Wo man auch hinblickt, überall Autos, Autos, Autos. Verschiedene Städte möchten dagegen etwas tun.
Ein von der Stadt Köln entwickeltes Verkehrskonzept sieht unter anderem vor, dass viele Parkplätze in der Innenstadt wegfallen. Die gewonnenen freien Flächen sollen dann zum Beispiel für Fahrradstellplätze genutzt werden.
Für Radfahrer und Radfahrerinnen soll die Stadt attraktiver werden und die neu gebauten Radwege sollen das Radfahren sicherer machen.
In München wird das bestehende Verkehrsnetz weiter ausgebaut. Verbesserte Verbindungen sollen für mehr Fahrgäste in Bus und Bahn sorgen.
Ein viel diskutiertes Thema ist, ob eine Seilbahn in der Stadt den Verkehr entlasten kann. Auch für außerhalb der Stadt lebende Menschen sollen öffentliche Verkehrsmittel attraktiver werden.
In der Stadt Ulm dürfen Autos nur noch 30 km/h fahren. Durch die reduzierte Geschwindigkeit nehmen Lärm und Luftverschmutzung ab. Außerdem können alle Ulmer und Ulmerinnen samstags kostenlos mit Bus und Straßenbahn fahren.
Konflikte möchte niemand haben, und trotzdem gibt es sie überall: in der Familie, bei der Arbeit, unter Freundinnen und Freunden oder in der Nachbarschaft. Sie entstehen, wenn unterschiedliche Ziele, Interessen oder Bedürfnisse aufeinanderstoßen. Das ist eigentlich ganz alltäglich und ein fester Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens.
Man kann verschiedene Arten von Konflikten beobachten. So sind sie zum Beispiel in privaten Beziehungen emotionaler als bei der Arbeit. Dort muss man sich beispielsweise damit auseinandersetzen, dass es unterschiedliche Ziele im Team gibt. In jedem Fall können sie den Menschen das Leben schwer machen.
Ein Konflikt muss aber nicht zwangsläufig im Streit enden. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Wenn die Gesprächspartner*innen sich fragen, welche Interessen und Bedürfnisse sie haben, ist das positiv. Um einen Konflikt lösen zu können, müssen alle Beteiligten bereit sein, sich die Ansichten der anderen anzuhören und über Meinungen zu diskutieren.
Die Gesprächspartner*innen sollten nach einem gemeinsamen Weg oder einer Lösung suchen, mit der alle zufrieden sind oder die alle akzeptieren können. Selbst wenn das nicht sofort funktioniert, heißt das nicht, dass das Problem überhaupt nicht behoben werden kann. Manchmal braucht es etwas Zeit, um Schritt für Schritt kleine Änderungen umzusetzen.
Wer allerdings nur die eigene Meinung für richtig hält und keinen Kompromiss akzeptieren kann, der braucht nicht lange auf unschöne Reaktionen wie negative Äußerungen oder Desinteresse anderer zu warten.
Ein Konflikt entsteht oft durch Aussagen, die mit „Du“ beginnen. Die Person spricht nicht über sich, sondern beginnt mit kritischen Äußerungen über den Konfliktpartner oder die Konfliktpartnerin: „Du hast immer …“, „Du hast nie …“, „Du hast schon wieder …“
Vermeiden Sie also möglichst solche aggressiv wirkenden Aussagen. So leben Sie zwar nicht konfliktfrei, aber können manche Meinungsverschiedenheiten lösen, bevor sie zum echten Konflikt werden.
Flache Hierarchien sind schon seit geraumer Zeit ein populärer Trend in der Arbeitswelt. Aber nicht alle halten diesen Trend für sinnvoll. Wir stellen Ihnen zwei kontroverse Meinungen vor.
PRO
Seit zwei Jahren arbeite ich in einem kleinen Startup-Unternehmen in Bremen. Vorher habe ich in einer klassisch strukturierten Firma gearbeitet.
Wenn dort etwas entschieden werden musste, dann war allein die Chefetage zuständig. In meinem Job ist das ganz anders, und meiner Meinung nach ist eine Arbeit ohne Chef*in eine tolle Chance für alle.
Wenn eine Firma kreative und innovative Ideen umsetzen möchte, dann ist es wichtig, allen im Team viel Entscheidungsfreiheit zu geben. Hier in meinem Unternehmen arbeiten wir ohne Führungskraft. Braucht man für eine Idee oder Arbeit Unterstützung, dann sucht man sich ein kleines Team. Falls man auch dann zu keinem Ergebnis kommt, holt man noch mehr Leute ins Team.
Wir fühlen uns alle verantwortlich für die Projekte der Firma, deshalb engagiert man sich auch für andere. Die Identifikation mit der eigenen Firma ist dadurch groß, und die Leute wechseln viel seltener ihre Stelle – das ist natürlich ein weiterer Vorteil!
Vera Kislowski, 31 Jahre
CONTRA
Arbeiten ohne Chef oder Chefin – das klingt erstmal reizvoll, aber so einfach ist das meines Erachtens nicht.
Was ist mit Ehrgeiz und Karriere? Wenn man in einer „cheflosen“ Firma arbeitet, dann kann man keine Karriere im klassischen Sinn machen. Eine Firma ohne Hierarchien ist deshalb vielleicht wenig attraktiv für Top-Personal.
Außerdem gibt es auch viele Menschen, die nicht eigenverantwortlich arbeiten möchten. Brauchen sie Unterstützung, dann holen sie sich diese am liebsten von der Führungskraft.
Ein wichtiger Aspekt ist auch, um welche Branche es sich handelt. Bei der Produktion von Waren muss es doch jemanden geben, der den Überblick hat und Aufgaben verteilt, finde ich.
Natürlich kann die Führungskraft auch die Mitarbeitenden einbinden, sofern diese das wollen und können. Aber niemand sollte gezwungen werden, diesen Trend mitzumachen, wenn er oder sie sich das nicht wünscht.
Felix Feneberg, 42 Jahre
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