Urprung Europas
Woher wir kommen - wer wir sind
Woher wir kommen - wer wir sind
Was ist Europa? Wie entstand dieser Kontinent, der geografisch gesehen gar keiner ist? Was hält ihn mit seinen vielen Staaten und Völkern eigentlich zusammen? Gibt es das "typisch Europäische"? Wie hat Europa unser Denken geprägt und die Welt bereichert?
Lernziele
Du kennst den Einfluss der alten Griechen und der Römer auch die Gesellschaft Europas.
Du kennst Form, Lage und Namen der heutigen Länder Europas.
Auftrag 1: Geografie Europas (ca. 20'):
Organisiert euch zu zweit und lernt die Geografie Europas mit den heutigen Lädern:
Löst das Geo-Puzzle und merkt euch Form, Lage und Namen der Länder.
Eine Person nennt einen Ländernamen, die andere Person zeigt das Land auf der Karte. Dann wechselt ihr ab.
Zeigt euch gegenseitig die Rückseite und ratet anhand der Form, welches Land es ist.
Auftrag 2: Woher wir kommen - wer wir sind (ca. 50'):
Wir schauen den 1. Teil der Europa-Saga über den Ursprung Europas an.
Wir stoppen regelmässig den Film und diskuieren unbekannte Wörter.
Versuche dir zu merken:
Was die Minoer als erste Europäer*innen konnten.
Was die alten Griechen und insbesondere Athen zu Europa beitrugen.
Was die Römer beitrugen.
Warum und wie sich Rom auflöste.
Wo fängt Europa an – wo hört es auf?
Mit der Geografie kommt man bei der Definition nicht sehr weit: Im Norden, Süden und Westen vom Meer begrenzt, verliert der Erdteil sich im Osten irgendwo im Ural. Streng genommen ist er gar kein Kontinent, sondern ein Anhängsel Asiens, eine Halbinsel am Rand der "eurasischen Landmasse". "Europa ist kein Ort, sondern eine Idee", so hat es der französische Philosoph und Publizist Bernard-Henri Lévy einmal ausgedrückt. Im Gegensatz zu allen anderen Erdteilen definiert sich der Kontinent weniger über seine natürlichen Grenzen als über gemeinsame Geschichte und Kultur. So lautet eine wesentliche Frage: Wo liegen die Ursprünge?
Europa, das ist zunächst einmal eine Landmasse, die sich schon auf den ersten Blick von anderen Kontinenten unterscheidet: kleinteilig, zergliedert, im Vergleich zur Größe reich an Küsten und größtenteils in einer gemäßigten Klimazone gelegen. Die Geografie Europas hat seine Geschichte mitgeprägt. Diese beginnt mit den – im biologischen Sinn – ersten modernen Menschen, "Migranten", die aus Afrika kamen und weiter im Norden sesshaft wurden. Später als etwa im Orient entstanden in Europa erste Stadtstaaten und Kulturen, wie die der Kelten. Die Römer schufen ein Vielvölkerreich, das immer größere Gebiete des Kontinents umfasste. Ein einheitliches Recht, gemeinsame Währung, Wirtschaft und Kultur stärkten den Zusammenhalt. Die Verbindung mit dem Christentum – als Staatsreligion – verlieh dem Kontinent ein Fundament, das Macht, Glauben und Orientierung miteinander vereinte.
Der Entstehungsmythos
Die erzählte Geschichte beginnt mit dem viel zitierten Entstehungsmythos: Die Liebe des Zeus zu einer Prinzessin namens Europa, die er auf den Erdteil entführte, der später nach ihr benannt wurde – wohl auch Sinnbild für den Einfluss des Orients auf den Okzident. Künftige Kulturen lösten nicht nur einander ab, sie nahmen die Errungenschaften der Vorgänger jeweils auf, bis die Karten durch die Völkerwanderung neu gemischt wurden und am Ende Griechisches, Römisches, Keltisches, Germanisches, Heidnisches und vor allem Christliches miteinander verschmolzen. War Europa in den Mittelmeerkulturen der Antike gleichsam geboren worden, entwickelten sich nun, an der Schwelle zum Abendland, die Germanen im Nordwesten zu den Taktgebern auf dem Kontinent.
Auftrag 1 (ca. xx min):
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