor wichtigen Prüfungen bekommen viele ein mulmiges Gefühl. So ging es auch uns, als für den 23. Februar die „Untersuchung“ unserer Halle anstand.
Nachdem vom Bezirksamt zunächst keine Rückmeldung kam, habe ich zusätzlich erneut Kontakt zur Politik aufgenommen – in diesem Fall speziell zu Marcel Hopp aus dem Abgeordnetenhaus. Von ihm erhielt ich dankenswerterweise die folgende inhaltliche Rückmeldung:
Bei der letzten Standsicherheitsbegehung wurde eine Absenkung im Dachbereich festgestellt. Nach der zusätzlichen Schneelast um den Jahreswechsel stufte der beauftragte Statiker die Situation als bedenklich ein. Daher wurde eine weitergehende bautechnische Untersuchung veranlasst.
Am 23. Februar 2026 fand ein Vor-Ort-Termin mit dem Statiker und einem Baustofflabor statt. Es wurden Bauteilöffnungen vorgenommen, um die Tragfähigkeit genauer zu prüfen. Auf Grundlage dieser Untersuchungen wird nun ein Gutachten erstellt. Erst danach kann entschieden werden, welche Maßnahmen erforderlich sind und wann eine Wiedereröffnung möglich ist. Bis dahin bleibt die Halle aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt.
Kurz gesagt: Wir wissen jetzt mehr – müssen aber leider weiter Geduld haben.
Positiv ist, dass mehrere verantwortliche Stellen die Situation nun aufmerksam begleiten. Ich stehe hierzu regelmäßig im Austausch und werde über neue Entwicklungen sofort informieren.
Die Trainerinnen und Trainer werden kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten und arbeiten gemeinsam mit der Abteilungsleitung daran, den Trainingsbetrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Bei Fragen wendet euch bitte gerne direkt an sie – oder jederzeit an mich.
Für die Judoabteilung: Mike
"Judo-Asyl" bei den Freunden des EBJC
Mit dem Ersten Berliner Judoclub 1922 e. V. verbindet uns eine lange Geschichte, von der ich hier kurz aus eigenem Erleben berichten möchte. Vor vielen Jahren war ich im Sinne eines Ergänzungstrainings ein- bis zweifach in der Woche dort, und aus dieser Zeit kenne ich auch den dortigen „Chef“ Wissem gut, der damals als Kind dort startete und nun als Trainer und Träger des 4. Dan mit großem Erfolg agiert (und die Judoka sogar bis in die Bundesliga führte). Ich habe dort mit Martina Mücher zusammen den 2. Dan gemacht, und ich denke immer wieder gerne an diese Zeit zurück, auch an die tollen Einheiten mit dem Berliner Judo-Urgestein Klaus Hinz.
Nach dem Drama um unsere Halle hat unser Cheftrainer Andreas sofort die Initiative ergriffen und seine guten Beziehungen zum EBJC genutzt, um für seine Gruppen den Fortgang des Trainings zu ermöglichen. Auf den Fotos seht ihr die große Gruppe der Judoka aus dem EBJC und von uns. An dieser Stelle einen herzlichen Dank speziell an Andreas und Wissem!
Für die Judoabteilung: Mike
Halle zu – Gemeinschaft auf!
2026 begann für uns sportlich … herausfordernd: Unsere Halle wurde wegen baulicher Prüfungen kurzfristig geschlossen – und blieb es leider auch dann noch, als alle anderen Hallen im Bezirk längst wieder geöffnet waren. Zwischen Sportamt, Bauamt und Prüfungen, die angekündigt wurden, aber auf sich warten ließen, hätten wir beinahe eine neue Disziplin einführen können: Behörden-Judo.
Aber Aufgeben gilt nicht. Und genau hier zeigt sich auch, was die Berliner Judogemeinschaft ausmacht.
Dank der großartigen Unterstützung befreundeter Vereine und Einrichtungen läuft unser Trainingsbetrieb weiter. Kinder- und Jugendgruppen fanden schnell Aufnahme bei befreundeten Dojos, unsere Wettkämpfer:innen konnten andernorts auf die Matte, die Gymnastikgruppen trainieren in anderen Schulräumen, und auch für die Montags-Senioren wurde eine gute Lösung gefunden. Überall wurden wir unkompliziert und herzlich aufgenommen.
Unser besonderer Dank gilt den unterstützenden Vereinen Arashi, EBJC und SG Fernsehen (oben ein Foto von unserem Besuch; hier links Jochen Gley und (mit blauem Judogi) Sebastian Stobernack), die ohne viel Bürokratie einfach gesagt haben: Kommt vorbei, wir rücken zusammen.
Wir bleiben organisatorisch weiter am Ball – und sportlich sowieso. Denn Judo heißt auch: Fallen, aufstehen, weiterkämpfen. Nur eben diesmal ohne eigene Halle – aber mit starken Freunden.
Für die Judoabteilung: Mike
Training mit Detlef Ultsch am 13.01.2026
Am 13.01.2026 fand im Sportforum Hohenschönhausen beim SCB ein Training mit dem ersten deutschen Weltmeister Detlef Ultsch statt. Als Themenschwerpunkte stellte er sein Spezialgebiet der Schulterwürfe vor, insbesondere Seoi-nage und Ko-uchi-maki-komi, sowie Würgetechniken am Boden.
Rund 30 Judoka aus verschiedensten Vereinen und Altersklassen waren zu diesem Training erschienen. Neben vielen bekannten Gesichtern bot sich somit auch die Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu machen und sich auszutauschen.
Nach einer kurzen, aber intensiven Erwärmung, die einige von uns durchaus forderte, begann Detlef Ultsch mit seinen Erzählungen. Er berichtete von seiner beeindruckenden Karriere und teilte Erkenntnisse, die er im Laufe der Jahre gewinnen konnte.
Anschließend stellte er seine Techniken vor und ließ alle Teilnehmenden diese selbst ausprobieren. Dabei war Detlef Ultsch stets präsent, gab Hilfestellungen und korrigierte, wo es nötig war. Trotz einer Fußverletzung bewegte er sich bemerkenswert agil über die Matte.
Das Training dauerte insgesamt zwei Stunden und war ein voller Erfolg. Neue Informationen, spannende Impulse und viele gute Gespräche machten die Veranstaltung zudem sehr kurzweilig.
Auf dem Foto sieht man Detlef Ultsch mit seinem 9. Dan; ganz links steht Dietrich Schneider, der das Training gemeinsam mit Detlef Ultsch geleitet hat.
Für die Judoabteilung: Nicolas
2-(2,6-Dichloranilino)phenylessigsäure
Als schon allgemein angenommen wurde, dass das Judojahr nun wirklich vorbei ist, gab es doch noch eine Veranstaltung im Judo-Stützpunkt im Sportforum Hohenschönhausen. Na, das klang doch vielversprechend, also los; schließlich findet mein Auto den Weg inzwischen alleine.
Nach 90 Minuten Technik mit Stephan Steigmann und Jens-Peter Bischof, zwei prägende Berliner Judokpersönlichkeiten, gab es dann noch den ausgiebigen Randoriteil. Da meine linke Schulter das eigentlich verbietet… blieb ich da. Das war nicht schlau, aber in vielen Hinsichten erhellend. Toll, was so alles nicht mehr geht… Mit ca. 70 Teilnehmenden von Berlin über Bayern bis Italien war die Matte richtig voll.
Nach dem 7. Randori hätte ich gerne gesagt, dass ich mit dem Zählen aufgehört habe. Allerdings lautet die Wahrheit: Ich konnte nicht mehr zählen.
Auf dem rechten Bild sieht man Stephan und Jens-Peter (in blauen Judogi) sowie unseren Verbandspräsidenten Thomas Jüttner, der die Gelegenheit zum Training nutzte und unermüdlich für den Verband aktiv ist.
Ach ja, der Titel, der steht für das vielen bekannte Diclofenac (Handelsname Voltaren) — das rettete meinen Tag danach (zum Nachmachen nicht zu empfehlen).
Für die Judoabteilung: Mike
Finale
In einer Definition heißt es: Ein Teamsport liegt vor, wenn mehrere Personen gleichzeitig aktiv zusammenwirken, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, wobei der sportliche Erfolg nicht eindeutig einer einzelnen Person zugeschrieben werden kann.
Judo im Verein funktioniert allerdings nur dann gut, wenn mehrere Personen aktiv zusammenwirken. Und genau das wurde mit all den tollen Menschen in unserem großen Team erreicht.
Um das entsprechend zu würdigen, hatte die Abteilungsleitung zu einem weihnachtlichen Jahresabschluss eingeladen. Dabei wurden die Unterstützerinnen und Unterstützer geehrt: von den Trainerinnen und Trainern in all ihren wichtigen Positionen über die Kinderschutzbeauftragte bis zum Verantwortlichen für den Sportspiegel. Zwei Mitstreitende waren leider verhindert, aber die Ehrung wird in ihren jeweiligen Gruppen nachgeholt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde jeweils ein kleines Dankeschön überreicht. Darunter befand sich auch die Biografie von Frank Wieneke (u. a. Olympiasieger und Bundestrainer), die er eigenhändig unterschrieben hatte.
Es wurde gemeinsam gelacht, gefeiert, Pizza gegessen und gespielt. Für Knabbereien und weihnachtliche Dekoration war gesorgt.
Es war eine große Freude, sich bei allen zu bedanken. Ihr erkennt die Mitstreitenden sicher auf dem obigen Foto.
Nun starten alle in die Ferien und freuen sich auf den Start mit euch im Jahr 2026!
Für die Judoabteilung: Mike
Regelkunde mit Praxis und Spaß
Regeln für den Judowettkampf ändern sich nicht selten, und die Kenntnis des jeweils aktuellen Standes kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Konnte man beispielsweise vor einigen Jahrzehnten Gegner noch durch eine Technik besiegen, bei der man um das gegnerische Bein fasste, bekommt man dafür heute eine Strafe.
Erst kürzlich gab es eine umfassende Modernisierung des Regelwerks, die Trainerinnen und Trainer natürlich beherrschen müssen, um erfolgreich auf Turniere vorzubereiten. Um den neuesten Stand aus erster Hand vermittelt zu bekommen, hatte Mike den Bundes-A-Kampfrichter des DJB Daniel Wernicke zu uns in die Abteilung eingeladen, um das Trainerteam (und weitere Interessierte) im Rahmen einer internen Fortbildung auf den neuesten Stand zu bringen.
Daniel war dabei der optimale Lotse im Regelwerk. Mit viel Humor, großer Sachkenntnis, diversen Anekdoten und insbesondere zahlreichen praktischen Demonstrationen vermittelte er die Inhalte sicher und verständlich.
Allen Teilnehmenden wurde ein toller Einblick geboten, für den wir Daniel an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken möchten!
Nach der Veranstaltung gab es dann noch ein paar Getränke, und wir durften sogar extra mitgebrachte Speisen genießen.
Für die Judoabteilung: Mike
Großes Ereignis bei Großereignis
Es ist geschafft! Martin Hilbig hat seine Prüfung zum ersten Dan bestanden – herzlichen Glückwunsch!
Am 23.11.2025 konnte er mit seiner souveränen Leistung die hochkarätige Kommission überzeugen, der kein Geringerer als unser Verbandsehrenpräsident Johannes Meißner angehörte. Ein großer Dank gebührt seinem Uke Sebastian, der vieles möglich machte!
Unterstützung bekam er aus den Reihen der Zuschauer, unter denen sich sein Sohn Fabian und aus unseren Trainingsgruppen Alex, Fabian (Mrugalla), Joachim und Ramona befanden.
Zuvor gab es noch eine ordentliche Aufregung, denn die vorgesehene Halle wurde vom Bezirk einfach nicht aufgeschlossen. Zum Glück konnte ein befreundeter Verein, der EBJC, aushelfen, und so konnten in der neuen Halle über 40 Judoka in verschiedensten Modulen vom 1. bis zum 4. Dan geprüft werden. Gut, die Halle war viel zu klein für den Trubel und die Heizung war aus. Aber als Judoka ist man an Kämpfe jeglicher Art gewöhnt.
Das Vertrauen in unsere Judoabteilung wurde neben der Urkunde für Martin auch dadurch unterstrichen, dass der Judoverband aus unseren Reihen Jasmin Kayser, Sven Marx und Mike Scherfner als Prüfende bestellte.
Für die Judoabteilung: Mike
Es ist nie zu spät
In unserer Montags-Seniorentruppe haben am Mo, 10.11.2025, zwei nicht mehr ganz so junge Judoka ihre nächste Graduierungsstufe, den 5. Kyu, erreicht.
André (46), schon lange dabei, fand nach längerer Pause den Wiedereinstieg und Alexander (60), noch nicht allzu lange dem Judosport zugewandt, haben sich unter den strengen Augen von Joachim, unserem Kassenwart und erfahrenen Prüfer, der Prüfung gestellt.
Jeweils im Wechsel als Tori bzw. Uke konnten sie erfolgreich alle erforderlichen Würfe und Bodentechniken des Prüfungsprogramms für den 5. Kyu vorführen und dürfen von nun an den orangenen Gürtel tragen. Glückwunsch!
Judo kennt kein Alter. 😉
Für die Judoabteilung: Alexander
Herbstfest 2025
Am 3. Oktober verbrachten wir unser Herbstfest bei Spiel und Sport in der WGS. Nach der Begrüßung durch unsere Abteilungsleitung wurde eine kleine Rennstrecke aufgebaut und alle Willigen wurden in zwei Teams eingeteilt.
Die Judo-Olympiade war ein großer Spaß! Kids und Eltern fieberten Seite an Seite. Wir beantworteten viele judospezifische Fragen, lieferten uns Wettrennen und maßen uns in kleinen Sporteinheiten. Am Ende gab es ein „Gold-Team“ und die Zweitplatzierten.
Nach einer kleinen Pause am äußerst gut bestückten Mitbringbuffet trafen sich die Kinder am Basketballplatz für ein Turnier, während die Eltern einen Workshop für Muskelaufbau absolvierten.
Draußen wurden also wilde Körbe geworfen, während drinnen Muskeln entdeckt wurden, die vergessen geglaubt waren. Mike gab einiges an Theorie an uns weiter und zeigte vermeintlich einfache Übungen, die jeder auch zuhause, ohne besonderes Equipment, nachmachen kann.
Wir wissen nicht genau, ob die Kinder am nächsten Tag Muskelkater hatten, aber die Eltern ganz bestimmt.
Es war ein sehr schönes Miteinander – lustig, aufregend, lecker, fordernd und informativ. Ein gelungener Feiertag.
Für die Judoabteilung: Johanna
Lehrgang mit Olympiasiegerin Barbara Matić
Am 27. September 2025 fand im Sportforum Hohenschönhausen ein ganz besonderes Judotraining statt: Barbara Matić, Olympiasiegerin 2024 in Paris, Europameisterin 2024 sowie Weltmeisterin 2021 und 2022, leitete einen Lehrgang für Judoka verschiedener Altersklassen.
In mehreren Gruppen zeigte Barbara ein abwechslungsreiches Technikprogramm, das direkt aus ihrer eigenen Wettkampfpraxis stammt. Besonders der Uchi-mata stand im Mittelpunkt des zweiten Trainingsabschnitts. Die jüngeren Judoka übten den Wurf in verschiedenen Variationen und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Barbara selbst, Andreas und weiteren Trainern. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Techniken schnell umsetzen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Im Anschluss kamen die älteren Judoka zum Zug. Sie beschäftigten sich intensiv mit dem Grifflösen und Übergängen in eigene Angriffe, etwa zu O-uchi-gari oder Seoi-nage. Zum Ende nahm sich Barbara ausgiebig Zeit für Autogramme und Fotos, was bei allen Teilnehmenden für große Begeisterung sorgte.
Von unserer Abteilung waren Adni, Christina, Theresa, Andreas und Mike mit dabei. Auf dem Erinnerungsfoto mit Barbara Matić sind Christina, Theresa und Andreas zu sehen (das Foto von Adni und Mike hat der Fotograf leider verbummelt) – ein toller Tag für unsere Judoka.
Für die Judoabteilung: Christina und Theresa
Urlaubs-Training in Niebüll
Während seines Urlaubs hatte Winfried zweimal die Gelegenheit, beim Verein Rot-Weiß Niebüll am Training teilzunehmen. Trainer Eric Kemfert und die anwesenden Judoka bereiteten ihm dabei einen sehr herzlichen Empfang.
Zum Aufwärmen wurde Judo-Basketball gespielt, bevor es mit einer bunten Mischung aus Kyu-Graden ins Techniktraining ging. Dabei wurden viele unterschiedliche Inhalte geteilt, sodass jeder etwas Neues lernen konnte. Da Winfried mit dem 1. Dan die höchste Graduierung in der Gruppe innehatte, konnten auch seine Erklärungen bereichernd ins Training einfließen.
Die Trainingseinheiten machten viel Spaß, und für das nächste Jahr ist schon klar: Der Judoanzug wird im Urlaub wieder eingepackt. Ein Tipp an alle Judoka: Nutzt die Chance, auch im Urlaub Vereine vor Ort zu besuchen und nachzufragen, ob ihr mittrainieren dürft – die Freude über sportliche Gäste ist groß!
Für die Judoabteilung: Winfried
Lehrgang für den Nachwuchs
Am 21. September fand ein Lehrgang mit dem Titel „Talente-Boys“ des Judo-Verbands mit Doppel-Weltmeister Detlef Ultsch für den männlichen Nachwuchs der Jahrgänge 2013–2015 statt. Neben den Verbandstrainern Cheyenne Schneider und Sascha Feller war die Teilnahme von Vereinstrainern ausdrücklich erwünscht. Es gab zwei Einheiten (Stand und Boden), eine Pizza-Pause, Autogramme vom Weltmeister und eine Fragerunde, die von den Jungs ausgiebig genutzt wurde. Besonders spannend war es, die Fragen und Antworten zu hören – so wollten die Teilnehmer zum Beispiel wissen, ob man als Weltmeister reich wird oder wie ein Ausnahmeathlet eigentlich zum Judo kam. Detlef ging geduldig auf die vielen Fragen ein und berichtete lehrreich von seinen Erfahrungen.
Ich möchte keinesfalls unerwähnt lassen, dass die beiden Verbandstrainer – jeweils auf ihre eigene Art – einen tollen Umgang mit den jungen Judoka pflegen: freundlich, motivierend, kindgerecht.
Und all das gilt auch für Detlef Ultsch: offen für alles, herzlich, absolut souverän in der Technikvermittlung. Und bei den Randoris bildete sich sofort eine Schlange von Kindern, die unbedingt mit ihm kämpfen wollten.
Ich kenne unseren ersten Judo-Weltmeister nun schon viele Jahre und bin jedes Mal aufs Neue begeistert, ihn als Judoka, Menschen und Freund zu erleben. So entstand auch das Bild auf dieser Seite – am Ende von fast fünf Stunden tollem Judo.
Für die Judoabteilung: Mike
Training mit Franz Kofler
Achim, Tobi und ich haben am Judo-Lehrgang mit Franz Kofler in der Sportschule Randori teilgenommen; eingeladen wurden wir persönlich von Stephan Steigmann, einer Berliner Judogröße. Die Trainingsbedingungen waren hervorragend und die Stimmung durchweg motivierend. Franz führte uns strukturiert durch die Inhalte, erklärte komplexe Bewegungsabläufe in gut nachvollziehbaren Schritten und gab individuelle Korrekturen.
Seit 2017 verfolgt Franz das „Project 1000“ – die Idee, 1.000 Vereine zu besuchen und mindestens 1.000 Trainingseinheiten zu leiten, um Technikvermittlung mit Judowerten und Begegnung zu verbinden. Laut IJF-Report wurden bereits über 1.300 Einheiten in mehr als 650 Vereinen gegeben, mit über 23.000 teilnehmenden Judoka in 16 Ländern.
2025 hat er seine Mission mit „Judo & Peace in Motion“ ausgeweitet: eine mehrmonatige Fahrradtour quer durch Europa, bei der er tausende Kilometer zurücklegt, Vereine vernetzt und Trainings mit den Themen Respekt, Freundschaft und Frieden verbindet.
Diese Projekte erklären gut, warum sein Training bei Randori so besonders wirkte: Es verbindet technische Tiefe mit gelebten Werten und einer großen Portion Gemeinschaftssinn – genau das war bei unserem Lehrgang spürbar.
Für die Judoabteilung: Mike
Neue Matten — alte Matten
Früher waren Judomatten ziemlich rustikal: fest gepresstes Reisstroh mit einer Hülle aus Grasgeflecht oder Stoff, schwer, kratzig — und nach ein paar Jahren am Ende, manchmal sogar staubig und bröselig. Heute bestehen sie aus Spezialschaum mit rutschfester, hygienischer Kunststoffoberfläche. Aber irgendwann ist auch ihr Leben vorbei — dann wird die Oberfläche rissig, und nicht nur die Hygiene bleibt auf der Strecke. Zeit für Ersatz! So haben wir alte Matten aus der Matthias-Claudius-Schule aussortiert und durch neue ersetzt.
Am 26. August trafen sich zur Entsorgung Joachim, Philipp (ehemaliger Ko-Trainer, Designer unseres Logos, Enkel von Joachim) und Mike, um mit einem gemieteten Transporter die alten Matten auf ihrem letzten Weg zur BSR zu begleiten.
Besonders schön war die Begegnung mit dem Mitarbeiter vor Ort: Als er uns den richtigen Platz am Container zuwies, erzählte er, selbst einmal Judoka gewesen zu sein. Beim Verlassen des Hofes wartete er extra noch am Ausgang, um ein paar freundliche Worte über unseren Sport zu wechseln — Judo verbindet!
Für die Judoabteilung: Mike
Ehrentag
Ein Judopass erzählt viel von der Geschichte eines Judoka – von Erfolgen, Lizenzen, Lehrgängen und vielem mehr. Doch ein Judoka ist meist weit mehr als das, was in seinem Pass steht: Er kann Freund sein, engagierter Trainingspartner, geschätzter Trainer und verlässlicher Unterstützer – besonders für diejenigen, die sich noch am Anfang ihrer Judoreise befinden.
All das trifft auf Heinz Rejall zu, der 1988 die Prüfung zum 1. Dan ablegte und seither seine Begeisterung für das Judo und seinen unermüdlichen Trainingswillen stets bewahrt hat – auch dann, wenn es anstrengend wurde. Ein beeindruckender Weg, der noch lange nicht zu Ende ist.
In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um den Berliner Judosport wurde Heinz im Juli 2025 der 2. Dan verliehen. Als Zeichen der Wertschätzung legte seine Stammgruppe gemeinsam für einen besonderen Judogürtel aus japanischer Produktion zusammen – ein Geschenk mit Bedeutung und Herkunft. Gefeiert wurde das besondere Ereignis natürlich gemeinsam, nach dem Training.
Ein herzliches Dankeschön an die Ehrenkommission und das Präsidium des JVB – und noch einmal: die herzlichsten Glückwünsche an Heinz zur neuen Graduierung!
Für die Judoabteilung: Mike
Judo-Schnupperkurs und neue Matten
Im Rahmen des Bewegungsprojekts der Campusschule Efeuweg hatten rund 50 Schülerinnen und Schüler Anfang Juli die Gelegenheit, eine Woche lang Judo auszuprobieren. Die Sporthalle wurde zum Dojo, in dem grundlegende Techniken wie sicheres Fallen, erste Würfe und ringerische Übungen vermittelt wurden – verbunden mit den Werten Respekt, Fairness und Disziplin.
Viele Teilnehmende fassten im von Roland geleiteten Kurs schnell Vertrauen und nahmen mit sichtbarer Freude teil. Am Ende erhielten alle eine Urkunde zum 8. Kyu als Anerkennung für ihre aktive Teilnahme.
Gefördert wurden sowohl das Projekt als auch die Anschaffung von 24 neuen Judomatten durch das Bezirksamt Neukölln. Die Matten verbleiben nun dauerhaft in der Halle der Matthias-Claudius-Schule. Carmen und Joachim nahmen die Lieferung entgegen und brachten die Matten in die Halle.
Unser Dank gilt dem Hauptverein TSV Rudow 1888 e. V. für die Unterstützung!
Projekte wie oben fördern Bewegung und Gemeinschaft und machen Judo erfahrbar – wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den Teilnehmenden im regulären Training.
Für die Judoabteilung: Mike
Treffen mit dem JVB
Unsere Judoabteilung im TSV Rudow 1888 e. V. ist dem Judo-Verband Berlin (JVB) angeschlossen, der seinerseits Teil des Deutschen Judobundes (DJB) ist.
Das aktuelle Präsidium des JVB, das seit einigen Jahren im Amt ist, hat sich bereits in vielerlei Hinsicht um die Berliner Judovereine verdient gemacht. Mit einer neuen Initiative verfolgt es nun das Ziel, wichtige Informationen weiterzugeben – von Fördermöglichkeiten bis hin zur Vision für das Berliner Judo.
Wir als Abteilungsleitung nahmen dieses Angebot gerne an und begrüßten Enrico Günther, den Vizepräsidenten des JVB, am 18. Juli 2025 in Britz. Neben spannenden Informationen hatten wir auch Gelegenheit, unsere eigenen Gedanken, Fragen und Ideen einzubringen.
Mehrere Stunden in offener, freundschaftlicher Atmosphäre waren für alle Beteiligten gewinnbringend. Wir bedanken uns herzlich beim JVB – insbesondere bei unserem Judofreund Enrico – für das engagierte und inspirierende Gespräch!
Für die Judoabteilung: Mike
Lehrgang mit Doppel-Olympiasieger
Am 28. Juni gab es ein besonderes Judoereignis - der Weltmeister, Europameister und Olympiasieger Lukáš Krpálek war in Berlin und gab Lehrgänge für die verschiedenen Altersklassen. Lukáš, der noch viele weitere Titel gewinnen konnte, zeigte sich als großartiger Judoka, was man natürlich bereits vorher ahnen konnte. Von mindestens gleicher Bedeutung war allerdings, dass er unfassbar freundlich, hilfsbereit und untestützend war. Er nahm sich für alle Fragen Zeit, demonstrierte immer wieder alles und gab wertvolle Informationen weiter.
Er zeigte u. a. Sumi-Gaeshi, O-Soto-Gari und eine seiner liebsten Bodentechniken.
Unseren Judofreunden von Kaizen, dem JVB-Lehrwart Patrick Stix und dem Präsidiumsmitglied Jakob Spiegel ganz herzlichen Dank für die Organisation und Ausrichtung!
Für die Judoabteilung: Mike (mit Lukáš auf dem Foto)
Judofahrt 2025
Nach einem Jahr der Vorfreude machten sich die Erwachsenen dieses Mal auf den Weg nach Niewisch am Schwielochsee. Schon an dieser Stelle soll Winne dafür gedankt werden, dass er sich dem jährlichen Stress der Organisation für unseren Kurztrip aussetzt. Es war uns ein Fest!
Dieses Jahr lag die Location ruhig mit riesigem Gelände und wundervollem Ausblick auf den See. Die passenden Zimmerpartner fanden sich schnell und bezogen unkompliziert ihre Zimmer (wobei das Zimmer mit dem Spielteppich besonders gut ankam). Trotz Hitze wurde sich bei Tischtennis, Federball, Kegeln, Dart oder dem allseits beliebten Klassiker Wikingerschach gemessen. Dabei im Vordergrund immer der Spaß! Diverse Kartenspiele lagen im Schatten bereit. Auch Schach stand auf dem Plan. Wer sich nicht entscheiden konnte, ging schaukeln :-).
Das Naturschutzgebiet bot zu jeder Tageszeit eine Augenweide und der See lud uns ein, uns in die Fluten zu stürzen. Die Abkühlung war unbezahlbar; so zog es uns nicht nur einmal ans Ufer. Auch die Verpflegung war wieder bestens durchdacht und geplant. Niemand ist verhungert und schon gar nicht verdurstet.
Lediglich die Dunkelheit trieb uns ins Haus. Bis spät in die Nacht, bzw. dem frühen Morgen, konnten Uno-spielende Werwölfe dabei beobachtet werden, wie sie Musikstücke in zeitliche Reihenfolge brachten.
Muss man selbst erlebt haben, deshalb also schon jetzt die Fahrt fürs nächste Jahr vormerken!
Wir haben unsere Auszeit zusammen sehr genossen und ließen Niewisch und unser Haushuhn Henriette ein wenig wehmütig zurück.
Für die Judoabteilung: Ramona
Dan-Prüfung am 4.5.2025
Das Wichtigste seht ihr auf dem Foto, nämlich die Protagonisten der Dan-Prüfung (von links):
Johanna (Co-Trainerin), Stephan (toller Judoka, Prüfer und Freund, der uns die Fotos für die neue Homepage stellte), Mike (hier als Prüfer), Winne, Fabian, Jasmin (hier als Prüferin), Ramona (unsere neue Kinderschutzbeauftragte) und in der vorderen Reihe Martin (fleißiger Dan-Anwärter) und sein Uke Sebastian (als großartiger Unterstützer von Martin).
Im Publikum waren dann noch unser Kassenwart Joachim, unser interessierter „Nachwuchs“ Alex und der Sohn und die Frau von Martin dabei.
Danke an alle, die sich als Unterstützungs-Power ins tiefe Neukölln begeben hatten!
Die Prüfung fand diesmal ausschließlich nach der neuen Prüfungsordnung statt, nach der man keine ganzen Prüfungen mehr ablegen muss, sondern die Gesamtleistung in Module aufteilen kann, was intensiv genutzt wurde.
Das neue System hat Vorteile - und Nachteile. Nach meiner Einschätzung als „Betroffener am Tisch“ überwiegen die Nachteile. Ich bin nun schon immer (gefühlt) bei diesen Prüfungen dabei und zum Start meiner Tätigkeit hatten wir auf dem Tisch unsere Liste mit den Prüflingen, einen Stift und bei Bedarf das Judo-Brevier (ein winziges Heftchen, die Älteren erinnern sich). Heute liegt - bereits alleine aufgrund der neuen Regularien - eine Bibliothek vor uns. Mehr sage ich gerne nach der Ausgabe eines Kaltgetränks.
Unsere Jasmin hat gewissenhaft und fair geprüft und es ist toll, dass sie bereits in ihrem jungen Alter eine so bedeutende Funktion ausfüllen darf.
Und unser Martin hat seine anvisierten Module alle bestanden, sodass sein Gürtel (ihr könnt es beim Training gerne beobachten) sich schon deutlich in Richtung der neuen „Farbe“ verdunkelt – Gratulation!
Für die Judoabteilung: Mike
European Cadet Cup 2025 in Berlin
Am Wochenende des 26. und 27. April fand in Berlin der Judo European Cup statt – ein internationales Turnier, das Sportbegeisterte sowie Athletinnen und Athleten aus ganz Europa anzog. Mitten im Geschehen waren auch Johanna Taubner und Adni Rahman, die tatkräftig im Organisationsteam mitwirkten.
Die beiden übernahmen während des Turniers vielfältige Aufgaben: Sie unterstützten unter anderem als Teil des Security-Teams und sorgten dafür, dass nur berechtigte Personen Zugang zu den verschiedenen Bereichen erhielten. Darüber hinaus halfen sie überall dort mit, wo Hilfe benötigt wurde – sei es bei der Koordination von Abläufen, bei der Listenführung oder bei organisatorischen Kleinigkeiten, die oft den reibungslosen Ablauf eines solchen Großereignisses sichern.
Für Johanna und Adni war das Event eine ganz besondere Erfahrung: Es machte nicht nur großen Spaß, sondern botauch die Gelegenheit, viele neue Leute kennenzulernen und wertvolle Einblicke hinter die Kulissen eines internationalen Sportturniers zu gewinnen. Beide empfanden es als spannend und bereichernd, ein solches Event einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben – nicht als Zuschauer oder Teilnehmer, sondern als Teil der Organisation.
Ein absolutes Highlight waren die Finalkämpfe: Die Atmosphäre war elektrisierend, das Publikum tobte vor Begeisterung, und die Spannung in der Halle war spürbar. Besonders emotional wurde es, als auch Athleten aus Deutschland siegreich aus den Kämpfen hervorgingen. Es fühlte sich fast wie ein Fiebertraum an, diese Erfolge live mitzuerleben und Teil eines so besonderen Moments zu sein.
Insgesamt war der Judo European Cup Berlin ein voller Erfolg – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Für Johanna und Adni war es eine unvergessliche Erfahrung, die sie in bester Erinnerung behalten.
Für die Judoabteilung: Adni
Fotos und Ergebnisse finder Ihr hier: https://www.eju.net/event/berlin-cadet-european-cup-2025/342499
Trainerfortbildung im März 2025
Am 31.3.2025 gab es einen Lehrgang für den Ausbildungs- und Prüfungsbereich. Um stets auf dem neuesten Stand zu sein, haben sich Joachim Voigtmann und Mike Scherfner auf den Weg gemacht, um die neuesten Informationen aufzusaugen und in unseren Verein zu tragen. Unten ein Foto mit der Lehrgangsleitung. Es war eine tolle Gelegenheit, um auch mit anderen engagierten Judoka in den Austausch zu kommen - weise ist, wer von jedem lernt!
Für die Judoabteilung: Mike