Mit 12 Jahren habe ich damit begonnen, Akkordeon spielen zu lernen. Da Ländler und Kinderlieder aber nie mein Interesse wecken konnten, habe ich mir von erspartem Geld eine E-Gitarre gekauft. Nach vielen einsamen Übungsstunden wurde dann mit ein paar Freunden eine Band gegründet.
Als Gegenleistung für einen Übungsraum im Keller unter unserem Kirchturm habe ich dann in regelmäßigen Abständen Platten in einem Jugendheim aufgelegt. Diese Erfahrungen waren dann der Grundstock dafür, dass ich bereits mit 15 Jahren (noch zu Vinyl-Zeiten), nach Ausfall eines DJs in meiner Stamm-Disco, als DJ eingestellt wurde. Gut, dass ich bei Kontrollen vom Ordnungsamt selbst nie nach einem Ausweis gefragt wurde. Jetzt wurde es natürlich schwierig, Zeit für Bandauftritte frei zu halten. Trotzdem habe ich bei einem anderen Band-Projekt auch noch die Rolle des Schlagzeugers übernommen.
Spätestens seit Gruppen wie Kraftwerk und Tangerine Dream war mein Interesse an elektronischer Musik geweckt. Also baute ich meinen ersten schrankgroßen, analogen Synthesizer. Hier kamen dann auch meine alten Akkordeon-Kenntnisse wieder zu Ehren, weil das ja auch ein Tasteninstrument ist. Da bei jungen Leuten an dieser neuen Technik sehr großes Interesse bestand, habe ich Workshops zum Thema Klangerzeugung mit Synthesizern angeboten. Bei dieser Gelegenheit lernte ich dann eine Gruppe kennen, mit der ich mehrere Jahre hintereinander auf der Freilichtbühne in Zons am Rhein eine Theater- und Musikveranstaltung mitorganisiert habe. Hier war ich hauptsächlich für die Technik zuständig. Zu dieser Zeit zeichnete sich bereits ab, dass Musik ohne Computer bald nicht mehr denkbar sein wird. Mein erster Computer war dann auch wieder ein Eigenbau, der eigentlich nur meinen selbstgebauten Synthesizer steuern sollte. Schon wenige Jahre danach waren Computer bereits in der Lage, so ziemlich alles das machen zu können, was mein alter Synthesizer konnte.
Aber Computer konnten ja noch so viel mehr. Unter anderem habe ich mir den ersten DMX-Scanner gekauft, der mit einem selbst geschriebenen Programm Lichtstrahlen durch meinen Partykeller schickte. Es folgten immer weitere Lichteffekte. Mit der Entwicklung von leistungsstarken LEDs erweiterte ich meine Kenntnisse dann auch in diese Richtung. Heute bin ich auch in der Lage, kleine, bunte, veränderliche Lichtwände, wie man sie in TV-Studios im Hintergrund oft sieht, anzubieten. Hierbei stehen mir bis zu 4 DMX-Universen zur Verfügung, die ich mit der Profisoftware "Madrix" steuere. Meine Lichtinstallationen runden heute Partys und Straßenfeste ab. Mittlerweile unterstütze ich auch spezielle Showacts.
Am liebsten mag ich aber, wenn ich alles zusammen anbieten kann. Eine schöne Party mit Musik, zu der die Gäste tanzen und eine passende Beleuchtung, die das Ganze je nach Thema abrundet.