Ob der Mensch sich für etwas motivieren kann, ist selten mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten. Die Prozesse, die sich in unseren Köpfen abspielen wenn wir zu einer, wie wir glauben, unabhängigen Entscheidung kommen, sind hochkomplex und folgen eher den Regeln einer Programmiersprache. Es werden also innerhalb von Sekundenbruchteilen ganz viele Ja/Nein Entscheidungen hintereinander geschaltet, das Ergebnis entspricht somit einem „Ja, wenn ….“ beziehungsweise „Nein, wenn …“ Um zu einer positiven Entscheidung zu kommen, muss eben dieses „wenn“ hinterfragt werden.
Die Erkenntnis, dass man etwas wollen muss um es zu tun, scheint eher banal. Die Frage warum man es will, ist schon etwas komplexer. Während das sportliche Ziel selbst manchmal in den Hintergrund geraten kann, sollte man sich die eigentliche Motivation doch ständig vor Augen halten. Beispiel: Einen stärkeren Rücken zu haben, ist nicht unbedingt eine Zielsetzung, die jeden vom Sofa reißt. Hingegen ist ein Alltag ohne Rückenschmerzen durchaus ein erstrebenswertes Ziel, welches übrigens wesentlich schneller zu erreichen ist, als man denkt.
Das die Motivation „starker Rücken“ sich grundlegend von der Motivation „schmerzfreier Rücken“ unterscheidet, kann in jedem Fitnessstudio der Welt beobachtet werden. Nach meiner Erfahrung trainieren viele Mitglieder nämlich genau so lange wie sie brauchen, um eine spürbare Linderung ihrer Beschwerden zu erreichen und kommen erst dann wieder, wenn der Schmerz sich zurückmeldet.
Schmerz ist ein hervorragendes Beispiel für das, was einen beim Training wirklich bei der Stange hält, nämlich Emotion. Im Studio habe ich des öfteren erwähnt, natürlich nur im Scherz, dass man seinen eigenen Körper hassen muss, um wirklich hart zu trainieren. Hass ist nicht unbedingt notwendig, aber de facto hören viele erfolgreiche Sportler zum Beispiel eher aggressive Musik beim Training um sich aufzuputschen. Falls man auf Kuschelrock steht, reicht es aber auch, die Emotion mit dem anvisierten Ziel zu verbinden.
Das kann eine positive Emotion sein, als Beispiel nenne ich dafür oft den nächsten Strandurlaub in der gewünschten Kleidergröße, oder auch eine negative. Wenn einen der durchtrainierte, gutaussehende Kollege im Büro mal wieder die Lorbeeren weggeschnappt hat, darf man seine innere Verachtung für diese oberflächliche Welt gerne an den Geräten auslassen. Besser hier als woanders. Motivation ist ein wichtiger Schritt für die Pflege der Gesundheit. Erfahren Sie mehr über gesund, klicken Sie hier.