Der ordnungsgemäße Betrieb von Lüftungsanlagen ist aus brandschutztechnischer Sicht von zentraler Bedeutung. Bei einem Brand können Lüftungsanlagen zur Verbreitung von Feuer und Rauch beitragen, wenn sie nicht korrekt konzipiert, gewartet und überwacht werden. Eine wichtige Komponente für den Brandschutz in Lüftungssystemen sind die Brandschutzklappen. Diese sollen im Brandfall den Durchtritt von Feuer und Rauch durch die Lüftungsleitungen in andere Brandabschnitte verhindern.
In Deutschland ist die regelmäßige Wartung und Prüfung von Lüftungsanlagen gesetzlich vorgeschrieben. Die Grundlage dafür bilden die DIN-Normen wie die DIN 1946-4 für raumlufttechnische Anlagen in Gebäuden und Räumen des Gesundheitswesens, DIN EN 12097 für Lüftungsanlagen in Nichtwohngebäuden und DIN 18017-3 für Lüftungsanlagen in Wohngebäuden. Diese Normen stellen sicher, dass die Lüftungstechnik in regelmäßigen Abständen auf ihren Zustand und ihre Funktion überprüft wird.
Brandschutzklappen spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Sie sind mit einem thermischen Auslöser versehen, der bei einer bestimmten Temperatur (in der Regel bei 72 Grad Celsius) reagiert und die Klappe schließt. Dies verhindert, dass das Feuer und der Rauch sich über die Lüftungsleitungen ausbreiten können.
Eine korrekte Wartung und Prüfung der Brandschutzklappen ist daher unerlässlich. Diese sollte von einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden und beinhaltet normalerweise folgende Punkte:
Sichtprüfung: Hierbei wird überprüft, ob die Klappe frei von Beschädigungen ist und ob sie ordnungsgemäß in das Lüftungssystem eingebaut ist. Auch die Kennzeichnung der Klappe wird kontrolliert.
Funktionsprüfung: Es wird getestet, ob der thermische Auslöser richtig funktioniert und die Klappe bei Erreichen der Auslösetemperatur schließt. Dies kann durch Anwendung von Hitze oder durch elektrische Auslösung geschehen.
Prüfung der Selbstschließfunktion: Brandschutzklappen müssen selbstschließend sein, d.h. sie müssen auch ohne Fremdenergie sicher schließen. Dies wird durch eine Feder realisiert, die im Falle einer Störung oder eines Ausfalls der Stromversorgung die Klappe schließt.
Prüfung der Rückstellung: Nach der Auslösung muss die Klappe manuell zurückgestellt werden können. Es wird überprüft, ob die Rückstellung korrekt funktioniert.