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Von dem Preußenkönig Friedrich dem Großen stammt der Ausspruch: "Bei mir kann jeder nach seiner Fasson selig werden!" Er durchbrach damit bewußt die bis dahin in Glaubensfragen geltende Regelung : "Cuius regio, eius religio!", d. h.: "Wie der Regent, so die Religion!"
Das Volk bekam vorher einfach die Religion des Landesfürsten aufgezwugnen. Wem das nicht paßte, der konnte auswandern; aber die Möglichkeit zu freier Religionsausübung hatte der einzelne nicht.
Im Munde eines Staatsmannes ist daher das Wort von der Freiheit in Glaubens und Gewissensfragen ein gutes Wort, eine unerläßliche Lebensnotwendigkeit, über deren Wert und Würde nicht zu streiten ist.
Was jedoch für das allgemeine Zusammenleben der Staatsbürger eine Grundvoraussetzung von höchstem Werte ist, erweist sich für das persönliche Seligwerden des einzelnen oft als die größte Selbsttäuschung seines Lebens.
Die Regelung unseres Verhältnisses zu Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, ist nicht den ungewissen Vermutungen des irrenden Menschen noch seiner Willkür überlassen.
Der Ton kann nicht sagen zu demTöpfer:"Ich will so und so geformt sein!" oder: "Ich möchte mich selbst formen!" Das Geschöpf kann ja keine Straße bauen in jenes unzugängliche Licht hinauf, da Gott wohnt, noch einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht.
Keiner der Menschen hat Gott je gesehen, und keiner kann von sich aus zu Ihm hinkommen. Nur der Schöpfer selbst kann einer freien Zugang zu sich schaffen, auf dem das Geschöpf zu Ihm hingelangen kann. Der Töpfer bestimmt den Weg für den Ton.
Nach Rom führen viele Wege - zu Gott aber nur einer! Das ist d e r Weg, den Er selbst vom Himmel her zur Erde bahnte, als Er, um Seine Liebe zu uns zu erweisen, Seinen eingeborenen Sohn für uns dahingab (Joh. 3, 16).
Da Gott nur einen einzigen Sohn hat, gibt es im Himmel und auf Erden nur diesen einen, der außer Gott das Gleiche unsterbliche Leben hat. Gott kann daher zur Überbringung dieses Lebens vom Himmer zur Erde nurdiesen einen senden.
Einen anderen hat Er nicht.
Darum bezeugt auch dieser Eine: "Ich bin d e r Weg und d i e Wahrheit und d a s Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!" (Joh. 14, 6). Und Petrus bezeugt in Apg. 4, 12 von diesem Einen: "Es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen."
Wenn Gott dich sucht in deiner Verlorenheit, du Menschenkind, warum willst du dann den menschensuchenden
Gott abweisen, der dir Sein Heil anbietet?
-Kannst du aus Fleisch Geist machen?
-Kannst du aus dem Tode Leben erwecken?
-Kann du Zeit und Raum überwinden und die Ordnungen des Weltalls ungültig machen, unter die wir alle gestellt sind?
-Nicht eine dieser Bindungen kannst du lösen! Nur das Leben, das aus Gott kommt, der allein Unsterblichkeit besitzt, hat den Tod überwunden durch die Auferstehung Christi Jesu. Und nur der Mensch, der den Sohn Gottes in sich aufnimmt, hat das gleiche Leben in
sich, das in dem Vater und in Seinem Sohne Jesus Christus ist. Ein solcher Mensch ist vom Tode zum Leben
hindurchgedrungen. Christus ist sein Leben, und das Sterben ist ihm Gewinn (Phil. 1, 21). Dies ist der einzige Weg zum wahren, wesenhaften Leben, die einzige Fasson oder Art und Weise, errettet zu werden. Verlorengehen kann jeder nach seiner Fasson, aber gerettet werden nur auf dem Wege, den Gott selbst schuf.
Kennst du diesen Weg?
-Und gehst du ihn auch?
-Hat dein Leben einen Sinn? Im Leben eines jeden Menschen tauchen im Laufe seines Werdens drei Fragen auf, die wir die drei Grundfragen oder Urfragen der Menschheit nennen. Sie stellen sich von selbst ein, ohne daß uns jemand darüber belehrt oder uns darauf aufmerksam macht. Irgendwann brechen sie mit Urgewalt aus dem Grund unserer Seele auf. Meist werden sie hervorgerufen durch ein Erlbenis oder einEreignis. Es sind dei drei Fragen nach dem
W o h e r ?
-W o z u ?
-W o h i n ?
-Schon das kline Kind fragt irgendwann einmal: Woher kommt die Sonne?
-Woher kommen die Vögel?
-Woher kommen die Bäume?
-Woher kommen die Blumen?
-Woher kommen die Schmetterlinge?
-Woher kommt das kleine Brüderchen?
-Wir alle wissen aus Erfahrung, daß das Kind mit deisen Fragen manchmal die Erwachsenene in Verlegenheit bringt. Niemand hat ihm diese Frage nach dem Ursprung der Dinge nahegelegt. Sie stammt aus einem Erwachen der Seele, die sich des eigenen Daseins und der Umwelt bewußt werid und nun tastend nach dem Anfang, nach dem Ursprung sucht.
Die zweite Frage ist die nach dem Sinn und Zweck des Daseins. Irgendwann einmal erleben wir etwas, bei dem es uns fraglich wird, ob es nötig war. Da brechen Fragen auf wie: Warum ist eigentlich Krieg?
-Wozu muß man sich totschießen?
-Wozu leidet man?
-Wozu gibt es Schmerzen?
-Wozu wird man krank?
-Wozu ärgert man sich?
-Wozu arbeitet man?
-Wozu lügen Menschen?
-Wozu hassen sie sich?
-Wozu lebt man?
-Wozu ist man auf der Welt?
-Die dritte Frage ist die nach dem Ziel aller Dinge. Man braucht nur einmal an dem Sarg eines geliebten Menschen zu stehen oder an einem offenen Grab. Da steigt die Frage im Herzen auf: Wo ist er nun?
-Wohin ging er?
-Was ist aus ihm geworden?
-Ist dies das Ende oder gibt es eine Fortsetzung?
-Ist ohne eine Fortsetzung in irgendeiner Form nicht alles Seitherige völlig sinnlos?
-Und wo und wie findet die Fortsetzung des Erdendaseins statt?
-Ja, wohin geht es?
-W o h i n ?
-Aus dem Vorstehenden ersehen wir, daß diese Fragen ohne irgendwelche Beeinflussung von seiten anderer Menschen einfach aus dem Grund der Seele aufsteigen. Sie haben daher nichts zu tun mit einer religiösen Erziehung oder Belehrung und betreffen den Schwarzen in Afrika genauso wie den Gelben in Asien oder den Weißen in Europa.
Der Apostel Paulus berichtet uns in Röm. 2, 7 und 2, 14
-16, daß die Heiden, die von Natur weder das Gesetz Israels kannten noch mit dem damals erst entstehenden Christentum in Berührung gekommen waren, mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchten. Es war ihnen ohne weiteres klar, daß ein abgebrochenes Leben ohne Fortsetzung keinen Sinn hat. Deshalb suchten sie Anteil an der Unsterblichkeit dessen zu erlagen, der allein Unsterblichkeit hat: nämlich Gottes (1. Tim. 6, 16). Als Beweis für den sinnvollen Ausgang der Weltgeschichte nennt Paulus den Athenern, nachdem er ihren Altar mit der Inschrift: " Dem unbekannten Gott!" besichtigt hatte, den, daß Gott Seinen Sohn, den Christus, aus den Toten auferweckt habe, um durch Ihn die Welt zu richten (Apg. 17, 31). Ebenso schreibt er auch in Röm. 1, 4, daß Christus als Sohn Gottes erwiesen sei durch Toten
-Auferstehung.
Bis zur Auferstehung Christi konnte der Unglaube höhnen: "Es ist noch keiner von drüben wiedergekommen!"
-Nach der Auferstehung Christi können nur bewußte Lügner oder ungläubige Zweifler so etwas behaupten. Gott hat Seinen Sohn auferweckt und dadurch nicht nur beweisen, daß Christus in Wahrheit Sohn Sohn ist, sondern auch dies, daß Er, Gott, gewillt ist, uns alle aufzuerwecken. Dies war im voraus druch alle Propheten verkündigt worden, und Chrisus selbst hatte es Seinen Jüngern wiederholt angekündigt. Nun war Er auferstanden, und sie hatten Ihn nach Seiner Auferstehung gesehen, gehört und Seine Nägelmale betastet. Er war es wirklich! Er lebte! Und dann erlebten sie auch noch Seine Himmelfahrt. Das war das Licht der Hoffnung durch Toten
-
Auferstehung! In Röm. 10, 9 wird uns daher das kürzeste Evangelium verkündigt:
Wer im Herzen glaubt, daß Gott Seinen Sohn, den Christus, aus den Toten auferweckte, und wer nun diesen Christus als seinen Herrn annimmt und bekennt, der ist errettet. Duch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten ist das Tor der Hoffnung aufgegangen, das Hoffnungslicht entzündet und der Glaube an die Mitteilhaberschaft ab der Unsterblichkeit erwcht und der Glaubende dadurch wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung (1. Petr. 1, 3).
Trägst du diese lebendige Hoffnung in dir?
-Hast du die Gewißheit der Vergebung deiner Sünden und die Gewißheit deines Heils, deiner Errettung?
-Wenn nicht, dann eile und rette deine Seele! Laß dir das Tor ins LIcht aufschließen, ehe du in das dunkle Tor hineinschreiten mußt ohne eine lebendige Hoffnung!
Der letzte Film der Weltgeschichte
Alles , was dem M e n s c h e n v o n d e n E r e i g e n i s s e n d e s W e l t g e s c h e h e n s wichtig erscheint , s u c h t e r i n Bild u n d Ton f e s t z u h a l t e n .
Die Reden der Staatsmänner, sportliche Veranstaltungen, wissenschaftliche Kongresse, politische Tagungen, internationale Konferenzen, musikalische Darbietungen, Wettkämpfe, Kriege, Unglücksfälle, Forschungsergebnisse, Einweihungsfeierlichkeiten, Naturereignisse, historische Stätten, prähistorische Funde und Ausgrabungen, Lebensvorgänge in Tier, Pflanzen - und Menschenwelt, astronomische Vorgänge wie Sonnen und Mondfinsternisse und dergleichen, Familienfeiern, Hochzeitsbräuche, Begräbnisse, Volksfeste, Gerichtsverhandlungen, religiöse Morgenandachten und Gottesdienste, Schule und Elternhaus, Handwerk und Landwirtschaft, Fabrikationsvorgänge und Welthandel, kurzum a l l e s , w a s i m L e b e n d e r M e n s c h h e i t irgendeine Rolle s p i e l t , w i r d v o m F i l m i n Bild u n d Ton aufgenommen . Viele dieser Dinge sind zweifelos interessant und lehrreich und wichtig. Es dürfte wohl kaum einen normalen Menschen geben, der nicht gerne Bescheid wüßte über seinen eigenen Körper, über Herztätigkeit und Blutkreislauf, Gehinfunktion und Nervenbahnen, Atmung und Verdauung, Gesundheitspflege und Krankheiten, Entstehung und Vergehen des Menschen. Und doch, - wenn man alle diese vielen Lebensgebiete überschaut und dann die Filmanzeigen der Kinos damit vergleicht, muß man erkennen, daß es nur verzweifelt wenige Kulturfilme gibt. Was die Massen interessiert und die Kassen füllt, ist das Erotisch
-Triebhafte, das Sensationelle und die verlogene Romantik bis zur Hetzjagd der Wildwest - Räuber - Filme. Das meiste ist ein Rausch der Fleischeslust und der Triebe, der vor allem die Leidenschaft aufpeitscht. So ist die Flimmerleinwand ein vorzügliches Mittel der Blendung der Masen in der Hand des größten Blenders aller Zeiten: Satans, des Gottes und Fürsten dieser Welt, des Lügners und Menschnmörders von Anfang. Er kann damit dem Menschen die Lust des Augenblicks großmachen und ihn über die nur zeitliche Ergötzung der Sünde hinwegtäuschen und ihn im Rausch vergessen lassen, daß alle echte Lust ewige Dauer haben will, und daß nur die b l e i b e n d e Freude v ö l l i g e Freude ist. Neben allen Filmen, die der Mensch dreht, wird unmerklich ein anderer aufgenommen, bei dem alle Menschen mitwirken, ohne es zu ahnen. Auch du und ich!
-Es ist der einzige Film der Weltgeschichte, der restlos wahr ist und ohne die geringste Auslassung die ganze Weltgeschichte von ihrem Uranfang bis zu ihrem Endausgang umfaßt.
Er zeigt uns nicht nur den äußeren Ablauf jedes einzeln en Menschenlebens, sondern enthüllt das Innerste und offenbart die Tiefenschichten der Seele und die Beweggründe aller Herzen für alles, was je ein Mensch dachte,urteilte, empfand oder tat. Tiefer als die menschlichen Röntgenstrahlen dringen die für unser Auge unwahrnehmbaren Strahlen des göttlichen Lichtes; und was je ein Ätherhauch aufnahm an leisestem Flüsterton in dunkelster Kammer, wird mit göttlichen Lautsprechern öffentlich kundgemacht. Am Ende dieser Weltzeit, wenn alle Aufenthaltsräume der Tote geleert werden und alle Auferweckten vor dem großen weißen Thron des Weltenrichters stehen müssen, läuft dieser einzigartige, alles umfassende Film ab (Offb. 20, 11-15).
Dort sieht jeder Mensch sein eigenes Leben so abrollen, wie es innerlich und äußerlich
wirklich war. Und alle Welt schaut mit zu, seine Eltern und Geschwister, Ehegatte und Kinder, Mitarbeiter und Vorgesetzte, Nachbarn und Bekannte, Freunde und Feinde. Fazu die Myriaden der Engel, und vor allem der ewige Gott selbst und Sein Christus, die mit Augen wie Feuerflammen alles durchleuchten. Und niemand kann sich verstecken! Keiner kann sich verbergen! Niemand kann entfliehen! Keiner kann leugnen!
A l l e m ü s s e n b e k e n n e n : " S o w a r e s !"
Nur die, die ihr Leben in Buße und Glauben schon jetzt bewußt Christus übergeben, erhalten alle Schuld und alles Versagen bedeckt mit Seinem Blute. Da wird jedes Vergehen ausgelöscht und weißer gemacht als Schnee! An diesen Stellen leuchtet der letzte Film der Weltgeschichte im Lichte der Gnade und der Herrlichkeit Gottes. Ist die Schuld deines Lebens ausgetan?
-Wenn ja, dann preise Gott! Wenn nicht, dann gibt es für dich nur ein furchtbares Erwachen des Gerichts, bei dem auch dein Leben restlos offenbar wird im letzten Film der Weltgeschichte.
Warum ist dein Leben so arm an echter Freude? Wie das Fieber ein Anzeichen dafür ist, daß es im Körper nicht stimmt, so sind Kummer und Tränen, Unruhe und Angst, Friedlosigkeit und Armut an Freude die Symptome für einen krankhaften Zustand der Seele.
Freudelosigkeit ist ein Notsignal der Seele für einen Mangelzustand. Erfülltes Leben ist immer froh! Freude ist darum der Gradmesser und der Maßstab für die erfüllte Sehnsucht unserer Seele.
Wer froh ist, kann beim Treppensteigen gleich zwei Tritte nehmen. Der Traurige schleppt sich mühsam hinauf, als hätte er Blei in den Gliedern. Und doch ist der Körper nicht schwerer geworden. Nur hat die freudelose Seele keine Spannkraft mehr. Darum gibt sie dem Körper keinen Antrieb, keinen Schwung.
Als der Mensch im Paradiese gesündigt hatte, versteckte er sich; und auf den Ruf Gottes: "
Adam, wo bist du?"kam als erste Antwort des Menschen an seinen Gott dies hervor: "
Ich fürchtete mich! Darum verstecke ich mich."
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Sünde füllt das Herz mit Furcht und treibt es in die Gottesferne. Gott aber erwies Seine Liebe zu Seinem irrenden Geschöpf darin, daß Er Seinen eingeborenen Sohn für uns gab, um die Folgen unserer Untreue zu beseitigen und unser Leben in die Fülle zu führen. Als der Sohn in diese Welt kam, ließ Gott als erstes durhc die Engel auf Bethlehems Fluren verkünden: " Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird! " Der Sohn Gottes kam in diese Welt, um als Lamm Gottes die Sünde wegzutragen und um uns das Fülleleben Gottes zu bringen. "
Ich bin gekommen, daß sie das Leben haben, und daß sie es im Überfluß haben."
Über fließendes L e b e n bedeutet ü b e r f l i e ß e n der Freude !
Gottes Fülle leben füllt auch dein Herz mit der Stillung aller deiner tiefsten Sehnsucht und führt dich so zu überströmender Freude.Nur das Glück, das ewig währt, verdient den Namen Glück.
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Kann man das Leben nennen, was doch irgendwann einmal dem Tode anheimfällt?
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Der Mensch hat kein wahres Leben in sich, sondern ist nur lebendig. Lebendig ist aber nur eine Eigenschaft, kein wirkliches Wesen. Die schönste Blume welkt. Das stärkste Tier wird im Alter kraftlos. Der klügste Mensch wir nach Jahrzehnten altersschwach und hilflos und stirbt, wenn er nicht vorzeitig hinweggeraftt wird. Der Zufall aller Dinge macht ihr Dasein so arm und ihre Wirksamkeit und ihre Arbeit so sinnlos. ................................
Nur das Beibende, das Ewige, das Wesenhafte, das immer Seiende hat Sinn, weil seine Schönheit und Kraft und Anmut und Herrlichkeit unvergänglich sind und in immer überströmendem vollen Glanz des Göttlichen stehen. Kennst du die unzerstörbare Gottesfreude, die selbst in den Leiden noch übermächtig bleibt in heiliger Ewigkeitsglut?
-Gott schuf den menschen Ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf Er ihn
Nur der Gottmensch ist der zur Fülle gebrachte Mensch. Und alles Tun Gottes zielt darauf ab, daß der Mensch Gottes vollkommen werde, zu jedem guten Werke völlig geschickt. Bist du schon in das neue Leben gezeugt und geboren?
-Wenn nicht, wie soll es dann in dir wachsen und reifen?
-"Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen!"
(Joh.3, 3). Ohne diese Neuwerdung wirst du nie ein Gottmensch! Und ohne daß du dies wirst, bist du ein am wahren Leben Vorbeigekommener, ein um das eigentliche Leben Betrogener.
Willst du dich weiter lebst um dein Bestes und Höchstes betrügen oder betrügen lassen?
-Dann wird dein Leben freudeleer bleiben! Oder willst du nicht lieber gleich zu dem hingehen, der zu uns kam, damit wir Leben im Überfluß haben und mit ihm völlige Freude, Freude, die da bleibt in Ewigkeit?
-Darum komme zu Jesus!
-Gehe gleich, ehe es zu spät ist!
-Gehe heute, weil du icht weißt, was morgen sein wird und weil jeder Tag nur deine Schuldsumme größer werden läßt! Gerechtfertig aus Glauben! Liebe ist Wille zur Gemeinschaft. Gott will mich. Das beweist Seine Rettungstat, die Ihn den Erstgeborenen kostete. Hieram weiß ich, daß Er mich will und daß Er mich liebt.
So will auch ich Ihn lieben, weil Er mich zuerst geliebt hat! So will auch ich Ihm trauen, weil Er treu war.
Wie schäme ich mich nun, daß ich diesem Gütigen und Treuen und Liebenden einmal so häßlich
mißtraute!
Glaube ist Vertrauen. Nicht Vertrauen auf sich selbst oder ein anderes Geschöpf. Glaube ist Vertrauen auf den Schöpfer, der uns Vater sein und uns alles schenken will.
Der, der im Sohn den Erweis Seiner Liebe erbrachte, hat allein Anspruch auf unser volles Vertrauen.
Und so, wie wir Ihm einst mitßtrauten, so trauen wir Ihm nun allein.
Die Sünde und der Tod und der Betrug Satans und unser eigenes Versagen haben uns mißtrauisch gemacht
gegen uns selbst. Nun mißtrauen wir nicht mehr Ihm, sondern uns und allem Geschaffenen. Wir haben erkannt, daß nur einer der allein Gute und Vollkommene ist und daß nur Er uns gerecht und unser Leben richtig und vollkommen machen kann. Deshalb vertrauen wir Ihm alles an, uns selbst und all unser Sein und Leben. Bei Ihm wird alles gut. Ihm geht nicht daneben.
Das aber macht uns so stille. Endlich sind wir beim rechten Meister in der richtigen Werkstatt! Nun pfuschen wir nicht mehr an uns selbst herum und versuchen nicht mehr, die immer falsche Grudnhaltung des Mitrauenens gegen Gott, die doch von jeher die wirkliche Ursache unseres Zerfalls und unseres Versagens war, durch ein paar äußere moralische Schönheitspflästerchen zu verdecken.
Nein! Wir haben die Liebe zur Wahrheit angenommen und sind ehrlich geworden gegen Ihn und uns selbst. Wir haben unsere falsche Denkungsart über Ihn geändert und haben Ihm unser Vertrauen neu und für immer geschenkt. Und nun enttäuscht Er uns nie! Er macht alles gut. Und da, wo früher ständig unsere Schwachheit und Armut offenbar wurden, trotz viel guten Willens, wird nun die Pbermacht Seiner Gnade offenbar und läßt uns königlich herrschen und priesterlich dienen.
Wir blicken hinter uns in die Vergangenheit! Da ist alles geordnet von Ihm. Wir sehen nicht mehr als ein Meer voll Frieden.
Wir blicken um uns und über uns! Da ist ein Himmel voller Gnade und Gunst, in der wir bei Gott stehen. Wir blicken vor uns, hinein in die Zukunft! Da liegt lauter Herrlichkeit vor uns, die unser wartet, und derer wir uns schon jetzt rühmen dürfen. Friede - Gnade - Herrlichkeit!
Das ist das Teil derer, die Ihm vertrauen! So vertraue auch du dein Leben Ihm an
Wer sich selbst nicht liebt, entwickelt kein Mitgefühl für andere.
In unserer gewalttätigen Kultur werden wir daraufhin sozialisiert,
den eigenen Selbstwert zu gewinnen,
indem wir andere erniedrigen und demütigen.
Andere niederzumachen wird also zur Quelle des Wohlbefindens.
Als Reaktion auf die Unterdrückung des eigenen Seins,
der eigenen Wahrnehmungen und Bedürfnisse
entwickelt sich in jedem ein gewaltiges Potential an Hass.
Arno Gruen